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Im Überblick

Pawn Storm auch 2019 weiterhin aktiv

Die Hackergruppe Pawn Storm steht bereits seit über 15 Jahren unter Beobachtung von Trend Micro. Ein neuer Forschungsbericht des japanischen IT-Sicherheitsanbieters beleuchtet jetzt die Aktivitäten der Gruppen im vergangenen Jahr. Die international agierenden Hacker waren auch 2019 weiterhin aktiv, veränderten jedoch ihre Methoden und Taktiken. Im neuen Forschungsbericht Pawn Storm in 2019 A Year of Scanning and Credential Phishing on High-Profile Targets untersucht Trend Micro aktuelle Angriffe der Hackergruppe. Im Gegensatz zu früheren Jahren setzt Pawn Storm zwar weiterhin Malware gegen seine Ziele ein, allerdings wurde auch beobachtet, dass Web- und Cloud-Dienste zunehmend direkt angegriffen werden. Weiterhin enthält der Bericht auch neue Informationen zu den Phishing-Kampagnen der Gruppe. Zu Pawn Storms weltweiten Zielen zählten im vergangenen Jahr Rüstungsunternehmen, Botschaften, Regierungen und das Militär.


Im Überblick

Cyberkriminelle wittern ein Geschäft mit COVID-19

Bisher hat das Threat Intelligence Team bei Avast mehr als 450 Anwendungen zum Thema COVID-19 gefunden, wovon 35 als bösartig eingestuft wurden. Keine dieser Anwendungen wird über offizielle App-Stores vertrieben, sondern über SMS, Web-URLs oder Social Engineering. Die Arten der Malware reichen dabei von Ransomware, über Spionage-Software, bis hin zu Banking-Trojanern. Zum Beispiel haben wir die folgenden drei Apps als gefährlich eingestuft, von denen Nutzer ihre Finger lassen sollten.


Inhalte


31.10.18 - WhatsApp-Nachrichten werden von Spyware-App "Android.Trojan-Spy.Buhsam.A" für Android ausgelesen

06.11.18 - Die Hauptintention von Panda Banker ist das Stehlen von Konto- und Kreditkartendaten sowie von persönlichen Daten und Informationen

08.11.18 - Heartbleed lebt Unternehmen müssen den Weckruf hören

08.11.18 - In Europa greift ein sich stetig weiterentwickelnder Trojaner um sich

12.11.18 - Russischsprachige Bedrohungsakteure Turla und Sofacy nutzen dasselbe Schema zur Malware-Verbreitung

13.11.18 - Hacker-Gruppen kooperierten bei Angriff auf Energieversorger

13.11.18 - Cisco Talos entdeckt neuen Android-Trojaner

14.11.18 - Neben Ransomware betreiben die Kriminellen auch andere illegale Geschäfte

14.11.18 - Eset enttarnt Malware-Framework GreyEnergy

14.11.18 - Whitepaper beschreibt sämtliche Remote Access Trojaner, die mit der OceanLotus/APT32 Gruppe in Verbindung gebracht werden

19.11.18 - Nahost-fokussierter Bedrohungsakteur Muddy Water weitet Angriffe auf Regierungsziele in Asien, Europa und Afrika aus

28.11.18 - Bitdefender entschlüsselt GandCrab und hilft Ransomware-Opfern

29.11.18 - Neues DDoS-Botnetz im Anmarsch Chalubo attakiert schlecht geschützte SSH-Server

05.12.18 - GandCrab-Analyse: 99-mal weggeklickt und trotzdem Malware installiert

06.12.18 - FireEye-Report: Verdacht auf APT29-Phishing-Attacke, die sich als U.S. Department of State ausgibt

20.12.18 - Mylobot-Botnetz liefert einen Doppelschlag mit Khalesi-Malware

07.01.19 - Gefährliche Schadsoftware: BSI warnt vor Emotet und empfiehlt Schutzmaßnahmen

11.01.19 - Taschenlampen-App und beliebte Games als Köder

14.01.19 - Bei der Rosneft-Attacke handelt es sich vermutlich um einen kriminellen Angriff aus finanziellen Motiven

15.01.19 - Neueste Trojanerversionen werden von vielen Sicherheitsprodukten nicht erkannt

15.02.19 - Botnetz Mirai beschränkt sich nicht mehr nur auf IoT-Geräte

18.02.19 - Sobretec, Samsam und Powershell als komplexe Bedrohungsquellen für Unternehmen

22.02.19 - APT39: Iranische Cyber-Spionagegruppe mit Spezialisierung auf personenbezogene Daten

