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Ransomware in Exploit-Kits weltweit


Vier Trends im Security-Bereich, die auf Privatanwender sowie auch Unternehmen 2017 zukommen werden
Eine noch effizientere und elaborierte Vorgehensweise der Ransomware-Angriffe

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"Die Kriminellen schlafen nicht und entwickeln immer raffiniertere Vorgehensweisen, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Daher müssen auch Nutzer und Unternehmen sich stets auf dem Laufenden halten, was die aktuelle Bedrohungslage und Schutzmaßnahmen angeht. Wer dann noch einige Spielregeln einhält, wie regelmäßige Updates installieren und Anti-Malware-Software verwenden, der kann auch 2017 sicher surfen", so Marcin Kleczynski, CEO bei Malwarebytes.

Nahezu täglich entdecken Sicherheitsforscher neue Schadsoftware und decken kriminelle Machenschaften auf, mit denen Nutzer sowohl im privaten, als auch geschäftlichen Umfeld zu kämpfen haben. Auch im kommenden Jahr wird die Zahl der virtuellen Bedrohungen aller Erwartungen nach nicht zurückgehen.

Malwarebytes, der führende Anbieter von Privatanwender- und Unternehmenslösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, sieht für 2017 vier Themen, die insbesondere die Sicherheitsbranche beschäftigen werden:

>> Ransomware: Bereits in diesem Jahr war die Erpressung von Nutzern durch das Verschlüsseln ihrer Dateien eine beliebte Masche bei Kriminellen im Web. Gerade Unternehmen sehen sich zunehmend der Gefahr ausgesetzt, dass ihre Daten verschlüsselt werden. Allein innerhalb von fünf Monaten ist das Vorkommen von Ransomware in Exploit-Kits weltweit um 259 Prozent gestiegen. Im Jahr 2017 erwarten die Malwarebytes-Experten einen weiteren Anstieg und eine noch effizientere und elaborierte Vorgehensweise der Ransomware-Angriffe. Allerdings arbeiten auch die Sicherheitsexperten intensiv an neuen Methoden, um besonders Business-Kunden noch besser schützen zu können. Dabei gewinnt vor allem die Erstellung von individuell angepassten Backups an Bedeutung.

>> Tech Support Scams: Während des Surfens im Internet taucht auf einmal der Hinweis auf, dass der Computer vermeintlich mit einem Virus infiziert wurde und dringend eine Hilfe-Hotline kontaktiert werden soll – sogenannte Tech Support Scams (TSS) Vorfälle werden auch in Deutschland immer häufiger. Dafür nutzen die Kriminellen teilweise Sicherheitslücken aus. Bisher sind TSS-Angriffe im englischen Sprachraum besonders stark verbreitet, für 2017 befürchten Experten, dass sich die einträgliche Betrugsmasche in Deutschland weiter ausbreiten wird und die falsche Warnmeldung auch in deutscher Sprache angezeigt werden. Phishing-E-Mails zeigen den Trend: Die Emails mit betrügerischen Inhalt gab es zuerst nur auf Englisch – inzwischen sind sie von echten E-Mails kaum mehr zu unterscheiden.

>> Angriffe auf spezifische Geräte: Zwei Branchen halten die Sicherheitsexperten von Malwarebytes für besonders gefährdet: den Einzelhandel bzw. Restaurants, in denen POS-Terminals zum Einsatz kommen, sowie Banken, die sich immer öfter mit Angriffen auf Bankautomaten konfrontiert sehen. Hier sind neue Lösungen dringend notwendig, um Unternehmen und Endkunden nachhaltig zu schützen.

>> Adblocker: Werbung auf Webseiten ist nicht nur eine nervige Begleiterscheinung beim Surfen, sie ist auch eines der Haupteinfallstore für Malware. Viele Nutzer setzen deshalb auf Adblocker. Dies missfällt wiederum vielen Webseitenbetreibern, die sich mit Werbung finanzieren und Werbetreibenden, die um die Wirksamkeit ihrer Werbung fürchten. Manche Webseiten sperren Nutzer bereits aus, die einen Adblocker installiert haben. Es bleibt es wichtiges Ziel der Sicherheitsbranche in 2017, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um Nutzer vor gefährlicher Werbung zu schützen.
(Malwarebytes: ra)

eingetragen: 09.12.16
Home & Newsletterlauf: 21.12.16


Malwarebytes: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

  • Was wird das Jahr 2017 bringen?

