DDoS-Angriffe sind eine weltweite Bedrohung


Weltweit größter DDoS-Angriff aller Zeiten mit 579 Gbps: Arbor Networks veröffentlicht "Atlas"-Bericht zu DDoS-Angriffen für erstes Halbjahr 2016
Die durch Atlas erhobenen statistischen Daten bilden auch die Grundlage für die Zusammenarbeit mit Google Ideas zur Erstellung der "Digital Attack Map"



Arbor Networks veröffentlichte neue Zahlen zu weltweiten DDoS (Distributed Denial of Service)-Angriffen für das erste Halbjahr 2016. Die Daten zeigen eine dramatische Zunahme sowohl der Größe als auch der Häufigkeit von DDoS-Angriffen. Die Daten werden durch "Atlas" (Arbor Threat Level Analysis System) ermittelt, einer gemeinschaftlichen Initiative an der rund 330 Service-Provider aus dem Kundenkreis von Arbor Networks beteiligt sind. Die Traffic- und Angriffsdaten der Partner werden anonym zur Verfügung gestellt und durch Atlas analysiert und evaluiert. Arbor Networks generiert anhand dieser Datenbasis einen Gesamtüberblick über die weltweiten Datenverkehrsströme und die globale Bedrohungslage und stellt diese zur Nutzung zur Verfügung.

Die durch Atlas erhobenen statistischen Daten bilden auch die Grundlage für die Zusammenarbeit mit Google Ideas zur Erstellung der "Digital Attack Map", einer Live-Visualisierung des weltweiten Angriffsverkehrs. Auch die kürzlich veröffentlichten Publikationen wie der "Cisco Visual Networking Index Report" und der "Verizon Data Breach Investigations Report" stützen sich auf Atlas-Daten.

DDoS-Angriffe sind und bleiben ein weit verbreiteter Angriffstyp, unter anderem weil im Internet geeignete Tools kostenlos zur Verfügung stehen und Onlinedienste preisgünstig geworden sind. Heute kann praktisch jeder mit einem Zugang zum Internet einen DDoS-Angriff starten. Das erklärt die Zunahme der Häufigkeit, Größe und Komplexität in den letzten Jahren.

Die wesentlichen Ergebnisse von Atlas im Überblick:

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Durchschnittlich 124.000 DDoS-Angriffe pro Woche in den letzten 18 Monaten

>> Größter Angriff mit 579 Gbps (Gigabit pro Sekunde) entspricht einer Zunahme von 73 Prozent gegenüber 2015

>> 274 Angriffe über 100 Gbps im ersten Halbjahr 2016 überschreiten bereits die Menge der entsprechenden Angriffe im gesamten Jahr 2015 mit nur 223 Angriffen

>> 46 Angriffe über 200 Gbps im ersten Halbjahr 2016 überschreiten bereits die Menge der entsprechenden Angriffe im gesamten Jahr 2015 mit nur 16 Angriffen

>> Angriffe mit über 10 Gbps richteten sich hauptsächlich gegen Ziele in den USA, Frankreich und Großbritannien

Laut der aktuellen Publikation der Asert-Spezialisten (Arbor Security Engineering & Research Team) sind Reflektions- und Verstärkungstechniken keine notwendige Voraussetzung für große Volumenangriffe. Der "Lizard Stresser", ein IoT-Botnet, wurde als Tool für Angriffe mit einer Größe von bis zu 400 Gbps verwendet. Die Angriffe wendeten sich gegen Gaming-Seiten auf der ganzen Welt, Finanzinstitute in Brasilien, Internet Service Provider (ISP) sowie Behörden und Regierungseinrichtungen.

Laut Asert waren die Angriffspakete unverdächtig und schienen nicht von gefälschten oder verschleierten Adressen zu stammen - und sie nutzten keine UDP (User Datagram Protocol)-basierten Protokolle wie NTP (Network Time Protocol) oder SNMP (Simple Network Management Protocol) zur Angriffsverstärkung.