27.02.19 - Emotet-Schadsoftware: Malware wird meist durch infizierte E-Mail-Anhänge im Word-Format auf die Rechner der Opfer gebracht

07.03.19 - Cyberspionage-Gruppe "Chafer" hat Botschaften im Visier

11.03.19 - Ransomware "Matrix": SophosLabs-Experten geben sich als Opfer aus, um die ganze Angriffskette nachzuvollziehen

26.03.19 - RTM-Banking-Trojaner 130.000 User im Jahr 2018 betroffen, weitere 30.000 in den ersten Wochen 2019

17.04.19 - Bei den Angriffen nutzt Elfin eine breite Palette an Tools

24.04.19 - Chinesische Hacker nehmen Universitäten und Organisationen auf der ganzen Welt ins Visier, darunter auch in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, um Einblicke in Marine-Daten zu erhalten

21.05.19 - Erstmals DNS-Einträge bei Registraren manipuliert - Besucher von Websites staatlicher Organisationen umgeleitet

06.06.19 - Unternehmen müssen ihr Sicherheitsniveau verbessern, um der Gefahr ausgeklügelter APTs zu begegnen

07.06.19 - TajMahal: Spionageplattform mit 80 schädlichen Modulen und einzigartiger Funktionalität

11.06.19 - Angriffswelle "SneakyPastes": Gaza-Cybergang greift in 39 Ländern Ziele mit Nahost-Bezug an

12.06.19 - Studienergebnisse belegen die steigende Gefahr durch den Trojaner Emotet -Deutschland auf dem zweiten Platz bei B2B- und B2C-Emotet-Infektionen innerhalb Europas

13.06.19 - Trotz Festnahme der Anführer: Fin7-Hacking-Gruppe griff über 130 Unternehmen an

18.07.19 - Bitdefender-Labs rekonstruieren Bankenattacke der Carbanak-Gruppe im zeitlichen Verlauf

30.07.19 - Neue Ransomware installiert sich ohne Nutzerinteraktion

05.08.19 - Unternehmen brauchen in vielen Fällen sehr lange, bis eine derartige Loader-Schadsoftware entdeckt wird

22.08.19 - FinSpy schlägt wieder zu: Kaspersky entdeckt neue iOS- und Android-Versionen des bösartigen Überwachungs-Tools

26.08.19 - Hacker nutzen Schwachstelle im MS-Formeleditor für Exploits

30.08.19 - Avast entdeckt weitere Spionage-App im Google Play Store

10.09.19 - Cyberkriminelle reduzieren Erkennungsrisiko - KopiLuwak wurde zum Zwecke der Cyberspionage konzipiert

20.09.19 - DDoS-Angriffe im zweiten Quartal um 18 Prozent gestiegen gegenüber 2018

25.09.19 - Sicherheitsforscher von Varonis identifizieren neuen Cryptominer und ein mysteriöses Web-Shell

26.09.19 - Digitale Spiegelreflex-Kameras: Kriminelle können Fotos über eine Ransomware verschlüsseln und Lösegeld erpressen

27.09.19 - Gefährliche Sicherheitslücke in SQLite-Datenbanken bedroht Smartphones

02.10.19 - Schwachstelle Mensch: Trojaner Baldr nutzt Gamer-Natur aus

09.10.19 - Avast spürt Spionage-Apps im Google Play Store auf und verhindert weitere Downloads

04.11.19 - Report zu WannaCry Ransomware: Tausende Mutationen, zahlreiche ungepatchte Computer, zufälliger Impf-Effekt

07.11.19 - Malware auf iPhones: iPhones werden mehr als zwei Jahre ausspioniert

11.11.19 - Android-Spyware trickst Google Plays Sicherheitssystem aus

12.10.19 - Phishing-Attacke für Instagram-Account nutzt 2FA-Köder

22.11.19 - Lazarus ist zurück: Spionage-Tool Dtrack greift Finanzinstitute und Forschungszentren an

25.11.19 - Gamer im Visier: Bitdefender entdeckt neue Wurm-Kryptominer-Kombination

26.11.19 - Neue Emotet Malspam-Angriffe nutzen Edward Snowdens aktuelles Buch als Lockmittel

12.12.19 - Ransom-Attacken gegen Finanzinstitute unter dem Namen von Fancy Bear

16.12.19 - APT41 stiehlt Textnachrichten bei Telekommunikationsanbietern von ausgewählten, hochrangigen Personen

20.12.19 - Android-Malware oft gut getarnt in Kamera-, Foto- oder Gaming-Apps

16.01.20 - Cyberkriminelle stehlen Kreditkartendaten von Gästen an Hotelrezeptionen

