- Anzeige -


Gaming-Branche ein attraktives Ziel für Hacker


Sicherheitsforschung: Hacker nehmen Gaming-Branche ins Visier 12 Milliarden Angriffe in 17 Monaten
Gaming-Branche leidet unter einer äußerst aktiven und schnell wachsenden Schattenwirtschaft - Datendiebstähle und der Missbrauch von Anmeldedaten treiben sie an



Laut dem "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 / Angriffe auf Webanwendungen und die Gaming-Branche von Akamai haben Hacker die Gaming-Branche ins Visier genommen: Mit 12 Milliarden Credential Stuffing-Angriffen in 17 Monaten (November 2017 März 2019) waren Gaming-Websites ein häufiges Ziel von Hackern. Damit leidet die Gaming-Community unter dem schnellsten Zuwachs an Credential Stuffing-Angriffen und ist eines der lukrativsten Ziele für Kriminelle, die schnell Gewinn machen wollen. Die Gesamtzahl der Credential Stuffing-Angriffe in allen Branchen belief sich laut Akamai im selben Zeitraum auf 55 Milliarden.

Der Bericht zeigt außerdem, dass SQLi-Angriffe (SQL Injection) mittlerweile fast zwei Drittel (65,1 Prozent) aller Angriffe auf Webanwendungen ausmachen, während LFI-Angriffe (Local File Inclusion) bei 24,7 Prozent liegen. Die Daten des Berichts weisen auf eine besorgniserregende Zunahme der SQLi-Angriffe als Angriffsvektor hin. Besonders häufig waren die Attacken während des Weihnachtsgeschäfts 2018. Der Trend hält weiter an. Im ersten Quartal 2017 machten SQLi -Angriffe 44 Prozent aller Angriffe auf Anwendungsebene aus.

Zwischen SQLi- und Credential Stuffing-Angriffen besteht mehr oder weniger eine direkte Verbindung. Der Großteil der Credential Stuffing-Listen, die im Darknet und in verschiedenen Foren kursieren, enthalten Daten, die aus einigen der weltweit größten Datendiebstähle oft aufgrund von SQLi-Angriffen stammen. Tatsächlich haben die Forscher von Akamai Anfang dieses Jahres ein Video entdeckt, in dem erklärt wurde, wie man SQLi-Angriffe auf anfällige Websites durchführen und die so erhaltenen Anmeldedaten zur Erstellung von Listen verwenden kann, die dann in Credential Stuffing-Angriffen auf ein beliebtes Online-Spiel genutzt werden können.

"Die Gaming-Branche ist ein attraktives Ziel für Hacker, weil Kriminelle spielinterne Elemente schnell und einfach in Gewinne eintauschen können", erklärt Martin McKeay, Security Researcher bei Akamai und Editorial Director des "State of the Internet"-Sicherheitsberichts. "Darüber hinaus sind Gamer eine demografische Nischengruppe und dafür bekannt, Geld auszugeben. Gamer sind daher auch aufgrund ihrer finanziellen Ausstattung ein verlockendes Ziel."

Bei einem Angriff dieser Art zielen Kriminelle auf beliebte Spiele ab, wo sie nach gültigen Konten und einzigartigen Skins suchen, mit denen das Aussehen eines Objekts in dem Videospiel verändert werden kann. Sobald das Konto eines Spielers erfolgreich gehackt wurde, kann es getauscht oder verkauft werden.

Hacker sind offenbar mehr an kompromittierten Konten interessiert, die mit einer gültigen Kreditkarte oder anderen finanziellen Ressourcen verbunden sind. Sind diese Konten erst einmal kompromittiert, kann der Kriminelle zusätzliche Gegenstände, wie die im Spiel verwendete Währung, erwerben und dann das kompromittierte Konto mit einem Aufschlag tauschen oder verkaufen.

"Spieleentwickler bringen natürlich immer wieder Innovationen hervor und verbessern ihre Verteidigung. Sie müssen aber auch weiterhin dazu beitragen, dass ihre Kunden wissen, wie sie sich schützen und verteidigen können", so McKeay. "Wenn junge Gamer die besten Verfahren zum Schutz ihrer Konten erlernen, werden sie diese auch in Zukunft anwenden."

Geografisch betrachtet enthält der "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 / Angriffe auf Webanwendungen und die Gaming-Branche von Akamai unter anderem folgende Erkenntnisse:

>>Fast 67 Prozent der Angriffe auf Anwendungsebene richten sich gegen Unternehmen in den USA.
>> Während Russland als Ausgangsland von Angriffen auf Anwendungen den zweiten Platz einnimmt, kommt es als Zielland unter den Top Ten gar nicht vor. Ebenso steht China als Ausgangsland an vierter Stelle, befindet sich jedoch nicht unter den zehn Zielländern mit den meisten Angriffen.
>> Im Gegensatz dazu ist Großbritannien das zweithäufigste Zielland, steht aber als Ausgangsland von Angriffen nur an zehnter Stelle. Japan, Kanada, Australien und Italien gehören ebenfalls zu den häufigsten Zielen, nicht aber zu den zehn Ländern, von denen die meisten Angriffe ausgehen.
>> Während die Vereinigten Staaten bei weitem das häufigste Ausgangsland für Credential Stuffing-Angriffe in allen Branchen sind, führen Russland und Kanada die Liste der Länder an, von denen Angriffe auf die Gaming-Branche ausgehen.
>> Obwohl Kanada nicht zu den zehn führenden Ausgangsländern für Angriffe auf Anwendungsebene gehört, steht es als Ausgangsland bei Credential Stuffing-Angriffen an vierter Stelle.
>> Vietnam nimmt als Ausgangsland von Credential Stuffing-Angriffen nur den neunten Platz ein, steht bezüglich der Angriffe auf die Gaming-Branche jedoch an vierter Stelle.

Der "State of the Internet"-Sicherheitsbericht 2019 / Angriffe auf Webanwendungen und die Gaming-Branche von Akamai kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Missbrauch von Anmeldedaten, insbesondere Credential Stuffing, sowie Hilfestellungen für Unternehmen, die mit derartigen Angriffen konfrontiert sind, finden Sie auf der Ressourcen-Website von Akamai. (Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 30.06.19
Newsletterlauf: 12.07.19

Akamai Technologies: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.