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Verteilung von iOS-Malware


Malware auf iPhones: iPhones werden mehr als zwei Jahre ausspioniert
Angreifer nutzen verschiedene Angriffsketten zur Infektion - Regelmäßige iOS-Updates schützen Nutzer



Sicherheitsforscher haben aufgedeckt, dass iPhones von Apple mehr als zwei Jahre lang ausspioniert wurde. Dabei wurden eine kleine Anzahl häufig frequentierter Websites angriffen und über einen Zeitraum von zwei Jahren für die Verteilung von iOS-Malware genutzt. Malwarebytes, der führende Anbieter von Lösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, analysiert den Malware-Angriff und zeigt, wie man sich bestmöglich schützen kann.

In der Vergangenheit war iOS immer wieder Ziel von Cyberangriffen. Die Schwierigkeit bei der Infektion eines iPhones besteht für Angreifer darin, dass eine Zero-Day-Schwachstelle benötigt wird, das heißt, dass die Sicherheitsverantwortlichen die Schwachstelle zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht kennen.

Solche Schwachstellen können auf dem freien Markt einen Wert von über einer Million US-Dollar übersteigen. iPhone-Infektionen zielen daher eher nicht auf Einzelpersonen ab.

Infektionsmechanismus
Laut einem Bericht eines Google-Sicherheitsforschers wurden die infizierten Websites mit zahlreichen Watering-Hole-Angriffen ins Visier genommen, wobei 14 verschiedene iOS-Schwachstellen ausgenutzt wurden, die zu fünf verschiedenen Angriffsketten kombiniert wurden.

Eine Angriffskette ist eine Reihe von zwei oder mehreren Schwachstellen, die gemeinsam genutzt werden können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, typischerweise eine Infektion eines Zielsystems. Denn meist reicht für eine erfolgreiche Infektion durch die Angreifer nicht eine Schwachstelle alleine aus, sondern nur eine Kombination von zwei oder mehreren.

Von den verwendeten Schwachstellen waren zum Entdeckungszeitpunkt nur noch zwei sogenannte Zero-Day-Schwachstellen (CVE-2019-7286 und CVE-2019-728) zu erkennen. Diese wurden von Apple in der iOS 12.1.4. Version vom 7. Februar 2019 behoben. Die restlichen 12 waren zum Zeitpunkt keine Zero-Day-Schwachstellen, das heißt sie sind bereits von Apple gepatcht worden. Die verschiedenen Angriffsketten waren in der Lage, Geräte mit iOS 10 bis iOS 12.1.3 mit einem entsprechend gleichen Implantat (iPhone-Malware) zu infizieren.

Verhalten des iPhone-Malware-Implantat
Das iPhone-Malware-Implantat, dem kein genauerer Name gegeben wurde, kann aus der iOS-Sandbox genommen und als Root ausgeführt werden, was im Wesentlichen bedeutet, dass die Sicherheitsmechanismen von iOS umgangen werden. Dabei kommuniziert das Implantat mit einem Command and Control (C&C) Server auf einer fest kodierten IP-Adresse über einfaches, verschlüsseltes HTTP. Zusätzlich zum Hochladen von Daten auf den Server kann es auch eine Reihe von Befehlen vom Server empfangen.

Die Liste von Befehlen zeigt besorgniserregende Fähigkeiten. Unter anderem ist die iPhone-Malware in der Lage, Fotos, SMS-Nachrichten, E-Mail-Nachrichten, Kontakte oder Notizen zu stehlen. Zusätzlich kann die vollständige Anrufhistorie oder die Geräteposition in Echtzeit abgerufen werden.

Es beinhaltet auch die Möglichkeit, die unverschlüsselten Chat-Transkripte von einer Reihe von wichtigen End-to-End-Clients für verschlüsseltes Messaging, einschließlich Whatsapp und Telegram, zu erhalten. Doch damit nicht genug: Bei einer Infizierung, werden verschlüsselte Nachrichten nicht nur von den Angreifern selbst gesammelt, sondern auch im Klartext über das Internet übertragen.