28.01.20 - Angreifer nutzen verstärkt TCP Reflection für Flooding-Attacken

28.01.20 - Cyberkriminelle nutzen unternehmensbasierte Strategien zur Entwicklung und Bereitstellung von Phishing-Kits

03.02.20 - Kaspersky entdeckt Zero-Day-Schwachstelle im Windows-Betriebssystem

06.02.20 - Neue Ransomware startet PCs im abgesicherten Modus, um Schutzmechanismen auszuhebeln

13.02.20 - SentinelLabs deckt bisher unbekannte Verbindung zwischen TrickBot Anchor und der ATP-Gruppe Lazarus auf

03.03.20 - Proofpoint: Als Regierungsstellen getarnte Cyberbetrüger verteilen Malware an deutsche Unternehmen und Behörden

23.03.20 - Lazarus-Gruppe erweitert Funktionen ihrer Kryptowährungs-Malware AppleJeus

24.03.20 - Hackerangriff auf Mittelstandsunternehmen im Medizinsektor

30.03.20 - Diese jüngsten Emotet-Aktionen begannen mit dem Angriff auf Pharmaunternehmen in den USA, Kanada und Mexiko

30.03.20 - Russische Hacker-Gruppe TrickBot greift mit dateiloser verschleierter Backdoor "PowerTrick" an

07.04.20 - Die neuesten Berichte bezüglich Cyberangriffen auf mit dem Internet verbundene Überwachungskameras, Smart TVs sowie auf andere IoT-Geräte werden von Kriminellen als Grundlage für Erpressungsversuche genutzt

08.04.20 - Remote Access VPNs rücken ins Visier von Ransomware-Angriffen

20.04.20 - Betrüger zielen auf Active-Directory-Passwörter ab

24.04.20 - Hackerangriff auf Mittelstandsunternehmen im Medizinsektor

04.05.20 - Die Schadsoftware Emotet wird nicht ohne Grund als eine der größten Gefahren für die Unternehmens-IT bezeichnet

06.05.20 - "Mobile Threat Report": Versteckte Apps sind die größte Bedrohung für Verbraucher

26.05.20 - Wie gefährlich ist die Ransomware Snake/Ekans für Industrieanlagen?

27.05.20 - Mit der weiter stark steigenden Verbreitung von Office 365 entstehen neue Risiken und Herausforderungen

28.05.20 - Corona-Virus SARS-CoV-2 und die Pandemie COVID-19 für umfangreiche Cyberangriffe genutzt

29.05.20 - FireEye beobachtet täglich, wie Cyber-Kriminelle das hohe öffentliche Interesse an COVID-19 ausnutzen, um bösartige Dokumente zu verbreiten

03.06.20 - Cyberkriminelle nutzen Coronavirus für weltweite Malware-Attacken aus

04.06.20 - Zwei neue Schadprogramme stehlen Cookies und verbreiten Spam und Phishing via heimlich genutzter Social-Media- und Messenger-Dienste

09.06.20 - Trend Micro behält Aktivitäten der Hackergruppe Pawn Storm im Blick

16.06.20 - Cyberkriminellen hinter dem Ginp-Banking-Trojaner haben nun eine weitere Funktion mit Bezug auf das Coronavirus implementiert

07.07.20 - Cyberkriminelle nutzen die aktuelle Unsicherheit rund um das Virus für Cyberangriffe in Form von Phishing, Malware, gefälschte Landingpages oder auch Apps

07.07.20 - Im neuen Forschungsbericht Pawn Storm in 2019 A Year of Scanning and Credential Phishing on High-Profile Targets untersucht Trend Micro aktuelle Angriffe der Hackergruppe

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Meldungen: Hintergrund

Vorsicht: "Coronavirus Finder"

Bereits im Februar erhielt der Ginp-Banking-Trojaner eine neue Funktion, mit der gefälschte Textnachrichten in den Posteingang einer regulären SMS-App eingefügt werden. Die Cyberkriminellen hinter dem Trojaner haben nun eine weitere Funktion mit Bezug auf das Coronavirus implementiert. Nach dem erfolgten Download auf ein Smartphone des Opfers kann der Angreifer einen Befehl an den Ginp-Trojaner senden, der eine Webseite mit dem Titel "Coronavirus Finder" öffnet. Dort wird behauptet, dass sich Personen in der Nähe befinden, die mit dem Virus infiziert sind. Um zu erfahren, wo sich diese Personen aufhalten, wird das Opfer aufgefordert 0,75 Euro zu bezahlen. Wenn das Opfer zustimmt, wird es auf eine Zahlungsseite weitergeleitet. Sobald die Zahlungsdetails eingegeben wurden, wird dem Opfer jedoch weder dieser Betrag in Rechnung gestellt, noch erhält es Informationen über die "Infizierten". Allerdings erhalten die Angreifer die eingegebenen Kreditkartendetails.

