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Neue Herausforderungen durch die Cloud


Geburtstag eines Klassikers: Zehn Jahre Europäischer Datenschutztag
Insbesondere mit dem Siegeszug der Cloud ergeben sich neue Herausforderungen für den Schutz personenbezogener Daten

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Am 28. Januar 2017 jährte sich der Europäische Datenschutztag. Damit wird an die Europäische Datenschutzkonvention erinnert, die an diesem Tag im Jahr 1981 verabschiedet wurde und 1985 in Kraft trat. Bereits damals nahm der grenzüberschreitende Datenverkehr von personenbezogenen Daten stark zu. Mit der Konvention haben die Mitgliedstaaten des Europarates ein einheitliches Datenschutzniveau ins Leben gerufen.

Lesen Sie zum Thema "Datenschutz" und "Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Die wichtigen Eckpunkte der Konvention sind die Datenverarbeitung nach Treu und Glauben, der Zweckbindungsgrundsatz, das Erforderlichkeitsprinzip und der Informationsanspruch des Betroffenen. "Vor mehr als 30 Jahren konnte wohl noch niemand erahnen, in welcher Masse heute personenbezogene Daten erfasst und verarbeitet werden. Umso visionärer erscheint es aus heutiger Sicht, dass die Länder bereits damals erkannt haben, was die Kernprobleme sind", kommentiert Thomas Deutschmann, CEO von Brainloop. "Die Einführung des Europäischen Datenschutztags 2007 zeigt, wie wichtig es ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen."

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Insbesondere mit dem Siegeszug der Cloud ergeben sich neue Herausforderungen für den Schutz personenbezogener Daten. Mit verschiedenen Schutzzielen versucht der Gesetzgeber, die Anforderungen des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung in konkrete Anweisungen für die unterschiedlichen Akteure zu verwandeln.

Im Bereich der IT-Sicherheit sind die Schutzziele Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit längst allgemein anerkannt. Eine zentrale Rolle in diesem Bereich spielen jedoch auch die Schutzziele Nichtverkettbarkeit und Datensparsamkeit. Es soll verhindert werden, dass miteinander verknüpfte Daten das Recht auf informelle Selbstbestimmung unterlaufen. Zugleich sollen nicht mehr Informationen erfasst werden, als unbedingt nötig.

Weiterhin ein vieldiskutierter Punkt ist die Frage nach dem Ort der Datenspeicherung – also die Frage, ob die Server in Deutschland oder einem sicheren Drittland stehen. Nach den Erfahrungen mit den Abkommen Safe Harbour und dem Nachfolger Privacy Shield hat es sich bewährt, auf deutsche oder zumindest europäische Rechenzentren zu setzen. (Brainloop: ra)








eingetragen: 10.02.17
Home & Newsletterlauf: 07.03.17


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Meldungen: Hintergrund

  • Was wird das Jahr 2017 bringen?

    Was sind die heißen Themen und wichtigsten Trends im IT-Sicherheitsbereich? Die Sicherheitsexperten von Rapid7 wagen eine Vorhersage. Corey Thomas, President und CEO, Rapid7, prognostiziert: "Wir werden bei den Anbietern von Sicherheitssystemen eine weitere Konsolidierung erleben. Mit dem Schwerpunkt auf höherer Produktivität werden sich Unternehmen von unterschiedlichen Punktlösungen, die nur für ein Problem geeignet sind, auf Lösungen zubewegen, die die gesamte IT-Umgebung abdecken. Dies wird die Anbieter im Sicherheits- und IT-Bereich zu mehr Integration, Konsolidierung und Kooperation motivieren. Es wird immer offensichtlicher, dass Fachkräfte aus dem IT- und Sicherheitsbereich es mit einer geringeren Zahl von Lösungen zu tun haben möchten, die einfacher zu verwenden sind."

