Tape und optische Datenträger auf Wachstumskurs

Während eine Hochverfügbarkeits-Lösung in Anschaffung und Unterhalt recht teuer sein kann, lassen sich große Datenmengen recht kostengünstig "nearline" auf Tape- oder optischen Libraries sichern

Tape bietet zurzeit mit dem LTO9 Standard unkomprimiert 18 Terabyte Speicherkapazität in einer Speicherkassette, die sich auf bis zu 45 Terabyte komprimieren lassen




Der exponentiell wachsende Speicherbedarf stellt IT-Anbieter und -Hersteller vor immer größere Herausforderungen. Viele der zu speichernden Daten müssen dabei nicht unbedingt hochverfügbar sein und so empfehlen sich auch Datenträger wie Tape oder optische Datenträger, die in Libraries beachtliche Speicherkapazitäten zur Verfügung stellen können - Tendenz steigend!

Datenträger entwickeln sich stetig weiter, schaffen es jedoch kaum mit dem rasant wachsenden Speicherbedarf Schritt zu halten. Anwendungen, wie zum Beispiel das Internet der Dinge oder die Aufbewahrung und Bereitstellung von Informationen für Big Data Analysen oder Künstliche Intelligenz erfordern enorme Speicherkapazitäten. So vielfältig die Datenquellen und -produzenten sind, so unterschiedlich ist im Anschluss auch die Nutzung der Informationen. Während die einen Daten schnell verfügbar sein müssen, reicht es für andere Anwendungen, dass die Informationen lediglich für den etwaigen Zugriff verfügbar sind.

Der Unterschied ist gravierend, denn während eine Hochverfügbarkeit in Anschaffung und Unterhalt recht teuer sein kann, lassen sich große Datenmengen recht kostengünstig "nearline" auf Tape- oder optischen Libraries sichern. Während viele IT-Leiter diese Lösungen vor lauter Cloud nicht mehr auf dem Schirm haben, bieten alle gängigen und professionellen Speichermanagement-Lösungen eine Auslagerung der Daten auf die in Betrieb und Unterhalt günstigen und dennoch hoch zuverlässigen Speicherriesen an.

Während die Festplattenkapazität sich lange Zeit dem Moorschen Gesetz folgend alle 18 Monate verdoppelten, stoßen sie so langsam an technologische Grenzen, die die Wachstumsgeschwindigkeit bremsen. Zwar kann das in hochkomplexen Storagesystemen durch schiere Masse kompensiert werden, jedoch bedeuten immer mehr Festplatten auch immer einen deutlich höheren Energieverbrauch und CO² Ausstoß für Betrieb und Kühlung der ständig drehenden Speichertürme.

Tape bietet zurzeit mit dem LTO9 Standard unkomprimiert 18 Terabyte Speicherkapazität in einer Speicherkassette, die sich auf bis zu 45 Terabyte komprimieren lassen. Fujifim hat jüngst einen neuen Weltrekord verkündet, in dem sie durch die Verwendung einer neuartigen Bandbeschichtung eine Speicherdichte von 317 Gbpsi (Gigabyte per Quadratinch) bei gleichbleibender Kassettengröße eine Speicherkapazität von 580 Terabyte erreichen können.

Während LTO-Tapes nur über 2 Generationen noch gelesen werden können, blicken optische Medien auf eine unvergleichbare Kompatibilität zurück, denn noch heute kann in jedem handelsüblichen Blu-ray Laufwerk eine 30 Jahre alte CD gelesen werden. Mit geschätzten 50-100 Jahren Haltbarkeit übertreffen die Archivmedien auch alle anderen Datenträger um Längen, denn diese müssen in der Regel spätestens alle 5 Jahre auf einen neuen Datenträger migriert werden.

Optische Speichersysteme nutzen in der Regel standardisierte Blu-ray Medien in Cartridges oder in Magazinen. Kapazitiv sieht die gegenwärtige Roadmap für die Blu-rays zurzeit 500 GB je Scheibe und Seite vor, was bei doppelseitigen Medien einem TB je Medium und über 10 TB in einer Cartridge entspricht. Darüber hinaus gibt es in Asien und Australien auch bereits Studien, die an 100 Terabyte-Scheiben arbeiten, welche dann auch kapazitiv zu den Tape-Kassetten aufschließen.

