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Im Überblick

Tief in den Werkzeugkasten der Cybergangster geblickt

Eine Sophos-Studie offenbart Details zu Technik und Dramaturgie hinter der Netwalker-Ransomware, die bereits zahlreiche Ziele in den USA, Australien und Europa traf. Im "Werkzeugkasten" der Hacker finden sich auch Programme, die legitim, weit verbreitet und unverdächtig sind. Dass Hacker in der heutigen Zeit über eine Reihe von ausgefeilten Methoden und kriminellen Werkzeugen verfügen, ist bekannt. Tatsächlich nutzen die Netwalker-Angreifer aber noch weitaus mehr, als nur ihr kriminelles Handwerkszeug – sie bedienen sich auch legitimer Tools, die zunächst einmal nicht mit Cyberkriminalität in Verbindung stehen. Die neue Studie "Netwalker Ransomware tools give insight into threat actor" der SophosLabs offenbart unter anderem eine Sammlung von Drittanbieterprogrammen, mit denen Angriffe unbemerkt ausgeführt werden können. So entdeckten die Forscher einige weithin bekannte Programme wie TeamViewer und andere frei verfügbare Windows-Utilities, die direkt von der Github-Plattform kopiert und dazu missbraucht wurden, Lösegeldforderungen in Unternehmensnetzwerke einzuschleusen. Die Studie beschreibt detailliert, wie die verschiedenen Tools in den einzelnen Phasen des Angriffs eingesetzt werden und gibt einen einzigartigen Einblick in das Verhalten der Angreifer. Netwalker traf bereits diverse Ziele in den USA, Australien und Westeuropa, erst kürzlich wurde die österreichische Stadt Weiz zum Opfer eines Angriffs.


Im Überblick

Ziel: Industrielle Automatisierungssysteme

Laut einer aktuellen Analyse der Kaspersky-Experten für industrielle Cybersicherheit (Kaspersky ICS CERT) sind Unternehmen aus der Automobil- und Fertigungsindustrie derzeit von zielgerichteten Attacken der Snake-Verschlüsselungssoftware betroffen. Anfang wurde bekannt, dass ein japanische Motorrad- und Automobilhersteller Honda an seinen Standorten in Europa und Japan von einer Snake-Infektion betroffen war. Zudem wurde wohl auch ein Energieunternehmen zum Opfer einer zielgerichteten Snake-Attacke geworden. Den Analysen der Kaspersky-Experten zu Folge zählen zu den Angriffszielen zudem auch ein deutsches Unternehmen, das seine Produkte an Auto- und andere Industriehersteller liefert, sowie ein deutscher Hersteller von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien. Snake-Angriffe wurden außerdem auf Computern in China, Japan und Europa entdeckt. Die Kaspersky-Experten gehen davon aus, dass die Attacken über die IT-Systeme der Opferunternehmen hinausgegangen sein könnten. So wurde in einem Fall die Malware auf dem Videoüberwachungsserver einer in China angegriffenen Organisation erkannt und blockiert.


Inhalte


31.10.18 - WhatsApp-Nachrichten werden von Spyware-App "Android.Trojan-Spy.Buhsam.A" für Android ausgelesen

06.11.18 - Die Hauptintention von Panda Banker ist das Stehlen von Konto- und Kreditkartendaten sowie von persönlichen Daten und Informationen

08.11.18 - Heartbleed lebt Unternehmen müssen den Weckruf hören

08.11.18 - In Europa greift ein sich stetig weiterentwickelnder Trojaner um sich

12.11.18 - Russischsprachige Bedrohungsakteure Turla und Sofacy nutzen dasselbe Schema zur Malware-Verbreitung

13.11.18 - Hacker-Gruppen kooperierten bei Angriff auf Energieversorger

13.11.18 - Cisco Talos entdeckt neuen Android-Trojaner

14.11.18 - Neben Ransomware betreiben die Kriminellen auch andere illegale Geschäfte

14.11.18 - Eset enttarnt Malware-Framework GreyEnergy

14.11.18 - Whitepaper beschreibt sämtliche Remote Access Trojaner, die mit der OceanLotus/APT32 Gruppe in Verbindung gebracht werden

