- Anzeige -


Spionage-Angriffe auf Industrieunternehmen

Cyber-Spionage-Kampagne: MontysThree attackiert Industrieunternehmen

Der schädliche Haupt-Payload nutzt mehrere Verschlüsselungstechniken, um einer Erkennung zu entgehen



Kaspersky-Forscher haben eine Reihe sehr zielgerichteter Spionage-Angriffe auf Industrieunternehmen aufgedeckt, die auf das Jahr 2018 zurückgehen. Solche Attacken durch Advanced-Persistent Threat (APT)-Akteure sind weitaus seltener als Kampagnen gegen Diplomaten und andere hochrangige politische Persönlichkeiten. Das verwendete Toolset - von den Malware-Entwicklern ursprünglich ,MT3' genannt - bezeichnet Kaspersky als 'MontysThree'. Die Malware nutzt eine Vielzahl von Techniken, um einer Erkennung zu entgehen - beispielsweise durch das Hosting der eigenen Kommunikation mit einem Kontrollserver in öffentlichen Cloud-Diensten und das Verbergen des schädlichen Haupt-Moduls mittels Steganographie.

Regierungsstellen, Diplomaten und Telekommunikationsbetreiber sind in der Regel das bevorzugte Ziel von APTs, da diese Personen und Institutionen über vertrauliche und politisch sensible Informationen verfügen. Weitaus seltener sind dagegen zielgerichtete Spionagekampagnen gegen Industrieunternehmen. Jedoch können diese - wie alle anderen Angriffe gegen solche Firmen - verheerende Konsequenzen nach sich ziehen.

Modulare Herangehensweise der Cyberkriminellen

Um spionieren zu können, setzt MontysThree ein Malware-Programm ein, das aus vier Modulen besteht. Das erste Modul - der Loader - wird zunächst über RAR SFX-Dateien (selbstextrahierende Archive) verbreitet. Diese enthalten die Namen und Kontaktinformationen von Mitarbeitern, technische Dokumentation und medizinische Berichte und sollen das Personal zum Herunterladen solcher Dateien verleiten - eine gängige Spear-Phishing-Technik. Der Loader ist in erster Linie dafür verantwortlich, dass die Malware nicht auf dem System entdeckt wird. Hierzu wird Steganograhie eingesetzt, eine Technik, die dazu dient, den Austausch von Daten zu verbergen. Im Fall von MontysThree sind die schädlichen Inhalte als Bitmap-Datei (ein Format zur Speicherung digitaler Bilder) getarnt. Wenn der richtige Befehl eingegeben wird, entschlüsselt der Loader den Inhalt der Pixelmatrix mit Hilfe eines speziell angefertigten Algorithmus und führt den schädlichen Code aus.

Intelligente Verschlüsselungstechniken erschweren Erkennung

Der schädliche Haupt-Payload nutzt mehrere Verschlüsselungstechniken, um einer Erkennung zu entgehen. So verwendet er einen RSA-Algorithmus, um die Kommunikation mit dem Kontrollserver zu verschlüsseln sowie die wichtigsten "Aufgaben", die ihm von der Malware zugewiesen wurden, zu entschlüsseln. Dazu gehört die Suche nach Dokumenten mit spezifischen Erweiterungen und in bestimmten Firmenverzeichnissen. MontysThree ist speziell auf Microsoft- und Adobe Acrobat-Dokumente ausgelegt und kann auch Screenshots und "Fingerprints" - also Informationen über Netzwerkeinstellungen oder Hostnamen - erfassen, um deren Relevanz für die Angreifer überprüfbar zu machen.

Die gesammelten Informationen und Kommunikationen mit dem Kontrollserver werden dann in öffentlichen Cloud-Diensten wie Google, Microsoft und Dropbox gehostet. Dadurch ist es schwierig, den Kommunikationsverkehr als schädlich zu erkennen. Und da Antivirus-Lösungen diese Dienste nicht blockieren, wird sichergestellt, dass der Kontrollserver Befehle ohne Unterbrechung ausführen kann.