  • Vorteile der Flash-Speichertechnologie

    In den letzten Jahren gab es im Bereich der Datenrettungs- und Datenspeichertechnologie ein enormes Wachstum bei den schnelleren Flash-Speichern und bei hyperkonvergenten Speichertechnologien, ebenso wie eine Verbreitung von Ransomware-Fällen, berichtet Kroll Ontrack. Für das Jahr 2017 und darüber hinaus sind weitere Technologiewechsel in den Rechenzentren, eine höhere Datenverschlüsselung und ein stärkeres Augenmerk auf Informationssicherheit in Unternehmen zu erwarten. Unsere persönlichen Geräte werden immer kleiner und können immer mehr Daten speichern - gleiches trifft auch auf die Speichertechnologien für Unternehmen zu. Flash-Speicher werden den Markt auch weiterhin in rasantem Tempo verändern. Obwohl die Kosten für SSD weiterhin höher liegen als für die alten Speichertechnologien, setzen viele Unternehmen dennoch auf einen hybriden Ansatz. Kroll Ontrack konnte seit 2014 einen Anstieg um 239 Prozent bei Datenrettungsaufträgen von Hybrid-Laufwerken feststellen.

  • Umsetzung von eID-Anwendungen im Projekt

    Im Rahmen der Strategie Europa 2020 unterstützt die Europäische Union mit der Connecting Europe Facility (CEF) Vorhaben von gemeinsamem Interesse für transeuropäische Netze. In Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium haben sich acht deutsche Projektpartner um eine Co-Finanzierung beworben, um die deutsche eID-Infrastruktur, die auf der Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises basiert, gemäß der eIDAS-Verordnung für eine europaweite Nutzung zu öffnen. Das Konsortium, bestehend aus Hochschule Harz, HSH Kommunalsoftware, SIXFORM, AKDB, Bundesdruckerei, OpenLimit, MTG und Governikus als Projektkoordinator, wird im Laufe der kommenden Monate im Projekt TREATS (TRans-European AuThentication Services) auf Basis konkreter Anwendungsfälle die Interoperabilität zu europäischen eID-Infrastrukturen herbeiführen.

  • Mathematische Analysemethoden

    Um die Sicherheit von Computerprogrammen und Hardware zu erhöhen, braucht es mathematische Analysemethoden. Dank eines Forscherteams um Krishnendu Chatterjee in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt werden diese Methoden in Zukunft deutlich schneller sein. Sicherheitslücke in Programm entdeckt, Update dringend empfohlen. Schlagzeilen wie diese erreichen uns derzeit wöchentlich. Oft wird schon zum Verkaufsstart eines neuen Programms ein umfangreiches Update angeboten, das Kinderkrankheiten behebt. Das bringt vielerlei Probleme, öffentliche Institutionen aber auch Unternehmen leiden unter der Unsicherheit und sind immer wieder Hacker-Angriffen ausgesetzt. In immer mehr sensiblen Bereichen wird Software eingesetzt, deren Versagen im Extremfall sogar lebensgefährlich wäre. Nicht alle Bereiche sind gleichermaßen betroffen, viele Computersysteme laufen wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, vor allem Hardware ist in der Regel sehr verlässlich, eher auf der Software-Seite gibt es Probleme.

  • Neue Dimension der Cyber-Security

    Die Bedrohungslage für die IT-Sicherheit wird sich substanziell verschärfen, meint Software-Anbieter CyberArk. Gründe sind die verstärkte Cloud-Nutzung, Weiterentwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz und Hacker-Kooperationen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Jedes Jahr von neuem beleuchten Hersteller und Marktforscher einzelne Sicherheitstrends – für 2017 etwa die isolierte Zunahme von Ransomware- oder DDoS-Attacken. "Das ist alles schön und gut, verkennt aber die Tatsache, dass sich die Bedrohungslandschaft nicht einfach, wie bisher, inkrementell verändern wird", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. "Vielmehr verstärken sich grundlegende Trends gegenseitig und führen in naher Zukunft zu einer drastischen Erhöhung der Gefährdungslage."