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KI und Machine Learning liegen im Trend


Was bedeutet Künstliche Intelligenz für Cybersecurity? Drei Prognosen
Viele Meachine Learning-Systeme sind heute eine "Black Box"

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Künstlicher Intelligenz gehört die Zukunft. Dies zeigt sich schon am aktuellen "Stellungskampf" der großen Marktplayer: Vor kurzem hat Apple mit John Giannandrea einen führenden KI-Fachmann von Google abgeworben. Auch die Branchenanalysten sehen großes Potenzial. Laut Statista beträgt im Jahr 2025 der Umsatz mit Business-Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz weltweit 31,24 Milliarden US-Dollar.

Doch was bedeutet der Trend für das Security-Umfeld? Eset-Experten untersuchten die aktuellen Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning und beschreiben deren Folgen auf künftige Geschäftsmodelle und die Security-Industrie. Thomas Uhlemann, Security Specialist bei Eset, sagt: "Künstliche Intelligenz beeinflusst die Zukunft von Unternehmen und Security-Herstellern schon heute. Verantwortliche müssen schnellstmöglich Know-How aufbauen und verantwortungsvoll mit der Technologie umgehen." Die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs unterstreichen auch die drei Prognosen von Eset.

Prognose 1: Machine Learning erfordert Prozesstransparenz, nicht nur wegen DSGVO
Viele Meachine Learning-Systeme sind heute eine "Black Box": Niemand weiß genau, was zwischen der Eingabe der Informationen und der Ausgabe der Ergebnisse geschieht. Das gilt auch, wenn sie personenbezogene Daten bearbeiten. Doch im Rahmen der DSGVO müssen Unternehmen in der Lage sein, betroffenen EU-Bürgern die Wirkungsweise der eingesetzten automatisierten Systeme für die Datenbearbeitung zu erklären.

Für die Sicherheit IT-basierter Systeme könnte sich aus dieser Entwicklung ein Problem ergeben - denn: Geraten detaillierte Erkenntnisse in falsche Hände, könnten Cyberkriminelle die Machine Learning-basierten Systeme als neue Angriffsvektoren identifizieren und für die Entwicklung neuer Cyber-Angriffsszenarien ausnutzen.

Prognose 2: Auch Cyberkriminelle sehen die Potenziale von Künstlicher Intelligenz
Der Wettlauf zwischen Security-Experten und Cyberkriminellen geht daher auch mit KI weiter. So haben vor kurzem Sicherheitsforscher untersucht, wie sich KI für bösartige Angriffe missbrauchen lässt. Dies geschieht vorwiegend auf drei Arten: Bestehende Bedrohungen werden erweitert, neue Bedrohungen erzeugt und die Bedrohungstypen verändert. Dabei legten die Analysten nur Technologien zugrunde, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen. Unternehmen sollte also bewusst sein, dass durch KI in absehbarer Zeit neuartige Gefahren entstehen.

Prognose 3: Cybersecurity profitiert von Machine Learning – wenn die Muster erkannt werden
KI bietet aber auch Chancen – und Herausforderungen. Erfolgreiches Machine Learning setzt voraus, dass die Systeme an großen Datensets trainiert werden können. Dieser umfangreiche Input muss korrekt gekennzeichnet sein. Das gilt es zu kontrollieren, genau wie die Trainingsergebnisse. Eset perfektioniert seit Jahren die automatische Erkennung von Malware und kennt die Herausforderungen.

Im Bereich Cybersecurity benötigt Machine Learning viele Muster – bösartige und gutartige. Eset sammelt diese seit gut 30 Jahren und verfügt über ein in Jahrzehnte gewachsenes Know-how in der Entwicklung und Einsatz von Machine Learning-Systemen zur Erkennung und Abwehr Schadcode basierter Cyber-Angriffe. Aber ohne die Kalibrierung, Bewertung und Überprüfung durch menschliche Experten kommen auch diese Systeme nicht aus. Denn schon eine Fehleinschätzung kann fatale im Security-Gesamtkontext Folgen haben.

"Künstliche Intelligenz dient nicht nur Unternehmen, sondern auch Cyberkriminellen als neues Geschäftsfeld. Unternehmen brauchen daher einen übergreifenden Austausch mit Politik, Kunden und starken Partnern, um die Künstliche Intelligenz zu dem zu machen, was sie ist: Eine nie da gewesene Chance für die IT-Security", fasst Uhlemann zusammen. (Eset: ra)

eingetragen: 04.06.18
Newsletterlauf: 19.06.18

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Meldungen: Hintergrund

  • DSGVO-Geldstrafen werden Realität

    Unternehmen und Behörden bereiten sich auf ein neues, ereignisreiches Cybersecurity-Jahr vor. Digital Shadows hat vier zentrale Trends für 2019 zusammengefasst. Emotet: Banking-Trojaner wird smarter und gefährlicher Der Banking-Trojaner Emotet gefährdet schon seit Jahren ganze Netzwerke, verbreitet sich rasend schnell über Spam-Emails und hat sich dabei von einer "simplen" Malware zu einem der gefährlichsten Schadprogramme weltweit entwickelt. Ist das System einmal infiziert, lädt Emotet weitere Malware nach - darunter andere Banking Trojaner wie IcedID und Trickbot. Das BSI meldete erst im Dezember einen signifikanten Anstieg entsprechender Angriffe in Deutschland.