Nutzer löst das erste Modul der Malware selbst aus

MontysThree nutzt darüber hinaus einen Modifikator für den Windows Quick Launch, um Persistenz auf dem infizierten System zu erlangen. Bei der Verwendung der Schnellstart-Symbolleiste führen Nutzer unwissentlich jedes Mal, wenn sie legitime Anwendungen - wie etwa Browser - aufrufen, das erste Modul der Malware selbst aus.

Kaspersky konnte keine Ähnlichkeiten im schädlichen Code oder in der Infrastruktur mit bekannten APTs feststellen.

"MontysThree ist nicht nur aufgrund der Tatsache interessant, dass es auf Industrieorganisationen abzielt, sondern auch wegen der Kombination aus anspruchsvollen und etwas "amateurhaft" gestalteten TTPs", erklärt Denis Legezo, leitender Sicherheitsforscher im Global Research and Analysis Team (GReAT) bei Kaspersky. "Im Allgemeinen variiert die Ausgereiftheit von Modul zu Modul, aber sie ist nicht mit dem Niveau vergleichbar, das von den fortgeschrittensten APTs verwendet wird. Es kommen jedoch starke kryptographische Standards zum Einsatz, etwa eine auf das Angriffsziel hin abgestimmte Steganographie. Das vielleicht Wichtigste: Es ist klar, dass die Angreifer beträchtliche Anstrengungen unternommen haben, um das MontysThree-Toolset zu entwickeln. Dies deutet auf die Entschlossenheit der Hintermänner hin, bestimmte Ziele zu erreichen; es wird folglich keine kurzlebige Kampagne sein." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 10.10.20
Newsletterlauf: 22.01.21

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

Wirre Angriffe, aber mit System

Den Spezialisten der SophosLabs ist eine neue Angriffsmethode ins Netz gegangen. Die beiden Security-Experten Fraser Howard und Andrew O'Donnell stießen bei ihrer Jagd nach neuen Bedrohungen auf eine ungewöhnliche Variante. Zusammengefasst beginnt die Angriffskette mit einer bösartigen E-Mail-Nachricht inklusive VB-Scripting-Code und endet mit der Platzierung eines Remote-Zugriff-Trojaners namens MoDi RAT. Bei ihren forensischen Untersuchen entdeckten die Spezialisten jedoch einige überraschende Aktionen in der verworrenen Angriffsfolge. Dazu gehörte beispielsweise der Start einer Visual Basic-Skriptdatei, die wiederum eine PowerShell aktiviert, um den Text der Befehle via Zwischenablage buchstäblich in das PowerShell-Fenster einzufügen, anstatt die Befehlszeichenfolge als Parameter zu übergeben. Das Ziel dahinter: Dateilose Angriffs-Skripts sollen in Verbindung mit der Zwischenablage einer Erkennung durch Security-Mechanismen entgehen. Genau das ist der Stoff, nach dem alle Security-Experten suchen, um die Schutzlösungen für derartige Angriffe vorzubereiten.

Sicherheitsprobleme und Schwachstellen

Industrieroboter sind das Rückgrat der modernen Fabrik. Die Technologie, die sich hinter ihnen verbirgt, ist grundlegend für die vierte industrielle Revolution, auch bekannt als Industrie 4.0. Diese Roboter sind effizient, weil sie durch kundenspezifische Programmierung sehr anspruchsvolle Automatisierungsroutinen mit hoher Präzision und dabei wiederholt und zuverlässig ausführen können. Jedoch sind auch Industrieroboter nicht frei von Konstruktionsfehlern, die Angreifer ausnutzen könnten, um böswillige Funktionalitäten zu verstecken. Dies könnte schwerwiegende Konsequenzen haben. Ein hartnäckiger Angreifer wäre zum Beispiel in der Lage, die Qualität der Produkte stillschweigend zu verändern, eine Fertigungslinie anzuhalten oder eine andere bösartige Aktivität auszuführen.

