- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Fachbeiträge » Grundlagen

Anfällig für Hackerangriffe


Fünf gute Gründe für verantwortungsvolle Unternehmer, auf gratis Wi-Fi zu verzichten
Nur selten verfügen kostenlose Wi-Fi-Zugänge über einen angemessenen Schutz: Mobile Endgeräte, die über einen solchen Zugang eingeloggt werden, können leicht mit Malware infiziert und dann von Hackern zum Daten- und Identitätsdiebstahl missbraucht werden

- Anzeigen -





Von Mato Petrusic, VP EMEA & APAC bei iPass

Die moderne Arbeitswelt ist einem fundamentalen Wandel unterworfen. Mobile Endgeräte haben den Arbeitsalltag von Millionen und Abermillionen Arbeitnehmern grundlegend und nachhaltig verändert. Weltweit entstanden mobile Arbeitsplätze, besetzt mit mobilen Mitarbeitern, die dank des Einsatzes mobiler Technologie weit effizienter und flexibler als bisher die Anforderungen ihrer Unternehmen erfüllen, die Bedürfnisse ihrer Kunden befriedigen konnten.

Neueste Prognosen gehen davon aus, dass allein in den USA der Anteil der sogenannten mobilen Mitarbeiter bis zum Jahr 2020 auf rund 75 Prozent der Gesamtbelegschaft anwachsen wird. Und was für die USA gilt, gilt auch für die übrige Welt. Schon heute können weltweit über eine Milliarde Arbeitnehmer der Gruppe der mobilen Mitarbeiter zugerechnet werden.

Voraussetzung für die effektive Nutzung der mobilen Endgeräte ist der Zugang zu einer stabilen Internetverbindung mit einer hohen Datenübertragungsrate. Erst diese macht einen mobilen Arbeitsplatz, der neben dem Up- und Download größerer Datenpakete und der gemeinsamen Arbeit in einer Daten-Cloud auch komplexe Kommunikationsmöglichkeiten bewältigen können muss, zu einem mehr als vollwertigen Ersatz einer traditionellen Arbeitsstelle.

Ein Wi-Fi-Zugang ermöglicht diese Art der Internetverbindung und so verwundert es auch nicht, dass diese Technologie sich mittlerweile weltweit zum bevorzugten Zugangs-Tool der mobilen Mitarbeiter entwickelt hat. 50 Prozent des weltweiten mobilen Datenverkehrs werden bereits heute über Wi-Fi-Technologie abgewickelt.

Der Anteil mobiler Arbeitsplätze in der globalen Arbeitswelt ist schon jetzt erheblich und wird in Zukunft noch weiter wachsen. Wi-Fi-Zugänge regeln schon jetzt einen großen Teil des Datenverkehrs, in Zukunft werden sie ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen. Aufgrund dieser Entwicklung scheint es jedoch angebracht, sich auch einmal mit den Risiken, welche eine ungeregelte Wi-Fi-Nutzung für ein Unternehmen mit sich bringen kann, auseinanderzusetzen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass mobile Mitarbeiter, vor die Wahl zwischen einem kostenpflichtigen und einem kostenlosen Wi-Fi-Zugang gestellt, sich fast durchgängig für die kostenlose Variante entscheiden. Was auf den ersten Blick durchaus nachvollziehbar erscheint – steigt die Zahl und Erreichbarkeit kostenloser Wi-Fi-Zugänge doch weltweit stetig an –, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als erhebliches Problem. Kann die Nutzung eines kostenlosen Wi-Fi-Zugangs durch ihre mobilen Mitarbeiter für die betroffenen Unternehmen doch leicht zu einer teuren Angelegenheit werden. Fünf Schwachstellen kostenloser Wi-Fi-Zugänge stechen besonders ins Auge:

1: Gratis Wi-Fi macht Ihr Unternehmen anfällig für Hackerangriffe
Nur selten verfügen kostenlose Wi-Fi-Zugänge über einen angemessenen Schutz. Mobile Endgeräte, die über einen solchen Zugang eingeloggt werden, können leicht mit Malware infiziert und dann von Hackern zum Daten- und Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Der holländische Journalist Maurits Martijn schrieb bereits 2014 in der Zeitung "De Correspondent" über die Anfälligkeit kostenloser Wi-Fi-Zugänge: "Wir brachten einen Hacker in ein Café und innerhalb von 20 Minuten wusste er, wo jeder Gast geboren war, welche Schule er besucht hatte und kannte die letzten fünf Begriffe, die jeder gegooglet hatte".

