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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche



Mailbox.org überzeugt im Test mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien und Sicherheitsparametern
Weder Checkboxen noch Aktivitätentracking oder Berechtigungen stören die Nutzung des Service



Beim kostenpflichtigen E-Mail Dienst der Heinlein Support GmbH steht Privatsphäre ganz oben und Datenschutz ist das Steckenpferd des Service. Grund genug für die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, mailbox.org in einem Test unter die Lupe zu nehmen. "Die Verschlüsselung und damit die Sicherheit ist vom Login bis zum Backend ausgezeichnet. mailbox.org-Kunden greifen ausschließlich verschlüsselt auf den gesamten Service zu. Für die Verschlüsselung werden zudem nur aktuelle Technologien eingesetzt: Seit Januar 2017 ist das TLS in der Version 1.2; die Versionen 1.0 und 1.1 werden von mailbox.org nicht mehr verwendet. TLS 1.2 gibt es nur mit PFS, jedoch keinesfalls mit SHA-1 als Hash-Algorithmus", lobt Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group.

Weder Checkboxen noch Aktivitätentracking oder Berechtigungen stören die Nutzung des Service. Zudem werden dem User kaum Registrier-Daten abverlangt: Lediglich den gewünschten Usernamen, der gleichzeitig der künftigen E-Mail-Adresse entspricht, sowie ein Passwort möchte mailbox.org wissen. Ein Manko taucht dann ausgerechnet bei der Passwortprüfung auf: Zwar lässt mailbox.org Klassiker wie "12345678" oder "Passwort" nicht zu und informiert zudem gut über die Verwendung und Bildung sicherer Passwörter. "Leider geht "Mayerin83" als Bestandteil unserer Test-E-Mail-Adresse "mayerin83@mailbox.org" aber durch. Das ist enttäuschend, hier sollte mailbox.org nachholen!", macht Heutger aufmerksam.

Ansonsten stimmen die Sicherheitsparameter: mailbox.org arbeitet mit den Funktionen HTTP Strict Transport Security, DANE/TLSA sowie DNSSEC, setzt auf erweitert validierte SSL/TLS-Zertifikate also auf EV-Zertifikate mit grüner Adressleiste und etliche weitere Security-Features. Welche das unter anderem sind, und was sie bedeuten, erklärt Christian Heutger: "mailbox.org verwendet beispielsweise ECDHE in Verbindung mit PFS, so dass auch eine nachträgliche Entschlüsselung der E-Mail-Kommunikation nicht möglich ist. Passwörter werden nie im Klartext, sondern immer gehashed, gespeichert. Damit kennt auch mailbox.org die Passwörter seiner Kunden nicht. Darüber hinaus möchte mailbox.org das anonyme Nutzen unterstützen und seine Kunden auch gegen Vorratsdatenspeicherung (VDS) schützen. Deshalb setzt der Anbieter im Rechenzentrum auf ein eigenes Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten im Fachjargon als Tor Exit Node bezeichnet. Und selbstverständlich schützt mailbox.org die Passwörter seiner Kunden mit einer 2-Faktor-Authentifizierung auf zwei verschiedenen Wegen und zwar mit YubiKey oder OTP Token-Generatoren. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man von Fremdrechnern auf seine E-Mails zugreifen, dort aber nicht sein Passwort hinterlassen möchte."

Mailbox.org bietet zwei Varianten, nach denen Anwender E-Mails verschlüsselt versenden können: Entweder nutzen sie den mailbox.org-Guard oder sie arbeiten mit dem Mailvelope-Plugin im Browser. "Der Anbieter erklärt sowohl Vorteile als auch Nachteile der beiden Funktionen. In unserem Test nutzten wir die "mailbox.org Guard"-Funktion, mit deren Hilfe wie sehr einfach und zügig unsere Server-seitig verschlüsselte Test-E-Mail versenden konnten", informiert Heutger und ergänzt: "Wir präferieren diese Alternative. Denn obwohl hier der private Schlüssel auf den mailbox.org-Servern gespeichert wird, besteht die Gefahr bei Mailvelope darin, dass etwaige Sicherheitslücken den im Browser gespeicherten privaten Schlüssel zutage fördern könnten".

mailbox.org offeriert zudem den Service "@secure.mailbox.org". Neben einer normalen E-Mail-Adresse können Nutzer des Dienstes sich auch eine secure-Adresse einrichten. Beim Versand von dieser Adresse wird eine sichere Datenübertragung fest vorgeschrieben und ein unverschlüsselter Versand bzw. Empfang erfolgt unter keinen Umständen. Dazu erklärt Christian Heutger: "Vielfach auch in Behörden und anderen öffentlichen Stellen werden E-Mails nicht verschlüsselt. Wenn ein Gesprächspartner bzw. dessen Provider nicht in der Lage ist, E-Mails zu verschlüsseln, so scheitert der Empfang dieser Mail, wenn er an die @secure.mailbox.org-Adresse geht. Der Absender erhält diese E-Mail dann mit dem Hinweis "unzustellbar" zurück."

Ein wesentlicher Unterschied von mailbox.org im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern ist die komplette Werbefreiheit: "Die bekommen Kunden zwar nur gegen Gebühr. Ich empfinde ein Jahresentgelt von 12 Euro aber deutlich günstiger, als den Verkauf der eigenen persönlichen Daten in völlig unbekannte Hände, wie es von vielen Freemail-Diensten praktiziert wird", so Christian Heutger. Mit Funktionen, die weit über die Standardfunktion "Empfang und Versand von E-Mails" hinausgehen, rundet mailbox.org auch in Sachen Usability den sehr guten Eindruck ab: Die Funktionen können locker mit denen von Freemail-Anbietern mithalten. Mailbox.org eignet sich nämlich nicht nur zum Mailen, sondern darüber hinaus zur Organisation und als Office-Möglichkeit mit Text- und Tabellendokumenten sowie Cloud-Speicher.

