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Verschlechterung ihrer Sicherheitslage?


Sicherheitsprognose 2017: Zusammenwachsen von digitaler und physischer Welt stellt Sicherheitsverantwortliche vor vielfältige Herausforderungen
Es genügt es nicht, Daten einfach in die Cloud zu migrieren, um von mehr Sicherheit zu profitieren

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Forcepoint hat ihren "Cybersecurity-Report 2017" veröffentlicht. In diesem Jahr stehen dabei das immer stärkere Zusammenwachsen der digitalen und physischen Welt im Fokus sowie die Herausforderungen, die sich durch die neu entstehenden Business-Ökosysteme für Unternehmen ergeben. Der Report befasst sich mit allen Aspekten der Cybersicherheit und bezieht dabei das Verhalten von Unternehmen und Individuen ebenso mit ein wie die Relevanz und Anwendbarkeit aktueller technologischer Trends in international agierenden Organisationen.

Einige Inhalte des Cybersecurity-Reports 2017 im Überblick:

>> Sprachsteuerung, Artificial Intelligence und Datenschutz
Die zunehmende Verbreitung sprachgesteuerter, auf künstlicher Intelligenz basierender Services für den Zugriff auf das Web, auf Daten und Applikationen bietet vollkommen neue Angriffsvektoren und wirft wichtige Fragen hinsichtlich des Datenschutzes auf.

>> Missbrauch von personenbezogenen Daten durch Unternehmen
Falsche Zielvorgaben können in Unternehmen falsche Anreize setzen und als Folge zu einem Anstieg beim internen Missbrauch von personenbezogenen Daten führen, zum Beispiel durch die Auswertung bzw. Nutzung von Kundendaten zur Erreichung von Unternehmenszielen. Unternehmen sollten vor diesem Hintergrund ihre Wachstumsziele evaluieren.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

>> Sicherheit in Cloud-Infrastrukturen
Unternehmen migrieren verwundbare IT-Umgebungen zunehmend in die Cloud. Dabei müssen sie auch ihre Sicherheitskonzepte auf den Prüfstand stellen, da die zugrunde liegende Infrastruktur, auf der beispielsweise virtuelle Maschinen laufen, zunehmend von externen Angriffen bedroht wird.

>> Harmonisierung von Compliance und Datenschutz
Unternehmen bleibt 2017 noch ein Jahr, bevor die Datenschutz-Grundverordnung (General Data Protection Regulation, GDPR) rechtlich verbindlich wird. Dann werden die neuen GDPR-Vorgaben für höhere Datenschutz-Anforderungen und damit verbundene Kosten sorgen. Verschiedene Stakeholder im Unternehmen werden sich mit der Frage auseinandersetzen müssen, wer wann und wie Zugriff auf Daten hat und benötigt.

"Das immer schnellere Zusammenwachsen von digitaler und physischer Welt wird auch 2017 mit unverminderter Geschwindigkeit weitergehen und Unternehmen und staatliche Organisationen weltweit vor neue Herausforderungen stellen – und zwar nicht nur bei der Cybersicherheit, sondern in vielen Bereichen des Unternehmens-Managements", kommentiert Aleksandra Verhoeve, Regional Director Central & Eastern Europe bei Forcepoint. "Zudem genügt es nicht, Daten einfach in die Cloud zu migrieren, um von mehr Sicherheit zu profitieren. Unternehmen sind nach wie vor selbst für den Schutz ihrer Daten verantwortlich. Wenn sie sich darüber nicht im Klaren sind, bedeutet der Schritt in die Cloud für viele Organisationen zunächst eine Verschlechterung ihrer Sicherheitslage." (Forcepoint: ra)

eingetragen: 18.11.16
Home & Newsletterlauf: 08.12.16


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Meldungen: Hintergrund

  • Was wird das Jahr 2017 bringen?

    Was sind die heißen Themen und wichtigsten Trends im IT-Sicherheitsbereich? Die Sicherheitsexperten von Rapid7 wagen eine Vorhersage. Corey Thomas, President und CEO, Rapid7, prognostiziert: "Wir werden bei den Anbietern von Sicherheitssystemen eine weitere Konsolidierung erleben. Mit dem Schwerpunkt auf höherer Produktivität werden sich Unternehmen von unterschiedlichen Punktlösungen, die nur für ein Problem geeignet sind, auf Lösungen zubewegen, die die gesamte IT-Umgebung abdecken. Dies wird die Anbieter im Sicherheits- und IT-Bereich zu mehr Integration, Konsolidierung und Kooperation motivieren. Es wird immer offensichtlicher, dass Fachkräfte aus dem IT- und Sicherheitsbereich es mit einer geringeren Zahl von Lösungen zu tun haben möchten, die einfacher zu verwenden sind."