  • Zahl der Datenschutzverletzungen wächst

    Während Gruppen mit Beziehungen zum Terrorismus Firmen und Einzelpersonen schon über Jahre hinweg ins Visier genommen haben, ist 2019 vermutlich mit weitaus zerstörerischeren Angriffen zu rechnen. Statt mithilfe von Ransomware in Systeme einzubrechen, werden die Angreifer neue Tools für schwerwiegende Angriffe nutzen, die sich ganz gezielt gegen bestimmte Personen oder Unternehmen richten. Das können Angriffe auf die Datenintegrität sein, die Rechner so nachhaltig schädigen, dass die Hardware ausgetauscht werden muss, bis hin zu physischen Attacken bei denen beispielsweise Drohnen eingesetzt werden (wie etwa im August dieses Jahres in Venezuela). Die Angriffsflächen werden sich weiter vergrößern und Cyberkriminelle werden darin ihren Vorteil suchen. Unternehmen müssen die Konsequenzen ziehen und genau analysieren wo ihre potenziellen Angriffsflächen und -ziele liegen. Und sie müssen mehr denn je potenzielle Risiken bereits vorausschauend erkennen, wenn sie Angriffe verhindern wollen.

  • Acht Cybersecurity-Trends für 2019

    LogRhythms Vice President und Managing Director EMEA, Ross Brewer, wagt erneut einen Blick in die Glaskugel und prognostiziert weltweite Trends für 2019 wie wirksam eingesetzte Cyberspionage aus China, der weiter ansteigende Fachkräftemangel in Deutschland und die Balkanisierung in den USA in Hinblick auf Cybersecurity-Verordnungen. Eine Cyberattacke auf ein Auto wird jemandem das Leben kosten. Wir haben bereits gesehen wie Hacker aus der Ferne einen Jeep auf der Landstraße zum Erliegen bringen, Sicherheitsfunktionen wie Airbags und Antiblockiersysteme deaktivieren und sich ins Bluetooth eines Autos sowie in die OnStar-Funktionen hacken. Da Autos immer vernetzter sind und sich autonomes Fahren stets weiterentwickelt, werden Hackern immer mehr Möglichkeiten geboten, erheblichen Schaden anzurichten.

  • Diese Cyber-Sicherheitstrends erwarten uns in 2019

    In ihrem neuen McAfee Labs Threats Predictions Report identifiziert das Sicherheitsunternehmen McAfee die wichtigsten Trends, die 2019 die Welt der Cyber-Kriminalität prägen werden. Die Forscher von McAfee erwarten, dass Malware-as-a-Service den Markt für das Outsourcing von Angriffen und die Entwicklung immer innovativeren und agileren Angriffsmethoden weiterhin stärken wird. So werden Cyber-Kriminelle hauptsächlich Unternehmensdaten, Smart Home-Geräte, die Cloud, Mobiltelefone aber auch Soziale Medien verstärkt ins Visier nehmen. "Im Jahr 2018 erlebten wir eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Cyber-Kriminellen im Untergrund", sagt Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee. "Diese kollaborative Mentalität der Hacker steigert die Effizienz der eingesetzten Technologien sowie Taktiken und ermöglicht dadurch eine organisierte und agile Vorgehensweise bei Cyber-Angriffen. Gleichzeitig erwarten wir aber auch, dass sich vermehrt Cyber-Sicherheitsallianzen in 2019 herausbilden werden, die gezielt gegen Angriffe aus dem Untergrund vorgehen."

  • Kaufen Sie nicht den Hype

    Kunden werden was ihr ganz persönliches Einkaufserlebnis anbelangt immer anspruchsvoller. Händler tun folglich alles, um für die bevorstehende Feiertagssaison sämtliche Möglichkeiten auszureizen. Ladenlokale werden digitaler und vernetzter sein als je zuvor und Online-Shoppern wird eine Einkaufserfahrung geboten, die mit dem des stationären Handels vergleichbar ist. Das ist auf den ersten Blick erfreulich. Allerdings hat diese Entwicklung einige unerwünschte Nebenwirkungen in punkto Sicherheit. Händler setzen sich neuen Sicherheitsrisiken aus, zumal wenn wir über die Weihnachtszeit hinaus bis ins folgende Jahr 2019 weiterdenken. Technologien, die Komfort versprechen und bequem sind, setzen Verbraucher und Händler gleichermaßen erhöhten Risiken aus. Dessen sollte sich die Branche bewusst sein.