Trojaner installiert schädlichen Chrome-Browser


Neue Trojaner für POS-Terminals sowie verfälschter Chrome-Browser Outfire entdeckt
Anfang August erfassten die Sicherheitsanalysten von Doctor Web einen Linux-Trojaner, der in der Google GO-Programmiersprache geschrieben ist: Der Trojaner setzt das Programm zum Mining von Kryptowährung ein und wird auch Linux.Lady.1 genannt



Auch im letzten Sommermonat haben die Sicherheitsanalysten von Doctor Web eine Vielzahl von Malware erforscht. So erfassten sie Anfang August einen Trojaner, der POS-Terminals infiziert. Ferner entdeckten sie zwei in der Google GO-Sprache geschriebene Linux-Trojaner, von denen einer ein Botnet einrichten kann und eine Backdoor, die Teamviewer ausnutzt.

Angriffe auf die TeamViewer Software sind leider keine Seltenheit. Ein weiteres Beispiel ist BackDoor.TeamViewerENT.1, der auch unter dem Namen Spy-Agent bekannt ist. Im Unterschied zu seinen Vorgängern nutzt BackDoor.TeamViewerENT.1 die Möglichkeiten von TeamViewer zur Benutzerspionage.

Die Backdoor ist in der Lage, fehlende TeamViewer Komponenten von ihrem Verwaltungsserver herunterzuladen und unter anderem eine Verbindung zu einem Remote-Server aufzubauen und cmd.exe mit dem Weiterleiten zum Remote-Host zu starten.

Die Virenanalysten von Doctor Web stellten fest, dass es die Entwickler von BackDoor.TeamViewerENT.1 besonders auf Nutzer aus England, Russland und den USA abgesehen haben und diese zu einem vordefinierten Zeitpunkt angreifen. Weitere Informationen zur Funktionsweise der Backdoor und ihren Zielen gibt es hier.

Böswillige Programme für Linux
Anfang August erfassten die Sicherheitsanalysten von Doctor Web einen Linux-Trojaner, der in der Google GO-Programmiersprache geschrieben ist. Der Trojaner setzt das Programm zum Mining von Kryptowährung ein und wird auch Linux.Lady.1 genannt. Nach dem Start übermittelt Linux.Lady.1 Informationen zur installierten Linux-Version, zur Anzahl von Prozessoren auf dem Rechner und weitere sensible Informationen an den Verwaltungsserver. Anschließend erhält der Trojaner eine Konfigurationsdatei und startet das Mining-Programm. Das auf diese Weise erhaltene Geld wird einer elektronischen Geldbörse von Cyber-Kriminellen gutgeschrieben.

Ein weiterer Trojaner - Linux.Rex.1 - verfügt über noch größere Funktionsmöglichkeiten. Er ist ebenso in Google GO geschrieben und kann Botnets einrichten sowie Webseiten unter beliebten CMSs angreifen. Außerdem versendet der Trojaner E-Mails mit Drohungen, führt DDoS-Angriffe durch und klaut Benutzerdaten wie SSH-Schlüssel, Logins und Passwörter.

Weitere Ereignisse
Anfang August wurde Trojan.Kasidet.1 ausfindig gemacht, der POS-Terminals infiziert. Neben den üblichen Funktionen für ein POS-Terminal, kann er auch Benutzerdaten für Outlook, Foxmail oder Thunderbird stehlen und sich in Browserprozesse von Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsoft Internet Explorer und Maxthon - zum Abfangen von GET- und POST-Anfragen - einschleusen. Der Trojaner ist darüber hinaus in der Lage, auf Befehl der Cyber-Kriminellen eine weitere böswillige Anwendung zu starten und diesen eine Liste von funktionierenden Anwendungen zuzusenden. Mehr zu Trojan.Kasidet.1 lesen Sie hier.

Ende August begann die Verbreitung von Trojan.Mutabaha.1. Der Trojaner installiert einen schädlichen Chrome-Browser namens Outfire auf den Rechnern der Opfer. Outfire modifiziert bestehende Desktop-Verbindungen - oder löscht diese und erstellt neue - und kopiert das aktuelle Benutzerprofil von Chrome. Die Startseite des Browsers kann nicht angepasst werden und verfügt über ein Werbe-Plug-in, welches nicht deaktiviert werden kann. Weitere Informationen zu Outfire gibt es hier.

Böswillige und unerwünschte Software für mobile Endgeräte
Im August entdeckten die Virenanalysten von Doctor Web einen Android-Trojaner, der unerwünschte Werbung anzeigt sowie Apps auf Google Play kaufen und herunterladen kann. Darüber hinaus wurden im vergangenen Monat verfälschte Dr.Web Applikationen für iOS auf Apple iTunes verbreitet.

Statistiken des Desinfektions-Tools Dr.Web CureIt!

>> Trojan.BtcMine.793
Trojaner, der auf dem Rechner des Benutzers das Mining von Kryptowährung, z.B. Bitcoin, unerlaubt durchführt.

>> Trojan.DownLoader
Familie von Trojanern zum Herunterladen von weiteren böswilligen Apps auf den Rechner.

>> Trojan.LoadMoney
Downloader, die im Rahmen des Partnerprogramms LoadMoney generiert werden. Diese Trojaner laden böswillige Anwendungen herunter und installieren diese auf dem Rechner des Opfers.

>> Trojan.InstallCore.1903
Trojaner, der andere böswillige Applikationen herunterlädt und installiert.

>> Trojan.BPlug
Plug-ins, die unerwünschte Werbung anzeigen.

Statistiken von Servern von Doctor Web

>> JS.Downloader
Böswillige Szenarien, die auf JavaScript geschrieben sind, Malware herunterladen und diese auf dem Rechner des Opfers installieren.