Welche Maßnahmen sollten jetzt ergriffen werden?
Zunächst ist weiterhin unklar, welche Websites betroffen waren. Es ist unmöglich nachzuvollziehen, wer mit dieser mysteriösen iPhone Malware infiziert sein könnte. Glücklicherweise gibt es aber an dieser Stelle kein Grund zur Panik: Die Schwachstellen sind seit geraumer Zeit bereits gepatcht. Das Implantat ist nicht in der Lage, nach einem Neustart persistent zu bleiben. Das bedeutet, jedes Mal, wenn ein infiziertes iPhone neu gestartet wird z.B. wenn ein iOS-Update installiert wird wird das Implantat entfernt. Natürlich kann ein anfälliges Gerät aber immer wieder neu durch eine Schwachstelle infiziert werden.

Aus diesem Grund ist jedes Gerät mit iOS 12.1.4 nicht nur immun gegen diese speziellen Angriffe, sondern kann auch nicht mehr infiziert werden, da der Neustart bei der Installation von 12.1.4 (oder höher) erfolgt. Es ist unwahrscheinlich, dass zu diesem Zeitpunkt noch jemand infiziert ist, es sei denn, dem Gerät fehlt ein iOS-Update oder das Gerät wurde nie neu gestartet. Ein Update mit der neusten iOS-Version sorgt somit garantiert für Sicherheit.

Außerdem gibt es einen einfachen Test, um herauszufinden, ob ein Gerät mit der Malware infiziert ist:

>> Das betroffene Gerät über ein Kabel an einen Mac anschließen
>> Konsolenanwendung auf dem Mac öffnen
>> In der Konsole das iPhone in der Liste der Geräte auswählen
An dieser Stelle werden die Protokollmeldungen vom iOS-Gerät angezeigt. Obwohl die Konsole keine früheren Nachrichten anzeigt, sollte ein infiziertes iOS-Gerät, Nachrichten mit bestimmten Codes wie "uploadDevice", "postFile success" und "timer trig" aufzeigen. Eine vollständige Liste der möglichen Strings, nach denen gesucht werden kann, findet sich hier.

Wer war vom Angriff betroffen?
An dieser Stelle ist es unmöglich zu wissen, wer verantwortlich ist oder wer infiziert wurde, ohne weitere Informationen, wie z.B. die Namen der betroffenen Websites.

Das lässt natürlich Raum für Interpretationen. Es scheint als gesichert, dass die Malware nicht auf Einzelpersonen abzielte. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass der Angriff nicht auf eine bestimmte Gruppe von Personen ausgerichtet war, die wahrscheinlich die gehackten Seiten besuchen würden. Das ist in der Tat die typische Vorgehensweise bei einem Watering Hole-Angriff: Eine Website, die wahrscheinlich von der Zielgruppe besucht wird, wird angegriffen und zur Verbreitung von Malware genutzt. So etwas geschah bereits im Jahr 2013, als Angreifer eine Entwickler-Website mit einem Java-basierten Exploit kompromittierten und Entwickler aus vielen großen Unternehmen, darunter Apple, mit der Malware OSX.Pintsized infizierten.

Zukunftsaussicht
Obwohl die akute Bedrohung vorüber ist, hat der Angriff eine neue Dimension gezeigt, die in dieser Form allerdings immer von Sicherheitsforschern für möglich gehalten wurde und jetzt Realität ist. Es wird auch zukünftig immer Schwachstellen von iOS und Angriffe dagegen geben. Das extrem geschlossene System von iOS erschwert es den Apple-Nutzern auch, festzustellen, ob ein Gerät infiziert wurde. Obwohl Apple keine Antivirensoftware unter iOS zulässt, muss es für Benutzer zukünftig Möglichkeiten geben, ihre Geräte auf Infektionen zu überprüfen. Wenn so etwas mögliche wäre, wäre dieser Angriff auf iPhones wahrscheinlich nicht über zwei Jahre unentdeckt geblieben. (Malwarebytes: ra)