Die Zahl der Opfer solcher Phishing- und Pharming-Angriffe ist schon jetzt erheblich und wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren weiter steigen. Derzeit gehen Statistiken von rund 37,5 Mio. Betroffenen weltweit aus. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

2: Gratis Wi-Fi macht die internen Prozesse Ihres Unternehmens öffentlich
Die Nutzung eines kostenlosen Wi-Fi-Zugangs ist für den Verbraucher meist mit einer Einwilligung in die Freigabe seiner Nutzerdaten verbunden. Schließlich möchte der Anbieter des Zugangs seine Investition – samt Gewinn – zurückerhalten. Daten haben sich in diesem Zusammenhang in den letzten Jahrzehnten zu einem begehrten Handelsgut entwickelt. Viele Anbieter stellen ihren Dienst nur unter der Bedingung kostenlos zur Verfügung, dass der Endverbraucher sich mit dem Sammeln seiner Daten – zu einer Person, seinem Standort oder auch zu seinem Agieren im Internet – einverstanden erklärt. Arbeitet der mobile Mitarbeiter nun an einem Projekt, können schnell auch Daten, die Kennern Einblicke in interne Geschäftspraktiken erlauben, von der Freigabe betroffen sein.

3: Gratis Wi-Fi senkt die produktive Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter
Kostenlose Wi-Fi-Zugänge werden noch über viele Jahre ein lokales Phänomen bleiben. Entsprechend viel Zeit nimmt die Suche nach einem kostenlosen Zugang in Anspruch. Zeit, die dem tatsächlichen produktiven Arbeitsprozess verloren geht.

Doch nicht allein die Suche nach einer kostenlosen Verbindung, auch die anschließende Arbeit mit ihr nimmt meist mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant. Häufig werden Nutzer mit Pop-ups bombardiert, steigt die Anzahl der Spam-Mails in ihrem ohnehin schon überlasteten Postfach sprunghaft an, wird die Verbindung gerade zum unpassendsten Zeitpunkt – z.B. während eines Calls – durch einen automatischen Time-out des Anbieters unterbrochen, muss der Nutzer sich mit einer niedrigen Datenübertragungsrate des überlasteten Zugangs zufrieden geben. All dies sind Störfaktoren, welche die produktive Auslastung des mobilen Arbeiters unterminieren.

4: Gratis Wi-Fi trennt Ihr Unternehmen von Ihren Mitarbeitern
Aufbauend auf dem letzten Punkt, kann es auch passieren, dass ein Mitarbeiter sich an einem Ort aufhält, der noch nicht mit einem kostenlosen Wi-Fi-Zugang ausgestattet ist, vielleicht auch gar nicht ausgestattet werden soll.

So wird man beispielsweise an einem Flughafen nur eingeschränkt mit einem kostenlosen Wi-Fi-Zugang rechnen können. Rund die Hälfte der größeren Flughäfen in Europa und den USA bietet ihren Passagieren zwar mittlerweile kostenloses Wi-Fi an – jedoch nur auf Basis eines sogenannten Freemium-Modells. Es steht seinen Nutzern nur für kurze Zeit kostenlos zur Verfügung. Nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeitspanne muss der Nutzer zahlen, um nicht automatisch ausgeloggt zu werden.

Spätestens am Gate ist dann aber auch damit Schluss und im Flugzeug ist Wi-Fi dann wieder ausschließlich kostenpflichtig erhältlich. Bei Arbeitnehmern die häufig und lange reisen, kann dies für ein Unternehmen einen weiteren erheblichen Verlust an produktiver Arbeitszeit bedeuten.

5: Gratis Wi-Fi bedeutet weniger Effizienz für den Datenverkehr Ihres Unternehmens
Ähnlich den Wi-Fi-Anbietern an Flughäfen haben auch andere Anbieter, z.B. Hotels, ihr Angebot zweistufig angelegt. Sie lassen ihre Kunden zwar zeitlich unbegrenzt ins Netz, haben dafür dann aber die maximale Datenübertragungsrate begrenzt. Möchte man diese voll auslasten, muss auch hier gezahlt werden. So nehmen Nutzer eines kostenlosen Wi-Fi-Zugangs meist mit einer minderwertigen Datenübertragung vorlieb – mit entsprechenden Auswirkungen auf ihren Arbeitsoutput.

Wie soll ein Unternehmen nun also auf den Bedarf seiner Mitarbeiter auf eine mobile Internetverbindung reagieren? Schon jetzt ist klar, dass der Anteil mobiler Endgeräte am Arbeitsprozess weltweit weiter wachsen wird. Und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Tablets Laptops auf lange Sicht als Standardwerkzeug der mobilen Arbeiter verdrängen werden. Die Abhängigkeit der mobilen Arbeiter – und ihrer Unternehmen – von einer stabilen, hohen Datenübertragung wird also weiter zunehmen.

Fazit
Ein verlässlicher mobiler Internetzugang stellt deshalb für Unternehmen nicht mehr nur eine Option dar. Er ist für sie zu einer absoluten Notwendigkeit geworden. Unternehmen brauchen einen mobilen Zugang, der einfach zu handhaben ist, der Schutz vor Hackerangriffen gewährt, der seinen Nutzern die für ihre Arbeit erforderliche Privatsphäre erlaubt und der den Unternehmen einen ständigen Zugang zu ihren mobilen Arbeitern gewährleistet. Sie brauchen: einen kostenpflichtigen Wi-Fi-Zugang.
(iPass: ra)

