Eine kurze Geschichte der Ransomware


Es gibt mittlerweile unglaublich viele Ransomware-Varianten - diese Entwicklung ist alles andere als rückläufig
2006 begannen kriminelle Organisationen, die effektivere asymmetrische RSA-Verschlüsselung einzusetzen

(18.01.16) - Das erste dokumentierte Beispiel für eine Ransomware ist der AIDS-Trojaner aus dem Jahr 1989, auch bekannt als PC Cyborg. Der in Harvard ausgebildete Evolutionsbiologe Joseph L. Popp schickte 20.000 infizierte Disketten mit der Beschriftung "AIDS Information Introductory Diskettes" an Teilnehmer der Welt-AIDS-Konferenz der Weltgesundheitsorganisation.

Beim 90. Systemstart blendete der Trojaner Verzeichnisse aus und verschlüsselte die Namen der Dateien auf dem betreffenden Computer. Um wieder auf die Daten zugreifen zu können, sollten die Opfer 189 US-Dollar an die Firma PC Cyborg Corp. mit einem Postfach in Panama schicken. Dr. Popp wurde schließlich gefasst, allerdings nie verurteilt, da er als verhandlungsunfähig erklärt wurde. Laut Angaben seines Anwalts begann er damit, einen Karton auf dem Kopf zu tragen, um sich vor Strahlung zu schützen.

Das Internet-Zeitalter
Mit dem wachsenden Internet wurde es plötzlich sehr viel einfacher Popps Erpressermethode praktisch umzusetzen. Cyber-Kriminelle erkannten schnell, dass sich mit Ransomware im großen Stil Geld verdienen ließ.

2006 begannen kriminelle Organisationen, die effektivere asymmetrische RSA-Verschlüsselung einzusetzen.

>> Der Trojaner Archiveus verschlüsselte sämtliche Dateien im Ordner "Eigene Dateien" und forderte die Opfer auf bei einer Online-Apotheke einzukaufen. Nur dann würden sie das 30-stellige Passwort erhalten.

>> Der Verschlüsselungstrojaner GPcode, anfangs über einen als Bewerbung getarnten E-Mail-Anhang verbreitet, verwendete einen 660 Bit langen, öffentlichen RSA-Schlüssel. Zwei Jahre später nutzte eine Variante (GPcode.AK) einen 1.024 Bit langen RSA-Schlüssel.

Die neue Welle
Ab 2011 kam Ransomware dann so richtig in Mode. Im dritten Quartal 2011 wurden 60.000 neue Ransomware-Varianten entdeckt. Im dritten Quartal 2012 waren es mit über 200.000 schon mehr als dreimal so viele.Vom dritten Quartal 2014 bis zum ersten Quartal 2015 stieg die Anzahl der neuen Varianten um mehr als das Sechsfache.

Es gibt mittlerweile unglaublich viele Ransomware-Varianten, und diese Entwicklung ist alles andere als rückläufig. Hier ein paar wichtige Namen, die Sie kennen sollten:

CryptoLocker September 2013
>> Gelangt normalerweise per E-Mail in Unternehmen.
>> Wenn ein Nutzer auf die .exe-Datei klickt, werden sofort die Netzwerklaufwerke gescannt, sämtliche Dateien und Ordner umbenannt und verschlüsselt.

Locker eine erste Nachahmer-Software vom Dezember 2013
>> Forderung von 150 US-Dollar Lösegeld für den Schlüssel. Das Geld soll über Perfect Money oder eine QIWI Visa Virtual Card bezahlt werden.

CryptoLocker 2.0 eine neue und verbesserte CryptoLocker-Version vom Dezember 2013
>> CryptoLocker 2.0 wurde mit C# programmiert, das Original mit C++.
>> Verwendung von Tor und Bitcoin um Anonymität zu garantieren, 2.048-Bit-Verschlüsselung
>> Die neueste Variante wird von Antiviren-Programmen und Firewalls nicht entdeckt.

