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Apple-IDs und Finanzdaten der Nutzer


Erstes Halbjahr 2019: Weltweit sechs Millionen Phishing-Angriffe auf Apple-Nutzer
Fast so viele Phishing-Attacken wie im kompletten Jahr 2018 - Jede siebte Attacke (14,6 Prozent) via Mac-Malware weltweit entfällt auf einen deutschen Nutzer



Macs und iPhones sind vor Cyberattacken per se sicher? Ein aktueller Report von Kaspersky über die Bedrohungslage für Apple-Nutzer offenbart eine Angriffsart, die im Vergleich zu Windows- und Android-Anwendern möglicherweise unterschätzt wird. So gab es in der ersten Jahreshälfte 2019 weltweit sechs Millionen Phishing-Angriffe auf Apple-Nutzer, was einem signifikanten Anstieg entspricht, denn im gesamten Jahr 2018 waren es etwas mehr als sieben Millionen.

Darüber hinaus entdeckten die Experten von Kaspersky bereits 1,6 Millionen Phishing-Angriffe, die angeblich im Zusammenhang mit dem Webservice-Ökosystem von Apple stehen also sehr zielgerichtet auf Mac- und iOS-Nutzer zugeschnitten sind. Das Bedenkliche dabei: Zwischen Januar und Juni 2019 gab es neun Prozent mehr derartiger Angriffe als im gesamten Jahr 2018.

Wenngleich das Volumen an bösartiger Software, die es auf Nutzer von macOS und der mobilen Plattform iOS abgesehen haben, wesentlich geringer ist als auf Windows- und Android-Anwender, gestaltet sich die Situation beim Phishing komplett anders. Der Grund: Da in der Regel Social-Engineering-Strategien zur Kompromittierung genutzt werden, haben die meisten Phishing-Angriffe nichts mit Software zu tun. Wie die aktuelle Analyse von Kaspersky zeigt, ist die Zahl der Fälle, in denen Nutzer mit betrügerischen Websites im vermeintlich echten Apple-Design konfrontiert wurden signifikant gestiegen (neun Prozent mehr im ersten Halbjahr 2019 als im gesamten Jahresverlauf 2018).

Zwei Beispiele für Phishing im Apple-Ökosystem:
>> Zu den häufigsten Betrugsfällen gehören solche, die der iCloud-Service-Schnittstelle ähneln und Anmeldeinformationen für Apple ID-Konten stehlen. Links zu solchen Diensten stammen in der Regel von Spam-E-Mails, die sich als Nachrichten des technischen Unternehmenssupports ausgeben. Sie drohen häufig damit, Nutzerkonten zu blockieren, wenn der enthaltene Link nicht angeklickt wird.

>> Ein weiteres, weit verbreitetes Muster ist die Verwendung von Seiten, die dem Anwender suggerieren sollen, sein Computer sei einer ernsthaften Sicherheitsbedrohung ausgesetzt und es bedürfe lediglich eines Klicks und der Zahlung weniger Euro, um dieses Problem zu lösen.

Weitere Ergebnisse des Berichts: Deutsche Nutzer das zweit beliebtestes Angriffsziel von Mac-Malware
>> Die Gesamtzahl der in der ersten Jahreshälfte 2019 entdeckten Phishing-Angriffe auf Mac-Computer, die durch Kaspersky-Lösungen geschützt sind, betrug fast sechs Millionen. Im gesamten Jahr 2018 wurden 7,3 Millionen Attacken verzeichnet.

>> Knapp 40 Prozent dieser Attacken waren auf den Diebstahl von Finanzdaten der Nutzer ausgerichtet zum Beispiel Daten von Online-Banking-Accounts. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als in der ersten Jahreshälfte 2018.

>> Kaspersky kennt aktuell über 200.000 einzigartige Schädlinge gegen macOS. Vor allem deutsche Nutzer sollten Vorsicht walten lassen. So wurden sie zwischen Januar und Juni 2019 weltweit mit 14,6 Prozent am zweithäufigsten via Mac-Malware attackiert. Am meisten vereinen die USA (24,4 Prozent) auf sich. An dritter Stelle liegt Frankreich (12,4 Prozent).

>> Das aktivste Schadprogramm, das MacOS-Anwender traf, waren Variationen der Shlayer-Familie, die sich als Adobe Flash Player-Updates tarnen und nach der Installation Adware auf den Mac des Nutzers einschleusen.

>> Im Gegensatz zu Phishing scheint die Gefahr für Mac-Nutzer im Vergleich zur Bedrohungslandschaft im Windows-Bereich noch recht harmlos zu sein: So werden Mac-Nutzer weniger von gefährlichen Banktrojanern und vornehmlich durch AdWare attackiert. Dahinter verbergen sich potenziell unerwünschte Programme, die Nutzer-Geräte mit unerwünschter Werbung überziehen. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass einige dieser Programme sich tatsächlich auch als Tarnung für ernstere Bedrohungen erweisen könnten.

Vermeintliche Sicherheit birgt Gefahrenpotenzial
"Obwohl diese Betrugsmodelle technisch gesehen nichts Neues sind, stellen sie unserer Auffassung nach eine noch größere Gefahr dar für Apple-User als ähnliche Attacken gegen Nutzer anderer Plattformen wie Windows oder Android", betont Tatyana Sidorina, Sicherheitsforscherin bei Kaspersky. "Grund hierfür ist, dass das Ökosystem um Macs und andere Apple-Geräte als eine weitaus sicherere Umgebung angesehen wird, was die Sensibilität und Vorsicht gegenüber gefälschten Websites von Seiten der Nutzer beeinträchtigt. In der Zwischenzeit kann der erfolgreiche Diebstahl von iCloud-Account-Zugangsdaten zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. So besteht die Gefahr, dass ein iPhone oder iPad von Cyberkriminellen aus der Ferne blockiert oder ein Nutzerkonto komplett gelöscht wird. Wir fordern die Besitzer von Apple-Geräten deshalb auf, mehr Aufmerksamkeit auf alle eingehenden E-Mails zu richten, die angeblich vom technischen Support des Herstellers stammen und sie auffordern, persönliche Daten preiszugeben oder einen beigefügten Link anzuklicken."
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 22.09.19
Newsletterlauf: 17.10.19

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Grundlagen

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

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