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Quantencomputer knacken Verschlüsselungen


Diese Cyber-Bedrohungen kommen in Zukunft auf uns zu
Künstliche Intelligenz, Quantencomputing: Wie Hacker neue Technologien für ihre Ziele missbrauchen werden



Deutsche Unternehmen stehen unter digitalem Dauerbeschuss. Egal, ob Großkonzern oder Mittelständler: Qualität und Umfang der Cyber-Attacken haben in der Vergangenheit ständig zugenommen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Ganz im Gegenteil: Die Hacker werden neue Technologien geschickt zu nutzen wissen, um ihr Handwerk weiter zu perfektionieren. Dell Technologies zeigt auf, welche neuen Cyber-Bedohungen in den nächsten Jahren auf die Unternehmen zukommen werden.

In drei Jahren: 5G öffnet neue Einfallstore
Der neue Mobilfunkstandard 5G wird dafür sorgen, dass künftig deutlich mehr Geräte, Sensoren und kritische Services miteinander vernetzt sind als das heute noch der Fall ist. In der Industrie werden dabei IT und OT, also die Systeme zur Steuerung der Anlagen, stark miteinander verschmelzen. Dadurch bieten sich Cyber-Kriminellen noch einmal erheblich mehr Angriffsflächen.

Herkömmliche IT-Security-Ansätze basieren auf nicht-vernetzten und nicht-korrelierten Sicherheitselementen. Deshalb werden sie nicht in der Lage sein, Angriffe in 5G-Netzwerken zu erkennen und zu stoppen. Diese grundsätzliche Herausforderung muss gelöst werden. Speziell in der Industrie besteht zusätzlich das Problem, dass die langen Lebenszyklen der Hardware in den Produktionsanlagen die Aktualisierung der Sicherheitsmechanismen erschweren. Diese Sicherheitslecks gilt es künftig zu schließen.

In fünf Jahren: Künstliche Intelligenz greift an
Schon heute nutzen Cyber-Kriminelle in ersten Ansätzen KI-basierte Technologien, um intelligente Malware zu entwickeln. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellen sie polymorphe Schadsoftware, die ihren Code und ihre Angriffsmuster automatisch verändert und sich so bis zur Unkenntlichkeit tarnen kann. In Zukunft werden KI-basierte Cyber-Attacken deutlich breiter zum Einsatz kommen und darauf abzielen, Sicherheitsmaßnahmen wie Spamfilter, Gesichtserkennung oder die Aufdeckung von Anomalien zu umgehen.

Um sich dem entgegenzustellen, werden auch die IT-Security-Anbieter ihrerseits auf Künstliche Intelligenz setzen. Durch ihre Fähigkeit, riesige Datensätze zu analysieren und Verhaltensmuster zu erlernen, ist diese Technologie geradezu prädestiniert für Cybersecurity. So könnte sie etwa in Zukunft Security Operations Center ermöglichen, die rund um die Uhr automatisiert arbeiten.

In zehn bis 15 Jahren: Quantencomputer knacken Verschlüsselungen
Quantencomputer werden das Spiel mit der Cyber-Sicherheit grundlegend verändern. Diese Supercomputer lösen komplexe Aufgaben besonders gut und um ein Vielfaches schneller, weil sie nicht wie heutige Rechner mit den Werten 0 und 1 arbeiten, sondern in einem Arbeitsschritt eine Vielzahl von Abstufungen berechnen können. Der Einsatz von Quantencomputern wird die Leistungsfähigkeit von Systemen und damit die Ausführung von Berechnungen und Transaktionen auf ein bislang unerreichtes Niveau anheben. Genau das könnte auch Cyber-Kriminellen in die Hände spielen – etwa beim Knacken heute noch sicherer kryptografischer Verfahren.

Die Forschungen an neuen Verschlüsselungsverfahren, die vor Attacken mit Quantencomputern sicher sind, haben deshalb bereits begonnen, und zwar in Form der so genannten Post-Quanten-Kryptographie (PQC). Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entwicklung von Verfahren, deren mathematische Basisprobleme auch von einem Quantencomputer nicht effizient gelöst werden können.

Cybersecurity bleibt ein Katz- und Mausspiel
"Trotz aller Veränderungen wird eines auch in Zukunft beim Alten bleiben: Cyber-Sicherheit ist ein ewiges Katz- und Mausspiel zwischen der IT-Security-Branche und den Hackern", sagt Andreas Scheurle, Product Specialist Endpoint Security bei Dell Technologies. "Auch wenn Sicherheitsvorkehrungen selbst keine unmittelbare Wertschöpfung erzielen, verhindern sie doch existenzbedrohende Angriffe – das gilt morgen genauso wie heute. Fallen Rechner aus und stehen Maschinen still, kann das enorme Kosten verursachen; und kommt es zur Offenlegung sensibler Kundendaten im Internet oder schlicht zum Zugriff durch Dritte, führt das zu erheblichen Vertrauens- und Reputationsverlusten."
(Dell Technologies: ra)