19.11.18 - Nahost-fokussierter Bedrohungsakteur Muddy Water weitet Angriffe auf Regierungsziele in Asien, Europa und Afrika aus

28.11.18 - Bitdefender entschlüsselt GandCrab und hilft Ransomware-Opfern

29.11.18 - Neues DDoS-Botnetz im Anmarsch Chalubo attakiert schlecht geschützte SSH-Server

05.12.18 - GandCrab-Analyse: 99-mal weggeklickt und trotzdem Malware installiert

06.12.18 - FireEye-Report: Verdacht auf APT29-Phishing-Attacke, die sich als U.S. Department of State ausgibt

20.12.18 - Mylobot-Botnetz liefert einen Doppelschlag mit Khalesi-Malware

07.01.19 - Gefährliche Schadsoftware: BSI warnt vor Emotet und empfiehlt Schutzmaßnahmen

11.01.19 - Taschenlampen-App und beliebte Games als Köder

14.01.19 - Bei der Rosneft-Attacke handelt es sich vermutlich um einen kriminellen Angriff aus finanziellen Motiven

15.01.19 - Neueste Trojanerversionen werden von vielen Sicherheitsprodukten nicht erkannt

15.02.19 - Botnetz Mirai beschränkt sich nicht mehr nur auf IoT-Geräte

18.02.19 - Sobretec, Samsam und Powershell als komplexe Bedrohungsquellen für Unternehmen

22.02.19 - APT39: Iranische Cyber-Spionagegruppe mit Spezialisierung auf personenbezogene Daten

27.02.19 - Emotet-Schadsoftware: Malware wird meist durch infizierte E-Mail-Anhänge im Word-Format auf die Rechner der Opfer gebracht

07.03.19 - Cyberspionage-Gruppe "Chafer" hat Botschaften im Visier

11.03.19 - Ransomware "Matrix": SophosLabs-Experten geben sich als Opfer aus, um die ganze Angriffskette nachzuvollziehen

26.03.19 - RTM-Banking-Trojaner 130.000 User im Jahr 2018 betroffen, weitere 30.000 in den ersten Wochen 2019

17.04.19 - Bei den Angriffen nutzt Elfin eine breite Palette an Tools

24.04.19 - Chinesische Hacker nehmen Universitäten und Organisationen auf der ganzen Welt ins Visier, darunter auch in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, um Einblicke in Marine-Daten zu erhalten

21.05.19 - Erstmals DNS-Einträge bei Registraren manipuliert - Besucher von Websites staatlicher Organisationen umgeleitet

06.06.19 - Unternehmen müssen ihr Sicherheitsniveau verbessern, um der Gefahr ausgeklügelter APTs zu begegnen

07.06.19 - TajMahal: Spionageplattform mit 80 schädlichen Modulen und einzigartiger Funktionalität

11.06.19 - Angriffswelle "SneakyPastes": Gaza-Cybergang greift in 39 Ländern Ziele mit Nahost-Bezug an

12.06.19 - Studienergebnisse belegen die steigende Gefahr durch den Trojaner Emotet -Deutschland auf dem zweiten Platz bei B2B- und B2C-Emotet-Infektionen innerhalb Europas

13.06.19 - Trotz Festnahme der Anführer: Fin7-Hacking-Gruppe griff über 130 Unternehmen an

18.07.19 - Bitdefender-Labs rekonstruieren Bankenattacke der Carbanak-Gruppe im zeitlichen Verlauf

30.07.19 - Neue Ransomware installiert sich ohne Nutzerinteraktion

05.08.19 - Unternehmen brauchen in vielen Fällen sehr lange, bis eine derartige Loader-Schadsoftware entdeckt wird

22.08.19 - FinSpy schlägt wieder zu: Kaspersky entdeckt neue iOS- und Android-Versionen des bösartigen Überwachungs-Tools

26.08.19 - Hacker nutzen Schwachstelle im MS-Formeleditor für Exploits

30.08.19 - Avast entdeckt weitere Spionage-App im Google Play Store

10.09.19 - Cyberkriminelle reduzieren Erkennungsrisiko - KopiLuwak wurde zum Zwecke der Cyberspionage konzipiert

20.09.19 - DDoS-Angriffe im zweiten Quartal um 18 Prozent gestiegen gegenüber 2018

