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Neue Dimension der Cyber-Security


Mit der Rechenpower und agilen Entwicklungsmethoden, die durch die Cloud kostengünstig zur Verfügung stehen, können neue Angriffswerkzeuge realisiert werden, die die Möglichkeiten bisheriger Methoden drastisch erhöhen
Ebenso wie Angreifer in der Vergangenheit die Sicherheitslücken von IoT-Geräten für DDoS-Attacken genutzt haben, rückt künftig zunehmend die Cloud ins Blickfeld


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Die Bedrohungslage für die IT-Sicherheit wird sich substanziell verschärfen, meint Software-Anbieter CyberArk. Gründe sind die verstärkte Cloud-Nutzung, Weiterentwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz und Hacker-Kooperationen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Jedes Jahr von neuem beleuchten Hersteller und Marktforscher einzelne Sicherheitstrends – für 2017 etwa die isolierte Zunahme von Ransomware- oder DDoS-Attacken. "Das ist alles schön und gut, verkennt aber die Tatsache, dass sich die Bedrohungslandschaft nicht einfach, wie bisher, inkrementell verändern wird", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. "Vielmehr verstärken sich grundlegende Trends gegenseitig und führen in naher Zukunft zu einer drastischen Erhöhung der Gefährdungslage."

Die drei Gründe für die veränderte Sicherheitslage im Überblick:

1. Cloud-basierte Cyber-Attacken
Der Geschäftsalltag in immer mehr Unternehmen ist geprägt von der zunehmenden Nutzung von Cloud-Infrastrukturen und Cloud-basierten Services. Die Vorteile der Cloud sind weitreichend und sind natürlich auch Cyber-Kriminellen nicht verborgen geblieben.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Ebenso wie Angreifer in der Vergangenheit die Sicherheitslücken von IoT-Geräten für DDoS-Attacken genutzt haben, rückt künftig zunehmend die Cloud ins Blickfeld. Hacker werden sie für die beschleunigte Entwicklung von Angriffs-Tools verwenden.

Mit der Rechenpower und den agilen Entwicklungsmethoden, die durch die Cloud kostengünstig zur Verfügung stehen, können neue Angriffswerkzeuge realisiert werden, die die Möglichkeiten bisheriger Methoden drastisch erhöhen. Damit werden wesentlich stärkere und zerstörerische Attacken als in der Vergangenheit möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die Cloud-Nutzung die Hacker-Identifizierung nahezu unmöglich wird.

2. Selbstlernende Cyber-Attacken
Das vergangene Jahr war von signifikanten Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) geprägt, etwa bei Technologien im maschinellen Lernen oder Deep Learning.

Auch hinsichtlich des Themas Cyber-Sicherheit arbeiten inzwischen Hunderte von Unternehmen daran, KI und maschinelles Lernen in ihre Technologien zu integrieren, um die nächsten größeren Cyber-Attacken zu prognostizieren, zu verhindern und zu bekämpfen.

Leider kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch Cyber-Angreifer in gleichem Maße KI-Vorteile zunutze machen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das neue Jahr die erste KI-basierte Cyber-Attacke mit sich bringt.

Charakterisiert werden diese Attacken durch die Fähigkeit sein, bei ihrer Ausbreitung zu lernen und "besser zu werden". Damit kann etwa der übliche "Spray and Pay"-Ansatz bei Ransomware-Attacken optimiert werden.

3. Hacker-Kooperationen
Es ist zu befürchten, dass auch Hacker-Kooperationen zunehmen werden. Cyber-Kriminelle werden ihre Zusammenarbeit verstärken, um dadurch auch Attacken größeren Ausmaßes durchzuführen, die bis dato typischerweise gut organisierten kriminellen Vereinigungen vorbehalten waren.

Zudem ist zu erwarten, dass Hacker in immer stärkerem Maße Tools nutzen werden, mit denen sie von anderen Attacken "lernen" können – so werden sich sehr schnell "De-facto Best Practices" herauskristallisieren, die einer breiten Masse zur Verfügung stehen.
"Angesichts dieser sich weiter verschärfenden Bedrohungslage dürfen Unternehmen das Thema IT-Security nicht mehr nur punktuell an einzelnen Trends wie Crypto-Ransomware oder DDoS festmachen und im Einzelfall reaktive Maßnahmen ergreifen", so Kleist. "IT-Sicherheit sollte mehr denn je zum Topthema jedes Unternehmens werden, anderenfalls drohen existenzgefährdende Konsequenzen." (CyberArk: ra)

eingetragen: 23.01.17
Home & Newsletterlauf: 20.02.17


CyberArk: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

  • Bekannte Angriffsmethoden

    "Ich höre immer wieder, dass die bestehenden Sicherheitssysteme ausreichend seien und dass man machtlos gegen solche Angriffe wäre - dem ist nicht so", sagt Oliver Keizers, Regional Director DACH des IT-Sicherheitsunternehmens Fidelis Cybersecurity. "Wir haben in der Vergangenheit immer wieder vernommen, dass Unternehmen sich machtlos gegenüber modernen Cyberattacken fühlen. Hier wird leider zu oft mit traditionellen Verteidigungswerkzeugen auf moderne Angriffe reagiert. Wir haben es hier nicht mit simplen, traditionellen Angriffen zu tun, die bekannte Präventionssysteme wie Antiviren-Software oder Firewalls verteidigen können, welche dann keine Gefahr mehr darstellen. Moderne Angriffe verstecken sich vor diesen Verteidigungslinien jedoch erfolgreich und lassen uns vermeintlich machtlos sein, hier bedarf es jedoch vor allem modernen Erkennungssystemen, welche eine weitere Verteidigung in der zweiten Linie ermöglichen. Auch uns und unseren Sicherheitsforschern war der hier vorliegende Schadcode initial unbekannt, das heißt aber nicht, dass wir nichts über die einzelnen Methoden gewusst hätten und diesen somit sehr wohl erkennen und erfolgreich verhindern konnten."

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