End-of-Life-Version Adobe Flash Player 19


Dringendes Sicherheits-Update für Adobe Flash
Zero-Day Vulnerability in Adobe Flash Player - AIR 20 kann für Angriffe auf End-of Life-Version 19 genutzt werden

(18.02.16) - Secunia Research von Flexera Software hat die aktuellen Country Reports für Deutschland, Österreich und die Schweiz im vierten Quartal 2015 veröffentlicht. Der Sicherheitsreport zeigt: Die End-of-Life-Version Adobe Flash Player 19 eines der bei Hackern beliebtesten Programme findet sich auf 75 Prozent aller privaten PCs in Deutschland (A: 74 Prozent, CH: 78 Prozent). Das Programm kann von Hackern über eine am 28. Dezember aufgedeckte Zero-Day Vulnerability in Adobe Flash Player / AIR 20 angegriffen werden. Secunia Research hat diese Schwachstelle als "äußerst kritisch" eingestuft, da sie aus der Ferne von Datendieben genutzt werden kann, um ohne Authentifizierung willkürlichen Code auszuführen.

"Die in Adobe Flash Player / AIR 20 entdeckte Sicherheitslücke macht es wichtiger denn je, Adobe Flash-Anwendungen auf den neuesten Sicherheitsstand zu bringen und End-of-Life-Programme vom Rechner zu deinstallieren", erklärt Kasper Lindgaard, Director of Secunia Research von Flexera Software. "Adobe Flash ist bei Hackern und Datendieben und entsprechenden Exploit Kits sehr beliebt. Es zählt zu den am weitesten verbreiteten Programmen und kann dazu genutzt werden, auf unterschiedliche Plattformen im privaten wie geschäftlichen Umfeld zuzugreifen. Unternehmen vermeiden es daher, Adobe-Anwendungen in der Nähe von sicherheitskritischen Prozessen einzusetzen. Privatpersonen allerdings sind oft weniger vorsichtig."

Ergebnisse des DACH Country Reports im Überblick:

>> Adobe Flash Player 19 ist auf 75 Prozent von privaten PCs in Deutschland installiert (A: 74 Prozent, CH: 78 Prozent). Die End-of-Life-Version wird vom Hersteller nicht mehr mit Updates unterstützt und entspricht so nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards. Schwachstellen in neuen Versionen werden für Angriffe auf ältere Versionen genutzt, die deshalb dringend deinstalliert werden sollten.

>> 11,4 Prozent aller Nicht-Microsoft-Programme auf deutschen Privat-PCs sind ungepacht (A: 12 Prozent, CH: 11,3 Prozent). Bei Microsoft-Anwendungen hingegen finden sich nur 4,7 Prozent ohne Patches (A: 4,2 Prozent, CH: 3,9 Prozent). Insgesamt sind auf deutschen Computern durchschnittlich 80 Programme von 29 verschiedenen Anbietern installiert. Dabei stammen 30 (37 Prozent) der Anwendungen von Microsoft. In Österreich liegt die Zahl der durchschnittlich installierten Programmen von Microsoft bei 31 (39 Prozent) sowie 48 von anderen Anbietern. In der Schweiz finden sich auf privaten PCs durchschnittlich 77 Programme, wobei 31 (40 Prozent) von Microsoft bzw. 46 von anderen Anbietern stammen.

>> 7,9 Prozent der Windows Betriebssysteme auf deutschen PCs sind ungepatcht (A: 6,7 Prozent; CH: 6,9 Prozent). In der Auswertung wurden Windows Vista, Windows 7, Windows 8 sowie Windows 10 berücksichtigt.

Nicht-Microsoft-Programme in Deutschland unzureichend gepatcht
Durchschnittlich sind auf privaten PCs in Deutschland 80 Programme von 29 unterschiedlichen Anbietern installiert, wobei 30 von ihnen von Microsoft stammen. Dank automatisierter Updates und bewährter Security-Patch-Prozesse macht es Microsoft privaten Nutzern sehr einfach Sicherheitslücken zu schließen. Dazu muss lediglich die automatische Update-Funktion (eine Standardeinstellung) im Microsoft Update Center aktiviert sein. Dieser benutzerfreundliche Sicherheitsansatz ist auch einer der Gründe, warum nur 4,4 Prozent der Microsoft-Programme ungepatcht sind.