Wie geht CDRThief vor?

Eset-Forscher haben eine bisher unbekannte Linux-Malware entdeckt, die es gezielt auf Voice over IP (VoIP) Softswitches abgesehen hat. Das Schadprogramm wurde von den Analysten des europäischen IT-Sicherheitsherstellers CDRThief benannt. Die attackierten Softswitches Linknat VOS2009 und VOS 3000 stammen beide von einem chinesischen Hersteller. Softswitches sind eine Software, die VoIP-Telefongespräche verbinden und steuern. Gleichzeitig können diese Programme auch zur Abrechnung und Verwaltung von Anrufen genutzt werden. Die neuartige Linux-Malware hat es dabei genau auf sensible Informationen, einschließlich Telekommunikationsdaten, bei den kompromittierten Linknat-Versionen abgesehen. Ihre vollständige Analyse haben die Eset Forscher auf WeLiveSecurity veröffentlicht.

Gefahr durch das Coronavirus auch im Netz

F-Secure hat im neuen Report "Attack Landscape" für das erste Halbjahr des Jahres 2020 die Entwicklung der internationalen Cyberkriminalität analysiert und die prägenden Trends herausgearbeitet. Das Jahr 2020 wird bei vielen Menschen als das Jahr des Lockdowns in Erinnerung bleiben – und auch bei der Cybersecurity ist COVID-19 das beherrschende Thema: Angreifer haben schnell reagiert und versuchen, durch Phishing und Spam mit dem Aufhänger COVID-19 in anfällige Systeme einzudringen. Mit Beginn der Berichterstattung rund um COVID-19 kam es schnell zu den ersten Phishing-Attacken zum selben Thema, so F-Secures Report. Dabei erkannten die Sicherheitsexperten von F-Secure einen aufsteigenden Trend im Bereich der manuell installierten Malware, also bei den Schadprogrammen, die vor allem durch den Nutzer selbst auf den Rechner geladen werden (Anstieg von 24Prozent im Jahr 2019 auf 35Prozent im 1. Halbjahr 2020). Das Wachstum dieser Methode könnte darauf zurückzuführen sein, dass Tausende Fake-Domains registriert wurden, die beispielsweise "Zoom"-Downloads imitieren. Sie spekulieren darauf, dass Büroangestellte, die nun im Home-Office arbeiten, Software für Videokonferenzen installieren wollen. Der Angreifer erhält dadurch Zugriff auf den Rechner des Opfers und installiert Ransomware, um finanziellen Profit daraus zu schlagen.

Drei Angriffsvarianten auf ein und dasselbe Opfer

Sophos veröffentlichte ihren neuen Report "Maze Attackers Adopt Ragnar Locker Virtual Machine Technique". In diesem Bericht beschreiben die Security-Experten, wie Cyberkriminelle bei einem Angriff auf drei unterschiedliche Arten versuchten, die Ransomware Maze bei ihrem Opfer zu aktivieren. Als Lösegeld verlangten die Gangster 15 Millionen Dollar. Maze ist eine der berüchtigtsten Ransomware-Familien und seit 2019 aktiv. Sie entwickelte sich aus der ChaCha-Ransomware und ist eine der ersten, die Datenverschlüsselung mit Informationsdiebstahl kombinierte. Die Cybergangster hinter Maze sind hartnäckig und versuchen die Ransomware auf unterschiedliche Arten im Unternehmen zu verbreiten. Forensische Untersuchungen ergaben, dass die Angreifer mindestens sechs Tage vor ihrem ersten Versuch, die Ransomware zu aktivieren, in das Netzwerk eingedrungen waren. Während dieser Zeit erkundeten sie die Netzinfrastruktur, starteten reguläre Tools von Drittanbietern, stellten Verbindungen her und leiteten Daten zu einem Cloud-Speicherdienst. Diese Schritte dienten der Vorbereitung für die eigentliche Ransomware.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.