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Identitätssicherheit im Internet der Dinge


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Hermann Wimmer, General Manager bei ForgeRock, Plattformanbieterin für digitales Identitätsmanagement, definiert drei Trends im Bereich Identität in Bezug auf die kommende Datenschutz-Grundverordnung, das Internet der Dinge und PSD2:

1. Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bietet Unternehmen Wettbewerbsvorteile: Mehr Vertrauen durch direkten Zugriff auf eigene persönlichen Daten
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), deren Umsetzungsfrist im Mai 2018 endet, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Großzahl von Unternehmen konzentriert sich derzeit auf den "Datenschutz" und die "Datensicherheit", da vor allem potentielle Sicherheitslücken im Fokus stehen. Dies ist jedoch nur ein Aspekt der Verordnung, da Einzelpersonen nun das Recht haben, Einblick zu erhalten, welche Daten von ihnen gespeichert sind und wer auf diese Daten zugreifen darf. Sie können ihre persönlichen Daten korrigieren und entscheiden, ob und wie die Daten anderweitig verwendet werden dürfen oder diese auch endgültig löschen.

Mehr zum Thema "Compliance mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung"
(Link)

Das durch die Datenschutz-Grundverordnung zum Ausdruck gebrachte Menschenrecht der Privatsphäre wirkt sich auf viele Geschäftsmodelle aus. Im Jahr 2018 werden sich wettbewerbsfähige Unternehmen darauf vorbereiten müssen, dass sich das Vertrauen der Kunden verringert, wenn sie nur die Compliance-Regeln einhalten. Endnutzer, seien es Bürger, Patienten, Kunden oder Verbraucher, reagieren mit großer Skepsis gegenüber Unternehmen, die die Verwaltung von persönlichen Daten nur als Compliance verstehen. Es ist zwar leicht, sich nur auf die Compliance-Mindestanforderungen zu konzentrieren, wie zum Beispiel auf die Bereitstellung von vielen Opt-In-Kontrollkästchen, aber eine echte Kontrolle über die Daten zu garantieren, macht ein Angebot wirklich kundenbindend.

2. Identitätssicherheit im Internet der Dinge
Die hohe Anzahl an Malware-Angriffen auf IoT-Geräte ist für viele Unternehmen sehr beunruhigend. In den letzten Jahren wurden IoT-Geräte zum Beispiel für Botnetze missbraucht (Mirai 2016) oder sie wurden gesperrt bzw. blockiert (BrickerBot 2017). Diese Angriffe hatten verschiedene Ziele, aber einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Die Identität eines jeden verwendeten Geräts hatte schlecht verwaltete und verifizierte Authentifizierungs-Zugangsdaten. Die Angriffe basierten daher auf bekannten Standard-IDs und Passwörtern: entweder Passwörter aus den Werkseinstellungen, überhaupt kein Passwort oder gestohlene Passwörter.

Diese angegriffenen Geräte sind im übertragenen Sinne einem Geräteidentitäts-Diebstahl zum Opfer gefallen. Das neueste Botnetz namens Reaper funktioniert hingegen anders: Es sucht nicht nach Sicherheitsproblemen in den Authentifizierungs-Zugangsdaten. Stattdessen nutzt es einzelne Sicherheits-Schwachstellen in den Geräten selbst aus, was allerdings zu einem langsameren Wachstum des Botnetzes führt. Solche Botnetze sind gerade sehr beliebt bei Kriminellen und gelten als sehr effektiv, sodass wir in Zukunft mehr Angriffe im Stil des Reaper-Botnetzes sehen werden.

3. Innovationen im FinTech-Bereich geben dem Verbraucher mehr Macht
Das Digital Banking wird sich im kommenden Jahr stark verändern. Die Änderung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) erschüttert den gesamten Finanzsektor und die alt eingesessenen Bankinstitute. Die wichtigsten Themen für sie sind die digitale Innovation, Kunden-Bevollmächtigung und IT-Sicherheit. Der erste Meilenstein findet bereits im Januar 2018 statt, wenn die PSD2-Richtlinie umgesetzt werden muss und diese Veränderung durch Web-APIs vorangetrieben wird. Dies wird unterstützt durch ausgereifte Sicherheits- und Datenschutztechnologien wie OAuth, OpenID Connect und andere verwandte Standards, die ihre Schnittstellen optimiert haben.

PSD2 senkt die Kosten für die Entwicklung von sicheren Diensten und Webanwendungen. Banken können ab sofort eine Vielzahl starker und anpassungsfähiger Methoden zur Kundenauthentifizierung verwenden, während die Kunden-Anmeldeinformationen durch Screen-Scraping nicht an diese Drittanbieter-Apps weitergegeben werden können. Banken können damit ein Ökosystem intelligenter Anwendungen von Drittanbietern aufbauen, mit dem Kunden für Waren und Dienstleistungen bezahlen, Geld sparen und Kontodaten selbstbestimmt teilen und managen können. So werden Anbieter von Bankdienstleistungen nicht nur bestehende Kunden halten, sondern auch neue Kunden gewinnen. (ForgeRock: ra)

eingetragen: 18.12.17
Home & Newsletterlauf: 29.01.18


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Meldungen: Hintergrund

  • DSGVO-Geldstrafen werden Realität

    Unternehmen und Behörden bereiten sich auf ein neues, ereignisreiches Cybersecurity-Jahr vor. Digital Shadows hat vier zentrale Trends für 2019 zusammengefasst. Emotet: Banking-Trojaner wird smarter und gefährlicher Der Banking-Trojaner Emotet gefährdet schon seit Jahren ganze Netzwerke, verbreitet sich rasend schnell über Spam-Emails und hat sich dabei von einer "simplen" Malware zu einem der gefährlichsten Schadprogramme weltweit entwickelt. Ist das System einmal infiziert, lädt Emotet weitere Malware nach - darunter andere Banking Trojaner wie IcedID und Trickbot. Das BSI meldete erst im Dezember einen signifikanten Anstieg entsprechender Angriffe in Deutschland.

