- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

In Deutschland sind 66 Prozent Dark Data


Dark Data: Die dunkle Seite der Datenauswertung
Der Name ROT steht für "Redundant, Obsolet, Trivial": Sie stellen Daten ohne Geschäftswert dar

- Anzeigen -





Der Begriff Dark Data klingt unheimlich, wenn nicht gar gefährlich. Und in der Tat, dieser verborgene Teil der gesammelten Datenberge, birgt Risiken für Unternehmen. Dabei besteht die größte Gefahr nicht darin, dass diese dunklen Daten etwa illegal sind, sondern vielmehr unkontrollierbar. Was genau steckt dahinter?

Unternehmensdaten lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

1. Geschäftskritische Daten: Hierbei handelt es sich um Informationen, die einfach offenkundig wichtig für den Betrieb und Unternehmenserfolg sind. Sie lassen sich leicht erheben und messen. Mit einem Anteil von 15 Prozent an der Gesamtdatenmenge sind sie aber vergleichsweise überschaubar.

2. ROT-Daten: Der Name ROT steht für "Redundant, Obsolet, Trivial". Sie stellen Daten ohne Geschäftswert dar. Hierzu zählen vor allem Spam, Werbung oder Phishing-Mails. Sie entsprechen ungefähr 19 Prozent in Deutschland, der europäische Schnitt liegt bei 32 Prozent.

3. Dark Data: Bei den dunklen Daten handelt es sich um ungenutzte Daten, die in den Untiefen der Speicherplattformen schlummern. Ihr Wert ist noch nicht identifiziert, daher kann sich später herausstellen, dass sich unter ihnen auch geschäftskritische- und/oder ROT-Dateien befinden. In der Regel sind es aber betriebliche Informationen, die der Auswertung entgehen und ungenutzt bleiben. Gemeint sind häufig Informationen über Social Skills wie Teamfähigkeit oder kommunikative Kompetenzen, die oft im Tagesgeschäft einer Firma gesammelt werden. Als Beispiele seien hier Server-Log-Dateien genannt, die Hinweise auf das Verhalten der Website-Besucher geben könnten. Aber auch detaillierte Anrufer-Aufzeichnungen, die die Konsumentenstimmung widerspiegeln. Dark Data machen in Deutschland 66 Prozent – im Rest Europas dagegen nur 53 Prozent aus.

Die unzureichende Erschließung dieser unbekannten Daten schlägt sich auch im Umkehrschluss in Zahlen nieder. Denn durch die mangelnde Indexierung werden Unternehmen weltweit etwa 784 Milliarden Euro alleine für die Pflege wertloser ROT-Daten aufbringen müssen. Um diesen großen Anstieg aufzufangen, haben 2016 bereits alleine im EMEA-Raum 46 Prozent der Unternehmen in Cloud-Speicher investiert – 2015 waren es noch 33 Prozent.

Deutsche Unternehmen wenden mit 1.000 Terabyte an Daten jährlich 594.000 Euro auf, um triviale Informationen zu verarbeiten, die absolut irrelevant für das Geschäft sind. Langsam wird den Organisationen dieser Umstand aber bewusst, jedoch fehlt es ihnen an einer ganzheitlichen Systemlösung, um diesen potenziellen Datenschatz zu heben und messbar zu machen – und vor allem anzuzapfen. So versteckt sich hinter diesem Datenberg nicht nur ungenutztes Potential, sondern auch eine Gefahr.

Daten sollten schließlich einen Wert besitzen – und vor allem Mehrwert schaffen. Die Thematik erhält unter dem Damoklesschwert der Datensicherheit daher eine ganz besondere Dimension. Denn Dark Data, die ungenutzt durch die Vorratsdaten schwirren bergen die Gefahr, schädlich für das Unternehmen zu werden. Denn einige der Daten könnten brisante Informationen über die Organisation enthalten oder sogar gegen bestehende Compliance-Regeln verstoßen. (Cornerstone OnDemand: ra)