Ganz anders liegt der Sicherheits-Status der restlichen 50 Anwendungen auf privaten PCs, von denen insgesamt 11,4 Prozent ungepatcht sind. Da sie von insgesamt 28 Anbietern stammen und jeder von ihnen unterschiedliche Updatemechanismen zur Verfügung stellt, müssen Anwender für jedes Update andere Prozesse durchführen.

Damit Anwender auch weiterhin sicher arbeiten können, bietet Flexera Software den Personal Software Inspector an (vormals Secunia PSI 3.0). Der kostenlose Sicherheitsscanner identifiziert auf dem Computer gefährdete Softwareprogramme, die ein Sicherheitsupdate benötigen. Weltweit nutzen über 8 Millionen PC-Nutzer den PSI, um gefährdete und veraltete Programme und Plug-Ins zu finden.

Über den Report:
Die 14 Secunia Country Reports für das vierte Quartal 2015 basieren auf Daten des Personal Software Inspectors (PSI) im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015. Seit seiner Veröffentlichung 2008 wurde der Personal Software Inspector von Millionen von Nutzern herunter geladen. Darüber hinaus berücksichtigen die Daten Informationen über die zehn am meisten gefährdeten Programme, die Anzahl der auf den PCs installierten Programme, den Anteil von Microsoft- und Nicht-Microsoft-Programmen und die Verbreitung von Programmen, deren Support abgelaufen ist. Secunia sammelt bereits seit 2007 Daten über den Sicherheitsstatus auf privat genutzten PCs.
(Flexera Software: ra)

Flexera Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Statistiken

DDoS-Angriffe nehmen drastisch zu

Vor allem durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Zahl der DDoS-Attacken im ersten Halbjahr 2022 global mehr als verdreifacht - verglichen mit dem ersten Halbjahr 2021. Dies ist ein wesentliches Ergebnis des Radware-Berichts zur globalen Bedrohungsanalyse für das erste Halbjahr 2022. Dieser Report stützt sich auf Informationen zu Netzwerk- und Anwendungsangriffen, die von Radwares Cloud- und Managed Services, Global Deception Network und dem Threat-Intelligence-Team stammen.

Angreifer setzen auf Social-Engineering-Techniken

Das Cisco Talos Incident Response (CTIR) Team sieht im zweiten Quartal 2022 zum ersten Mal seit über einem Jahr nicht mehr Ransomware als größte Bedrohung. Neu an der Spitze sind Commodity-Trojaner, die nun am häufigsten entdeckt werden. Die am häufigsten angegriffene Branche war wie bereits im letzten Quartal die Telekommunikation, dicht gefolgt von Organisationen im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Schwachstellen im Netzwerk

Die IT-Bedrohungslage in Deutschland und der Welt verschärft sich. Tetra Defense, ein Unternehmen von Arctic Wolf, sammelt und analysiert jedes Quartal IT-Security-Daten und nutzt diese für die Bewertung der aktuellen IT-Bedrohungslage, die Entwicklung von Gegenmaßnahmen und zur Sensibilisierung der Cybersecurity-Community für diese Gefahren

Der HTML-Schmuggel nimmt zu

HP (Hewlett-Packard) stellt die Ergebnisse des" HP Wolf Security Threat Insights Reports" für das erste Quartal 2022 vor: Im Vergleich zum vierten Quartal 2021 stellte das Forscher-Team einen Anstieg um 27 Prozent der Bedrohungen durch bösartige Emotet-Spam-Kampagnen fest – in diesem Quartal kam Emotet erstmals auf.

Bedrohungen gegen die kritische Infrastruktur

Trellix veröffentlichte ihren "Threat Labs Report: April 2022" über die Aktivitäten von Cyber-Kriminellen in den letzten sechs Monaten. Daraus geht deutlich hervor, dass sich Cyber-Angriffe vermehrt gegen einzelne Verbraucher richten. Aber auch das Gesundheitswesen sowie die Transport-, Fracht-, Fertigungs- und IT-Branchen verzeichnen einen starken Anstieg der Bedrohungen.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.