- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Zugangsdaten im Netz


Öffentlich verfügbare Hackersammlung gefunden: 21 Millionen E-Mail-Adressen und Passwörter betroffen
Die Sammlung umfasst entwendete Login-Daten von 1.400 Webseiten, darunter vor allem Seiten von privaten Weiterbildungsanbietern

- Anzeigen -





Die IT-Sicherheitsanalysten von RadarServices haben eine Sammlung von insgesamt 21 Millionen ausgespähten Zugangsdaten im Netz gefunden. Es handelt sich um E-Mail-Adressen, Passwörter und Webseiten, auf denen diese Login-Daten eingesetzt wurden. Alle Datensätze waren auf einer Webseite öffentlich zugänglich. Die Seite ist mittlerweile nicht mehr erreichbar.

Die Sammlung umfasst entwendete Login-Daten von 1.400 Webseiten, darunter vor allem Seiten von privaten Weiterbildungsanbietern. Auch die Login-Informationen aus dem Vorfall bei Cybasar.at, der Ende Januar 2017 in Österreich publik wurde, sind darin enthalten.

Die Besitzer der Email-Adressen sind internationaler Herkunft. So teilen sich die 21 Millionen Email-Adressen anhand ihrer Top Level Domain auf: 1,5 Mio. ".fr" (Frankreich), 875.000 ".de" (Deutschland), 749.000 ".jp" (Japan), 476.000 ".it" (Italien), 457.000 ".ru" (Russland), 446.000 ".uk" (Großbritannien), 305.000 ".br" (Brasilien), 254.000 ".in" (Indien). 94.000 Email-Adressen sind Österreich (".at") und 33.000 der Schweiz (".ch") zuzuordnen. 13,2 Mio. sind ".com"-Adressen.

Zu den zehn am meisten verwendeten Passwörtern gehören (gereiht nach ihrer Häufigkeit der Verwendung – beginnend mit dem am häufigsten genutzten Passwort:

>> über alle 21 Millionen Datensätze hinweg: "12345"; "123456789"; "password"; "12345"; "backend"; "12345678"; "fullaccess"; "super123"; "111111"; "1234567"

>> bei Email-Adressen mit der Top Level Domain ".de": "backend"; "123456"; "leeer"; "12345"; "123456789"; "notRequired"; "Test123"; "passwort"; "hallo"; "geheim"

>> bei Email-Adressen mit der Top Level Domain ".at": "salzburg"; "123456"; "123456789"; "hallo"; "martin"; "12345678"; "markus"; "peter"; "julia"; "michael"

>> bei Email-Adressen mit der Top Level Domain ".ch": "123456"; "backend"; "12345"; "schule"; "leeer"; "123456789"; "12345678"; "soleil"; "sonne"; "passwort"

Die Datensammlung wurde bereits in den "Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts integriert. Dort ist kostenfrei überprüfbar, ob persönliche Zugangsdaten in diesem oder einem anderen bekannten Leak enthalten waren.

RadarServices weist vor dem Hintergrund dieser gefundenen Datensammlung auf die Grundregeln der Passwortnutzung im Internet hin: Vergeben Sie für jeden Onlinedienst ein anderes Passwort und ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig. Sofern eine Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten wird, nutzen Sie diese. Und: setzen Sie "starke" Passwörter ein (mindestens 12 Zeichen lang, inklusive Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens einer Zahl und mindestens einem Sonderzeichen).

Um sich viele komplexe Passwörter zu merken, wird der Einsatz von Passwort Safe/Passwort Manager-Programmen zur Kennwortverwaltung empfohlen. "KeePass" als ein Beispiel, verschlüsselt die gesamte Datenbank, in der Benutzernamen und Passwörter gespeichert und Passwörter in beliebiger Länge und Typ generiert werden können. So wird es möglich, problemlos "starke" Passwörter immer individuell neu einzusetzen. (RadarServices: ra)

eingetragen: 10.03.18
Newsletterlauf: 30.04.18

RadarServcies: Kontakt & Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Hintergrund

  • Mehr als 14,5 Millionen Angriffe dokumentiert

    Koordinierte Massenangriffe sind im Internet immer häufiger zu beobachten. Oft sind wichtige Infrastrukturen wie Verkehrsnetze oder die IT in Krankenhäusern das Ziel, dort, wo sie besonders großen Schaden anrichten. Die "Distributed Denial of Service - DDoS-Attacks" zielen darauf ab, einen bestimmten Dienst mit großen Datenpaketen zu überlasten und unbenutzbar zu machen. Forscher am Center for IT-Security, Privacy and Accountability, kurz CISPA, haben für diese Art Angriff einen "Honeypot" entwickelt - ähnlich wie ein Honigtopf Bienen anlockt, zieht dieser DDoS-Angriffe an.

  • Jagdrevier für Kryptominer

    Das bevorstehende Fußball-Turnier in Russland diesen Sommer zählt zu den größten Sportereignissen der Welt und Deutschland hat seit 1994 erstmals wieder die Chance, den Titel zu verteidigen. Das größte Fußball-Ereignis der Welt verbindet Menschen aller Nationen, die globale Aufmerksamkeit bei solchen Großevents ist jedoch auch prädestiniert für Cyber-Attacken aller Art, die zum einen Profitmaximierung, aber zum anderen auch geopolitische Destabilisierung als Ziel haben können. Helge Husemann, Sicherheitsexperte von Malwarebytes, dem führenden Anbieter von Lösungen zur Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen, nennt sieben mögliche Gefahren vor und während des Fußball-Turniers in Russland.

  • Erkennung von Bedrohungen

    Es hat sich erwiesen, dass Unternehmen, die im Rahmen ihrer Omnichannel-Initiativen die Einbeziehung digitaler Identitäten fokussieren, für ein nachhaltiges Wachstum besser positioniert sind als solche, die allein auf die Intelligenz der Endgeräte setzen. Aktuellen Studien zufolge können erstgenannte Unternehmen durch eine verbesserte Neukundengewinnung und eine höhere Kundenbindung ein Umsatzplus von bis zu acht Prozentpunkten gegenüber dem Branchendurchschnitt realisieren. Allerdings herrscht häufig der Irrglaube vor, dass sich "Digitale Identität" und "Geräteintelligenz" als Synonyme gebrauchen lassen. Armen Najarian, Chief Marketing Officer bei ThreatMetrix, hat sich bereits in einem Blog-Beitrag zum Unterschied zwischen Geräteintelligenz und digitaler Identität geäußert.

  • Hybride Bedrohungen

    Die AfD-Fraktion will mehr wissen über so genannte hybride Bedrohungen. Dabei handele es sich nach Angaben der Deutschen Bundesregierung um "unterschiedliche Formen und Methoden des Konfliktaustrags", darunter Desinformation, Cyberattacken und Cybersabotage. Die Abgeordneten erkundigen sich in einer Kleinen Anfrage (19/1002) nun danach, welche Fälle von hybriden Bedrohungen gegen Deutschland seit 2010 bekannt geworden sind.

  • Verschlüsselte Telekommunikation

    Die FDP-Fraktion interessiert sich für die Möglichkeiten der Überwachung von Telekommunikationsmitteln zur Strafverfolgung und die Nutzung einschlägiger Software. Offenbar habe das Bundeskriminalamt (BKA) damit begonnen, auch verschlüsselte Botschaften im Internet zu lesen. Neben der selbst konzeptionierten Software RCIS stehe dem BKA dazu ein Programm namens FinSpy zur Verfügung, heißt es in einer Kleinen Anfrage (19/1020) der Fraktion. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun wissen, wie oft, in welchen Fällen und auf welche Weise Software zur Überwachung informationstechnischer Systeme eingesetzt worden ist oder noch eingesetzt wird.