25.09.19 - Sicherheitsforscher von Varonis identifizieren neuen Cryptominer und ein mysteriöses Web-Shell

26.09.19 - Digitale Spiegelreflex-Kameras: Kriminelle können Fotos über eine Ransomware verschlüsseln und Lösegeld erpressen

27.09.19 - Gefährliche Sicherheitslücke in SQLite-Datenbanken bedroht Smartphones

02.10.19 - Schwachstelle Mensch: Trojaner Baldr nutzt Gamer-Natur aus

09.10.19 - Avast spürt Spionage-Apps im Google Play Store auf und verhindert weitere Downloads

04.11.19 - Report zu WannaCry Ransomware: Tausende Mutationen, zahlreiche ungepatchte Computer, zufälliger Impf-Effekt

07.11.19 - Malware auf iPhones: iPhones werden mehr als zwei Jahre ausspioniert

11.11.19 - Android-Spyware trickst Google Plays Sicherheitssystem aus

12.10.19 - Phishing-Attacke für Instagram-Account nutzt 2FA-Köder

22.11.19 - Lazarus ist zurück: Spionage-Tool Dtrack greift Finanzinstitute und Forschungszentren an

25.11.19 - Gamer im Visier: Bitdefender entdeckt neue Wurm-Kryptominer-Kombination

26.11.19 - Neue Emotet Malspam-Angriffe nutzen Edward Snowdens aktuelles Buch als Lockmittel

12.12.19 - Ransom-Attacken gegen Finanzinstitute unter dem Namen von Fancy Bear

16.12.19 - APT41 stiehlt Textnachrichten bei Telekommunikationsanbietern von ausgewählten, hochrangigen Personen

20.12.19 - Android-Malware oft gut getarnt in Kamera-, Foto- oder Gaming-Apps

16.01.20 - Cyberkriminelle stehlen Kreditkartendaten von Gästen an Hotelrezeptionen

28.01.20 - Angreifer nutzen verstärkt TCP Reflection für Flooding-Attacken

28.01.20 - Cyberkriminelle nutzen unternehmensbasierte Strategien zur Entwicklung und Bereitstellung von Phishing-Kits

03.02.20 - Kaspersky entdeckt Zero-Day-Schwachstelle im Windows-Betriebssystem

06.02.20 - Neue Ransomware startet PCs im abgesicherten Modus, um Schutzmechanismen auszuhebeln

13.02.20 - SentinelLabs deckt bisher unbekannte Verbindung zwischen TrickBot Anchor und der ATP-Gruppe Lazarus auf

03.03.20 - Proofpoint: Als Regierungsstellen getarnte Cyberbetrüger verteilen Malware an deutsche Unternehmen und Behörden

23.03.20 - Lazarus-Gruppe erweitert Funktionen ihrer Kryptowährungs-Malware AppleJeus

24.03.20 - Hackerangriff auf Mittelstandsunternehmen im Medizinsektor

30.03.20 - Diese jüngsten Emotet-Aktionen begannen mit dem Angriff auf Pharmaunternehmen in den USA, Kanada und Mexiko

30.03.20 - Russische Hacker-Gruppe TrickBot greift mit dateiloser verschleierter Backdoor "PowerTrick" an

07.04.20 - Die neuesten Berichte bezüglich Cyberangriffen auf mit dem Internet verbundene Überwachungskameras, Smart TVs sowie auf andere IoT-Geräte werden von Kriminellen als Grundlage für Erpressungsversuche genutzt

08.04.20 - Remote Access VPNs rücken ins Visier von Ransomware-Angriffen

20.04.20 - Betrüger zielen auf Active-Directory-Passwörter ab

24.04.20 - Hackerangriff auf Mittelstandsunternehmen im Medizinsektor

04.05.20 - Die Schadsoftware Emotet wird nicht ohne Grund als eine der größten Gefahren für die Unternehmens-IT bezeichnet

06.05.20 - "Mobile Threat Report": Versteckte Apps sind die größte Bedrohung für Verbraucher

26.05.20 - Wie gefährlich ist die Ransomware Snake/Ekans für Industrieanlagen?

