Mammutaufgabe IT-Sicherheitsmanagement


Personalabteilungen im Feuer der Ransomware: Trojaner "Betabot" und Ransomware "Cerber" zielen auf Unternehmen aller Branchen
Betabot und Cerber kursieren schon lange im Darknet - Cerber wird hier sogar als Ransomware-as-a-Service angeboten



Aktuell im Feuer der Ransomware: Personalabteilungen von Unternehmen aller Branchen genauso wie öffentliche Institutionen, allem voran - erneut - Krankenhäuser. Verbreitet wird eine zweistufige Schadsoftware, die mit Hilfe des Trojaners "Betabot" Zugangsdaten und Passwörter entwendet und dann mit der Ransomware "Cerber" sämtliche Daten verschlüsselt, um Lösegeld zu erpressen. Sie versteckt sich in Anhängen und Links von täuschend echt wirkenden Bewerber-E-Mails.

"Betabot und Cerber kursieren schon lange im Darknet. Cerber wird hier sogar als Ransomware-as-a-Service angeboten, also eine Schadsoftware, die praktisch jeder kaufen und verbreiten kann", erklärt Christian Polster, Chefstratege des IT Security Monitoring Dienstleisters RadarServices. "Die aktuelle Angriffswelle auf Personalabteilungen zeigt deshalb auch nur einen kleinen Ausschnitt der derzeitigen Aktivität von Betabot und Cerber. Potenzielle Opfer sind praktisch alle Abteilungen beziehungsweise deren Mitarbeiter: der Einkauf, der Kundenservice, die Öffentlichkeitsarbeit, das Onlinesales- oder das Reservierungs-Team. Alle die über Email regelmäßig mit unbekannten Absendern kommunizieren, bieten ein hohes Erfolgspotential für Angreifer."

Wie kann sich eine Organisation davor schützen? Die Mitarbeitersensibilisierung ist ein möglicher Weg. Bei den im Umlauf befindlichen, täuschend echt wirkenden Emails kann Mitarbeitern jedoch oft kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie eine Nachricht als "echt" einordnen.

Ransomware-Angriffe werden deshalb heute automatisiert abgewehrt. "Advanced Threat Detection for Web and Email", ein hochmodernes IT-Risikoerkennungsmodul, analysiert die Attachments aller eingehenden E-Mails und darüber hinaus alle Downloads der Mitarbeiter aus dem Internet in "abgeschotteten" Umgebungen ("Sandboxen"). Wird eine Schadsoftware entdeckt, wird das Email aufgehalten oder der Web-Download gestoppt. Damit ist auch der Ransomware-Angriff erfolgreich abgewehrt.

"Beim Einsatz von Sandbox-Technologien ist darauf zu achten, dass sie state-of-the-art sind und laufend aktualisiert werden. Schadsoftware versucht sich zu tarnen, um damit auch von diesen Technologien unentdeckt zu bleiben", warnt Polster. Das verdeutlicht, dass IT-Sicherheit nicht durch einen einmaligen Einkauf von Werkzeugen erreicht wird. Vielmehr braucht es Experten, die die Weiterentwicklung von Sicherheitstechnologien planen, umsetzen und Systeme entsprechend an aktuelle Gegebenheiten anpassen. "Das IT-Sicherheitsmanagement stellt sich oftmals als Mammutaufgabe für Organisationen dar: Werkzeuge, Experten und Prozesse müssen perfekt funktionieren. Da die IT heute in vielen Branchen das Herzstück darstellt, müssen sich Organisationen dieser Aufgabe jedoch stellen, es zur obersten Managementpriorität machen und dürfen nicht auf den "Tag X" warten, an dem sie zum Opfer werden", so Polster abschließend. (RadarServices: ra)

eingetragen: 27.09.16
Home & Newsletterlauf: 02.11.16


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Meldungen: Hintergrund

Vermutliche Absicht: Installation von Ransomware

In einer neuen Analyse warnt Bitdefender vor einer Serie von ProxyNotShell/OWASSRF-Attacken, die sich gegen On-Premise Microsoft-Exchange-Installationen richten. Die seit Ende November 2022 vor allem in den USA beobachteten Angriffe dienten unterschiedlichen Zwecken. Server-Side Request Forgery (SSRF)-Attacken ermöglichen opportunistische Attacken über einen verwundbaren Server auf einen anderen Server und können zum Beispiel zur vollkommenen Übernahme eines Microsoft-Exchange-Servers führen.

Einnahmen für das nordkoreanische Regime

Die Cyberkriminellen-Gruppe TA444 ist zu einem wichtigen Devisenlieferanten für das nordkoreanische Regime geworden. TA444, die mit dem nordkoreanischen Regime in Verbindung gebracht wird, hat seine Opfer allein im letzten Jahr um 1 Milliarde US-Dollar in Kryptowährungen erleichtert. Das haben Cybersecurity-Forscher von Proofpoint errechnet.

FBI vermutet Lazarus hinter Harmony-Hack

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Cyber-Attacken gegen Behörden

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Besitz von Facebook-Passwörtern

Zimperium, Sicherheitsexpertin für Echtzeitschutz auf Mobilgeräten, hat Informationen über eine neu entdeckte Android-Kampagne veröffentlicht, die bereits seit 2018 die Facebook-Anmeldedaten von kompromittierten Nutzern raubt. Das Zimperium zLabs Threat Research Team hat vor kurzem den Android-Trojaner "Schoolyard Bully" aufgespürt, der in zahlreichen Bildungsanwendungen anzutreffen ist und bisher von mehr als 300.000 betroffenen Nutzern heruntergeladen wurde.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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