- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Unzureichend geschützte IT-Prozesse


IT-Sicherheitsvorhersagen 2017: Europäische Unternehmen schützen sich nicht ausreichend vor Cyber-Attacken
Liste über Cyber-Security-Bedrohungen des "Fujitsu Security Operations Centers" für 2017 zeigt Schwachpunkte von Unternehmen auf - Ungesicherte Kanäle in geschäftskritischen Systemen, dem Finanzbereich sowie Smart Cities zählen in diesem Jahr zu den beliebtesten Zielen von Kriminellen im Netz

- Anzeigen -





Europäische Unternehmen müssen sich besser gegen Cyber-Angriffe schützen. Andernfalls können ihre Arbeitsprozesse ernsthaft gestört werden. In seinem Threat Predicitions Report für 2017 hat das Fujitsu Security Operations Center die zehn größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen identifiziert. Dazu zählt, dass grundlegende IT-Sicherheitsprozesse nicht auf dem neuesten Stand gehalten werden. Weitere Risikobereiche sind Banking-Anwendungen und Smart Cities.

Fujitsu beobachtet Cyber-Angriffe kontinuierlich und hat so herausgefunden, dass die größte Bedrohung der mangelnde Schutz von IT-Sicherheitsprozessen ist. Gleichzeitig können Anwender gegen diese Bedrohung am einfachsten vorgehen. Die Sicherheitsforscher von Fujitsu sagen voraus, dass auch in Zukunft schwache Sicherheitsmaßnahmen schnelle Einfallstore für Kriminelle bieten. Derweil wären sie einfach zu vermeiden, denn, so die Sicherheitsforscher von Fujitsu: "Eine erstaunlich große Anzahl an Unternehmen kommt nicht den einfachen und doch wichtigen Aufgaben zur Minimierung der Sicherheitsrisiken nach."

Der Bericht zeigt zudem Maßnahmen auf, die Unternehmen umgehend umsetzen können, um sich besser vor Cyber-Attacken zu schützen. Dazu zählen mehr Patches für Sicherheitslücken und ein kontrollierter Zugriff auf geschäftskritische Systeme. Denn viele Unternehmen verteilen Zugangsrechte zu oft auch an Nutzer, die diese nicht regelmäßig benötigen. Unternehmen machen sich dadurch unnötig angreifbar und riskieren Datenverlust sowie -klau oder andere ungewollte Eingriffe von außen in ihre Systeme.

Eine der größten Schwächen, welche die Fujitsu Sicherheitsexperten identifiziert haben, bezieht sich auf verschlüsselte Kanäle, die Zugriff auf den Kern eines geschäftskritischen Computing-Systems gewähren. Sie wurden entwickelt, um Nutzern auch von unterwegs Zugang zu bestimmten Netzwerken zu geben. Geraten die Zugangsdaten aber in die falschen Hände, kann dies bedeuten, dass schädigende Aktivitäten zu einem großen Teil unerkannt bleiben. Dieser "blinde Fleck" ist fehlenden SSL-Kontrollfunktionen geschuldet.

Fujitsu sieht für 2017 zudem mehr Angriffe auf Bezahl-Systeme im Finanzumfeld und erwartet einen Anstieg an Banking-Trojanern, die vorwiegend ältere, leicht angreifbare Back-Office-Anwendungen ins Visier nehmen. Obwohl internationale Bankennetzwerke vorgeschriebene Kontrollen einführen, stellen sie dennoch ein Einfallstor für Cyber-Kriminelle dar.

Auch Smart Cities stehen auf der Liste für Angriffsziele. Denn viele Protokolle für intelligente vernetzte Geräte haben ihre eigenen potenziellen Mängel und Schwachstellen. Fujitsu warnt vor den möglichen Folgen: Hacker könnten sogar Stromnetze in ganzen Städten lahmlegen.

Das Security Operations Center von Fujitsu prognostiziert darüber hinaus, dass der steigende Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen das Thema Sicherheit in Unternehmen grundsätzlich verändern wird. Mit KI lassen sich Anomalien, zum Beispiel im Internetdatenverkehr, umgehend erkennen. Entsprechende Frühwarnsysteme ermöglichen es Sicherheitsexperten, aktiv das Risiko zu minimieren und Bedrohungen abzuwenden, noch bevor sie zum Problem werden. Fujitsu macht in dem Bericht aber auch darauf aufmerksam, dass Cyber-Kriminelle sich ebenfalls dieser neuen Technologien bedienen werden, um bisher unbekannte Angriffe zu starten.