Die Durchschnittsgröße von DDoS-Angriffen wird zur Gefahr
Bei den meisten Unternehmen genügt schon ein DDoS-Angriff mit einem Gbps, um sie komplett lahmzulegen. Im ersten Halbjahr 2016 lag die Durchschnittsgröße eines Angriffs bereits bei 986 Mbps - eine Zunahme von rund 30 Prozent gegenüber 2015. Laut der Prognose wird die Durchschnittsgröße von Angriffen bis Ende 2016 auf 1,15 Gbps anwachsen. "Die Daten belegen, wie wichtig eine Hybridlösung mit einem mehrstufigen DDoS-Abwehrkonzept ist", erläutert Darren Anstee, Leiter der Abteilung für Sicherheitstechnologie bei Arbor Networks. "Angriffe mit hoher Bandbreite können nur in der Cloud, also noch vor dem Erreichen ihres Ziels, abgewehrt werden. Doch auch wenn vermehrt Angriffe mit extremer Größe verzeichnet werden, sind 80 Prozent der Angriffe immer noch kleiner als ein Gbps und 90 Prozent dauern weniger als eine Stunde an. Ein Vor-Ort-Schutz in den Unternehmen ist daher ebenso wichtig; dadurch ist eine schnelle Reaktion bei Angriffen auf der Applikationsebene vom Typ 'Low and Slow' oder bei Überlastungsangriffen auf die Infrastruktur wie Firewalls und IPS möglich."

Dramatische Zunahme von Reflektionsangriffen
Die Verstärkung von Angriffen durch sogenannte Reflektion ermöglicht es, den Umfang des anfänglich generierten Datenverkehrs eines Angriffs zu vervielfachen und seinen Ursprung zu verschleiern. Diese Technik ist der Grund, weshalb jüngst die meisten großen Angriffe die Protokolle und Dienste DNS (Domain Name System), NTP oder Chargen und Simple Service Discovery Protocol (SSDP) verwenden.

Die Daten für das erste Halbjahr 2016:

>> DNS wird zum meist genutzten Protokoll in 2016 - im Jahr 2015 waren es noch die Protokolle NTP und SSDP

>> Die Durchschnittsgröße DNS-basierter Reflexionsangriffe nimmt dramatisch zu

>> Der größte DNS-basierte Reflexionsangriff im ersten Halbjahr 2016 brachte es auf 480 Gbps
(Arbor Networks: ra)

eingetragen: 19.08.16
Home & Newsletterlauf: 13.09.16


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Meldungen: Statistiken

Hacktivisten ziehen sich zurück

Die Anzahl der DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) hat im dritten Quartal 2022 stetig zugenommen, wie eine aktuelle Analyse von Kaspersky zeigt. Vor allem von Profis durchgeführte Angriffe nahmen zu: sogenannte intelligente Angriffe verdoppelten sich sogar im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ging die Zahl der Angriffe durch Hacktivisten, die in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres zugenommen hatten, deutlich zurück.

Emotet-Gefahr ist noch lange nicht gebannt

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Geopolitische Unruhen führen zu vermehrten DDoS-Angriffen

Netscout Systems gab die Ergebnisse ihres Threat Intelligence Reports für das erste Halbjahr 2022 bekannt. Die Ergebnisse zeigen, wie raffiniert und erfolgreich Cyberkriminelle bei der Umgehung von Abwehrmaßnahmen mit neuen DDoS-Angriffsvektoren und weiteren Methoden geworden sind.

Rapider Anstieg: Ransomware bei Cyberattacken

In den zurückliegenden Jahren hat der Anteil an Ransomware bei Cyberattacken rapide zugenommen. Allein im Jahr 2021 hat sie weltweit Schäden von über 20 Milliarden US-Dollar verursacht. Dabei sind in der jüngsten Zeit auch und vor allem Regierungsorganisationen, Institutionen des Gesundheitswesens sowie kritische Infrastruktur ins Visier der Angreifer geraten.

Schädliche Skripte, Phishing-Seiten und Spyware

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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