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Ransomware-Taktiken werden ausgefeilter


Ausblicke zu den Trends in der Cyber-Sicherheitsbranche im Jahr 2020
Eine Bedrohung findet nicht nur zwischen einem Akteur und seinem Ziel statt, sondern kann auch das gesamte Netzwerk, zum Beispiel Kunden, ein produzierendes Unternehmen sowie Lieferanten, betreffen



Wer seine Unternehmens- und Kundendaten umfassend schützen will, muss Hackern einen Schritt voraus sein. Dazu ist es notwendig, dass ein Unternehmen seine Risiken realistisch einschätzen kann, potenzielle Schwachstellen für eine Bedrohung erkennt, und einen Überblick über seine wichtigsten Daten und Informationen hat. Nur dann kann ein Unternehmen eine erfolgreiche Sicherheitsstrategie im Unternehmen einführen und umsetzen. Auf welche Punkte Unternehmen im Jahr 2020 einen besonderen Fokus setzen sollten, stellt Ihnen Mike Hart, Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye in folgender Übersicht vor:

Bedrohungen erfolgen häufig indirekt über Lieferanten oder Kunden im Netzwerk
Eine wichtige Lektion für das nächste Jahr ist, dass jedes Unternehmen Ziel einer Cyber-Bedrohung werden kann ob direkt oder unmittelbar. Unabhängig davon, ob es sich um einen Lieferanten, ein kleines oder ein mittelständisches Unternehmen handelt, fast jedes Unternehmen ist in irgendeiner Weise mit einem anderen verbunden, und erhöht somit sein Risiko, Ziel einer Cyber-Bedrohung zu werden. Unternehmen müssen sich bewusst sein, dass sie der kritische Punkt in einem Netzwerk sein könnten sie könnten das schwächste Glied sein. Im Jahr 2020 müssen sich Unternehmen in einem größeren Kontext sehen.

Eine Bedrohung findet nicht nur zwischen einem Akteur und seinem Ziel statt, sondern kann auch das gesamte Netzwerk, zum Beispiel Kunden, ein produzierendes Unternehmen sowie Lieferanten, betreffen. Das Beste, was Unternehmen im nächsten Jahr tun können, ist, tiefgehend zu analysieren, wo sie aktuell in der Bedrohungslandschaft stehen, um optimal gegen Bedrohungen aus allen Richtungen aufgestellt zu sein. Da Unternehmen über ein unterschiedliches Sicherheitsniveau verfügen können, hilft eine Übersicht über mögliche Schwachstellen, um zu definieren, welche Art von Schutz benötigt wird.

Differenzierte Risikoanalysen und Situationsanalyse sind unabdingbar
Unternehmen fehlen häufig gelungene Beispiele dafür, wie Cyber-Sicherheit gut umgesetzt wird. Um im Jahr 2020 besser im Bereich Cyber-Sicherheit aufgestellt zu sein, müssen Unternehmen verstehen, an welchen Stellen sie potenziell anfällig für eine Bedrohung sind und welche Auswirkungen diese Bedrohungen haben können letztendlich, um diese optimal abzuwehren. Dazu ist eine Analyse erforderlich, um einzuschätzen, was die wertvollsten Assets und wichtigste Daten im Unternehmen sind. Dies bedingt, dass Unternehmen ihre Technologie verstehen, wissen, welche Anwendungen verwendet und welche Infrastruktur genutzt wird.

Zudem ist eine Risikoanalyse in Bezug auf andere Unternehmen oder Lieferanten notwendig sowie eine Situationsanalyse, wie der aktuelle Stand der Cyber-Sicherheit im Unternehmen ist. Jedoch fehlt den meisten Unternehmen häufig einer oder mehrere dieser Punkte, und das macht sie anfällig für Bedrohungen von Cyber-Kriminellen. Individuelle Risikoanalysen helfen dabei, ein realistisches Bild im eigenen Unternehmen zu erlangen.

Ransomware-Taktiken werden ausgefeilter
Im nächsten Jahr sollten IT-Leute im Bereich der Cyber-Sicherheit nach neuen Techniken im Bereich Ransomware Ausschau halten. Was wir vor allem im Dark Net beobachten, ist, dass Bedrohungsakteure damit werben, Zugang zu Unternehmen zu verschaffen, unabhängig von der Branche. Gleichzeitig versuchen sie, Partner zu finden, die über Erpressungssoftware (Ransomware) verfügen, um diese tief im Unternehmens-Netzwerk auf individuell angepasste Weise einsetzen zu können.

Diese sehr zielgerichtete Ransomware-Technik führt zu erhöhten Anforderungen und stellt für Unternehmen ein sehr hohes Risiko dar, wichtiges geistiges Eigentum zu verlieren. Insbesondere bei kommunalen Organisationen und auf Länderebene ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen, wahrscheinlich weil diese Organisationen nicht über die gleichen Ressourcen wie der Bund verfügen. Unternehmen sollten sich der neuesten Ransomware-Techniken bewusst sein und ihr Personal entsprechend schulen, oder auf externe Experten zurückgreifen, um Ransomware-Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren.

Fehlendes Sicherheitspersonal stellt eine Schwachstelle dar
Der Personalmangel betrifft auch die Cyber-Sicherheitsbranche. Zudem erfordern interne Prozess-Änderungen wie die Migration in die Cloud oder die Implementierung einer zentralen Sicherheitszentrale (SOC) speziell geschulte Mitarbeiter. Um zu definieren, welche Fähigkeiten im Unternehmen tatsächlich notwendig sind, sollte zwischen hochspezialisierten Fähigkeiten, die schwer zu erlernen sind, und Fähigkeiten, die ein engagierter Mensch sich innerhalb eines gewissen Zeitraums aneignen kann, unterschieden werden. Kritisches Denken und Verknüpfung von Wissen gehören beispielsweise zu den Fähigkeiten, die sich ein Experte über viele Jahre hinweg aneignet und die nicht leicht zu vermitteln sind.