eingetragen: 23.09.19
Newsletterlauf: 07.11.19

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Meldungen: Hintergrund

Malware monetarisiert Datenverkehr

Sicherheitsexperten für Threat Intelligence bei Avast identifizieren Malware im Zusammenhang mit einigen der beliebtesten Plattformen, die sich in mindestens 28 Browser-Erweiterungen von Drittanbietern für Google Chrome und Microsoft Edge versteckt. Die Schadsoftware kann den Datenverkehr der Nutzer auf Werbung und Phishing-Seiten umleiten sowie persönliche Daten wie Geburtsdatum, E-Mail-Adressen und Geräteinformationen extrahieren. Laut den Download-Zahlen in den App-Stores könnten weltweit bereits etwa drei Millionen Anwender betroffen sein. Zu den Erweiterungen, die Nutzern helfen, Videos von Plattformen herunterzuladen, gehören Video Downloader for Facebook, Vimeo Video Downloader, Instagram Story Downloader, VK Unblock und andere Browser-Erweiterungen für Google Chrome sowie einige Add-ons für Microsoft Edge. Die Sicherheitsexperten konnten in den Erweiterungen, die auf JavaScript basieren, bösartige Codezeilen identifizieren. Diese ermöglichen den Add-ons, weitere Malware auf den PC eines Benutzers herunterzuladen.

Python Wheel-Jacking bei Angriffen auf Lieferketten

Vor kurzem veröffentlichte Sicherheitsforscher Alex Birsan einen neuen Lieferketten-Angriff. Darin beschreibt er, wie sich "Dependency Confusion" (auch "Namesquatting" genannt) bei der Paketverwaltung missbrauchen lässt, um bösartigen Code auf Produktions- und Entwicklungssystemen auszuführen. Kurz gesagt, die meisten Paketverwaltungen wie pip (Python) und npm (Software) unterscheiden nicht zwischen internen Paketen (die auf internen-Unternehmensservern gehostet werden) und externen Paketen (die auf öffentlichen Servern gehostet werden). Dementsprechend reicht ein einfacher Befehl wie pip "install my-package", um sich ein Paket entweder von einem internen oder öffentlichen Server zu schnappen.

wAgent- und Bookcode-Malware

Kaspersky-Forscher haben im Herbst zwei zielgerichtete Angriffe auf Einrichtungen identifiziert, die mit der COVID-19-Forschung in Verbindung stehen. Ein Gesundheitsministerium sowie ein Pharmaunternehmen waren davon betroffen. Die Experten von Kaspersky gehen davon aus, dass hinter diesen Angriffen die berüchtigte Lazarus-Gruppe steckt. Während die Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes gegen COVID-19 auf Hochtouren läuft, versuchen Cyberkriminelle, daraus für sich Gewinn zu schlagen. Aktuelle Kaspersky-Untersuchungen zeigen nun, dass insbesondere die Lazarus-Gruppe bereits seit einigen Monaten Unternehmen unterschiedlicher Branchen im Visier hat, die sich einer Eindämmung der Corona-Pandemie verschrieben haben. Bislang wurden zwei Angriffe identifiziert.

APT-Hacker genauer unter die Lupe genommen

Die Sicherheitsforscher von Bitdefender haben eine komplexe und gezielte Angriffskette durch organisierte APT-Hacker genauer unter die Lupe genommen und konnten so einen Ablauf von Cyberspionage detailliert nachzeichnen. Konkret geht es um Attacken auf Regierungsorganisationen in Südostasien, die vermutlich seit 2018 durchgeführt wurden. Die Täter wollten mutmaßlich Informationen bezüglich nationaler Sicherheitsinteressen sowie weitere sensible Daten abzweigen und Industriespionage betreiben. In einem Whitepaper legen die Bitdefender-Spezialisten eine tiefgehende Analyse der eingesetzten Techniken und ihres Zusammenspiels sowie einen zeitlichen Abriss der Angriffskette vor.

IceRat sehr gefährlich und schädigt in zweierlei Hinsicht

Die Schadsoftware IceRat spioniert die Zugangsdaten von Nutzern für verschiedene Online-Dienste aus und kann bei einer Infektion ungewollt die Stromrechnung von Anwendern in die Höhe treiben – durch verdecktes illegales Coin-Mining. Technisch haben sich die Entwickler einiges ausgedacht, um eine Erkennung des Schadcodes durch Sicherheitslösungen zu verhindern. G Data Virusanalyst Karsten Hahn hat IceRat genauer unter die Lupe genommen. Gelangt das gefährliche Schadprogramm auf den Computer, späht es die Zugangsdaten für verschiedene Online-Dienste, zum Beispiel Facebook oder Amazon aus. Diese Informationen alleine reichen den Kriminellen allerdings nicht aus: Sie installieren zusätzlich einen Coin-Miner, der illegal digitale Währungen schürft. So verdienen die Täter zusätzlich Geld und die Opfer haben es mit einer erhöhten Stromrechnung zu tun.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

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