Während veränderbare Daten und Backups auf Tape besser aufgehoben sind, gehören reine Archivdaten auf optische Datenträger, denn nur diese bieten durch die einmalige Beschreibbarkeit (trueWORM) und die lange Haltbarkeit einen sicheren Manipulations- und Bestandsschutz. Gleichzeitig werden hohe laufende Migrationskosten reduziert oder ganz vermieden und enorme Energiesparpotenziale genutzt. Es ist also durchaus eine Betrachtung Wert, welche Nutzung mit welchen Anforderung an die Datenhaltung zu berücksichtigen ist.

Neben Storage-, Backup- und Archiv-Hardware bietet Incom auch Speichermanagementsoftware, welche die Daten vollautomatisiert nach nach vordefinierten Regeln auf das jeweils sinnvollste Speichermedium bewegt. (Incom: ra)

eingetragen: 06.02.21
Newsletterlauf: 06.04.21


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Meldungen: Hintergrund

Erweiterung des DMTF Redfish API-Protokolls

Die Storage Management Initiative (SMI) der Storage Networking Industry Association (SNIA) meldet die Bereitstellung von Version 1.0 der "SNIA Swordfish"-Speichermanagement-Spezifikation. Diese Spezifikation erweitert die "Redfish"-Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) der Distributed Management Task Force (DMTF), damit diese die Speichergeräte und -Services handeln kann, die heutzutage in modernen Rechenzentren zu finden sind. Durch die Erweiterung des DMTF Redfish API-Protokolls und -Schemas hilft die SNIA Swordfish Spezifikation bei der Bereitstellung eines einheitlichen Managementansatzes für die Speicher und Server in Hyperscale- und Cloud-Umgebungen, was es IT-Administratoren wiederum einfacher macht, skalierbare Lösungen in ihre Rechenzentren zu integrieren.

Risiko durch plattformübergreifende Apps

Viele Apps für Mobilgeräte haben schwerwiegende Sicherheitslücken, die Angreifer nutzen können, um in Unternehmen erhebliche Schäden zu verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Appicaptor-Security-Index des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT). Erstmalig untersuchten die Sicherheitsforscher automatisiert die Sicherheitsqualität auch von plattformübergreifenden Apps, die auf unterschiedlichen Betriebssystemen wie Android und iOS laufen und immer häufiger zum Einsatz kommen. Weil diese Apps Webtechnologien wie HTML und JavaScript verwenden, bergen sie zusätzliche Sicherheitsrisiken dieser Webtechnologien.

Immer mehr Funktionen in einer Chipkarte

Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken - die Chipkarte. Täglich nutzen wir sie beispielsweise am Geldautomaten, beim Einkaufen, beim Arzt, im öffentlichen Nahverkehr, als elektronischen Ausweis, im Mobiltelefon, als Zugang zu Gebäuden und IT-Systemen und in immer mehr IoT-Geräten. Ohne die Entwicklung der Chipkarte und ihre vielfältigen Anwendungen wäre die heutige moderne, vernetzte Welt nicht denkbar. Die Chipkarte schaffte die Voraussetzung dafür, dass weltweite sichere bargeldlose Bezahlvorgänge möglich sind, mobile Telefonie sicher und flexibel genutzt werden kann, Ausweise und Pässe fälschungssicherer sind sowie unsere digitalen Identitäten geschützt werden. An der grundlegenden bahnbrechenden Technologie und ihren weiteren Ausprägungen waren zwei deutsche Ingenieure und G+D maßgeblich beteiligt.

Kurzlebige Zertifikate sind leicht zu verwalten

Zertifikate mit kurzer Gültigkeitsdauer setzen sich vermehrt durch, um die Menge der kompromittierten Daten zu reduzieren, wenn eine Server-Schwachstelle aufgedeckt wird, wie z.B. HeartBleed. Eine gute Sicherheitspraxis schreibt vor Schlüssel regelmäßig zu ändern, normalerweise einmal im Jahr. Will man das Risiko weiter begrenzen, ersetzt man Zertifikate und die zugrunde liegenden Schlüssel häufiger.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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