Überzeugen konnten auch die Rechtstexte: Die sind nicht nur leicht auffindbar, denn Nutzer können die AGB und Widerrufsbelehrung jederzeit über den Footer der mailbox.org-Website einsehen. "Der Anbieter kommt gänzlich ohne Fachchinesisch aus und Rechte sowie Pflichten sind deutlich erläutert", ist Heutger begeistert und sagt unter Bezugnahme auf die Datenschutzbestimmungen des Anbieters: "Server in Deutschland, auf denen kaum etwas gespeichert wird, nehmen sogar der Vorratsdatenspeicherung ihren Schrecken. Denn wo keine Daten sind, können auch keine gespeichert werden." (PSW Group: ra)

eingetragen: 10.03.17
Home & Newsletterlauf: 15.03.17


PSW Group: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tests

Test: Sicherheit und Datenschutz

Zum vorerst letzten Mal in ihrer Messenger-Testreihe haben die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group noch einmal zwei Diensten auf den Zahn gefühlt. Während sich das Team Messenger WeChat im Jahr 2016 schon einmal genau angesehen hat – damals ließ zwar die Funktionalität keine Wünsche offen, jedoch waren die Sicherheitsmerkmale des Messengers katastrophal –, nahm PSW Group ICQ New erstmals unter die Lupe: "ICQ gilt als Mutter aller internet-weiter Instant-Messaging-Dienste. Smartphones gab es 1998, als ICQ sich als Chatdienst auf dem Rechner etablierte, noch nicht. Inzwischen gehört der Dienst nicht mehr zu AOL, sondern dem russischen Unternehmen VK und läuft unter dem Namen ICQ New. Wir waren neugierig, wie sich ICQ entwickelt und ob WeChat in Sachen Sicherheit seine Hausaufgaben gemacht hat", so Geschäftsführerin Patrycja Schrenk über die Gründe zur Auswahl der beiden Messenger-Dienste.

"Super Duper Secure Mode"

In einem Versuch Microsoft Edge sicherer zu machen, experimentiert das Microsoft Vulnerability Research Team damit, die Just-in-Time (JIT) Compilation in der V8 JavaScript-Engine des Browsers, zu deaktivieren und bezeichnet das Ergebnis vorerst als "Super Duper Secure Mode". Das ergibt auf dem ersten Blick Sinn. Knapp die Hälfte der für V8 bekannten Schwachstellen und Anfälligkeiten (CVE) beziehen sich auf den JIT-Compiler und mehr als die Hälfte aller "in-the-Wild" Exploits für Chrome nutzen Fehler in JIT aus. (Moderne Versionen von Edge basieren auf dem gleichen Chromium Code wie Googles Chrome-Browser, sodass Chrome-Exploits ebenfalls Edge betreffen). Microsoft spekuliert also, ob es nicht das simpelste wäre das problematische Sub-System einfach zu deaktivieren und zu schauen was dann passiert. Das Problem dabei ist, dass bei der Deaktivierung von JIT die Surfgeschwindigkeit leidet. JIT ist ein Performance-Feature, das die Ausführung von JavaScript (die beliebteste Computersprache der Welt) beschleunigt. Da sie hinter so vielen Webanwendungen steckt, wirkt sich die Geschwindigkeit, mit der JavaScript ausgeführt wird, direkt darauf aus, wie schnell und reaktionsfähig Webanwendungen sind. Aber wie groß ist der Unterschied? Das hat das Team rund um Pieter Arntz von Malwarebytes untersucht.

Videokonferenz- und Kollaborations-Tools im Test

Für Unternehmen sind sie Glück im Unglück: Videokonferenz- und Kollaborations-Tools - halten sie doch damit Mitarbeiter und Menschen in der aktuellen Krise zusammen. Doch wie ist es um die sensiblen Daten der Nutzer bestellt, die per Smartphone App der nächsten Videokonferenz beiwohnen? Und wie sieht es mit der Sicherheit aus, wenn Mitarbeiter über Slack oder Trello ihren Workflow mit ihren Kollegen abstimmen? Video-Konferenz & Kollaborationstools sind aktuell im Homeoffice unverzichtbar, aber mit Vorsicht zu genießen: Alle von Appvisory getesteten Software-Apps weisen grundsätzliche Sicherheitsrisiken auf. Aktuelle Tests der App Security Spezialisten von Appvisory haben ergeben, dass Cisco WebEx Meetings, Zoom Cloud Meetings, Slack, Trello, Mattermost, Skype for Business, Microsoft Teams und Google Hangouts in punkto Sicherheit noch nachbessern müssen und zumindest auf betrieblichen Smartphones nur mit Vorsicht zu genießen sind.

Probleme mit dem Datenschutz

Das voll vernetzte Heim ist längst keine Vision mehr. Doch wie steht es um die Sicherheit und die Privatsphäre? Das wollte Eset wissen und hat einige typische Geräte für das Smart Home getestet. Das Ergebnis: Die Geräte weisen zum Teil deutliche Sicherheitsmängel auf und einige von ihnen sammeln sogar unerlaubt Daten, wie das veröffentlichte Whitepaper zeigt. Smarte Thermostate, intelligente Lichtschalter, vernetzte Autos oder interaktives Spielzeug für unsere Kinder: Im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) lassen sich viele Geräte zu einem Netzwerk verbinden und vereinfachen so unseren Alltag.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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