>> Trojan.DownLoader
Downloader, die im Rahmen des Partnerprogramms LoadMoney generiert werden. Diese Trojaner laden böswillige Anwendungen herunter und installieren diese auf dem Rechner des Opfers.

>> Trojan.BPlug
Plug-ins, die unerwünschte Werbung anzeigen.

>> Trojan.LoadMoney
Downloader, die im Rahmen des Partnerprogramms LoadMoney generiert werden. Diese Trojaner laden böswillige Anwendungen herunter und installieren diese auf dem Rechner des Opfers.

>> JS.Redirector
Böswillige Szenarien, die auf JavaScript geschrieben sind, Malware herunterladen und diese auf dem Rechner des Opfers installieren.

Malware im E-Mail-Traffic

>> JS.Downloader
Böswillige Szenarien, die auf JavaScript geschrieben sind, Malware herunterladen und diese auf dem Rechner des Opfers installieren.

>> W97M.DownLoader
Download-Trojaner, die sich über Sicherheitslücken im Betriebssystem und in andere Software einschleusen und weitere böswillige Programme herunterladen.

Dr.Web Bot für Telegram
Im März 2016 wurde Dr.Web für Telegram gestartet. Der Bot kann einen Link oder eine Datei blitzschnell prüfen und diese bei Malwarefund melden. Auf diese Weise kann er der Infizierung durch Viren & Co. vorbeugen. In den letzten Monaten konnten mehrere Tausend Nutzer vom Dr.Web Bot Gebrauch machen. Die Statistik zeigt, dass der Dr.Web Bot Gefahren nicht nur für Microsoft Windows, sondern auch für Android aufspürt. Darüber hinaus konnten im August 2016 5,9 Prozent aller Benutzer den Bot mit Hilfe der Test-Datei EICAR testen. Die Top 5 Bedrohungen, welche durch Dr.Web für Telegram entdeckt wurden, finden Sie im nachfolgenden Diagramm.

>> Trojan.PWS.Spy
Malware, die persönliche Daten von Windows-Benutzern klaut.

>> Android.Locker
Android-Trojaner, die Geld erpressen. Verschiedene Versionen dieser Malware zeigen die Meldung an, dass der Benutzer vermeintlich das Gesetz verletzt hat. Um die Sperrung zu deaktivieren, soll man dafür zahlen.

>> Android.Spy
Multifunktionale Trojaner, die Android-Geräte angreifen, Kontakte klauen, Kurznachrichten versenden, GPS-Koordinaten bestimmen sowie Registerkarten im Browser und IMEI des Smartphones ablesen können.

>> Android.DownLoader
Trojaner, die weitere Malware auf mobile Endgeräte herunterladen und installieren.

>> Android.SmsSend
Trojaner für Android, die kostspielige Kurznachrichten versenden.

Verschlüsselungstrojaner
Im August 2016 erhielt der technische Support von Doctor Web Support-Anfragen aufgrund der folgenden Trojaner:

>> Trojan.Encoder.761: 17,69 Prozent
>> Trojan.Encoder.858: 15,40 Prozent
>> Trojan.Encoder.4860: 12,56 Prozent
>> Trojan.Encoder.567: 9,49 Prozent
>> Trojan.Encoder.3953: 6,08 Prozent
(Doctor Web: ra)

eingetragen: 18.09.16
Home & Newsletterlauf: 06.10.16


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Meldungen: Statistiken

Hacktivisten ziehen sich zurück

Die Anzahl der DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) hat im dritten Quartal 2022 stetig zugenommen, wie eine aktuelle Analyse von Kaspersky zeigt. Vor allem von Profis durchgeführte Angriffe nahmen zu: sogenannte intelligente Angriffe verdoppelten sich sogar im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ging die Zahl der Angriffe durch Hacktivisten, die in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres zugenommen hatten, deutlich zurück.

Emotet-Gefahr ist noch lange nicht gebannt

Die jüngsten Ergebnisse des Internet Security Reports von WatchGuard Technologies zu den wichtigsten Malware-Trends und Netzwerkgefahren liegen vor: Danach zeigt sich für das zweite Quartal 2022 im Vergleich zu den Spitzenwerten der ersten Hälfte des Vorjahres im Hinblick auf Malware insgesamt ein Rückgang.

Geopolitische Unruhen führen zu vermehrten DDoS-Angriffen

Netscout Systems gab die Ergebnisse ihres Threat Intelligence Reports für das erste Halbjahr 2022 bekannt. Die Ergebnisse zeigen, wie raffiniert und erfolgreich Cyberkriminelle bei der Umgehung von Abwehrmaßnahmen mit neuen DDoS-Angriffsvektoren und weiteren Methoden geworden sind.

Rapider Anstieg: Ransomware bei Cyberattacken

In den zurückliegenden Jahren hat der Anteil an Ransomware bei Cyberattacken rapide zugenommen. Allein im Jahr 2021 hat sie weltweit Schäden von über 20 Milliarden US-Dollar verursacht. Dabei sind in der jüngsten Zeit auch und vor allem Regierungsorganisationen, Institutionen des Gesundheitswesens sowie kritische Infrastruktur ins Visier der Angreifer geraten.

Schädliche Skripte, Phishing-Seiten und Spyware

In der ersten Jahreshälfte 2022 wurden auf 12 Prozent der OT (Operational Technology)-Computer in Deutschland schädliche Objekte blockiert, wie aktuelle Analysen des Kaspersky ICS CERT zeigen. Weltweit waren es 32 Prozent. Am häufigsten fielen Industrieunternehmen schädlichen Skripten und Phishing-Seiten (JS und HTML) zum Opfer. Dabei ist vor allem die Infrastruktur zur Gebäudeautomation von diesen Bedrohungen konfrontiert.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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