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Erfüllung der hohen Compliance-Anforderungen


So lassen sich Compliance-Herausforderungen erfolgreich meistern
Durch eine regelmäßige Überprüfung der IT-Sicherheitsrichtlinien lassen sich vorhandene Lücken zwischen Geschäftsanforderungen, IT-Systemen und dem Anwenderverhalten aufspüren

Autor André Lutermann
Autor André Lutermann Verantwortlichkeiten bezüglich der IT-Compliance und IT-Sicherheit etablieren, Bild: Dell

Von André Lutermann, Technical Strategist bei Dell Software

(03.07.15) - Die Implementierung von IT-Compliance-Vorgaben kann sich als wahre Mammutaufgabe erweisen. Dell erläutert fünf Best Practices, mit denen die Umsetzung gelingt. Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, regulatorischer Vorschriften, Standards und nicht zuletzt interner Regeln ist heute für alle Unternehmen ein zentrales Thema – seien es Behörden, Organisationen im Gesundheitswesen, Automobil- oder Maschinenbauer, Finanzdienstleister oder Einzelhändler. Eine wichtige Rolle spielen dabei Maßnahmen wie die Förderung eines Sicherheitsbewusstseins unter den Mitarbeitern inklusive fortlaufender Schulungen, klarer Regeln für die Zugriffe auf Daten sowie eine regelmäßiger Überprüfung und Anpassung der Sicherheitsregeln. Der folgende Fünf-Stufen-Plan von Dell ebnet Unternehmen den Weg zur Erfüllung der hohen Compliance-Anforderungen.

• 1. Bewerten. Durch eine regelmäßige Überprüfung der IT-Sicherheitsrichtlinien lassen sich vorhandene Lücken zwischen Geschäftsanforderungen, IT-Systemen und dem Anwenderverhalten aufspüren. Die drei Bereiche müssen immer wieder von neuem optimal aufeinander abgestimmt werden. Wichtig ist aber auch eine Überprüfung, ob die IT-Sicherheitsrichtlinien auch tatsächlich die externen und internen Compliance-Anforderungen erfüllen beziehungsweise welche Diskrepanzen sich im Alltag zeigen. Ein weiteres Element der Bestandsaufnahme ist eine Auflistung der Zugriffsberechtigungen. Sie ist allein schon deshalb hilfreich, weil sie spätestens beim nächsten Audit benötigt wird.

• 2. Überwachen und Benachrichtigen. Unternehmen sollten für ihr Umfeld Sicherheitskennzahlen – beispielsweise die Zahl der Sicherheitsvorfälle, Hacker- oder Trojaner-Angriffe – definieren und fortlaufend messen. Dazu gehört auch, die Aktivitäten der Benutzer einschließlich der Privileged User aufzuzeichnen. Bei auffälligen Aktivitäten und Ereignissen muss sofort ein Alarm ausgelöst werden können, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus steht eine Überprüfung der Dokumentation solcher Vorkommnisse bei Audits regelmäßig auf der Checkliste. Auch Richtlinien zur Problembehandlung sind eine wesentliche Komponente von Audits.

• 3. Schwachpunkte beseitigen. Eine regelmäßige Überwachung und Benachrichtigung ist die Voraussetzung dafür, dass Schwachpunkte erkannt und beseitigt werden können. Erforderlich ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass unerwünschte Änderungen der Konfigurationseinstellungen zeitnah erkannt und rückgängig gemacht werden. Geschieht dies nicht, entstehen Sicherheitslücken, die von Hackern sehr schnell aufgespürt und ausgenutzt werden könnten. Sollte es trotz aller IT-Sicherheitsvorkehrungen dennoch zu einem gravierenden Sicherheitsvorfall kommen, muss ein Unternehmen darauf vorbereitet sein. Dazu gehört auch ein Disaster-Recovery-Plan, der periodisch getestet und auf seine Wirksamkeit überprüft wird. Im schlimmsten Fall ist mit diesem Plan die baldige Wiederherstellung einer funktionierenden Arbeitsumgebung möglich.

