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DDoS-Attacken über IoT-Botnets


Fünf aktuelle Sicherheitstrends: In den letzten Wochen traten neuartige DDoS-Attacken auf, die ungesicherte IoT-Geräte nutzten
IoT-Geräte sind aktuell auf dem Vormarsch doch die Sicherheitsvorkehrungen halten damit nicht Schritt - Schwachstellen in den intelligenten vernetzten Geräten machen sie zu leichter Beute für Cyberkriminelle

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Der aktuelle Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn hat erneut gezeigt, dass Unternehmen mit immer größeren Bedrohungen rechnen müssen. Nach Medienberichten basierte er auf rund 300.000 ungesicherten IoT-Geräten (Internet of Things) als Bot-Netz, über das eine DDoS-Attacke mit einem Datenvolumen von 1,2 Terabit pro Sekunde erzeugt wurde. Damit war dies der bisher größte Angriff dieser Art. Er stellt den bis dahin umfangreichsten Angriff in den Schatten, bei dem der französische Internet Service Provider OVH mit einer 1-Tbs-Attacke konfrontiert wurde.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Sicherheitsbedrohungen immer umfangreicher und ausgereifter werden. Dass ein Unternehmen Ziel einer Attacke ist, wird immer wahrscheinlicher. Der Sicherheitsspezialist F5 hat die fünf wichtigsten Trends zusammengefasst, die Unternehmen in den nächsten Monaten im Blick behalten sollten, damit sie ausreichend darauf vorbereitet sind.

DDoS-Attacken über IoT-Botnets
IoT-Geräte sind aktuell auf dem Vormarsch – doch die Sicherheitsvorkehrungen halten damit nicht Schritt. Schwachstellen in den intelligenten vernetzten Geräten machen sie zu leichter Beute für Cyberkriminelle. Diese kapern immer mehr Geräte wie Überwachungskameras, Heim-Router oder Babyphones und nutzen sie für ihre Zwecke. Mit wenigen Klicks können sie damit massive DDoS-Attacken erzeugen und großen Schaden anrichten. So wurden bei der aktuellen Attacke auf Dyn zahlreiche Websites lahmgelegt, etwa von Twitter, Spotify, Netflix und Amazon. In den Unternehmen muss das Bewusstsein für die Schwachstellen von IoT-Geräten wachsen, die zwar viele Vorteile bieten, aber gleichzeitig einen weiteren Angriffsvektor für Cyberkriminelle darstellen. Unternehmen müssen außerdem sicherstellen, dass sie über eine Abwehrstrategie gegen DDoS-Angriffe verfügen und einen klaren Plan für den Fall besitzen, dass Angreifer zuschlagen.

Datenschutz-Grundverordnung GDPR
Die Datenschutz-Grundverordnung GDPR gilt zwar erst ab Mai 2018. Da aber die meisten Unternehmen mehrere Jahre für ihre Umsetzung benötigen dürften, sollten sie dieses Thema jetzt angehen. Angesichts drohender Sanktionen, etwa einer Geldbuße in Höhe von 4 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes, müssen sie ihre IT-Infrastruktur schnell daran anpassen. Teile der GDPR, etwa das Recht auf Vergessen und die Datenportabilität, können dabei Probleme bereiten. Denn viele Unternehmen wissen gar nicht genau, welche Kundendaten sie wo speichern. Die größte Herausforderung ist die Ermittlung, für wie viele Daten sie verantwortlich sind. Doch Datenschutzverletzungen oder Forderungen ihrer Kunden können schmerzhafte Einbußen beim Unternehmensgewinn nach sich ziehen und die Kundenbeziehung beschädigen.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Cloud-Nutzung
Unternehmen migrieren ihre Infrastruktur zunehmend in die Cloud. Dabei bleiben jedoch viele Sicherheitsbedenken ungeklärt. Wissen Unternehmen, wie sie in der Cloud sicher arbeiten und wer den Schlüssel zu ihren Daten besitzt? Aktuelle Technologien ermöglichen den sicheren Übergang in die Cloud. So wenden CASB-Lösungen (Cloud Access Security Broker) strenge Sicherheitsrichtlinien über mehrere Cloud-Dienste hinweg an. Dadurch erhalten IT-Teams die Kontrolle darüber, wer auf Cloud-Dienste zugreifen darf, und sorgen dafür, dass die Unternehmensdaten ausreichend sicher verschlüsselt sind.

