- Anzeige -


MFA ist kein Allheilmittel

Neue Erkenntnisse: Multi-Faktor-Authentifizierung weniger sicher als angenommen – neue Sicherheitslücken entdeckt

Analysen von Proofpoint in Sachen Cloud-Bedrohungen haben gezeigt, dass in der ersten Jahreshälfte 2020 97 Prozent der untersuchten Organisationen von Brute-Force-Angriffen betroffen waren



Proofpoint hat kürzlich mehrere kritische Sicherheitslücken bei der Implementierung von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) entdeckt. Diese betreffen Cloud-Umgebungen, bei denen zur Authentifizierung das Protokoll WS-Trust verwendet wird. Mittels dieser Schwachstellen ist es Angreifern möglich, MFA zu umgehen und auf Cloud-Anwendungen zuzugreifen, die das betreffende Protokoll verwenden. Unter Umständen betrifft dies auch Microsoft 365. Im Falle eines erfolgreichen Angriffs könnte ein Hacker vollen Zugang zum Konto des Opfers erhalten (einschließlich E-Mails, Dateien, Kontakten, sensiblen Daten etc.). Darüber hinaus bieten auch andere von Microsoft bereitgestellte Cloud-Dienste, darunter Produktions- und Entwicklungsumgebungen wie Azure und Visual Studio, ein lukratives Einfallstor.

Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) – beispielsweise als SMS zur Bestätigung einer Anmeldung in einem Online-Dienst oder die TAN beim Online-Banking – hat sich seit einiger Zeit zu einem unverzichtbaren Sicherheitselement für Cloud-Anwendungen entwickelt. Und gerade im Zuge der aktuellen Pandemie stieg die Nachfrage nach Cloud-basierten Anwendungen wie Messaging- und Kollaborationsplattformen sprunghaft an, da unzählige Mitarbeiter nunmehr ihre Arbeit von zu Hause aus verrichten mussten. Mit dieser Entwicklung ging zudem einher, dass vermehrt von privaten und folglich nicht verwalteten Geräten auf Unternehmensanwendungen zugegriffen wurde.

Obendrein kam es gerade in der Hochphase der Pandemie vermehrt zu Cyberattacken, die die Sorgen vieler Angestellter auszunutzen versuchten, um Zugangsdaten zu erbeuten. Dadurch stieg in der Folge auch das Risiko, dass sich unbefugte des Zugriffs auf Cloud-Anwendungen von Unternehmen bemächtigen könnten. Die Anwendung von MFA sollte daher dazu beitragen, die Angriffsfläche des Unternehmens zu reduzieren, indem eine zusätzliche Schutzebene die Sicherheit erhöht.

Wie Angreifer MFA umgehen

Doch auch MFA ist kein Allheilmittel. So sind bereits seit längerem verschiedene Methoden bekannt, die es Angreifern ermöglichen, Multi-Faktor-Authentifizierungsmethoden zu umgehen. Dazu zählen Echtzeit-Phishing, Channel Hijacking und die Verwendung von Legacy-Protokollen:

Phishing in Echtzeit

Im Gegensatz zum klassischen Phishing geht es beim Echtzeit-Phishing darum, die Daten beider Anmeldungen, also das Passwort wie auch den zweiten Faktor der MFA zu stehlen. Hierzu bedienen sich Cyberkriminelle zuweilen eines Proxys, der zwischen der eigentlichen Website der Cloud-Anwendung und dem Opfer geschalten wird. Die auf dem Proxy befindliche Website sieht dabei der ursprünglichen zum Verwechseln ähnlich. Mittels dieser betrügerischen Website manipuliert der Angreifer das Opfer so, dass es den Authentifizierungscode der MFA im Anschluss an seine Anmeldedaten aushändigt. Solche Angriffe können mit Werkzeugen wie Modlishka automatisiert werden. Allerdings müssen die Angreifer ihre Tools häufig aktualisieren, um nicht entlarvt zu werden und sie benötigen eine komplexe Infrastruktur.

Eine weitere Echtzeit-Phishing-Methode, die Angreifer verwenden, ist die "Challenge Reflection", bei der die Benutzer aufgefordert werden, MFA-Zugangsdaten auf einer Phishing-Site auszufüllen. Die Zugangsdaten werden dann unmittelbar danach mit den Hackern geteilt. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Methode erfordert jedoch eine manuelle Echtzeit-Aktion der Cyberkriminellen im Hintergrund.

Channel Hijacking

Beim Channel Hijacking wird das Telefon oder der Computer des Opfers in der Regel mit Malware angegriffen. Die entsprechende Malware kann sodann eine sogenannte Man-in-the-Browser-Technik oder Web-Injects nutzen, um die relevanten Daten zu erbeuten. Natürlich können Daten auch direkt vom Mobiltelefon gestohlen werden, beispielsweise über Textnachrichten oder durch hacken der Sprachbox der zugehörigen Telefonnummer.

Legacy-Protokolle

Eine einfachere und billigere Methode zur Umgehung von MFA stellt die Ausnutzung von Legacy Protokollen für Angriffe auf Cloud-Accounts dar. Viele Organisationen erlauben noch immer die Unterstützung dieser Protokolle für Legacy-Geräte oder -Anwendungen wie Kopierer oder gemeinsam genutzte Konten – z.B. für Konferenzräume.