Pawn Storm auch 2019 weiterhin aktiv

Die Hackergruppe Pawn Storm steht bereits seit über 15 Jahren unter Beobachtung von Trend Micro. Ein neuer Forschungsbericht des japanischen IT-Sicherheitsanbieters beleuchtet jetzt die Aktivitäten der Gruppen im vergangenen Jahr. Die international agierenden Hacker waren auch 2019 weiterhin aktiv, veränderten jedoch ihre Methoden und Taktiken. Im neuen Forschungsbericht Pawn Storm in 2019 A Year of Scanning and Credential Phishing on High-Profile Targets untersucht Trend Micro aktuelle Angriffe der Hackergruppe. Im Gegensatz zu früheren Jahren setzt Pawn Storm zwar weiterhin Malware gegen seine Ziele ein, allerdings wurde auch beobachtet, dass Web- und Cloud-Dienste zunehmend direkt angegriffen werden. Weiterhin enthält der Bericht auch neue Informationen zu den Phishing-Kampagnen der Gruppe. Zu Pawn Storms weltweiten Zielen zählten im vergangenen Jahr Rüstungsunternehmen, Botschaften, Regierungen und das Militär.

Android-Nutzer: Social-Media-Accounts über Cookies gekapert

Kaspersky hat zwei neuartige Malware-Varianten für Android entdeckt, die sich über die Smartphones ihrer Opfer Zugriff auf die Accounts beliebter Sozialer Medien und Messenger-Dienste verschaffen können. Dabei greift die Malware Cookies ab, die vom Browser oder der App beispielsweise genutzt werden, um dem Anwender ein erneutes Anmelden zum Konto zu ersparen. Über die gekaperten Accounts kann dann allerdings unbemerkt unerwünschter Inhalt verbreitet werden; der kompromittierte Nutzer wird in diesem Fall – ohne es zu wissen – zur Spam- und Phishing-Schleuder. Bei Cookies handelt es sich zunächst einmal um Datensätze kleinen Umfangs, über die Webseiten das Verhalten der Nutzer erkennen und dementsprechend eine personalisierte User Experience gestalten können. So nutzen einige Webseiten Cookies, um den Anwender über eine eindeutige Session-ID zu identifizieren. Dadurch wird ein erneutes Anmelden – etwa bei Sozialen Netzwerken – vermieden. Kommen jedoch Dritte wie beispielsweise Cyberkriminelle in den Besitz dieser ID, können sie in fremde Accounts eindringen und die Kontrolle darüber übernehmen.

Weltweite Malware-Kampagnen nutzen Corona

Panik und Verwirrung über den Ausbruch des Coronavirus veranlassen Cyberkriminelle, Malware-Kampagnen auf der ganzen Welt auszusteuern. Dabei setzen die Cyberkriminellen bei ihren gezielten Angriffen auf eine bewährte Taktik, um die Geräte der Opfer zu infizieren: sie machen sich die Angst der Nutzer zugute. Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes konnten bereits einige gefährliche Betrügereien feststellen. Im Mittelpunkt steht der raffiniert eingesetzte Trojaner Info-Stealer, der sich hinter einer Webseite versteckt, auf der angebliche Live-Daten zu Coronavirus-Fällen auf einer globalen Karten angezeigt werden. Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes stuften die Malware, die den ominösen und vielleicht zu offensichtlichen Dateinamen "corona.exe" trug, zunächst als Trojan.Corona ein. Nach weiterer Analyse stellten sie jedoch fest, dass diese Malware eigentlich eine Variante von AzorUlt ist, einer Familie von Spyware, die Informationen stiehlt und zusätzlich weitere Malware verbreitet.

Corona-Köder in Phishing-E-Mails

Seit Januar beobachten wir sowohl Cyber-Kriminelle als auch – wie wir annehmen – staatlich geförderte Spionagekampagnen, die das Thema COVID-19 als Köder in Phishing-E-Mails nutzen. Mit Ködern sind E-Mail-Anhänge und Links gemeint, die zwar seriös aussehen, aber Schadcode enthalten. Diese Aktivitäten haben seit Januar zugenommen, da immer mehr Nationen von Infektionen betroffen sind. Einige der von uns beobachteten Malware-Kampagnen sind für eine große Menge an Spam- und Phishing-E-Mails verantwortlich und werden auch für die Verbreitung von Ransomware verwendet (beispielsweise Emotet, Trickbot, Nanocore, AZORult, FormBook, Remcos RAT und AgentTesla).

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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