App-Sicherheit
Es gibt heute eine breite Auswahl an mobilen Apps, mit denen Anwender über eine Vielzahl an Geräten von unterschiedlichen Orten aus auf Unternehmensdaten zugreifen. Jede Schwachstelle in diesem Netzwerk, etwa ein mit Malware infiziertes Mobiltelefon, kann für Cyberkriminelle den Zugang zum Unternehmen eröffnen. Gelingt es ihm, sich die Anmeldedaten eines Mitarbeiters zu verschaffen, bekommt er Zugriff auf alle dem Mitarbeiter zugänglichen Daten. Um sich besser zu schützen, müssen die Unternehmen daher die Sicherheit auf App-Ebene optimieren sowie mehr Wert auf die Aufklärung der Mitarbeiter legen und sich nicht allein auf den guten alten Firewall-Ansatz verlassen.

Identitäts- und Zugangssteuerung
Mitarbeiter können heute auf verschiedene Online-Portale zugreifen – von Finanzdiensten bis zur Spesenabrechnung – und das mit nur einem Nutzerkonto (Single Sign-on - SSO). Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, kann er mithilfe seiner Anmeldedaten weiterhin auf kritische Daten zugreifen, sofern seine Benutzerkonten nicht rechtzeitig deaktiviert wurden. Deshalb ist es zwingend notwendig, eine Federated-Services-Technik einzusetzen, die einen Single-Sign-on-Ansatz unterstützt. Dabei erfolgt die Authentisierung beim Arbeitgeber und die Mitarbeiter werden beim Zugriff auf die Anwendungen zum Cloud Computing-Dienst umgeleitet. Damit haben Unternehmen die Anmeldedaten ihrer Mitarbeiter unter Kontrolle und sind besser vor Betrug geschützt. (F5 Networks: ra)

eingetragen: 19.12.16
Home & Newsletterlauf: 12.01.17


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Meldungen: Hintergrund

  • IT-Security 2019: die Zwischenbilanz

    Die erste Halbzeit ist vorbei: Wie lautet der Zwischenstand für das Jahr 2019 im Bereich IT-Sicherheit? Dies soll aus fünf Perspektiven betrachtet werden: Datenschutz-Verletzungen, Cloud Computing, Domain Name System (DNS), mobile Geräte und Bots. Durch Cyberangriffe, Ransomware und Datenschutz-Verletzungen wurden von Januar bis April 2019 etwa 5,9 Milliarden Datensätze offengelegt. Fast jeder Privatnutzer erhält inzwischen Erpressungs-Mails von Cyberkriminellen, weil sie im Besitz seines Passworts oder der E-Mail-Adresse seien. Ob Gesundheitswesen, Automobilbranche, öffentliche Hand, Einzelhandel oder IT-Sektor: Auch Unternehmen jeder Branche werden heute angegriffen.

  • Angreifer erhalten erhebliche Angriffsfläche

    Mit bis zu 6 Millionen betroffenen Bürgern war die Attacke der SamSam-Gruppe auf Atlanta im Jahr 2018 der wohl bisher folgenreichste Ransomware-Angriff auf eine einzelne Stadt. Auch andere Großstädte wie Cincinnati oder Baltimore waren bereits Opfer von Ransomware-Angriffen. Deutlich häufiger jedoch sind derartige Attacken laut Radware auf kleinere Gemeinden, Kreise oder Bezirke.