  • Vorteile der Flash-Speichertechnologie

    In den letzten Jahren gab es im Bereich der Datenrettungs- und Datenspeichertechnologie ein enormes Wachstum bei den schnelleren Flash-Speichern und bei hyperkonvergenten Speichertechnologien, ebenso wie eine Verbreitung von Ransomware-Fällen, berichtet Kroll Ontrack. Für das Jahr 2017 und darüber hinaus sind weitere Technologiewechsel in den Rechenzentren, eine höhere Datenverschlüsselung und ein stärkeres Augenmerk auf Informationssicherheit in Unternehmen zu erwarten. Unsere persönlichen Geräte werden immer kleiner und können immer mehr Daten speichern - gleiches trifft auch auf die Speichertechnologien für Unternehmen zu. Flash-Speicher werden den Markt auch weiterhin in rasantem Tempo verändern. Obwohl die Kosten für SSD weiterhin höher liegen als für die alten Speichertechnologien, setzen viele Unternehmen dennoch auf einen hybriden Ansatz. Kroll Ontrack konnte seit 2014 einen Anstieg um 239 Prozent bei Datenrettungsaufträgen von Hybrid-Laufwerken feststellen.

  • Umsetzung von eID-Anwendungen im Projekt

    Im Rahmen der Strategie Europa 2020 unterstützt die Europäische Union mit der Connecting Europe Facility (CEF) Vorhaben von gemeinsamem Interesse für transeuropäische Netze. In Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium haben sich acht deutsche Projektpartner um eine Co-Finanzierung beworben, um die deutsche eID-Infrastruktur, die auf der Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises basiert, gemäß der eIDAS-Verordnung für eine europaweite Nutzung zu öffnen. Das Konsortium, bestehend aus Hochschule Harz, HSH Kommunalsoftware, SIXFORM, AKDB, Bundesdruckerei, OpenLimit, MTG und Governikus als Projektkoordinator, wird im Laufe der kommenden Monate im Projekt TREATS (TRans-European AuThentication Services) auf Basis konkreter Anwendungsfälle die Interoperabilität zu europäischen eID-Infrastrukturen herbeiführen.

  • Mathematische Analysemethoden

    Um die Sicherheit von Computerprogrammen und Hardware zu erhöhen, braucht es mathematische Analysemethoden. Dank eines Forscherteams um Krishnendu Chatterjee in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt werden diese Methoden in Zukunft deutlich schneller sein. Sicherheitslücke in Programm entdeckt, Update dringend empfohlen. Schlagzeilen wie diese erreichen uns derzeit wöchentlich. Oft wird schon zum Verkaufsstart eines neuen Programms ein umfangreiches Update angeboten, das Kinderkrankheiten behebt. Das bringt vielerlei Probleme, öffentliche Institutionen aber auch Unternehmen leiden unter der Unsicherheit und sind immer wieder Hacker-Angriffen ausgesetzt. In immer mehr sensiblen Bereichen wird Software eingesetzt, deren Versagen im Extremfall sogar lebensgefährlich wäre. Nicht alle Bereiche sind gleichermaßen betroffen, viele Computersysteme laufen wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, vor allem Hardware ist in der Regel sehr verlässlich, eher auf der Software-Seite gibt es Probleme.

  • Neue Dimension der Cyber-Security

    Die Bedrohungslage für die IT-Sicherheit wird sich substanziell verschärfen, meint Software-Anbieter CyberArk. Gründe sind die verstärkte Cloud-Nutzung, Weiterentwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz und Hacker-Kooperationen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Jedes Jahr von neuem beleuchten Hersteller und Marktforscher einzelne Sicherheitstrends – für 2017 etwa die isolierte Zunahme von Ransomware- oder DDoS-Attacken. "Das ist alles schön und gut, verkennt aber die Tatsache, dass sich die Bedrohungslandschaft nicht einfach, wie bisher, inkrementell verändern wird", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. "Vielmehr verstärken sich grundlegende Trends gegenseitig und führen in naher Zukunft zu einer drastischen Erhöhung der Gefährdungslage."