eingetragen: 13.03.17
Home & Newsletterlauf: 31.03.17


Cornerstone OnDemand: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -



Meldungen: Hintergrund

  • Jagdrevier für Kryptominer

    Das bevorstehende Fußball-Turnier in Russland diesen Sommer zählt zu den größten Sportereignissen der Welt und Deutschland hat seit 1994 erstmals wieder die Chance, den Titel zu verteidigen. Das größte Fußball-Ereignis der Welt verbindet Menschen aller Nationen, die globale Aufmerksamkeit bei solchen Großevents ist jedoch auch prädestiniert für Cyber-Attacken aller Art, die zum einen Profitmaximierung, aber zum anderen auch geopolitische Destabilisierung als Ziel haben können. Helge Husemann, Sicherheitsexperte von Malwarebytes, dem führenden Anbieter von Lösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, nennt sieben mögliche Gefahren vor und während des Fußball-Turniers in Russland.

  • Erkennung von Bedrohungen

    Es hat sich erwiesen, dass Unternehmen, die im Rahmen ihrer Omnichannel-Initiativen die Einbeziehung digitaler Identitäten fokussieren, für ein nachhaltiges Wachstum besser positioniert sind als solche, die allein auf die Intelligenz der Endgeräte setzen. Aktuellen Studien zufolge können erstgenannte Unternehmen durch eine verbesserte Neukundengewinnung und eine höhere Kundenbindung ein Umsatzplus von bis zu acht Prozentpunkten gegenüber dem Branchendurchschnitt realisieren. Allerdings herrscht häufig der Irrglaube vor, dass sich "Digitale Identität" und "Geräteintelligenz" als Synonyme gebrauchen lassen. Armen Najarian, Chief Marketing Officer bei ThreatMetrix, hat sich bereits in einem Blog-Beitrag zum Unterschied zwischen Geräteintelligenz und digitaler Identität geäußert.

  • Hybride Bedrohungen

    Die AfD-Fraktion will mehr wissen über so genannte hybride Bedrohungen. Dabei handele es sich nach Angaben der Deutschen Bundesregierung um "unterschiedliche Formen und Methoden des Konfliktaustrags", darunter Desinformation, Cyberattacken und Cybersabotage. Die Abgeordneten erkundigen sich in einer Kleinen Anfrage (19/1002) nun danach, welche Fälle von hybriden Bedrohungen gegen Deutschland seit 2010 bekannt geworden sind.

  • Verschlüsselte Telekommunikation

    Die FDP-Fraktion interessiert sich für die Möglichkeiten der Überwachung von Telekommunikationsmitteln zur Strafverfolgung und die Nutzung einschlägiger Software. Offenbar habe das Bundeskriminalamt (BKA) damit begonnen, auch verschlüsselte Botschaften im Internet zu lesen. Neben der selbst konzeptionierten Software RCIS stehe dem BKA dazu ein Programm namens FinSpy zur Verfügung, heißt es in einer Kleinen Anfrage (19/1020) der Fraktion. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun wissen, wie oft, in welchen Fällen und auf welche Weise Software zur Überwachung informationstechnischer Systeme eingesetzt worden ist oder noch eingesetzt wird.

  • Schutz industrieller Informationssysteme

    Das Thema Cybersicherheit war 2017 für viele Industrieunternehmen auf der Tagesordnung. Hackerangriffe auf Informationssysteme machten Schlagzeilen. Sie zeigten vielen, dass man selbst eventuell auch angreifbar ist. Um die Sicherheit der Industriesysteme zu gewährleisten, sind geeignete Maßnahmen erforderlich, sowohl in Bezug auf die IT-Infrastruktur als auch auf die OT-Integrität. Die Zuverlässigkeit ist dabei von zentraler Bedeutung und hat oftmals größeren Einfluss als die IT, weil sie sich auf die Integrität des Eigentums und natürlicher Personen auswirken kann. Informationssysteme von produzierenden Unternehmen unterscheiden sich von denen anderer Wirtschaftszweige. Dadurch werden Sicherheits- und Schutzmaßnahmen erforderlich, die eine geschäftsspezifische Logik integrieren. So bieten herkömmliche, funktionsübergreifende Sicherheitslösungen kein entsprechendes Sicherheitsniveau für diesen Bereich.