27.05.20 - Mit der weiter stark steigenden Verbreitung von Office 365 entstehen neue Risiken und Herausforderungen

28.05.20 - Corona-Virus SARS-CoV-2 und die Pandemie COVID-19 für umfangreiche Cyberangriffe genutzt

29.05.20 - FireEye beobachtet täglich, wie Cyber-Kriminelle das hohe öffentliche Interesse an COVID-19 ausnutzen, um bösartige Dokumente zu verbreiten

03.06.20 - Cyberkriminelle nutzen Coronavirus für weltweite Malware-Attacken aus

04.06.20 - Zwei neue Schadprogramme stehlen Cookies und verbreiten Spam und Phishing via heimlich genutzter Social-Media- und Messenger-Dienste

09.06.20 - Trend Micro behält Aktivitäten der Hackergruppe Pawn Storm im Blick

16.06.20 - Cyberkriminellen hinter dem Ginp-Banking-Trojaner haben nun eine weitere Funktion mit Bezug auf das Coronavirus implementiert

07.07.20 - Cyberkriminelle nutzen die aktuelle Unsicherheit rund um das Virus für Cyberangriffe in Form von Phishing, Malware, gefälschte Landingpages oder auch Apps

07.07.20 - Im neuen Forschungsbericht Pawn Storm in 2019 A Year of Scanning and Credential Phishing on High-Profile Targets untersucht Trend Micro aktuelle Angriffe der Hackergruppe

16.07.20 - "Dark_nexus": Ein Botnetz, das vieles in den Schatten stellt

17.07.20 - Wie AppleScript für den Angriff auf MacOS genutzt wird

20.07-20 - Covid-19: Mobile Malware nationalstaatlicher Akteure richtet sich gegen syrische Nutzer

20.07.20 - COVID-19 Cyber Task Force: Varonis identifiziert größte Bedrohungen für Remote Work

22.07.20 - Sicherheitsbericht: APT-Gruppen nutzen weltweit Coronakrise aus

23.07.20 - Researcher auf neu registrierte Domains (NRDs) für mehrere Webseiten, die VPN-Testversionen anbieten

23.07.20 - Check Point ist einer neuen Masche von Cyber-Kriminellen auf der Spur

03.08.20 - Dark_nexus: Ein Botnetz, das vieles in den Schatten stellt

12.08.20 - Spearphishing-Kampagnen nutzen Turbulenzen am Ölmarkt aus

28.08.20 - RAT- und Krypto-Miner-Attacke infiziert täglich 2.000 bis 3.000 Rechner

31.08.20 - Deutsche Schadsoftware Pekraut ermöglicht die Fernsteuerung von Windows-Rechner

11.09.20 - Neue "Bundlore" Adware kommt mit aktualisierten Safari-Erweiterungen daher

14.09.20 - Cyberangriff auf deutsche Hersteller – Vorsicht vor Ransomware Hakbit

17.09.20 - Neue Web-Skimming-Taktik: Cyberkriminelle nutzen Google Analytics, um Zahlungsdaten von Nutzern zu stehlen

22.09.20 - SophosLabs geben einen tiefen Einblick in die neuesten Tools, Techniken und Prozesse (TTPs) von Glupteba

23.09.20 - Game Over: Cyberkriminelle haben zunehmend Videospieler im Visier

30.09.30 - FakeSpy tarnt sich weltweit als App für Postdienstleistungen

05.10.20 - Analyse: Trojaner Metamorfo greift Banken mit DLL-Hijacking an

06.10.20 - Snake-Ransomware: Zielgerichtete Angriffe gegen Unternehmen aus Automobil- und Fertigungsindustrie – auch in Deutschland

07.10.20 - Tiefer Blick in Cybergangsters Werkzeugkasten: Die Methode Netwalker

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Meldungen: Hintergrund

Angriffsmethode wird zur reellen Gefahr weltweit

Bitdefender hat eine Familie von Trojanern analysiert, die Banken mit einer neuen Angriffstechnik ins Visier nimmt und unerkannt Daten exfiltriert. Diese Daten können anschließend für Bankbetrug genutzt werden. Die Gruppe hinter den Trojanern wird in der Branche Metamorfo genannt und konzentriert sich seit 2018 überwiegend auf Brasilien. Metamorfo attackiert mit sehr potenter Malware. Das besonders gefährliche an Metamorfo ist die interessante Angriffstechnik: Die Malware nutzt Dynamic Link Library (DLL) Hijacking um ihre Präsenz auf befallenen Systemen zu verbergen und Privilegien zu erhöhen. Konkret haben die Angreifer dazu Softwares von fünf bekannten Anbietern ausgewählt, deren Produkte Komponenten aufweisen, die DLL-Dateien laden, ohne sicherzustellen, dass diese geladenen Dateien legitim sind.