eingetragen: 18.09.16
Home & Newsletterlauf: 04.10.16


iPass: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Grundlagen

  • Rollende Sicherheitslücken

    Viele Fahrzeuge sind heutzutage längst zu rollenden Computern geworden, denn bereits jetzt stecken in der Software eines modernen Oberklasse-PKW etwa 100 Millionen Codezeilen. Zum Vergleich: Die Flugsoftware einer Boeing 787 Dreamliner kommt mit etwa 14 Millionen Zeilen aus. Die Erwartungen an das zukünftige autonom fahrende Auto sind vielzählig: Mehr Sicherheit auf den Straßen, mehr Komfort, beispielsweise durch selbstständiges Einparken, die Nutzung eines Autopiloten im Stau oder komplett fahrerlose Roboterautos, welche im Car-Sharing-Verfahren neue Infrastrukturmöglichkeiten bieten könnten. Dem gegenüber stehen die Ängste: Bei Technikfehlern nur noch ein hilfloser Passagier an Board zu sein oder Opfer eines Hacker-Angriffs zu werden.

  • Warum BYOD an den Geräten scheitert

    Bring Your Own Device (BYOD) genießt im Geschäftsumfeld seit einigen Jahren den Ruf als innovatives Konzept. Der zeitlich uneingeschränkte Zugang zu Unternehmensdaten kann Firmen verbesserte Effizienz in den Arbeitsabläufen bescheren und den Mitarbeitern wiederum mehr Komfort im täglichen Arbeiten. Sie können auf ihren gewohnten Geräten arbeiten, zu flexiblen Arbeitszeiten. Insbesondere bei neu gegründeten Unternehmen, in denen die Mitarbeiter viel unterwegs sind, wird es überaus geschätzt, wenn kein weiteres, unternehmenseigenes Gerät mitgeführt werden muss. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der Arbeitsweise wiederum trägt auch zur Attraktivität des Unternehmens bei.

  • Offensichtlich lukrativste Angriffsmethode

    In regelmäßigen Abständen sehen wir uns einer neuen Bedrohung gegenüber, die bei Angreifern gerade Konjunktur hat. Gezielte Langzeitangriffe, sogenannte Advanced Persistent Threats (APTs) beherrschen die Schlagzeilen und Unternehmen beeilen sich, diese Attacken zu stoppen, deren Urheber sich gut versteckt durch das Netzwerk bewegen. Neben Phishing ist Ransomware die erfolgreichste und offensichtlich lukrativste Angriffsmethode für Cyber-Kriminelle. Schätzungen zufolge kosteten Ransomware-Scams die Opfer allein im letzten Jahr fast 1 Milliarde US-Dollar weltweit. Und es ist kein Wunder, dass sie so gut funktionieren: Sie beruhen auf dem althergebrachten Modell der Schutzgelderpressung, das bereits lange von Banden und der Mafia genutzt und jetzt in digitalem Format erfolgreich wieder aufgelegt wird. Die digitale Transformation ist nicht nur für Unternehmen Realität, sondern längst auch für Kriminelle eine lohnenswerte Einnahmequelle.

  • Detailliertes Profil der Angreifer entscheidend

    "Kill Chain" - dieser Begriff stammt eigentlich aus dem Militärjargon und bezeichnet ein Modell, das alle Phasen eines Angriffs beschreibt. Im Umkehrschluss zeigt es Wege auf, mit denen sich diese Angriffe vermeiden oder zumindest abschwächen lassen - eine Taktik, die auch hinsichtlich digitaler Bedrohungen und Hackangriffe interessant ist. Die Kill Chain digitaler Bedrohungen lässt sich in sieben verschiedene Phasen unterteilen.

  • Internet-Ausfall: Stationärer Handel in der Klemme

    In nur wenigen Bereichen hat sich in den letzten 30 Jahren so viel verändert wie im stationären Handel. Während manche Einzelhändler das Internet immer noch als Bedrohung empfinden, profitiert das Gros von vielen Vorteilen, die das World Wide Web mit sich bringt. Beispiel Kartenzahlungen: Sie wären ohne Internetanbindung gar nicht möglich. Somit ist für Einzelhändler eine kontinuierliche Internetverbindung essenziell, ja gerade überlebenswichtig. Umso schlimmer, wenn das Netz ausfällt. Doch für den unangenehmen Fall der Fälle gibt es gute Lösungen. Ohne Internet sind moderne Verkaufserlebnisse undenkbar: Zu den neueren Entwicklungen im Einzelhandel zählt das so genannte Omni-Channel-Retailing. Dabei nutzen Shops oder Filialen mehrere, vor allem onlinebasierte Kanäle, um dem Kunden ein optimales Verkaufserlebnis zu bieten. So beispielsweise der Reifenwechsel am Auto: Bei größeren Werkstätten und Werkstattketten ist es heute State-of-the-Art, dass der Kunde seine Wunschreifen und Felgen online bestellt, eventuell unterstützt durch eine telefonische Beratung. Nach dem Kauf vereinbart er dann über eine Webseitenschnittstelle gleich den Montagetermin. Die Werkstatt erhält die Terminanfrage in ihrem CRM und bestätigt per E-Mail. Zum Termin liegen die bestellten Reifen in der Werkstatt bereit und werden montiert.