eingetragen: 27.10.19
Newsletterlauf: 28.11.19

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Meldungen: Hintergrund

  • Zunahme von Angriffen mit JavaScript-Skimmern

    Im Jahr 2020 könnten es - laut Vorhersagen von Kaspersky - finanziell motivierte Cyberkriminelle vermehrt auf Apps zur Geldanlage, Systeme zur Verarbeitung von Finanzdaten online und aufstrebende Krypto-Währungen abgesehen haben. Zudem werden sich voraussichtlich der Handel mit Zugängen zur Infrastruktur von Banken und die Entwicklung neuer Varianten mobiler Malware basierend auf Sourcecode-Leaks etablieren. Neben den Bedrohungen im Finanzbereich hat Kaspersky im Rahmen ihres "Security Bulletins 2019/2020" auch mögliche Gefahren für andere Branchen prognostiziert.

  • Prognosen zur Anwendungssicherheit für 2020

    Veracode veröffentlichte vor kurzem die zehnte Ausgabe ihres jährlich erscheinenden "State of the Software Security" (SoSS)-Reports. In diesem beschreibt die Anwendungssicherheitsspezialistin, wie sich die Sicherheit von Software und Applikationen im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat und stellt eine Bilanz zum aktuellen Ist-Stand auf. Doch welche Trends zeichnen sich für die kommenden Jahre ab und auf welche Weise sollten Unternehmen auf die Veränderungen reagieren? Codes, auf denen Software und Applikationen aufbauen, werden stetig umgeschrieben oder erweitert, da Unternehmen ihre Angebote an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen müssen. Jede neue Veränderung bedeutet aber auch, dass die Applikationen dadurch angreifbar werden. Somit steigt das Risiko, dass sich Fehler und Bugs einschleichen und damit die Sicherheit der jeweiligen Anwendung - oder sogar des Unternehmens - gefährden.

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    Die Bedrohungslage für OT-Systeme, kritische Infrastrukturen und industrielle Steuerungsanlagen wird sich auch 2020 im Vergleich zu 2019 kontinuierlich weiterentwickeln. Da diese Systeme dem öffentlichen Internet immer stärker ausgesetzt sind, wird es für Hacker immer einfacher, sie anzugreifen. Dies gilt nicht nur für staatlich unterstützte bzw. beauftragte Angreifer, sondern auch für Cyberkriminelle, die in erster Linie finanziell motiviert handeln. Es ist zu befürchten, dass gerade staatlich gesteuerte Angreifer ihre Ziele genauer auswählen und ihre Spuren besser verwischen werden. Die Fälle, von denen in den Medien berichtet wird, dürften nur die Spitze des Eisberges darstellen. Aufgrund der kleinen Stichprobe (2019 gab es lediglich 12 hochkarätige Angriffe weltweit) ist es unmöglich, ein genaues Bild über die tatsächliche Bedrohungslage zu erhalten.

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    Am Ende jedes Jahres setzen wir bei Forescout uns zusammen und erörtern, welche Trends sich unserer Meinung nach in den nächsten zwölf Monaten beschleunigen und welche neu entstehen werden. Als wir dieses Jahr mehr als 50 Prognosen auf letztendlich sechs eingrenzten, fiel uns einmal mehr auf, wie schnell sich der Cybersicherheitssektor doch verändert. Die Bedrohungen und Angreifer werden immer raffinierter und richten weiter verheerende Schäden in Unternehmen aller Größen und Branchen an, und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie strategischer denn je vorgehen müssen, wenn sie ihren Sicherheitsstatus verbessern wollen. Es bedeutet auch, dass sie sich mit vielversprechenden neuen Technologien auseinandersetzen müssen - einige davon erwähnen wir im Folgenden -, noch bevor diese sich allgemein etabliert haben. Dies umfasst sowohl die Einführung neuer Technologien als auch den Schutz neuer Geräte. Und schließlich bedeutet es, einige der Auswirkungen zu bedenken, die ein Cyberangriff auf wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft haben könnte.

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    Von Passwort-Katastrophen bis hin zum verstärkten Krypto-Mining von Monero: Welche Cyberbedrohungen werden im Jahr 2020 auf uns zukommen? Instabilität der Darknet-Märkte: Die englischsprachigen Darknet-Märkte haben ein schwieriges Jahr hinter sich mit zahlreichen Takedowns, Exit-Scams, Verhaftungen, ungewöhnlichen Aktivitäten, bei denen Märkte an- und ausgeschaltet wurden, sowie anhaltenden DDOS-Angriffen. Diese Instabilität hat den Ruf der Darknet-Märkte geschädigt, und das wird 2020 beträchtliche Paranoia bei Cyberkriminellen auslösen, die sich wahrscheinlich nur langsam beruhigen wird. Diese Unvorhersehbarkeiten haben vielleicht keine nennenswerten sichtbaren Auswirkungen auf Endbenutzer und Unternehmen, können jedoch dazu führen, dass Märkte anderswo entstehen und die Lieferketten von Cyberkriminellen insbesondere im englischsprachigen Raum sehr durcheinanderbringen.