Malware nutzt Smishing oder SMS-Phishing

Cybereason hat in den letzten Wochen eine neue Version der Android-Malware FakeSpy untersucht. Sie wurde erstmals im Oktober 2017 entdeckt und dann im Oktober 2018 erneut gemeldet. Im Moment läuft eine aktuelle Kampagne mit einer deutlich verbesserten, wesentlich leistungsfähigeren Malware als es bei früheren Versionen der Fall war. FakeSpy wird aktiv weiterentwickelt und das in einem rasanten Tempo. Jede Woche veröffentlichen die Autoren neue Versionen, die über zusätzliche Verschleierungstechniken und Funktionen verfügen. FakeSpy ist ein sogenannter Information Stealer, der SMS-Nachrichten herausfiltert und versendet, Finanzinformationen und Anwendungsdaten stiehlt, Kontoinformationen und Kontaktlisten ausliest und vieles mehr. Die Malware nutzt Smishing oder SMS-Phishing, um den Zielcomputer zu infiltrieren, eine Technik, die sich auf Social Engineering stützt. Die Angreifer senden gefälschte Textnachrichten, um die Opfer zu verleiten auf einen bösartigen Link zu klicken. Der Link leitet die Nutzer zu einer schädlichen Webseite weiter, wo sie aufgefordert werden, ein Android Application Package (APK) herunterzuladen.

Kaspersky warnt vor Password Stealern

Gamer stehen verstärkt im Visier von Cyberkriminellen, wie aktuelle Untersuchungen von Kaspersky zeigen. Demnach gab es während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen weltweit einen Anstieg um 54 Prozent von Angriffen unter dem Deckmantel beliebter Spiele oder Plattformen. Darüber hinaus fanden die Experten von Kaspersky vier Malware-Familien, die explizit Passwörter und Daten von Gamern im Blick haben und entwenden können. Cyberkriminelle locken ihre potenziellen Opfer mit Versprechen von kostenlosen Spielversionen, Updates und Erweiterungen oder Cheats unter dem Deckmantel beliebter Spiele und Plattformen in die Falle. Laut den Kaspersky-Experten nahm die tägliche Anzahl an Versuchen, Nutzer durch Gaming-bezogene Themen auf schädliche Webseiten zu leiten, erheblich zu: Im Vergleich zum Januar 2020 gab es im April 2020 einen Anstieg um 54 Prozent. Klickt ein Nutzer auf einen schädlichen Link, wird kein Game, sondern Malware wie beispielsweise ein Password Stealer, Ransomware oder ein Krypto-Miner heruntergeladen.

Glupteba: Malware, die sich ganz öffentlich versteckt

Einer der auffälligsten Trends in der Cyberkriminalität ist die Kommerzialisierung von Angriffen. Alles was ein Cybergangster für seinen Angriff benötigt, ist gegen Geld erhältlich, einschließlich ganzer Netzwerke mit infizierten Geräten, die zur Verbreitung bösartiger Inhalte genutzt werden können. In diesem Zusammenhang hat SophosLabs einen ausführlichen Bericht mit dem Titel "Glupteba malware hides in plain sight" veröffentlicht. Glupteba ist eine Hintertür, die sich zu einem geheimen und komplexen Netzwerk zur Malware-Verbreitung entwickelt hat.

Die SophosLabs beleuchten aus technischer Sicht die neuesten Tools, Techniken und Prozesse (TTPs), die von Glupteba verwendet werden. Der Report geht insbesondere auf die Fähigkeit des Bots ein, im Verborgenen zu bleiben und damit die Langlebigkeit und Beständigkeit der Angriffe zu sichern.

