Was ein SIEM-System leisten soll


Mit SIEM-Lösungen Gefahren einen Schritt voraus
Vier Schritte für die Implementierung eines SIEM-Systems

(17.03.14) - Das Wissen um zunehmend raffinierte Angriffe, öffentlich diskutierte Hacking-Vorfälle, Spionageaffären sowie die immer höheren Anforderungen von Seiten der Compliance führt in Unternehmen dazu, zusätzliche Sicherheitssysteme einzusetzen, um die Daten zu schützen und den Betrieb zu sichern. Doch daraus ergeben sich neue Probleme: Viele einzelne Systeme müssen nicht nur zeit- und kostenintensiv administriert werden, sondern liefern unterschiedliche Analysen und Reports, die kontinuierlich ausgewertet werden sollten. Die Lösung ist ein Security Information and Event Management (SIEM)-System, das alle Informationen der Sicherheitssysteme auf einer Plattform konsolidiert und eine ganz neue Qualität an Reportings und Analysen für die Unternehmenssicherheit liefert.

Um eine SIEM-Lösung im Unternehmen einzusetzen, müssen vier wichtige Schritte beachtet werden:

Erkennen der Notwendigkeit
Eine gute Planung die halbe Miete. Ist die Notwendigkeit erkannt ein SIEM-System einzuführen, haben bereits unterschiedliche Personen oder Abteilungen ihren Bedarf ausgesprochen und sich in der Regel bereits vorab informiert, was ein SIEM-System leisten kann.

Feststellen der involvierten Abteilungen und Abgleich mit dem Lieferanten
Nach dem der Bedarf festgestellt wurde, findet der Informationsaustausch mit anderen Abteilungen statt. Hierbei werden Anforderungen an die Lösung klar abgeglichen. Eine schriftliche Fixierung der Funktionalitäten und Kapazitäten ist nötig, damit ein gemeinsames Verständnis der Bedürfnisse entsteht und ein zentrales Arbeitsdokument vorliegt. Im Anschluss findet dann ein Abgleich der Anforderungen mit den Systemfunktionen sowie Tests statt.

Rechtliche Konsequenzen und Pflichten
Je nach Unternehmen und nach Art der Daten die erhoben werden, ergeben sich rechtliche Verpflichtungen, die betrachtet werden müssen. Es ist nicht immer möglich, ohne vorherige Rücksprache, z.B. mit der Rechtsabteilung oder dem Betriebsrat, personifizierte Daten zu speichern. Hier muss sich entweder auf Anonymisierung geeinigt oder Vertrauenspersonen bestimmt werden, die im berechtigten Falle Zugriff auf die relevanten Daten nach dem Vier-Augen-Prinzip erhalten.

Priorisierung für die Integration der Komponenten
Ist die Entscheidung zum Kauf gefallen, sollte sofort mit der Priorisierung begonnen werden. Eine Matrix zeigt auf, welche Komponenten in welcher Reihenfolge in das SIEM-System integriert werden. Für jede zu implementierende Komponente wird festgelegt, welche Meldungen in welchem Zusammenhang relevant sind. So könnte beispielsweise im Server-Bereich grundsätzlich immer beim Login eines hoch privilegierten Benutzers ein Alarm ausgelöst werden. Dieser Alarm kann betrachtet und mit eventuell vorhandenen Change-Requests abgeglichen werden. Ist der Change-Request nicht vorhanden, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um einen Sicherheitsvorfall handelt. Gibt es einen Change-Request, kann der Alarm geschlossen werden.

Die SIEM-Lösung von McAfee ist in der Lage, als zentrales Instrument alle Events und Log-Dateien so zu konsolidieren, dass nicht nur einzelne Meldungen angezeigt, sondern Zusammenhänge intelligent ausgewertet werden. So ist beispielsweise eine Nachverfolgung bei Angriffsversuchen möglich. Sicherheitsadministratoren erhalten genaue Informationen über den Ursprung des Angriffs und vor allem, welche Systeme in Folge betroffen sind. Diese systemübergreifende Betrachtung ist die Basis für eine integrierte Sicherheit auf einem deutlich höheren Level als es Insellösungen je bieten könnten. (McAfee: ra)

McAfee: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Security Management

PingOne for Customers Passwordless

Ping Identity gibt die Aufnahme von "PingOne for Customers Passwordless" in ihr Lösungsportfolio bekannt. Die Cloud-Lösung unterstützt Unternehmen bei ihren Initiativen zum Aufbau passwortloser Customer Journeys. Letztere lassen sich mit Hilfe der Lösung schneller, unkomplizierter und nahtloser als bisher gestalten.

Integrierte Sicherheit, optimierte Verwaltbarkeit und Stabilität

"Syspectr" von O&O Software schließt mit "Syspectr", einer Remote Monitoring Management (RMM)-Lösung, die Fernwartungslücken und verringert Ausfallszeiten durch proaktives Sicherheitsmanagement. Integriert wurde eine Unterstützung für die Intel vPro-Plattform. Administratoren erhalten Echtzeit-Updates und Benachrichtigungen über den Zustand ihrer Systeme.

Cyberspace ändert die Risikolandschaft

Diligent, SaaS-Anbieterin im Bereich GRC (Governance, Risk and Compliance), brachte mit "Board Reporting for IT Risk" ein neues Software-Tool auf den Markt. Die erste Dashboard-Lösung ihrer Art gibt IT-Sicherheitsverantwortlichen einen einzigartigen und ganzheitlichen Überblick über die Risikosituation ihrer Unternehmen und vereinfacht die Verfolgung und Messung sowie das Reporting von IT-Risiken.

Resistent gegen Phishing

Keeper Security gab die erweiterte Unterstützung für die Verwaltung von Passkeys in allen Desktop-Browsern und für jeden Kunden bekannt. Mit Keeper werden Passkeys im Keeper Vault gespeichert und verwaltet und können für die einfache Anmeldung bei Websites und Anwendungen in allen Desktop-Webbrowsern und Betriebssystemen verwendet werden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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