  • Zahl der Datenschutzverletzungen wächst

    Während Gruppen mit Beziehungen zum Terrorismus Firmen und Einzelpersonen schon über Jahre hinweg ins Visier genommen haben, ist 2019 vermutlich mit weitaus zerstörerischeren Angriffen zu rechnen. Statt mithilfe von Ransomware in Systeme einzubrechen, werden die Angreifer neue Tools für schwerwiegende Angriffe nutzen, die sich ganz gezielt gegen bestimmte Personen oder Unternehmen richten. Das können Angriffe auf die Datenintegrität sein, die Rechner so nachhaltig schädigen, dass die Hardware ausgetauscht werden muss, bis hin zu physischen Attacken bei denen beispielsweise Drohnen eingesetzt werden (wie etwa im August dieses Jahres in Venezuela). Die Angriffsflächen werden sich weiter vergrößern und Cyberkriminelle werden darin ihren Vorteil suchen. Unternehmen müssen die Konsequenzen ziehen und genau analysieren wo ihre potenziellen Angriffsflächen und -ziele liegen. Und sie müssen mehr denn je potenzielle Risiken bereits vorausschauend erkennen, wenn sie Angriffe verhindern wollen.

  • Acht Cybersecurity-Trends für 2019

    LogRhythms Vice President und Managing Director EMEA, Ross Brewer, wagt erneut einen Blick in die Glaskugel und prognostiziert weltweite Trends für 2019 wie wirksam eingesetzte Cyberspionage aus China, der weiter ansteigende Fachkräftemangel in Deutschland und die Balkanisierung in den USA in Hinblick auf Cybersecurity-Verordnungen. Eine Cyberattacke auf ein Auto wird jemandem das Leben kosten. Wir haben bereits gesehen wie Hacker aus der Ferne einen Jeep auf der Landstraße zum Erliegen bringen, Sicherheitsfunktionen wie Airbags und Antiblockiersysteme deaktivieren und sich ins Bluetooth eines Autos sowie in die OnStar-Funktionen hacken. Da Autos immer vernetzter sind und sich autonomes Fahren stets weiterentwickelt, werden Hackern immer mehr Möglichkeiten geboten, erheblichen Schaden anzurichten.

  • Diese Cyber-Sicherheitstrends erwarten uns in 2019

    In ihrem neuen McAfee Labs Threats Predictions Report identifiziert das Sicherheitsunternehmen McAfee die wichtigsten Trends, die 2019 die Welt der Cyber-Kriminalität prägen werden. Die Forscher von McAfee erwarten, dass Malware-as-a-Service den Markt für das Outsourcing von Angriffen und die Entwicklung immer innovativeren und agileren Angriffsmethoden weiterhin stärken wird. So werden Cyber-Kriminelle hauptsächlich Unternehmensdaten, Smart Home-Geräte, die Cloud, Mobiltelefone aber auch Soziale Medien verstärkt ins Visier nehmen. "Im Jahr 2018 erlebten wir eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Cyber-Kriminellen im Untergrund", sagt Raj Samani, Chief Scientist bei McAfee. "Diese kollaborative Mentalität der Hacker steigert die Effizienz der eingesetzten Technologien sowie Taktiken und ermöglicht dadurch eine organisierte und agile Vorgehensweise bei Cyber-Angriffen. Gleichzeitig erwarten wir aber auch, dass sich vermehrt Cyber-Sicherheitsallianzen in 2019 herausbilden werden, die gezielt gegen Angriffe aus dem Untergrund vorgehen."

  • Kaufen Sie nicht den Hype

    Kunden werden was ihr ganz persönliches Einkaufserlebnis anbelangt immer anspruchsvoller. Händler tun folglich alles, um für die bevorstehende Feiertagssaison sämtliche Möglichkeiten auszureizen. Ladenlokale werden digitaler und vernetzter sein als je zuvor und Online-Shoppern wird eine Einkaufserfahrung geboten, die mit dem des stationären Handels vergleichbar ist. Das ist auf den ersten Blick erfreulich. Allerdings hat diese Entwicklung einige unerwünschte Nebenwirkungen in punkto Sicherheit. Händler setzen sich neuen Sicherheitsrisiken aus, zumal wenn wir über die Weihnachtszeit hinaus bis ins folgende Jahr 2019 weiterdenken. Technologien, die Komfort versprechen und bequem sind, setzen Verbraucher und Händler gleichermaßen erhöhten Risiken aus. Dessen sollte sich die Branche bewusst sein.