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Wer muss die Sicherheitsstrategie mittragen?


Sieben Fragen für einen effizienten CISO: Die Datenschutzresolution 2019
Hat man sich für eine Multi-Cloud-Umgebung entschieden, die vielerorts schon Realität ist, gilt es für den Sicherheitsverantwortlichen den Anbieter ausfindig zu machen, dem das Unternehmen vertrauen kann

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Von Tina Stewart, VP, Global Corporate and Field Marketing bei Thales eSecurity

Wir schreiben das Jahr 2019. Daten sind omnipräsent und allein mit unseren Fingerspitzen agieren wir hochgradig transformativ. Das ändert, wie wir unsere Geschäftstätigkeit betrachten, macht uns produktiver und vereinfacht an vielen Stellen unser Leben. Sei es, dass wir sicher nach Hause finden, Lebensmittel online bestellen können oder entscheiden, was wir wann auf welchem Gerät ansehen. Die Möglichkeiten sind schier unendlich sowohl für den privaten als auch für den geschäftlichen Bereich. Und jede Minute kommen neue Optionen dazu. Unglücklicherweise hat jede neue Möglichkeit auch neue Sicherheitsrisiken im Gepäck. Risiken, denen sich Sicherheitsverantwortliche wie CISOs nur allzu bewusst sind. Welche Verhaltensweisen, Methoden und Haltungen sind also besser als andere geeignet das bestmögliche aus unseren Daten herauszuholen und gleichzeitig deren Sicherheit zu gewährleisten?

Wer muss Ihre Sicherheitsstrategie mit tragen? Erfolgreiche IT-Sicherheitsabteilungen berücksichtigen von Anfang an die Geschäftsziele innerhalb ihrer geplanten Sicherheitsstrategie. Nur das gewährleistet den Erfolg des Projekts. Wo sollte man anfangen? Um Unterstützung von der gesamten Firma zu bekommen, sollte man die Vorteile einer starken Sicherheitsstrategie den Entscheidungsträgern nahebringen. Letzen Endes will jeder Teil einer erfolgreichen Strategie sein.

Wo bewahren Sie die Schlüssel auf? Für Firmen mit unterschiedlich gearteten Bedürfnissen macht eine Multi-Cloud-Strategie viel Sinn. Tatsächlich ist es inzwischen üblich, dass innerhalb eines Unternehmens verschiedene Provider die SaaS-, IaaS- und PaaS-Lösungen betreiben. Das alles parallel zu bestehenden on-premises-Systemen. Für komplexe Multi-Cloud-Umgebungen braucht man allerdings einen gründlichen Sicherheitsansatz. Dazu gehören zwingend Verschlüsselung und ein ausgereiftes Schlüssel-Management.

Wie findet man den "Anbieter seines geringsten Misstrauens"? Hat man sich für eine Multi-Cloud-Umgebung entschieden, die vielerorts schon Realität ist, gilt es für den Sicherheitsverantwortlichen den Anbieter ausfindig zu machen, dem das Unternehmen vertrauen kann (um es an dieser Stelle positiv zu formulieren). Man muss also einen Anbieter finden, der nicht nur die gewünschten Technologien bereitstellt, sondern der auch die nötigen Datenschutz- und IT-Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat. Man sollte sich nicht scheuen gründlich zu überprüfen, ob der Drittanbieter in Sachen Sicherheit wirklich die erste Wahl ist. Das gilt vom HVAC-Anbieter bis hin zum Netzwerk-Provider. Nur so lassen sich die nicht unerheblichen Risiken durch Drittanbieter minimieren.

Was schwimmt eigentlich alles im großen Big Data-Ozean? Teil der digitalen Transformation sind die riesigen Datenmengen mit denen wir es zu tun bekommen haben. Big Data, die nicht zuletzt eine Reihe von schwerwiegenden Sicherheitsbedenken mit sich bringen. Anders als bei der Datenhaltung in traditionellen Datenbanken handelt es sich bei diesen Big Data um unstrukturierte Daten. Und so ziemlich jede Art von sensiblen Daten kann als Rohdaten in diesen Datenpool Eingang finden und sich später in einem Report wiederfinden.

Wer ein weltweit tätiges Unternehmen leitet und Daten aus Ländern verarbeitet, die unter spezielle Datenschutzregelungen und Gesetze fallen (wie etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung), gerät leicht in Gefahr den Compliance-Anforderungen nicht zu entsprechen. Ein großes und potenziell kostspieliges Risiko. Nutzen Sie beispielsweise Tokenisierung oder Anwendungsverschlüsselung um vertrauliche Daten besonders zu schützen, bevor Sie im großen Datenozean oder auf einer Big-Data-Plattform landen.

Sind Container ein sicherer Aufbewahrungsort? In diesem Jahr werden deutlich mehr DevOps-Teams die Container-Technologie nutzen, weil sie viel Flexibilität erlaubt und die Kosten senkt. Allerdings handelt es sich nicht um eine Technologie, die aus sich selbst heraus schon sicher ist. Wenn Sie planen in Zukunft Container zu nutzen, stellen Sie sicher, dass der Schutz sensibler Daten höchste Priorität hat. Der beste Weg ist es, sensible Daten, die in Containern gespeichert werden, zu verschlüsseln. Das gilt auch für die Daten auf die über Container zugegriffen wird.

