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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


DDoS-Angriffe und Kryptowährungsmarkt

Noch nie so viele DDoS-Angriffe wie im vierten Quartal 2021 - Fast fünf Prozent der DDoS-Angriffe treffen Unternehmen in Deutschland

DDoS-Angriffe auf deutsche Unternehmen um 25 Prozent gestiegen



DDoS-Angriffen haben im letzten Quartal 2021 ein trauriges Allzeithoch erreicht. Laut Kaspersky-Telemetrie ist die Gesamtzahl der DDoS-Angriffe im Vergleich zum dritten Quartal 2021 um 52 Prozent gestiegen. Das ist 4,5-mal höher als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Kaspersky-Experten sehen die Gründe unter anderem in der Verkaufssaison zu Weihnachten und der zunehmenden Beliebtheit von Kryptowährungen.

Bei einem DDoS-Angriff senden Cyberkriminelle eine Vielzahl von Anfragen an die adressierte Webressource mit dem Ziel, deren Service einzuschränken oder zeitweilig lahmzulegen. Die Angriffe können mehrere Tage andauern und zu massiven Störungen in Unternehmen führen.

Von Oktober bis Ende Dezember 2021 beobachteten Kaspersky-Forscher einen massiven Anstieg von DDoS-Angriffen und verzeichneten ein Rekordhoch in der gesamten Geschichte der Beobachtung dieser Bedrohungsart durch das internationale Cybersicherheitsunternehmen. Die Kaspersky-Experten sehen hierin eine Kombination aus mehreren Faktoren: Für gewöhnlich sind die letzten drei Monate eines Jahres am häufigsten von DDoS-Angriffen betroffen, der Online-Handel erreicht aufgrund von Verkäufen rund um die Feiertage Spitzenwerte und die Prüfungszeit für Studenten beginnt. Dies nutzen Cyberkriminellen für ihre Zwecke, was zu vermehrten DDoS-Angriffen führt.

Des Weiteren sahen die Kaspersky-Experten eine umgekehrte Proportionalität zwischen DDoS-Angriffen und dem Kryptowährungsmarkt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten für die Organisation von DDoS und das Mining von Kryptowährungen austauschbar sind – Botnet-Besitzer neigen dazu, die Energie auf das Mining umzulenken, wenn die Kryptowährung steigt, und auf DDoS, wenn sie fällt.

Deutschland weltweit eines der beliebtesten Angriffsziele

Die meisten DDoS-Angriffe fanden in den USA (43,55 Prozent), China (9,96 Prozent), Hongkong (8,80 Prozent), Deutschland (4,85 Prozent) und Frankreich (3,75 Prozent) statt. In Deutschland sind DDoS-Angriffe in Q4 2021 im Vergleich zum Vorquartal um 25 Prozent gestiegen, in Österreich um 86 Prozent und in der Schweiz um 48 Prozent.

"Die DDoS-Bedrohungslandschaft verändert sich ständig und spiegelt die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends wider", kommentiert Alexander Gutnikov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. "Wir haben aufgrund der Verkaufssaison mit einem Anstieg der DDoS-Angriffe im vierten Quartal gerechnet, aber die instabile Situation auf dem Kryptowährungsmarkt hat die DDoS-Landschaft mit einem absoluten Rekord bei der Anzahl der Angriffe auf eine ganz andere Ebene befördert. Basierend auf den Trends der vergangenen Jahre dürfte das erste Quartal 2022 keinen signifikanten Rückgang der DDoS-Attacken aufweisen. Wir raten daher dringend zur Implementierung professioneller Lösungen, um Unternehmen vor DDoS-Angriffen zu schützen."

Kaspersky-Tipps für Unternehmen zum Schutz vor DDoS-Angriffen

>> Den Betrieb der Webressourcen durch den Einsatz von Spezialisten aufrechterhalten, die wissen, wie man auf DDoS-Angriffe reagiert.

>> Vereinbarungen mit Dritten und Kontaktinformationen regelmäßig validieren, einschließlich derer mit und von Internetdienstanbietern. Dies hilft den Teams, im Falle eines Angriffs schnell auf Vereinbarungen zuzugreifen.

>> Eine professionelle Lösung implementieren, um sich vor DDoS-Angriffen zu schützen

>> Umfassende Kenntnis über den eigenen Datenverkehr ist unerlässlich. Hierbei kann der Einsatz von Netzwerk- und Anwendungsüberwachungs-Tools helfen, Trends und Tendenzen im Datenverkehr zu erkennen. Sind die typischen Datenverkehrsmuster und -merkmale eines Unternehmens bekannt, kann eine Basislinie erstellt werden, um ungewöhnliche Aktivitäten, die auf einen DDoS-Angriff hindeuten, leichter zu erkennen.

>> Einen restriktiven Plan B für die Verteidigung parat halten. Dadurch können Unternehmen geschäftskritische Dienste im Falle eines DDoS-Angriffs schnell wiederherstellen.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 15.02.22
Newsletterlauf: 22.03.22

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Meldungen: Statistiken

Rapider Anstieg: Ransomware bei Cyberattacken

In den zurückliegenden Jahren hat der Anteil an Ransomware bei Cyberattacken rapide zugenommen. Allein im Jahr 2021 hat sie weltweit Schäden von über 20 Milliarden US-Dollar verursacht. Dabei sind in der jüngsten Zeit auch und vor allem Regierungsorganisationen, Institutionen des Gesundheitswesens sowie kritische Infrastruktur ins Visier der Angreifer geraten.

Schädliche Skripte, Phishing-Seiten und Spyware

In der ersten Jahreshälfte 2022 wurden auf 12 Prozent der OT (Operational Technology)-Computer in Deutschland schädliche Objekte blockiert, wie aktuelle Analysen des Kaspersky ICS CERT zeigen. Weltweit waren es 32 Prozent. Am häufigsten fielen Industrieunternehmen schädlichen Skripten und Phishing-Seiten (JS und HTML) zum Opfer. Dabei ist vor allem die Infrastruktur zur Gebäudeautomation von diesen Bedrohungen konfrontiert.

Ransomware bleibt größte Bedrohung

Trend Micro, Anbieterin von Cybersicherheitslösungen, veröffentlichte ihren Sicherheitslagebericht zur Jahresmitte. Laut diesem blockierte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 63 Milliarden Cyberbedrohungen. Besonders auffällig ist dabei eine Zunahme von Ransomware-Angriffen auf Linux- und Embedded-Systeme im zweistelligen Prozentbereich. Basierend auf diesen Erkenntnissen erwarten die Sicherheitsexperten, dass Attacken auf diese Systeme in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen werden.

Zerstörerische Bedrohungstrends entwickeln sich ständig weiter

Fortinet hat den neuesten halbjährlichen FortiGuard Labs Global Threat Landscape Report veröffentlicht. Die Bedrohung durch Ransomware verändert sich stetig weiter – Ransomware as a Service (RaaS) schafft eine immer größere Bandbreite an Varianten. Cyberangreifer zielen nach wie vor auf Work-from-Anywhere (WFA)-Endpunkte ab, um sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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