CryptorBit Dezember 2013
>> CryptorBit korrumpiert die ersten 1.024 Bytes jeder gefundenen Datei.
>> Kann Einstellungen der Gruppenrichtlinien umgehen, die zum Schutz vor derartiger Ransomware konfiguriert wurden.
>> Mithilfe von Social-Engineering-Techniken (z. B. einem vorgetäuschten Flash-Update oder gefälschter Antiviren-Software) werden Nutzer dazu gebracht die Ransomware zu installieren.
>> Lösegeldforderung via von Tor und Bitcoin
>> Installiert auch Cryptocoin-Mining-Software, die den Computer des Opfers zum Mining digitaler Währungen missbraucht.

CTB-Locker (Curve-Tor-Bitcoin Locker) Sommer 2014
>> Erste Infektionen hauptsächlich in Russland. Die Entwickler stammen vermutlich aus einem osteuropäischen Land.

SynoLocker August 2014
>> Greift NAS-Systeme von Synology an und verschlüsselte die Dateien einzeln.
>> Lösegeldforderung in Bitcoins, verwendet Tor um Anonymität sicherzustellen.

CryptoWall umbenannt von CryptoDefense im April 2014
>> Nutzte eine Java-Schwachstelle aus.
>> Bösartige Online-Werbung auf Domains von Disney, Facebook, der Tageszeitung The Guardian und vielen anderen führte zu mit CryptoWall infizierten Websites. Daraufhin wurden die Laufwerke der Opfer verschlüsselt.
>> Aus einem Bericht der Dell SecureWorks Counter Threat Unit (CTU) vom 27. August 2014: "Die Forscher des CTU halten CryptoWall für eine der größten und destruktivsten Ransomware-Bedrohungen im Internet seit Bestehen dieser Website, und sie erwarten, dass sie sich noch verschärfen wird."
>> Zwischen Mitte März und dem 24. August 2014 wurden mehr als 600.000 Systeme infiziert und 5,25 Milliarden Dateien verschlüsselt. 1.683 Opfer (0,27 Prozent) bezahlten ein Lösegeld von insgesamt 1.101.900 US-Dollar. Fast zwei Drittel davon bezahlten 500 US-Dollar, die Summen variierten jedoch zwischen 200 und 10.0000 US-Dollar.

Cryptoblocker Juli 2014
>> Verschlüsselt nur Dateien, die kleiner als 100 MB sind, und überspringt Windows- und Programmdateien.
>> Verwendet AES- statt RSA-Verschlüsselung.

OphionLocker Dezember 2014
>> ECC (Elliptic Curve Cryptography) Public-Key-Kryptographie
>> Opfer haben 3 Tage Zeit, um das Lösegeld zu bezahlen, sonst wird der Schlüssel gelöscht.

Pclock Januar 2015, Imitation von CryptoLocker
>> Verschlüsselung von Dateien in einem Nutzerprofil
>> Volume-Schattenkopien werden gelöscht und deaktiviert.
>> 72-Stunden-Countdown zur Bezahlung des Lösegelds von 1 Bitcoin

CryptoWall 2.0 Januar 2015
>> Infizierung über E-Mail-Anhänge, bösartige PDF-Dateien und verschiedene Exploit-Kits
>> Verschlüsselt die Daten des Opfers bis ein Lösegeld für den Schlüssel gezahlt wird.
>> Verwendet Tor zur Verschleierung des C&C-Kanals (Command & Control).
>> Enthält Anti-VM- und Anti-Emulation-Checks, um eine Identifizierung über Sandboxen zu verhindern.
>> Kann 64-Bit-Code direkt über seinen 32-Bit-Dropper ausführen. Kann den Ausführungskontext des Prozessors von 32 Bit auf 64 Bit ändern.

TeslaCrypt neue CryptoWall-Variante vom Februar 2015
>> Zielt auf beliebte Videospiel-Dateien wie Call of Duty, MineCraft, World of Warcraft und Steam ab.

