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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Etwa 50 Kunden von Kaseya waren betroffen

Nachlese: Kaseya reagierte schnell auf komplexe Cyberattacke und verringerte die weltweite Beeinträchtigung ihrer Kunden

Das Unternehmen arbeitet mit Behörden und führenden Incident-Response-Teams zusammen, um betroffene KMU zu unterstützen



Kaseya, Anbieterin von IT- und Sicherheitsmanagementlösungen für Managed Service Provider (MSPs) und kleine bis mittlere Unternehmen (KMU), erlitt einen Ransomware-Angriff auf ihre "VSA"-Kunden, der über das Wochenende zum US-Nationalfeiertag gestartet wurde. Die schnell unternommenen Maßnahmen des Unternehmens zur Behebung und Schadensbegrenzung bewahrten nach Angaben von Kaseya Tausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen vor verheerenden Auswirkungen auf ihren Betrieb und stellten deren Geschäftskontinuität sicher.

Am 2. Juli um ca. 14 Uhr EST (20 Uhr mitteleuropäische Zeit) wurde Kaseya von internen und externen Quellen auf einen möglichen Angriff aufmerksam gemacht. Innerhalb einer Stunde hat Kaseya vorsichtshalber den Zugriff auf die betroffene Software sofort abgeschaltet. Der Angriff hatte nur begrenzte Auswirkungen, da nur etwa 50 von mehr als 35.000 Kaseya-Kunden betroffen waren.

Nach der zügigen Entscheidung, den Zugriff auf die Software abzuschalten, wurde ein internes Incident-Response-Team in Zusammenarbeit mit führenden Branchenexperten für forensische Untersuchungen aufgestellt, um die Art des Angriffs zu ermitteln. Sobald ein Angriff festgestellt wurde, wurden die Strafverfolgungsbehörden und die staatlichen Cybersicherheitsbehörden, einschließlich des Federal Bureau of Investigation (FBI) und der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA), sofort informiert und einbezogen. Kurz nach dem Vorfall wurde mit Unterstützung des FBI und der CISA die Ursache des Angriffs identifiziert.

Etwa 50 Kunden von Kaseya waren betroffen und das Unternehmen hat proaktiv den Schaden begrenzt, um die Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen zu minimieren. Viele der Kaseya-Kunden sind Managed Service Provider. Sie setzen die Technologie von Kaseya ein, um die IT-Infrastruktur für lokale und kleine Unternehmen mit weniger als 30 Mitarbeitern zu verwalten, wie z. B. Zahnarztpraxen, kleine Buchhaltungsbüros und lokale Restaurants. Von den etwa 800.000 bis 1.000.000 lokalen und kleinen Unternehmen, waren nur etwa 800 bis 1.500 betroffen.

"Unsere globalen Teams arbeiten rund um die Uhr, um den Betrieb unserer Kunden wieder sicherzustellen", sagte Fred Voccola, CEO von Kaseya. "Wir verstehen, dass jede Sekunde, in der sie arbeitsunfähig sind, ihre Existenzgrundlage beeinträchtigt, deshalb arbeiten wir mit Hochdruck daran, dieses Problem zu beheben."

Kaseya arbeitet aktiv mit verschiedenen Regierungsbehörden zusammen, darunter dem FBI, der CISA, dem Department of Homeland Security und dem Weißen Haus. FireEye Mandiant IR, ein führendes Unternehmen für Computer Incident Response, arbeitet ebenfalls eng mit Kaseya an dem Sicherheitsvorfall.

"Dies ist eine gemeinschaftliche Anstrengung, um das Problem zu beheben und die verantwortlichen Parteien zu identifizieren, damit diese zur Rechenschaft gezogen werden können.", fügte Voccola hinzu. "Wir sind unglaublich dankbar für deren Unterstützung dabei, unsere Kunden wieder online zu bringen. Der schnelle handlungs- und lösungsorientierte Ansatz der CISA und des FBI sowie die umfassende Unterstützung durch das Weiße Haus war uns eine große Hilfe dabei sicherzustellen, dass dieser Angriff nur eine sehr geringe Anzahl von Kunden betrifft. Obwohl jeder einzelne betroffene Kunde einer zu viel ist, hat sich gezeigt, dass die Auswirkungen dieses hochentwickelten Angriffs glücklicherweise stark überschätzt wurden.", so Voccola.

Darüber hinaus war Kaseya IT Complete, die umfassende Produktsuite des Unternehmens, die es mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihre gesamten IT-Abläufe effizient zu verwalten, nur minimal von der Kompromittierung betroffen. Von den 27 Modulen war nur eins, VSA, betroffen.

Kaseya möchte sich der Einschätzung des FBI und der CISA anschließen:

"Es ist wichtig, wachsam zu bleiben. Wir raten den Anwendern weiterhin, die Empfehlung von Kaseya zu befolgen, VSA-Server sofort abzuschalten, die CISA-Anleitung zur Schadensbegrenzung zu befolgen und der IC3 zu melden, wenn sie betroffen sind." (Kaseya: ra)

eingetragen: 09.07.21
Newsletterlauf: 10.09.21

Kaseya: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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