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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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DDoS-Angriffe nehmen drastisch zu

Zahl der DDoS-Attacken im ersten Halbjahr mehr als verdreifacht

Die ersten sechs Monate des Jahres 2022 waren von einem deutlichen Anstieg der DDoS-Aktivitäten auf der ganzen Welt gekennzeichnet



Vor allem durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Zahl der DDoS-Attacken im ersten Halbjahr 2022 global mehr als verdreifacht - verglichen mit dem ersten Halbjahr 2021. Dies ist ein wesentliches Ergebnis des Radware-Berichts zur globalen Bedrohungsanalyse für das erste Halbjahr 2022. Dieser Report stützt sich auf Informationen zu Netzwerk- und Anwendungsangriffen, die von Radwares Cloud- und Managed Services, Global Deception Network und dem Threat-Intelligence-Team stammen.

"Die Bedrohungslandschaft hat sich im ersten Halbjahr 2022 deutlich verändert", sagt Pascal Geenens, Director of Threat Intelligence bei Radware. "Als Russland in die Ukraine einmarschierte, änderte sich der Schwerpunkt im Cyberbereich. Er verlagerte sich von den Folgen der Pandemie, einschließlich einer Zunahme der Angriffsflächen, die durch Heimarbeit und den Aufstieg von Verbrechersyndikaten im Untergrund angetrieben wurden, hin zu einer Grundwelle von DDoS-Aktivitäten, die von patriotischen Hacktivisten und neuen Legionen von Bedrohungsakteuren gestartet wurden."

Die ersten sechs Monate des Jahres 2022 waren von einem deutlichen Anstieg der DDoS-Aktivitäten auf der ganzen Welt gekennzeichnet. Die Angriffe reichten von Fällen von Hacktivismus bis hin zu Terabit-Angriffen in Asien und den Vereinigten Staaten.

Die Zahl der bösartigen DDoS-Angriffe stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 203 Prozent. Dabei wurden im ersten Halbjahr bereits 60 Prozent mehr derartige Attacken registriert als im gesamten Jahr 2021. Im Mai 2022 entschärfte Radware zudem einen volumetrischen Carpet-Bombing-Angriff, der ein Gesamtvolumen von 2,9 PetaByte repräsentierte. Der Angriff dauerte 36 Stunden und erreichte einen Spitzenwert von 1,5 Tbps mit einer anhaltenden Angriffsrate von mehr als 700 Gbps über mehr als acht Stunden. Die Kombination aus Dauer, Volumen und durchschnittlichen bzw. kontinuierlichen Angriffsraten macht diesen Angriff zu einem der bedeutendsten DDoS-Angriffe aller Zeiten.

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 nahm der patriotische Hacktivismus dramatisch zu. Sowohl etablierte als auch neu gegründete pro-ukrainische und pro-russische Cyber-Legionen zielten darauf ab, durch den Diebstahl und das Durchsickern von Informationen, Desinformation und Denial-of-Service-Angriffe Störungen und Chaos zu verursachen.

Zudem kehrte DragonForce Malaysia zurück, eine Hacktivisten-Operation, die im Jahr 2021 auf Organisationen im Nahen Osten abzielte. Ihre jüngsten Kampagnen waren politische Reaktionen auf nationale Ereignisse. OpsBedil Reloaded wurde nach Ereignissen in Israel durchgeführt, und OpsPatuk wurde als Reaktion auf öffentliche Äußerungen einer hochrangigen politischen Persönlichkeit in Indien gestartet.

Schließlich wurden im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen 2022 auch wichtige Informations- und Kommunikationsnetzwerke auf den Philippinen zum Ziel von DDoS-Angriffen. Dazu zählten unter anderem CNN, der Nachrichtensender ABS-CBN, Rappler und VERA Files.