  • Cyber-Werkzeuge und Darknet-Marktplätze

    Die Cyberkriminellenszene wandelt sich stetig. Nicht nur die Angriffsmethoden werden cleverer, auch die Cyberkriminellen selbst verändern sich. Michael Veit, Security Evangelist aus Deutschland, Gabor Szappanos, Principal Malware Researcher der SophosLabs in Ungarn, Andrew Brandt, Principal Researcher der SophosLabs, USA, sowie Chester Wisniewski, Principal Research Scientist bei Sophos in Kanada, haben gemeinsam einen Blick auf die Entwicklungen in der Szene geworfen. Ihre wichtigsten Überzeugungen: Der Trend in der Cykerkriminalität geht zu Zusammenarbeit und Spezialisierung. Es gaunert sich dabei zunehmend professionell, es ist ein lukratives Geschäft und es ist (immer noch) einfach. Es gibt gut betuchte, gut ausgebildete Cyberkriminelle auf der einen, Hacker mit einfachen Schadwarebausätzen aus dem Darknet auf der anderen Seite. Die Branche setzt dabei stark auf Service - was man selbst nicht schafft, kauft man dazu. Dazu gehört auch das Fachwissen um menschliche Schwächen: Die Manipulation von Menschen ist den vier Experten zufolge eine ausgeprägte Angriffsstrategie der Cyberkriminalität. Auch zu deren Ursachen sind sich die IT-Security-Experten einig. In ihren Augen haben neben dem finanziellen Anreiz auch Armut und mangelnde Strafverfolgung einen bedeutenden Anteil am florierenden, illegalen Geschäft mit den Daten.

  • Wissen, das geschützt werden muss

    Mit der wachsenden Zahl immer ausgefeilterer Cyberattacken stellt sich nicht mehr die Frage, ob, sondern eher wann ein Unternehmen Opfer eines Angriffs wird. Viele Organisationen konzentrieren ihre Sicherheitsbemühungen immer noch auf Techniken zur Absicherung von Perimetern und investieren große Summen in den Versuch, Angreifer von ihren Netzwerken, Servern und Anwendungen fernzuhalten. Doch sollte der Sicherheitsfokus heutzutage auch auf den sensiblen Unternehmensdaten liegen und nicht nur auf den immer anfälligeren Schutzmauern, die sie umgeben - denn auf lukrative Daten haben es Angreifer zumeist abgesehen. Deshalb verlagern immer mehr Unternehmen ihre Security-Strategie hin zu einer optimierten Identifizierung, Kontrolle und Absicherung ihrer sensiblen Datenbestände.

  • Wachsendes Risiko der Cyberkriminalität

    Spionage, Datendiebstahl, Sabotage: Die deutsche Industrie leidet unter Cyberattacken. Deutschen Unternehmen ist in den Jahren 2016 und 2017 ein Schaden von 43 Milliarden Euro durch Datenspionage und Sabotage entstanden. Das bezifferte der Branchenverband Bitkom in seinem Report im letzten Jahr. Besonders kleine und mittlere Unternehmen waren nach Angaben der Bitkom von den Angriffen betroffen; die Zahl der Phishing-Attacken ist dabei stark gewachsen. Laut der Studie "Annual Cost of Cybercrime 2019" des Beratungshauses Accenture benötigen Unternehmen jedoch immer länger, um Angriffe zu erkennen und abzuwehren und verlieren dadurch mehr Geld. Demnach verändern sich die heutigen Cyberangriffe auf vielfältige Weise: von den Unternehmen, die im Visier der Kriminellen sind, über Angriffstechniken, bis hin zu den Arten von Schäden, die sie anrichten. Im letzten Jahr gab es laut der Studie durchschnittlich 145 Sicherheitsverletzungen, die in die Kernnetze der Unternehmenssysteme eingedrungen sind. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr und 67 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Und nicht nur die Zahl der Angriffe selbst steigen, sondern auch die Kosten. Der Studie zufolge belaufen sich diese im Schnitt auf ca. 13 Millionen Dollar pro Unternehmen. Das sind 1,4 Millionen Dollar Zusatzkosten gegenüber dem Jahr 2018.