Führende Unternehmen der Cybersicherheits- und Technologiebranche starten Open-Source-Projekt, um Cyberangriffe schneller und effektiver zu erkennen und zu verhindern

Splunk, AWS und Broadcom arbeiten gemeinsam mit 15 Unternehmen an einem breit angelegten Projekt zur Integration von Sicherheits-Tools und -ressourcen und zum Aufbrechen von Datensilos



Ein Zusammenschluss aus führenden Vertretern der Cybersicherheits- und Technologiebranche hat ein Open-Source-Projekt angekündigt, um Datensilos aufzubrechen, die Sicherheitsteams behindern. Das Projekt Open Cybersecurity Schema Framework (OCSF), das auf der Black Hat USA 2022 vorgestellt wurde, soll Unternehmen helfen, Cyberangriffe schneller und effektiver zu erkennen, zu untersuchen und zu stoppen.

Das OCSF-Projekt wurde von AWS und Splunk konzipiert und initiiert und baut auf der ICD-Schema-Arbeit von Symantec, einer Abteilung von Broadcom, auf. Das OCSF umfasst Beiträge von 15 weiteren Gründungsmitgliedern, darunter Cloudflare, CrowdStrike, DTEX, IBM Security, IronNet, JupiterOne, Okta, Palo Alto Networks, Rapid7, Salesforce, Securonix, Sumo Logic, Tanium, Trend Micro, und Zscaler. Ab jetzt sind alle Mitglieder der Cybersicherheits-Community eingeladen, das OCSF zu nutzen und dazu beizutragen.

Das Aufspüren und Verhindern von Cyberangriffen hängt von der Koordination aller Cybersecurity-Tools ab. Doch leider erfordert die Normalisierung von Daten aus verschiedenen Quellen einen erheblichen Zeit- und Ressourcenaufwand. Die OCSF ist ein Open-Source-Projekt mit dem Ziel, eine vereinfachte und herstellerunabhängige Taxonomie bereitzustellen, die allen Sicherheitsteams eine bessere und schnellere Datenaufnahme und -analyse ermöglicht, ohne die zeitaufwändigen Normalisierungen im Vorfeld durchführen zu müssen.

Der OCSF ist ein offener Standard, der in jeder Umgebung, Anwendung oder von jedem Lösungsanbieter übernommen werden kann und mit bestehenden Sicherheitsstandards und -prozessen kompatibel ist. In dem Maße, in dem Anbieter von Cybersicherheitslösungen OCSF-Standards in ihre Produkte integrieren, wird die Normalisierung von Sicherheitsdaten einfacher und weniger aufwändig für Sicherheitsteams. Durch die Einführung von OCSF können sich Sicherheitsteams verstärkt auf die Analyse von Daten, die Erkennung von Bedrohungen und die Verteidigung ihrer Unternehmen vor Cyberangriffen konzentrieren.

"Da unsere Kunden und Partner weiterhin auf die Echtzeit-Endpunktdaten von Tanium standardisieren, ist es für uns wichtig, uns schnell an die sich ständig verändernde Cybersicherheitslandschaft anzupassen", kommentiert Rob Jenks, Senior Vice President, Corporate Strategy bei Tanium das Projekt. "Indem wir unsere Plattform um Unterstützung für das Open Cybersecurity Schema Framework erweitern, setzen wir uns für eine Zukunft ein, in der unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt werden, um die Fähigkeit zu verbessern, Cybersecurity-Angriffe zu erkennen, zu untersuchen und zu vereiteln." (Tanium: ra)

eingetragen: 17.08.22
Newsletterlauf: 04.10.22

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Meldungen: Unternehmen

Erstellen eigener YARA-Regeln sehr zeitaufwändig

Das SophosAI-Team für künstliche Intelligenz hat ein auf maschinellem Lernen basierendes Tool entwickelt, das YARA-Regeln zur Erkennung bestimmter Arten von Bedrohungen generiert. Das von VirusTotal verwaltete, plattformübergreifende Klassifizierungs-Tool ist eines der wichtigsten Tools für Forscherinnen und Forscher zum Aufspüren und Klassifizieren von Malware.

Ziel: Menschliche Ebene der Cybersicherheit

KnowBe4, Anbieterin einer Plattform für die Schulung des Sicherheitsbewusstseins und simuliertes Phishing, gibt die Gründung von KnowBe4 Ventures bekannt, dem Venture-Zweig des Unternehmens, der sich auf die menschliche Ebene der Cybersicherheit konzentriert.

Abschaffung anderer Endpunkt-Verwaltungs-Tools

Ivanti, Anbieterin der Automatisierungsplattform "Ivanti Neurons", die IT-Ressourcen von der Cloud bis zum Edge entdeckt, verwaltet, sichert und wartet, hat die Ergebnisse der von Forrester Consulting durchgeführten "Total Economic Impact" (TEI)-Studie veröffentlicht.

Mehr Sichtbarkeit im europäischen Markt erhalten

Nie war die digitale Unabhängigkeit wichtiger als in Zeiten von wachsenden (und raffinierten) Ransomware- und Hackerangriffen von überall auf der Welt. Mal abgesehen vom Schutz durch IT-Sicherheitslösungen selbst, ist es für Unternehmen zudem wichtig sich an die national sowie europäisch geltenden Regularien und Richtlinien zu halten – gerade im Bezug IT-Sicherheit. Nur so kann ein länderübergreifender IT-Sicherheitsstandard gewährleistet werden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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