Zehn Zertifizierungen nach IT-Grundschutz

IT-Sicherheits-Zertifikate vergeben: BSI-Zertifizierung erleichtert Weg in die IT-Sicherheit

Mit dem IT-Grundschutz-Zertifikat des BSI können Unternehmen und Institutionen unter anderem belegen, dass bei ihnen ein funktionierendes IT-Sicherheitsmanagement vorhanden ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird



Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat zwölf IT-Sicherheits-Zertifikate vergeben. Das BSI hat die Aufgabe, Zertifizierungen von IT-Produkten, -Komponenten und –Systemen durchzuführen. Die unabhängige Prüfung durch das BSI weist Vertraulichkeit, Authentizität und Verfügbarkeit transparent nach.

Mit dem IT-Grundschutz-Zertifikat des BSI können Unternehmen und Institutionen unter anderem belegen, dass bei ihnen ein funktionierendes IT-Sicherheitsmanagement vorhanden ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rahmen der IT-Sicherheitsmesse it-sa Expo&Congress in Nürnberg im Oktober 2023 hat das BSI in der vergangenen Woche mehrere IT-Grundschutz-Zertifikate vergeben. So hat das Land Nordrhein-Westfalen für die zentrale Produktions- und Service-Stelle (ZPS) im Rechenzentrum der Finanzverwaltung ein IT-Grundschutz-Zertifikat des BSI erhalten. Die Zertifizierung umfasst die IT-Infrastruktur mit den zentralen fachlichen Basisdiensten und -anwendungen der ZPS am Standort Düsseldorf. Die It-sa Gastgeberstadt Nürnberg erhielt das Zertifikat für die IT-Komponente "Netzübergang zum Verbindungsnetz des Bundes". Zu den Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen ebenfalls nach dem IT-Grundschutz des BSI zertifiziert wurden, zählen die sector27 GmbH, die noris network AG, die DATANET GmbH, die PwC Cyber Security Services GmbH, die Thüringer Netkom GmbH, die centron GmbH, die GEMINI DIRECT marketing solutions GmbH und die DB Schenker Deutschland AG.

Zwei Zertifizierungen nach Technischen Richtlinien des BSI

Neben der Zertifizierung im Hinblick auf IT-Sicherheitseigenschaften bietet das BSI auch eine Zertifizierung nach Technischen Richtlinien (TR) an. Diese wird notwendig, wenn über die Realisierung bestimmter Sicherheitseigenschaften hinaus die Erfüllung funktionaler Anforderungen für den Betrieb eines IT-Produktes oder -Systems gefordert ist. In besonderem Maße gilt dies für IT-Produkte und -Systeme, die für den Einsatz in sicherheitskritischen Bereichen der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen sind. Anforderungen an die elektronische Fälschungssicherheit, Betriebszuverlässigkeit oder Interoperabilität stehen dabei im Vordergrund.

In diesem Zusammenhang erhielt die Bundesdruckerei GmbH eine Zertifizierung nach der Technischen Richtlinie BSI-TR 03105 für die im Auftrag des BMI entwickelte Komponente "Smart-eID Applet". Die TR formuliert die Anforderungen an die Interoperabilität des elektronischen Personalausweises. Mit der BSI-Zertifizierung wird die Speicherung von Identitätsdaten auf dem Smartphone möglich. Nach der einmaligen Ableitung der Identitätsdaten von einem Personalausweis, elektronischen Aufenthaltstitel oder der eID-Karte für Unionsbürger können digitale Bürgerdienste, wie etwa KFZ-Zulassungen oder BAFöG-Anträge, über den Online-Identitätsnachweis mit der Ausweis.App bald genutzt werden, ohne dass – wie bisher – zunächst das physische Dokument ausgelesen werden muss.

Neben der Bundesdruckerei GmbH erhielt auch die Rhenus Docs to Data GmbH ein BSI-Zertifikat nach einer Technischen Richtlinie: Die BSI-TR 03138 definiert die technischen Voraussetzungen für das so genannte ersetzende Scannen. Bei der digitalen Erfassung von Papierbelegen ist die Aufbewahrung der Originale mit großem Aufwand verbunden. Beim ersetzenden Scannen wird das elektronische Abbild des Belegs aufbewahrt, sodass die papiernen Originale vernichtet werden können. Die Produktentwicklung nach der Technischen Richtlinie des BSI ermöglicht eine zuverlässige, rechts- und IT-sichere technische Realisierung des ersetzenden Scannens. (BSI: ra)

eingetragen: 24.11.23
Newsletterlauf: 21.02.24

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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