- Anzeige -


Trojaner-Erkennungen wachsen um 200 Prozent


Cyber-Kriminalität im ersten Quartal 2019: Emotet und Ransomware konzentrieren sich verstärkt auf Unternehmen - Unternehmen in Deutschland kämpfen vor allem mit mehr Trojanern
Kleine und mittelständische Unternehmen im Fokus: 235 Prozent mehr Angriffe auf Unternehmen in diesem Segment



Malwarebytes stellte die Ergebnisse ihres Berichts Cybercrime-Taktiken und -Techniken des ersten Quartals 2019 vor. Die Ergebnisse basieren auf den einzigartigen Analysemöglichkeiten des Unternehmens. Das erste Quartal zeigt demnach einen deutlichen Anstieg bei der Erkennung von Ransomware, die auf Unternehmen zielt (195 Prozent), eine kontinuierlich steigende Bedrohung durch Trojaner-Varianten und einen starken Rückgang von Malware aus der Kategorie Kryptomining.

Der jüngste Bericht von Malwarebytes, führender Experte in Sachen Malware und Bedrohungsanalysen, zeigt einen Anstieg an Cyberkriminellen, die Unternehmen und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ins Visier nehmen, deren begrenzte Ressourcen sie zu attraktiven Opfern machen.

Die Abkehr von Privatanwendern als Angriffszielen zeigt, dass sich Cyberkriminelle auf in Ihren Augen höherwertige Ziele konzentrieren, bei denen potentiell größere Mengen von Nutzerdaten zu holen sind als bei Einzelpersonen. In diesem Quartal wurde dem Malwarebytes-Bericht ein neuer Analyseabschnitt hinzugefügt, der die Gewohnheiten und Ansichten der Verbraucher zu ihren Daten inmitten der sich entwickelnden Bedrohungslandschaft sowie die nachlässigen Praktiken von Unternehmen zum Schutz dieser Daten beschreibt.

Wirft man einen regionalen Blick auf Deutschland, ist zu erkennen, dass deutsche Unternehmen vor allem mit Trojanern (u.a. Emotet) zu kämpfen hatten. Mit einer Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2018 und sogar 502 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bildet Trojaner-Malware die einsame Spitzenposition innerhalb der Analyse. Auf Endverbraucherseite sind die Zahlen in Deutschland rückläufig. Auf der ersten Position der erkannten Malware befindet sich Adware, die allerdings einen stetigen Rückgang schon seit dem Vorjahreszeitraum verzeichnet.

"Verbraucher könnten eigentlich aufatmen, wenn man bedenkt, dass Malware, die auf Privatanwender abzielt, um fast 40 Prozent gesunken ist, aber das wäre zu kurzsichtig gedacht", so Adam Kujawa, Direktor der Malwarebytes Labs. "Nutzerdaten sind in großen Mengen deutlich leichter zu entwenden und solche Fälle haben im Vergleich zum Vorjahr eine erstaunliche Steigerung um 235 Prozent zu verzeichnen. Cyberkriminelle werden bei Ihren Angriffsmitteln immer geschickter und ziehen mittels ausgeklügelten Trojanern, Adware und Ransomware noch mehr Wert aus ihren Angriffen."

Zu den wichtigsten Ergebnissen des Reports zählen:
>> Unternehmen sind das Hauptziel.
Insgesamt werden stetig mehr Bedrohungen für Unternehmen erkannt. Sie nahmen gegenüber dem Vorquartal Q4 2018 um rund sieben Prozent zu, während die Zahl auf Seiten der Privatanwender um fast 40 Prozent zurückging. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 wurden auf Unternehmensseite um 235 Prozent mehr Bedrohungen erkannt.

>> Ransomware ist wieder im Geschäft. Ransomware hat bei den Geschäftszielen mit einem Anstieg der Erkennungsraten von 195 Prozent zwischen Q4 2018 und Q1 2019 eine rasante Dynamik entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Entdeckungen von Ransomware im Geschäftsumfeld einen Anstieg von über 500 Prozent erfahren, was zum großen Teil auf einen massiven Angriff auf US-Organisationen durch die Troldesh-Ransomware zu Beginn des ersten Quartals zurückzuführen ist.

>> Emotet richtet sich auch weiterhin an Unternehmen. Emotet hat sich fast vollkommen von Endverbrauchern abgewendet, um sich auf Unternehmensziele zu konzentrieren. Die Erkennung von Trojanern (die Malware-Überkategorie von Emotet) bei Unternehmensendpunkten stieg seit dem vierten Quartal 2018 um mehr als 200 Prozent und lag fast 650 Prozent über dem Vorjahreswert.

>> Kryptomining-Angriffe auf Verbraucher sind im Wesentlichen nicht mehr vorhanden. Nachdem der weitverbreitete Drive-by-Mining-Typ CoinHive im März seinen Betrieb einstellte, nahm Kryptomining auf Endnutzerseite um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab.

>> Mobile Apple-Produkte haben zunehmend mit Adware zu kämpfen. Mac-Malware nahm zwischen dem vierten Quartal 2018 und dem ersten Quartal 2019 um mehr als 60 Prozent zu, dabei war Adware mit einem Wachstum von über 200 Prozent gegenüber dem Vorquartal besonders weit verbreitet.

Exploit-Autoren haben einige auffällige Techniken entwickelt. Im ersten Quartal wurde ein neuer Flash Player namens Zero-Day entdeckt und schnell in beliebte Exploit-Kits wie Underminer und Fallout EK sowie ein neues Exploit-Kit namens Spelevor implementiert.

Die USA sind mit 47 Prozent führend bei der weltweiten Erkennung von Bedrohungen, gefolgt von Indonesien mit neun Prozent und Brasilien mit acht Prozent. Deutschland rangiert mit etwa 2 Prozent auf Platz 14 hinter Kanada und Spanien. (Malwarebytes: ra)

eingetragen: 30.05.19
Newsletterlauf: 21.06.19

Malwarebytes: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.