"Keine Organisation auf der Welt ist derzeit vor Cyber-Vergeltungsmaßnahmen sicher", warnt Geenens. "Online-Vigilanten und Hacktivisten könnten größere Sicherheitsbemühungen von Staaten und Behörden stören. Neue Legionen von Akteuren könnten extrem unberechenbar für die Nachrichtendienste werden und das Potential für falsche Zuordnungen schaffen, was schließlich zu einer Eskalation des Cyberkonflikts führen könnte."

Ransomware behauptet sich

Außerhalb des Kriegsbereichs sind andere Cyberkriminelle wieder aufgetaucht und haben ihre Geschäfte fortgesetzt. So kam es in der ersten Jahreshälfte 2022 zu einer erneuten Kampagne von RDoS-Angriffen durch eine Gruppe, die sich als REvil bezeichnete. Diesmal verschickte die Gruppe nicht nur Warnhinweise für Lösegeld, bevor der Angriff begann, sondern bettete auch die Lösegeldforderung in die Nutzlast ein. Im Mai 2022 entdeckte Radware darüber hinaus mehrere Lösegeldforderungen von einer Gruppe, die sich als Phantom Squad ausgab.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 beobachtete Radware auch eine deutliche Zunahme bösartiger Transaktionen, die auf Online-Anwendungen abzielten. Deren Zahl stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 38 Prozent und übertraf damit die Gesamtzahl der im Jahr 2020 verzeichneten bösartigen Transaktionen. Predictable-Ressource-Location-Angriffe machten dabei nahezu die Hälfte (48 Prozent) aller Angriffe aus, gefolgt von Code-Injection (17 Prozent) und SQL-Injection (10 Prozent). Die am häufigsten angegriffenen Branchen waren der Einzel- und Großhandel (27 Prozent) und die High-Tech-Branche (26 Prozent). An dritter und vierter Stelle rangieren Carrier und SaaS-Anbieter, die 14 Prozent bzw. 7 Prozent der Angriffe schultern mussten. (Radware: ra)

eingetragen: 19.08.22
Newsletterlauf: 19.10.22

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Meldungen: Statistiken

Rapider Anstieg: Ransomware bei Cyberattacken

In den zurückliegenden Jahren hat der Anteil an Ransomware bei Cyberattacken rapide zugenommen. Allein im Jahr 2021 hat sie weltweit Schäden von über 20 Milliarden US-Dollar verursacht. Dabei sind in der jüngsten Zeit auch und vor allem Regierungsorganisationen, Institutionen des Gesundheitswesens sowie kritische Infrastruktur ins Visier der Angreifer geraten.

Schädliche Skripte, Phishing-Seiten und Spyware

In der ersten Jahreshälfte 2022 wurden auf 12 Prozent der OT (Operational Technology)-Computer in Deutschland schädliche Objekte blockiert, wie aktuelle Analysen des Kaspersky ICS CERT zeigen. Weltweit waren es 32 Prozent. Am häufigsten fielen Industrieunternehmen schädlichen Skripten und Phishing-Seiten (JS und HTML) zum Opfer. Dabei ist vor allem die Infrastruktur zur Gebäudeautomation von diesen Bedrohungen konfrontiert.

Ransomware bleibt größte Bedrohung

Trend Micro, Anbieterin von Cybersicherheitslösungen, veröffentlichte ihren Sicherheitslagebericht zur Jahresmitte. Laut diesem blockierte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 63 Milliarden Cyberbedrohungen. Besonders auffällig ist dabei eine Zunahme von Ransomware-Angriffen auf Linux- und Embedded-Systeme im zweistelligen Prozentbereich. Basierend auf diesen Erkenntnissen erwarten die Sicherheitsexperten, dass Attacken auf diese Systeme in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen werden.

Zerstörerische Bedrohungstrends entwickeln sich ständig weiter

Fortinet hat den neuesten halbjährlichen FortiGuard Labs Global Threat Landscape Report veröffentlicht. Die Bedrohung durch Ransomware verändert sich stetig weiter – Ransomware as a Service (RaaS) schafft eine immer größere Bandbreite an Varianten. Cyberangreifer zielen nach wie vor auf Work-from-Anywhere (WFA)-Endpunkte ab, um sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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