Die Security-Spezialisten beschreiben detailliert die Kernaufgabe von Glupteba: Computer infizieren, um unbemerkt zusätzliche Malware einzuschleusen. Gegenwärtig ist eine der gebräuchlichsten Malware, die über den Bot eingeschleust wird, ein Kryptominer. Sobald dieser im Netzwerk des Opfers installiert ist, kann er zusätzliche Tools herunterladen und ausführen. Folgende Aktionen sind dadurch möglich:

>> Installation von Rootkits, um Prozesse und Komponenten zu verstecken

>>·Diebstahl von Browser-Informationen, indem Cookies, Verlauf und Anmeldeinformationen gesammelt und an den Command and Control Server gesendet werden

>>·Weiterleitung von Netzwerkanfragen durch die Installation eigener Proxy-Komponenten

>> Exfiltrieren einer großen Menge von Gerätedaten, etwa gespeicherte Konfigurationsinformationen, die Build-Nummer des Betriebssystems, die Seriennummer des Mainboards, die MAC-Adresse, die Seriennummer der Festplatte, das Installationsdatum des Betriebssystems oder den RAM-Speicher.

>>·Übernahme anfälliger Router

Die Entwickler von Glupteba haben sehr viel Aufwand betrieben, um Funktionen zu entwickeln, die den Bot vor einer Entdeckung schützen. So verfügt er beispielsweise über Wächter, die kontinuierlich die Leistung der Glupteba-Prozesse überwachen, damit diese fehlerfrei funktionieren (was ansonsten einen Alarm im Netzwerk auslösen könnte). Er fügt sich selbst zu den Ausschlusslisten für Windows Defender hinzu. Eine weitere Funktion erlaubt eine heimliche Aktualisierung und den Neustart bösartiger Prozesse. Zudem wird durch die Verwendung einer Bitcoin-Crypto-Währungs-Blockchain die Aktualisierung der Command and Control-Serveradressen des Bot verborgen. Luca Nagy, Security-Experte bei Sophos und Hauptautorin des Reports, sagt: "Die skrupellosesten Bedrohungsakteure entwerfen ihre Malware so, dass sie getarnt ist. Ihr Ziel ist es, möglichst lange im Verborgenen zu bleiben, um ausführlich Informationen zu sammeln, auf deren Grundlage sie ihre nächsten Schritte planen und ihre Techniken weiter verfeinern können. Bei der Erforschung von Glupteba wurde uns klar, dass die Macher dahinter einen immensen Aufwand in die Selbstverteidigung investieren. IT-Sicherheitsteams müssen hier sehr auf der Hut sein. Darüber hinaus ist Glupteba generisch konzipiert und mithilfe von unterschiedlichen Komponenten und umfangreichen Hintertürfunktionen in der Lage, ein breites Spektrum bösartiger Aktivitäten durchzuführen." (Sophos: ra)

Neue Strategie zur Verschleierung von Angriffen

Die Experten von Kaspersky haben eine neue Methode von Web-Skimming zum Diebstahl persönlicher Zahlungsinformationen bei Nutzern von Online-Shopping-Websites identifiziert. Durch die Registrierung von Google-Analytics-Accounts und das Einfügen des entsprechenden Tracking-Codes dieser Konten in den Quellcode der Webseite können Cyberkriminelle Kreditkartendaten von Nutzern sammeln. Etwa zwei Dutzend Online-Shops weltweit wurden mithilfe dieser Methode bereits kompromittiert. Cyberkriminelle nutzen Web-Skimming, um Kreditkartendaten auf den Zahlungsseiten von Online-Shops zu stehlen. Dabei werden schädliche Code-Stücke in den Quellcode der Website eingeschleust, die die von den Nutzern eingegebenen Informationen wie Logins oder Kreditkartennummern sammeln und diese an eine vorgesehene Adresse senden. Um die Kompromittierung einer Webseite zu verschleiern, registrieren Angreifer üblicherweise Domains mit Namen, die populären Webanalysediensten wie Google Analytics ähneln. Der Administrator einer Website kann so nur schwierig erkennen, dass die Seite kompromittiert wurde. Beispielsweise kann eine Website mit dem Namen "googlc-analytics[.]com" aus Versehen leicht als legitime Domain erachtet werden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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