Jedoch können einige andere technische Fähigkeiten, von denen man mitunter annimmt, dass sie eine jahrelange Ausbildung erfordern, tatsächlich in kürzerer Zeit erworben werden. Als Sicherheitsexperten müssen wir über den Tellerrand hinausblicken und unsere Vorstellungen davon, was den idealen Kandidaten ausmacht, überdenken, indem wir über die typischen Zertifizierungen und Abschlüsse hinausblicken. Das eröffnet die Chance, Umgebungen so zu schützen, wie es von Mitarbeitern und Kunden erwartet wird. (FireEye: ra)

eingetragen: 16.12.19
Newsletterlauf: 27.01.20

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Meldungen: Unternehmen

Risikos für Unternehmensnetzwerke

Trend Micro veröffentlichte Umfrageergebnisse zur Arbeit im Homeoffice. Diese zeigen, dass Smart-Home-Geräte und ihre Apps eine wesentliche Schwachstelle in der Cybersicherheit von Unternehmen darstellen können. Da die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zunehmend verschwimmen, sollten Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien überarbeiten, um Geschäftsdaten besser zu schützen. Unter anderem ergab die Umfrage, dass 45 Prozent der deutschen Befragten auch von privaten Geräten auf Unternehmensdaten zugreifen. Für die Studie "Head in the Clouds" von Trend Micro wurden über 13.000 Remote-Mitarbeiter in 27 Ländern weltweit (davon 504 in Deutschland) befragt, um mehr über die Gewohnheiten von Arbeitnehmern im Homeoffice während der Pandemie zu erfahren.

Traditionelle Penetrationstests ein Auslaufmodell?

Große europäische Unternehmen fragen gemäß Bugcrowd seit Beginn der Covid-19-Pandemie verstärkt Sicherheitstests nach. Dies bescherte dem auf dem Gebiet Cybersecurity zu den weltweit führenden Crowdsourcing-Unternehmen zählenden Anbieter im zweiten Finanzquartal des Jahres in der EMEA-Region ein fast 100-prozentiges Umsatzwachstum. In vergleichbarem Umfang legten in diesem Zeitraum die Anfragen von Großkonzernen zu. Aufgrund des seit März zeitweise fast vollständig erfolgten Wechsels auf Remote-Arbeit stellten Unternehmen in ganz Europa ihre IT-Sicherheit vermehrt auf den Prüfstand. Dies ist nach Ansicht von Bugcrowd jedoch nicht der vorrangige Grund für die höhere Nachfrage nach Sicherheitstests. Vielmehr müssten Unternehmen immer strengere Compliance-Auflagen erfüllen. Zudem würden sie erkennen, dass die heute zunehmend agil geprägte Entwicklungswelt neue Ansätze in puncto Penetrationstests erfordere. Anstelle traditioneller Vorgehensweisen trete für sie das Crowdsoucing-Konzept, das sich die Intelligenz vieler und damit die "Macht der Masse" für die Lösung eines Problems zunutze macht.

Zertifikate anfordern, bearbeiten und herunterladen

DigiCert, Anbieterin von TLS/SSL-, IoT- und PKI-Lösungen, hat eine Zusammenarbeit mit ServiceNow bekanntgegeben. Im Rahmen der Kooperation soll eine umfassende"DigiCert CertCentral"-Anwendung in ServiceNow entstehen, die das Zertifikatsmanagement vereinfacht. "Mit dieser Zusammenarbeit kommen wir unserem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher: Mit ServiceNow unterstützen wir Unternehmen durch einfacheres und automatisiertes Zertifikatsmanagement bei der digitalen Transformation", so Sree Subramaniam, Director of Product Management, ServiceNow ITOM.

Fortschritt für KI-basierte Cybersicherheit

Die Cybersecurity-Branche gehört zu den Pionieren in der Anwendung der Künstlichen Intelligenz. Sie wird seit Jahren in der Angriffserkennung und bei Virenscannern eingesetzt. Allerdings halten offene Fragen hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Haftungsrisiken viele Unternehmen und Behörden von der praktischen KI-Nutzung ab. Oft fällt es Anwender-Organisationen schwer zu beurteilen, ob KI-Systeme überhaupt die notwendige Reife für die Praxis besitzen. Gleichzeitig können Hersteller-Unternehmen Sicherheit und Qualität ihrer KI-Produkte nur schwer nachweisen. In Laborumgebungen erkennen KI-Systeme zum Teil sehr gut Angriffsmuster, in realen Internetumgebungen allerdings nicht.

Trends in BSIMM11

Synopsys veröffentlicht BSIMM11, die aktuelle Version des Building Security In Maturity Model (BSIMM). BSIMM unterstützt Unternehmen bei der Planung, Ausführung, Analyse und Verbesserung ihrer Software-Sicherheitsinitiativen (SSIs). Die Studie spiegelt die Softwaresicherheitspraktiken von 130 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wider, darunter Finanzdienstleister, FinTech-Unternehmen, unabhängige Softwareanbieter, Cloud-Anbieter, Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, dem IoT sowie Versicherungen und Einzelhandel. BSIMM11 hebt die Arbeit von 8.457 Software-Sicherheitsexperten hervor, die mit ihrem Erfahrungswert über 490.000 Entwickler unterstützen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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