VaultCrypt gefälschter Kunden-Support vom Februar 2015
>> Tauchte zuerst in Russland auf.
>> Verwendet Windows-Batchdateien und die Open-Source-Software GNU Privacy Guard zur Dateiverschlüsselung.

CryptoWall 3.0 neue Version vom März 2015
>> Setzt Exploit-Kits zur Rechteausweitung auf dem System ein.
>> Deaktiviert viele Sicherheitsfunktionen auf dem Zielsystem.

CryptoWall 4.0 September 2015, 6 Monate nach der letzten Variante
>> Die grundlegendste Veränderung zur Version 3.0 besteht darin, dass die Dateinamen von verschlüsselten Dateien erneut verschlüsselt werden. So ist schwieriger zu erkennen, welche Dateien wiederhergestellt werden müssen.

LowLevel04 Oktober 2015
>> Auch als Onion Trojan-Ransom bekannt.
>> Verbreitet sich mithilfe von Brute-Force-Attacken auf Computern mit Remote Desktop oder Terminal Services.
>> Verschlüsselt Dateien per AES, der Schlüssel an sich ist per RSA verschlüsselt.

Chimera läutete im November 2015 ein neues Ransomware-Zeitalter ein
>> Die Hacker veröffentlichen die verschlüsselten Dateien im Internet sofern das Opfer das Lösegeld nicht bezahlt!
(Varonis: ra)

Varonis Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

Vermutliche Absicht: Installation von Ransomware

In einer neuen Analyse warnt Bitdefender vor einer Serie von ProxyNotShell/OWASSRF-Attacken, die sich gegen On-Premise Microsoft-Exchange-Installationen richten. Die seit Ende November 2022 vor allem in den USA beobachteten Angriffe dienten unterschiedlichen Zwecken. Server-Side Request Forgery (SSRF)-Attacken ermöglichen opportunistische Attacken über einen verwundbaren Server auf einen anderen Server und können zum Beispiel zur vollkommenen Übernahme eines Microsoft-Exchange-Servers führen.

Einnahmen für das nordkoreanische Regime

Die Cyberkriminellen-Gruppe TA444 ist zu einem wichtigen Devisenlieferanten für das nordkoreanische Regime geworden. TA444, die mit dem nordkoreanischen Regime in Verbindung gebracht wird, hat seine Opfer allein im letzten Jahr um 1 Milliarde US-Dollar in Kryptowährungen erleichtert. Das haben Cybersecurity-Forscher von Proofpoint errechnet.

FBI vermutet Lazarus hinter Harmony-Hack

Nach mehreren Berichten unter anderem bei Bleeping Computer machte das FBI bekannt, dass hinter dem Cyberangriff auf die Krypto-Bridge Horizon des Unternehmens Harmony im Juni 2022 die Gruppe APT38 steckt. Damals wurden Alt-Coins im Wert von 100 Millionen US-Dollar entwendet.

Cyber-Attacken gegen Behörden

Check Point Software Technologies berichtet über Attacken gegen die Regierung der Föderation St. Kitts und Nevis. Die Forscher der Check-Point-Tochter Avanan haben die Angriffe auf den karibischen Inselstaat untersucht und ordnen diesen in den Kontext der zunehmenden Zahl von Cyber-Attacken gegen Behörden weltweit ein.

Besitz von Facebook-Passwörtern

Zimperium, Sicherheitsexpertin für Echtzeitschutz auf Mobilgeräten, hat Informationen über eine neu entdeckte Android-Kampagne veröffentlicht, die bereits seit 2018 die Facebook-Anmeldedaten von kompromittierten Nutzern raubt. Das Zimperium zLabs Threat Research Team hat vor kurzem den Android-Trojaner "Schoolyard Bully" aufgespürt, der in zahlreichen Bildungsanwendungen anzutreffen ist und bisher von mehr als 300.000 betroffenen Nutzern heruntergeladen wurde.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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