Im Falle älterer E-Mail-Protokolle wie POP und IMAP wird MFA zum Teil nicht unterstützt. Das hat zur Folge, dass nicht zwingend ein zweiter Faktor zur Authentifizierung benötigt wird, um Zugriff auf einen Account zu erhalten. Diese Umgehungsmethode lässt sich leicht automatisieren und mittels Login-Daten nutzen, die aus früheren Angriffen stammen oder via Phishing erbeutet wurden.

Analysen von Proofpoint in Sachen Cloud-Bedrohungen haben gezeigt, dass in der ersten Jahreshälfte 2020 97 Prozent der untersuchten Organisationen von Brute-Force-Angriffen betroffen waren. 30 Prozent davon hatten zudem mindestens ein kompromittiertes Cloud-Konto zu beklagen. Bei der Untersuchung E-Mail-basierter Cloud-Angriffe (Credential Phishing, Malware usw.) konnte das Unternehmen feststellen, dass 73 Prozent aller überwachten Systeme attackiert und 57 Prozent von ihnen kompromittiert wurden.

Wenn es um Cloud-Sicherheit geht ist MFA kein Garant für die Vermeidung erfolgreicher Cyberangriffe. Je mehr Organisationen die Technologie implementieren, desto mehr Anwender und Sicherheitslücken gibt es, die von Angreifern missbraucht werden können. MFA kann jedoch dazu beitragen, die generelle Situation in puncto IT-Sicherheit zu verbessern. Dies gilt besonders in Kombination mit auf den Menschen ausgerichteten Sicherheitstrainings und stetigen Zugangskontrollen. (Proofpoint: ra)

eingetragen: 06.10.21
Newsletterlauf: 08.01.21


Meldungen: Sicherheitslecks

Neue Sicherheitslücke in Prozessoren entdeckt

Verschiedene Forscherteams haben eine weitere gravierende Schwachstelle in aktuellen Prozessoren identifiziert und in Whitepapers beschrieben, die heute veröffentlicht worden sind: Mittels einer neuen Angriffsmethode namens "Load Value Injection in the Line Fill Buffers" (LVI-LFB) können versierte Hacker gezielt Daten in Rechenzentren stehlen, ohne Spuren zu hinterlassen. Möglich wird die LVI-LFB-Attacke – wie auch die 2018 und 2019 entdeckten Seitenkanalattacken Meltdown, Spectre und MDS (Microarchitectural Data Sampling) – durch die Manipulation leistungssteigernder Hardware-Funktionen der Prozessoren. Im Gegensatz zu den genannten Sicherheitslücken erlaubt LVI-LFB jedoch erstmals einen gezielten Zugang zu Daten.

Sicherheitsupdate schnellstmöglich einspielen

.In den Microsoft-Betriebssystemen Windows 10 und Windows Server 2016/2019 wurde eine Schwachstelle entdeckt, die dazu führen kann, dass Zertifikate, denen das Betriebssystem vertraut, von unbefugten Dritten nachgeahmt und missbraucht werden können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die hierzu von der US-amerikanischen NSA zur Verfügung gestellten Informationen geprüft und stuft die Schwachstelle als kritisch ein. Zwar ist eine Ausnutzung der Schwachstelle dem BSI bisher nicht bekannt.

Zugriff auf die Verzeichnisstruktur

Eine Sicherheitslücke in Citrix ADC kann dazu genutzt werden, beliebigen Code auf einem angreifbaren System auszuführen. Der Hersteller ist informiert -

Eine gesicherte Version von Citrix ADC wird in Kürze erwartet – die aktuellsten Informationen sind ebenfalls auf der Citrix-Webseite zusammengetragen, inklusive der Daten, an denen Patches zur Verfügung stehen werden.Es fing eigentlich recht unspektakulär an: Mitte Dezember wurde eine Sicherheitslücke in einem Netzwerk-Balancer von Citrix gefunden. Diese Software wird weltweit sowohl in Unternehmen eingesetzt als auch bei Netzbetreibern und sorgt dort für eine gleichmäßige Verteilung von Netzwerkauslastung, um Verzögerungen durch Lastspitzen zu vermeiden. So sind unter anderem Webdienste weniger anfällig für DDoS-Angriffe. Die Sicherheitslücke ermöglicht allerdings das Ausführen von beliebigen Anwendungen aus der Ferne und ist damit als hoch kritisch einzustufen.

Firmware der Geräte aktualisieren

Die Forscher des Kaspersky ICS CERT haben mehrere Schwachstellen in einem verbreiteten Framework von CODESYS entdeckt, das für die Entwicklung industrieller Geräte wie speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) und Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) verwendet wird; sie werden in fast jeder automatisierten Industrieanlage von der kritischen Infrastruktur bis hin zu Produktionsprozessen eingesetzt. Die entdeckten Sicherheitslücken hätten es einem potenziellen Angreifer ermöglicht, Angriffe sowohl lokal als auch remote durchzuführen. Die Schwachstellen wurden vom Hersteller behoben. SPS sind Geräte, die Prozesse automatisieren, die bisher manuell oder mit Hilfe komplexer elektromechanischer Geräte durchgeführt wurden. Damit diese korrekt funktionieren, müssen sie entsprechend programmiert werden. Die Programmierung erfolgt über ein spezielles Software-Framework, mit dessen Hilfe Ingenieure Anweisungen für Prozessautomatisierungsprogramme codieren und hochladen können. Damit wird auch eine Laufzeitumgebung (Runtime Execution Environment) für den SPS-Programmcode zu Verfügung gestellt. Die Software wird in verschiedenen Umgebungen eingesetzt, darunter in der Produktion, für die Energieerzeugung oder in Smart-City-Infrastrukturen.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.