    Was sind die heißen Themen und wichtigsten Trends im IT-Sicherheitsbereich? Die Sicherheitsexperten von Rapid7 wagen eine Vorhersage. Corey Thomas, President und CEO, Rapid7, prognostiziert: "Wir werden bei den Anbietern von Sicherheitssystemen eine weitere Konsolidierung erleben. Mit dem Schwerpunkt auf höherer Produktivität werden sich Unternehmen von unterschiedlichen Punktlösungen, die nur für ein Problem geeignet sind, auf Lösungen zubewegen, die die gesamte IT-Umgebung abdecken. Dies wird die Anbieter im Sicherheits- und IT-Bereich zu mehr Integration, Konsolidierung und Kooperation motivieren. Es wird immer offensichtlicher, dass Fachkräfte aus dem IT- und Sicherheitsbereich es mit einer geringeren Zahl von Lösungen zu tun haben möchten, die einfacher zu verwenden sind."

  • Vorteile der Flash-Speichertechnologie

    In den letzten Jahren gab es im Bereich der Datenrettungs- und Datenspeichertechnologie ein enormes Wachstum bei den schnelleren Flash-Speichern und bei hyperkonvergenten Speichertechnologien, ebenso wie eine Verbreitung von Ransomware-Fällen, berichtet Kroll Ontrack. Für das Jahr 2017 und darüber hinaus sind weitere Technologiewechsel in den Rechenzentren, eine höhere Datenverschlüsselung und ein stärkeres Augenmerk auf Informationssicherheit in Unternehmen zu erwarten. Unsere persönlichen Geräte werden immer kleiner und können immer mehr Daten speichern - gleiches trifft auch auf die Speichertechnologien für Unternehmen zu. Flash-Speicher werden den Markt auch weiterhin in rasantem Tempo verändern. Obwohl die Kosten für SSD weiterhin höher liegen als für die alten Speichertechnologien, setzen viele Unternehmen dennoch auf einen hybriden Ansatz. Kroll Ontrack konnte seit 2014 einen Anstieg um 239 Prozent bei Datenrettungsaufträgen von Hybrid-Laufwerken feststellen.

  • Umsetzung von eID-Anwendungen im Projekt

    Im Rahmen der Strategie Europa 2020 unterstützt die Europäische Union mit der Connecting Europe Facility (CEF) Vorhaben von gemeinsamem Interesse für transeuropäische Netze. In Abstimmung mit dem Bundesinnenministerium haben sich acht deutsche Projektpartner um eine Co-Finanzierung beworben, um die deutsche eID-Infrastruktur, die auf der Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises basiert, gemäß der eIDAS-Verordnung für eine europaweite Nutzung zu öffnen. Das Konsortium, bestehend aus Hochschule Harz, HSH Kommunalsoftware, SIXFORM, AKDB, Bundesdruckerei, OpenLimit, MTG und Governikus als Projektkoordinator, wird im Laufe der kommenden Monate im Projekt TREATS (TRans-European AuThentication Services) auf Basis konkreter Anwendungsfälle die Interoperabilität zu europäischen eID-Infrastrukturen herbeiführen.

  • Mathematische Analysemethoden

    Um die Sicherheit von Computerprogrammen und Hardware zu erhöhen, braucht es mathematische Analysemethoden. Dank eines Forscherteams um Krishnendu Chatterjee in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt werden diese Methoden in Zukunft deutlich schneller sein. Sicherheitslücke in Programm entdeckt, Update dringend empfohlen. Schlagzeilen wie diese erreichen uns derzeit wöchentlich. Oft wird schon zum Verkaufsstart eines neuen Programms ein umfangreiches Update angeboten, das Kinderkrankheiten behebt. Das bringt vielerlei Probleme, öffentliche Institutionen aber auch Unternehmen leiden unter der Unsicherheit und sind immer wieder Hacker-Angriffen ausgesetzt. In immer mehr sensiblen Bereichen wird Software eingesetzt, deren Versagen im Extremfall sogar lebensgefährlich wäre. Nicht alle Bereiche sind gleichermaßen betroffen, viele Computersysteme laufen wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, vor allem Hardware ist in der Regel sehr verlässlich, eher auf der Software-Seite gibt es Probleme.

  • Neue Dimension der Cyber-Security

    Die Bedrohungslage für die IT-Sicherheit wird sich substanziell verschärfen, meint Software-Anbieter CyberArk. Gründe sind die verstärkte Cloud-Nutzung, Weiterentwicklungen bei der Künstlichen Intelligenz und Hacker-Kooperationen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Jedes Jahr von neuem beleuchten Hersteller und Marktforscher einzelne Sicherheitstrends – für 2017 etwa die isolierte Zunahme von Ransomware- oder DDoS-Attacken. "Das ist alles schön und gut, verkennt aber die Tatsache, dass sich die Bedrohungslandschaft nicht einfach, wie bisher, inkrementell verändern wird", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. "Vielmehr verstärken sich grundlegende Trends gegenseitig und führen in naher Zukunft zu einer drastischen Erhöhung der Gefährdungslage."