Implementierung von IT-Compliance-Vorgaben

IT-Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen
IT-Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, regulatorischer Vorschriften, Standards und nicht zuletzt interner Regeln ist heute für alle Unternehmen ein zentrales Thema, Bild: Dell


• 4. Verwalten.
Bei allen Verwaltungsaktivitäten vereinfachen automatisch arbeitende Tools die Arbeit der Administratoren deutlich. Solche Werkzeuge verwalten und kontrollieren beispielsweise die Passwortvergabe und widerrufen bei Bedarf automatisch die zuvor zugeteilten Benutzerrechte. Wichtig ist in diesem Falle auch der Nachweis, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. Oft-mals ist es für Administratoren schwierig, aus vorhandenen Aufzeichnungen die von einem Auditor benötigten Informationen zu ermitteln. In vielen Fällen müssen dazu unzählige Eventlog-Dateien mit nativen Betriebssystem-Tools einzeln durchsucht werden – eine zeitaufwändige Tätigkeit, die ein automatisch arbeitendes Tool schneller und effizienter erledigen kann.

• 5. Governance sicherstellen. Unternehmen sollten einen hierarchisch strukturierten Plan auf Basis von Verantwortlichkeiten bezüglich der IT-Compliance und IT-Sicherheit etablieren (IT-Governance). Jede Ebene trägt dabei ihren Anteil zur Einhaltung der externen Vorschriften und Standards bei. Ein derartiger Plan umfasst Aspekte wie die grundlegenden Regeln bei der Zuweisung von Benutzerrechten und der damit verbundenen Pflichten, die Überwachung der Vorschriften, Standards und Prozesse, das gesamte Dokumentations- und Berichtswesen sowie das interne Auditing. Mit einem solchen Compliance-Plan kann sich ein Unternehmen auch effizient auf anstehende externe Audits vorbereiten.

Organisationen sind heute auf die Implementierung und kontinuierliche Überwachung unternehmensweit gültiger IT-Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen angewiesen. Die skizzierten fünf Best Practices unter-stützen Unternehmen bei der Umsetzung externer sowie interner Vorgaben und führen letztlich zu einer höheren Effizienz und Sicherheit. (Dell Software: ra)

Lesen Sie auch den Schwerpunkt:
"IT-Sicherheit im Kontext von Compliance"

Dell: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Grundlagen

  • Große Zahl ungesicherter IoT-Geräte

    DDoS-Angriffe haben sich in den letzten sechs Monaten nahezu verdoppelt. Laut einer Studie von Corero Network Security entspricht das einem monatlichen Mittel von 237 Angriffsversuchen. Einer der Gründe für den Anstieg liegt in der hohen Zahl einfach zu übernehmenden IoT-Geräten, die zumeist nur unzureichend geschützt sind. Diese "smarten" Geräte eignen sich dann ganz vorzüglich um zu einem Teil eines riesigen Botnets zu werden. Dieses Problem wird sich weiter verschärfen. Dazu muss man nur an die unzähligen Gadgets für Endverbraucher denken, die etwa in der Weihnachtszeit über die physischen und virtuellen Ladentische gewandert sind. Diese Geräte sind eines der vordringlichen Ziele für die Übernahme durch Hacker. Neben den Bedenken, die man im Hinblick auf die Sicherheit der Privatsphäre und vertraulicher Daten hegen kann gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren ernsthaften Gefahren, die mit diesen Geräten verbunden sind. Hacker machen sich unsichere IoT-Geräte zunutze um riesige Bot-Netze aufzubauen und DDoS-Attacken zu lancieren. Unsichere IoT-Devices waren in einigen der größten DDoS-Angriffe auf Online-Plattformen innerhalb der letzten Jahre beteiligt. Es spielt bei DDoS-Angriffen keine Rolle, wie groß ein Unternehmen ist. Gefährdet sind alle. Und sollten entsprechend Sorge tragen, was die Sicherheit ihrer Geräte, Daten und Netzwerke anbelangt.

