- Anzeigen -
Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Messenger: Test-Schwerpunkt Sicherheit

Newcomer ginlo schlägt Wire: Im Messenger-Test der PSW Group hat ginlo in Punkto Sicherheit die Nase vorn

Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group: "Wir haben eine kleine Überraschung erlebt"



Im Rahmen ihrer Messenger-Testreihe hat die PSW Group sich zwei – im Vergleich zu WhatsApp oder Telegram – zwar weniger bekannte, aber dennoch interessante, funktionale Messenger-Dienste unter die Lupe genommen. Augenmerk der IT-Sicherheitsexperten lag neben der Sicherheit beider Dienste auch auf der Funktionalität. "Wir haben eine kleine Überraschung erlebt. Denn Newcomer ginlo, den es erst seit 2019 gibt, überzeugt in Sachen Sicherheit und Bedienbarkeit auf ganzer Linie und reiht sich in unserem Ranking direkt auf Rang 2, hinter Testsieger Threema, ein. Wire hat zwar viele gute Ansätze, überzeugte uns jedoch bei der Sicherheit leider nicht", fasst Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group, zusammen.

Wire: Solider Messenger mit Schwächen bei der Sicherheit

Wire, ein Produkt der Wire Swiss GmbH, macht vieles richtig: Der Messenger für Android und iOS ist kostenfrei. Zudem existieren Versionen für macOS, Windows und Linux. Eine Browser-Version erlaubt das Verwenden unabhängig vom Betriebssystem. Darüber hinaus verlangt Das Wire erfreulich wenige Berechtigungen, die sich alle mit der Funktionalität eines Messengers erklären lassen. Auch in der Bedienung punktet Wire: Kinderleicht und intuitiv kommen die Tester der PSW Group dorthin, wo sie hinmöchten. Wer WhatsApp gewöhnt ist, kann von Wire allerdings einen unübersichtlicheren Eindruck haben: Sprechblasen oder Trennlinien, die einzelne Nachrichten voneinander abheben, existieren nicht.

Mit dem Proteus-Protokoll, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, PFS und Authentifizierung bringt Wire dann auch alle Eigenschaften mit, um Gespräche abhörsicher zu gestalten. "Dass sensible Metadaten im Klartext auf den Wire-Servern landen, steht dem jedoch direkt entgegen, auch wenn Wire dies mit der Funktionalität begründet", bemängelt Patrycja Schrenk. Immerhin: Dass die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse als Identifier in Frage kommen, ist nutzer- und privatsphärefreundlich gedacht. Client und Server sind quelloffen, sodass Sicherheitslücken zügig aufgespürt werden können.

"Dennoch ist Wire inzwischen ein Produkt der Wire Group Holdings Inc. aus den USA, wo logischerweise auch die Server stehen. Es ist vollkommen unklar, inwieweit US-Behörden rechtlich auf die Nutzerdaten Einfluss nehmen. Die Tatsache, dass Metadaten im Klartext gespeichert werden, macht Wire jedenfalls für Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste nicht unattraktiv", macht Schrenk aufmerksam. Wenngleich es bei Rechtstexten, also AGB und Datenschutzerklärung, inhaltlich wenig zu kritisieren gab, bemängeln die Tester dennoch, dass die Rechtsdokumente von Wire lediglich in englischer Sprache vorliegen.

Ginlo: Überraschungskandidat "made in Germany"

Die ginlo.net GmbH hat sich mit ihrem Messenger ginlo Privatsphäre auf die Fahne geschrieben. Der für Privatnutzende kostenfreie Messenger läuft ausschließlich unter iOS und Android. "Eine Webversion vermissen wir hier genauso wie Desktop-Versionen. Diese sind der Business Varinate vorbehalten. Diesen kleinen Abstrich machen dann aber die wenigen Berechtigungen, die der Messenger verlangt und die sich alle mit der Funktionalität erklären lassen, sowie ein gutes Kontaktemanagement wieder wett. Ausgesprochen lobenswert ist die Tatsache, dass das Telefonbuch von ginlo-Nutzenden nicht automatisch abgeglichen wird", so Patrycja Schrenk.

Darüber hinaus begeisterte auch die Feature-Liste das Team der IT-Sicherheitsexpertin. Zu den vielen Funktionen, die ginlo mitbringt gehören unter anderem der Versand von Nachrichten, Dateien, Sprachnachrichten und Standorten in Einzel- und Gruppenchats sowie von Audio- und Videochats. Selbstzerstörende und zeitversetzte Nachrichten erhöhen die Sicherheit und Statusmeldungen lassen sich in den Einstellungen vornehmen. Ebenso überzeugte die Bedienung: Im Test lief der Messenger zuverlässig. Jedoch berichten Nutzende in den App-Stores gelegentlich über Probleme; der Entwickler bietet hier jedoch Support an.

Einen guten Eindruck hinterließ auch der Test-Schwerpunkt Sicherheit: Die Schutzmechanismen an Bord des Messengers überzeugten die Tester. Ginlos Quellcode ist ausschließlich Client-seitig überprüfbar. Für die Nachrichtenverschlüsselung setzen die ginlo-Entwickler auf ein auf Libsodium basierendes Protokoll. Mit AES-256 werden die Dateien codiert und anschließend asymmetrisch verschlüsselt. "Ginlo ist made in Germany und auch der Serverstandort befindet sich in Deutschland. Daten, die auf den ginlo-Servern landen, sind verschlüsselt. Was uns außerdem gefallen hat, ist, dass sich Nutzende entscheiden können, ob der bei Anmeldung angegebene Name beim Nachrichtenversand angezeigt werden soll oder nicht. Dies erhöht die Privatsphäre und damit die Sicherheit – genauso wie die Tatsache, dass empfangene Medien nicht automatisch im Speicher landen, was sich in den Einstellungen jedoch ändern lässt. Zudem lassen sich Privatsphäre-raubende Funktionen wie die Lesebestätigung deaktivieren", lobt Schrenk.

Da sich Ginlo für Privatanwender nicht mit Werbung finanziert, unterbleibt auch Tracking – das verspricht zumindest der Anbieter. Die Finanzierung gelingt der ginlo.net GmbH mittels Querfinanzierung mit dem Business-Produkt. Bei all den positiven Eindrücken gab es dann aber doch eine Kritik, die das eigentlich sehr gute Sicherheitsgefühl etwas dämpft: "Zur Dauer der Datenspeicherung fanden wir leider widersprüchliche Informationen in den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung. Außerdem fehlten uns Informationen zum Umgang mit Metadaten", bemerkt Patrycja Schrenk.

Weitere Informationen unter: https://www.psw-group.de/blog/messenger-test-2021-wire-vs-ginlo/8474

(PSW Group: ra)

eingetragen: 16.02.22
Newsletterlauf: 28.03.22

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.



Meldungen: Tests

"Super Duper Secure Mode"

In einem Versuch Microsoft Edge sicherer zu machen, experimentiert das Microsoft Vulnerability Research Team damit, die Just-in-Time (JIT) Compilation in der V8 JavaScript-Engine des Browsers, zu deaktivieren und bezeichnet das Ergebnis vorerst als "Super Duper Secure Mode". Das ergibt auf dem ersten Blick Sinn. Knapp die Hälfte der für V8 bekannten Schwachstellen und Anfälligkeiten (CVE) beziehen sich auf den JIT-Compiler und mehr als die Hälfte aller "in-the-Wild" Exploits für Chrome nutzen Fehler in JIT aus. (Moderne Versionen von Edge basieren auf dem gleichen Chromium Code wie Googles Chrome-Browser, sodass Chrome-Exploits ebenfalls Edge betreffen). Microsoft spekuliert also, ob es nicht das simpelste wäre das problematische Sub-System einfach zu deaktivieren und zu schauen was dann passiert. Das Problem dabei ist, dass bei der Deaktivierung von JIT die Surfgeschwindigkeit leidet. JIT ist ein Performance-Feature, das die Ausführung von JavaScript (die beliebteste Computersprache der Welt) beschleunigt. Da sie hinter so vielen Webanwendungen steckt, wirkt sich die Geschwindigkeit, mit der JavaScript ausgeführt wird, direkt darauf aus, wie schnell und reaktionsfähig Webanwendungen sind. Aber wie groß ist der Unterschied? Das hat das Team rund um Pieter Arntz von Malwarebytes untersucht.

Videokonferenz- und Kollaborations-Tools im Test

Für Unternehmen sind sie Glück im Unglück: Videokonferenz- und Kollaborations-Tools - halten sie doch damit Mitarbeiter und Menschen in der aktuellen Krise zusammen. Doch wie ist es um die sensiblen Daten der Nutzer bestellt, die per Smartphone App der nächsten Videokonferenz beiwohnen? Und wie sieht es mit der Sicherheit aus, wenn Mitarbeiter über Slack oder Trello ihren Workflow mit ihren Kollegen abstimmen? Video-Konferenz & Kollaborationstools sind aktuell im Homeoffice unverzichtbar, aber mit Vorsicht zu genießen: Alle von Appvisory getesteten Software-Apps weisen grundsätzliche Sicherheitsrisiken auf. Aktuelle Tests der App Security Spezialisten von Appvisory haben ergeben, dass Cisco WebEx Meetings, Zoom Cloud Meetings, Slack, Trello, Mattermost, Skype for Business, Microsoft Teams und Google Hangouts in punkto Sicherheit noch nachbessern müssen und zumindest auf betrieblichen Smartphones nur mit Vorsicht zu genießen sind.

Probleme mit dem Datenschutz

Das voll vernetzte Heim ist längst keine Vision mehr. Doch wie steht es um die Sicherheit und die Privatsphäre? Das wollte Eset wissen und hat einige typische Geräte für das Smart Home getestet. Das Ergebnis: Die Geräte weisen zum Teil deutliche Sicherheitsmängel auf und einige von ihnen sammeln sogar unerlaubt Daten, wie das veröffentlichte Whitepaper zeigt. Smarte Thermostate, intelligente Lichtschalter, vernetzte Autos oder interaktives Spielzeug für unsere Kinder: Im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) lassen sich viele Geräte zu einem Netzwerk verbinden und vereinfachen so unseren Alltag.

Unbedingt auf die Gerätesicherheit achten

Bankgeschäfte vom Smartphone oder Tablet immer und von überall aus zu tätigen ist reizvoll. Doch wie halten es die Applikationen mit Sicherheit und Komfort? Die Sicherheitsexperten der PSW Group haben drei Apps genauer unter die Lupe genommen: Die multibankfähigen Apps finanzblick und Banking4 sowie die mobile App der Consorsbank. "Unser Fokus lag auf dem Sicherheitsaspekt, aber natürlich flossen auch Funktionsvielfalt und Bedienkomfort in unsere Bewertung ein. Finanzblick konnte uns dabei am meisten überzeugen. Etwas enttäuscht sind wir von Consorsbank, denn die App greift auf relativ viele Berechtigungen zu, die nicht immer Sinn ergeben, und auch über Umfang und Ort der Datenspeicherung schweigt sich die Bank aus", fasst Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, zusammen.

- Anzeigen -
Embedded Software Engineering
Kongress 2022 - Sindelfingen
05.–09.12.2022

Der ESE Kongress
ist Deutschlands Leitkongress
der Embedded-Softwarebranche

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.