Rob Norris, Vice President and Head of Enterprise Cybersecurity EMEIA, Fujitsu, sagte: "Jeder Schritt hin zu mehr Cyber-Security bedeutet eine exponentielle Abnahme an Angriffsmöglichkeiten. Viele Unternehmen verlassen sich bei der Geschäftsführung auf Computer. Sie sind sich aber selten darüber bewusst, dass dann offline sein im Grunde genommen bedeutet, die Geschäftsprozesse nicht mehr komplett im Blick haben zu können. Es ist nicht nur ein finanzielles Risiko – es kann im schlimmsten Fall auch den Ruf eines Unternehmens schädigen, wenn es Opfer von Datenverlust oder -diebstahl geworden ist. Unser aktueller Bericht zeigt einige einfache Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um sich effektiv vor Datenverlust, -diebstahl oder anderen ungewollten Eingriffen von außen in ihre Systeme zu schützen." (Fujitsu: ra)

eingetragen: 21.04.17
Home & Newsletterlauf: 18.05.17


Fujitsu: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -



Meldungen: Hintergrund

  • Datenschutz-Compliance im Blickpunkt

    Vier Trends in Sachen Datensicherheit für das Jahr 2018 sieht Arcserve. Angesichts des wachsenden Risikos Ransomware suchen Unternehmen intensiv nach Antworten auf die unvorhersehbare Nichtverfügbarkeit ihrer Daten. Durch das verbindliche Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung am 25. Mai 2018 benötigen Unternehmen schnell Lösungen, die die Compliance mit der DSGVO sicherstellen. Zudem wollen die Verantwortlichen ihre Storage-Infrastruktur vereinfachen. Vier Trends werden daher den Datensicherheits-Markt in 2018 massiv prägen.

  • Cybersicherheit: Welche Trends 2018 ab?

    Mit dem stetig wachsenden Zustrom von Internet Embedded-Technologien (IET) und dem Einzug des Internet der Dinge in Unternehmen - in Form von Druckern, Konferenzlösungen, Gebäudesicherheitstechnik, vernetzter Heizung, Lüftung und Klimatisierung, automatisierter Beleuchtung und anderen Geräten - würde es nicht überraschen, wenn diese Technologien im Jahr 2018 bei einem großen Datenklau im Mittelpunkt stehen. Noch hat es keine großen Zwischenfälle im direkten Zusammenhang mit diesen Technologien gegeben. Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, wie sie bei einem Datenverlust eine Rolle spielen könnten. Erstens auf indirektem Weg, wenn ein Unternehmen bereits kompromittiert ist und der Angreifer die IET-Systeme dann in der sekundären Phase nutzt, um seine Anwesenheit im Netzwerk zu verbergen. Weil diese Technologien leider nicht überwacht und beim Überprüfen der Sicherheitsumgebung oft übersehen werden, lassen sie sich von Angreifern auf diese Weise als Advanced Persistent Threat (APT) verwenden.

  • Das allwissende, gierige Auge Saurons

    Das nächste Mal, wenn man eine Webseite öffnet, stelle man sich vor, dass gleichzeitig eine Filmcrew eintrifft. Ein Kameramann platziert seine Kameralinse direkt über der eigenen Schulter und zwar so blitzartig schnell, dass die Webseite, die man gerade aufruft, noch nicht einmal vollständig geladen ist. Da hat die mitschauende Kameralinse bereits alles auf dem Bildschirm gierig erfasst. Jeder Mausklick, Scroll und Tastenschlag wird registriert. Unrealistisch? Mit Nichten, denn man vergisst allzu gerne, dass die virtuelle Linse existiert, alles sieht und speichert. So bewegt man sich beispielsweise durch den Checkout-Prozess und wird nach Namen, Adresse und Bezahlmodalitäten gefragt.

  • Krypto-Mining-Malware eingebettet

    Wie jetzt bekannt wurde, ist das Landesamt für Besoldung und Versorgung Baden-Württemberg seit Herbst 2017 bis Anfang des Jahres 2018 Opfer einer Hackerattacke geworden. Bei dem Angriff zielten die Kriminellen nicht auf Daten ab, sondern auf die Rechenleistung der Server. Die bislang unbekannten Angreifer sind mehrmals erfolgreich in das Computersystem eingestiegen, um so Krypto-Währungen wie Monero zu schürfen. Das heimliche Schürfen von Krypto-Währungen auf Computern von Unbeteiligten ist aufgrund explodierender Kurse von Bitcoin & Co. derzeit ein wichtiger Trend in der Malware-Szene.

  • Kommerzialisierung von Cyber Security-Angriffen

    Für das kommende Jahr erwartet TÜV Trust IT eine weitere Zunahme der Vielfalt und Intensität von Sicherheitsbedrohungen. Geschäftsführer Detlev Henze hat einige Trendaussagen für 2018 zusammengestellt, welche über die üblichen Buzzword-Threats zu Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Social Engineering etc. deutlich hinausgehen. Skriptbasierte Schadsoftware verschärft die Bedrohungslage: Schadsoftware setzt zunehmend auf skriptbasierte Sprachen wie Visual Basic Script (VBS), JavaScript oder PowerShell. Der Grund dafür ist, dass die Zielsysteme die Interpreter für diese Sprachen häufig direkt zur Verfügung stellen, sodass die Schadsoftware ohne Umwege ausgeführt werden kann.