Vielleicht ist es an der Zeit über mehr Sicherheit für den Application Stack nachzudenken? Wenn man von der Laufwerksebene langsam auf die Anwendungsebene ganz nach oben wandert, stellt man fest, dass jede einzelne Ebene unterschiedliche Sicherheitsanforderungen mit sich bringt. Grundsätzlich kann man sagen, je grundlegender die Ebene ist auf der man Verschlüsselung integriert, desto einfacher ist die Implementierung und desto weniger beeinträchtigt sie die Anwendungen. So vorzugehen ist ohne Frage sinnvoll. Allerdings kann man auf der höheren Anwendungsebene einen größeren Sicherheitslevel einziehen und unterschiedliche Bedrohungsrisiken in den Griff bekommen. Tokenisierung auf Anwendungsebene ist eine solche Methode.

DSGVO/GDPR, der Gold-Standard für Compliance? Und schlussendlich sollte man die DSGVO/GDPR nicht aus den Augen verlieren. Dazu kommen inzwischen weitere Regularien wie der California Consumer Privacy Act, die für deutliche Verbesserungen beim Datenschutz schon jetzt sorgen. Diese Entwicklung trägt dazu beide, dass das Thema Compliance auf der Agenda der Sicherheitsverantwortlichen ganz nach oben rückt.

2018 war ein Jahr in dem die digitale Transformation ein großes Stück vorangekommen ist und sich etliche neue Technologien etabliert haben. Beide Entwicklungen haben im Gegenzug dafür gesorgt, dass wir es inzwischen mit mehr potentiellen Sicherheitsrisiken zu tun haben als jemals zuvor.
(Thales eSecurity: ra)

eingetragen: 30.01.19
Newsletterlauf: 28.02.19

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    Das Verhältnis von erfolgreichen und nicht erfolgreichen Cyberangriffen auf Unternehmen schätzen Experten auf 80 zu 20 ein. Und nein, die Zahlen sind keinesfalls verdreht: Experten gehen tatsächlich davon aus, dass viermal so viele Angriffe erfolgreich sind, wie abgewehrt werden. Zwar werden erfolgreiche Cyberbangriffe auf Organisationen jeder Art in den Schlagzeilen tagtäglich publik und man sollte meinen, diese seien die Ausnahme. Tatsächlich stellen diese Angriffe jedoch nur die sichtbare Spitze des Eisbergs dar. Dies gibt zu denken, geben Unternehmen doch jährlich Milliarden für den Schutz ihrer IT aus, deren Abwehrstrategien auf Prävention und reaktionäres Management von Bedrohung basieren. Und es muss die Frage gestellt werden, ob diese eingesetzten Sicherheitsprodukte denn überhaupt noch geeignet sind, vor heutigen Cyberattacken schützen zu können. Denn eines ist sicher: die derzeitigen Cyberbedrohungen entwickeln sich ständig weiter - und die IT-Security muss mit ihnen Schritt halten. Doch wie kann die IT-Security ihren Rückstand aufholen?

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    Social Engineering gilt heute als eine der größten Sicherheitsbedrohungen für Unternehmen. Im Gegensatz zu traditionellen Hacking-Angriffen können Social Engineering-Angriffe auch nicht-technischer Natur sein und müssen nicht zwingend eine Kompromittierung oder das Ausnutzen von Software- oder System-Schwachstellen beinhalten. Im Erfolgsfall ermöglichen viele Social-Engineering-Angriffe einen legitimen, autorisierten Zugriff auf vertrauliche Informationen. Die Social Engineering-Strategie von Cyberkriminellen fußt auf starker zwischenmenschlicher Interaktion und besteht meist darin, das Opfer dazu zu verleiten, Standard-Sicherheitspraktiken zu missachten. Und so hängt der Erfolg von Social-Engineering von der Fähigkeit des Angreifers ab, sein Opfer so weit zu manipulieren, dass es bestimmte Aktionen ausführt oder vertrauliche Informationen preisgibt. Da Social-Engineering-Angriffe immer zahlreicher und raffinierter werden, sollten Organisationen jeder Größe eine intensive Schulung ihrer Mitarbeiter als erste Verteidigungslinie für die Unternehmenssicherheit betrachten.

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    Wenn man die Analogie zum Fußball bemühen will, dann hat der Erfolg einer IT-Sicherheitsabteilung maßgeblich mit einer guten Verteidigung zu tun. Es kommt darauf an, dass die Abwehr geschlossen steht und der Gegner am besten gar nicht erst zum Schuss oder auch nur in eine dafür geeignete Position gelangt. Die beste Voraussetzung für einen Sieg. Ein Bild, dass sich durchaus auf den Datenschutz und das Zusammenwirken unterschiedlicher Sicherheitsebenen übertragen lässt. Im Idealfall hält ein mehrschichtiger Sicherheitsansatz Cyberkriminelle davon ab "ein Tor zu machen" - sprich in ein Netzwerk vorzudringen, an Unternehmensdaten zu gelangen, diese zu entwenden und zu missbrauchen.