  • A fool with a tool

    Unternehmen stehen heute vielfältige Sicherheitslösungen zur Verfügung. Doch ein Sammelsurium aus technischen Einzelmaßnahmen kann nur bedingt gegen Angriffe schützen. Vielmehr benötigen Unternehmen eine Informationssicherheitsstrategie, gestützt auf Prozesse und Tools die es einem Unternehmen ermöglichen, Informationssicherheit effizient und effektiv zu managen. Der Schlüssel zum Erfolg wird dabei im richtigen Mix aus Menschen und deren Fähigkeiten, Prozessen und Tools liegen. Nur so wird es Unternehmen gelingen proaktiv zu agieren und durch Antizipation zukünftiger Bedrohungen und entsprechender Vorbereitung die richtigen Maßnahmen zum Schutz ihrer sensiblen Daten zu treffen.

  • Was ist Certificate Transparency?

    Möglicherweise haben Sie schon vor einigen Jahren von Certificate Transparency (CT) gehört, als Google die Anforderung für alle Extended Validation (EV) SSL/TLS-Zertifikate ankündigte, die nach dem 1. Januar 2015 ausgestellt worden sind. Seitdem hat Google die Anforderung auf alle Arten von SSL-Zertifikaten ausgedehnt und zuletzt eine Frist bis zum April 2018 gesetzt. Zertifikaten, die nicht CT-qualifiziert sind und die nach diesem Datum ausgestellt werden, wird in Chrome nicht vertraut. GlobalSign hat im Hintergrund bereits daran gearbeitet, dass alle Zertifikate mit CT ausgestattet werden - Extended Validation (EV) seit 2015, Domain Validated (DV) seit August 2016 und Organisation Validated (OV) ab Oktober 2017 - GlobalSign-Kunden sind damit für den Fristablauf seitens Google gerüstet.

  • Wo ist der Authentifizierungsprozess fehlbar?

    Ich habe den größten Teil meines beruflichen Lebens damit verbracht Authentifizierungslösungen zu programmieren, zu implementieren, weiterzuentwickeln und zu patentieren. Daher nehme ich mir das Recht heraus zu sagen, letzten Endes funktioniert Authentifizierung einfach nicht. Mit "funktionieren" im engeren Sinne meine ich, dass es zu 100Prozent garantiert ist, dass es sich tatsächlich um eine vertrauenswürdige Identität handelt, wenn eine Benutzeridentität von einer Authentifizierungslösung an den betreffenden Partner weitergeleitet wird. Und genau das lässt sich nicht garantieren. Es lässt sich belegen, dass und wie der eigentliche Validierungsprozess innerhalb der Authentisierung funktioniert. Das bedeutet, wir verifizieren mathematisch und empirisch, dass die von einem Authentifizierungsmechanismus zusammengestellte Entität mit den Werten übereinstimmt, die in der Datenbank des akzeptierenden Dritten gespeichert sind, also "matched". Das kann ein Passwort sein, ein Einmal-Passwort, OTP, X.509-basierte Verschlüsselung, biometrische Merkmale, mobile Push-Werte oder eine Gesichtserkennung. In einem Satz: Der Authentisierungsprozess lässt sich validieren und damit auch, dass das technische System korrekt arbeitet.

  • Rollende Sicherheitslücken

    Viele Fahrzeuge sind heutzutage längst zu rollenden Computern geworden, denn bereits jetzt stecken in der Software eines modernen Oberklasse-PKW etwa 100 Millionen Codezeilen. Zum Vergleich: Die Flugsoftware einer Boeing 787 Dreamliner kommt mit etwa 14 Millionen Zeilen aus. Die Erwartungen an das zukünftige autonom fahrende Auto sind vielzählig: Mehr Sicherheit auf den Straßen, mehr Komfort, beispielsweise durch selbstständiges Einparken, die Nutzung eines Autopiloten im Stau oder komplett fahrerlose Roboterautos, welche im Car-Sharing-Verfahren neue Infrastrukturmöglichkeiten bieten könnten. Dem gegenüber stehen die Ängste: Bei Technikfehlern nur noch ein hilfloser Passagier an Board zu sein oder Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden.