- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Sichere Payment-Trends


Diese Sicherheitstechnologien für Zahlungsprozesse bewegen den Handel im digitalen Wandel: Blockchain, Tokenization und Biometrie
Blockchain: Architektur, die auch unter anderem hinter der Kryptowährung Bitcoins steht



Präsenz- und Distanzgeschäfte verschmelzen zunehmend – und dies immer weniger spürbar für den Anwender. Omnichannel wird daher als Standard der Zukunft gehandelt: Nahtlos über alle Kanäle in der Online- und Offline-Welt hinweg findet das Einkaufserlebnis statt. Im Zuge der Digitalisierung verändern sich somit die Einkaufsgewohnheiten der Anwender und gleichzeitig deren Zahlungspräferenzen. So ist beispielsweise das bis dato beliebteste Zahlungsmittel "Rechnungskauf" rückläufig. Aber wie ist es dabei um die Sicherheit bestellt? Die secupay AG stellt "sichere Payment-Trends" für das Jahr 2016 vor: Von der Tokenisierung über die Blockchain bis zur 2-Faktor-Authentifizierung.

In der Zukunft des Omnichannels hat der Konsument die Möglichkeit, kanalübergreifend einzukaufen, ohne dass seine Benutzer- oder Warendaten dabei verloren gehen. Sich im Geschäft beraten lassen, über den bereits automatisch eingerichteten Online-Warenkorb bezahlen, stationär umtauschen und vieles mehr – Flexibilität in alle Richtungen zeichnet das Shoppingerlebnis aus. Der Anwender wird in der Handhabung möglicherweise keinen Unterschied mehr zwischen Präsenz- und Distanzgeschäft feststellen. Dies bedingt jedoch eine entsprechende Benutzeridentifizierung und durchgängige Sicherheit.

Tokenisierung – Denn Daten sind (nicht) ersetzbar
Sicherheit und Integrität stehen insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verschmelzung der Kanäle hoch im Kurs – dies untermauert auch die Tokenisierung, ein neuer Sicherheitsstandard für mobile Zahlungsdienste. Das Verfahren arbeitet mit Ersatzdaten anstelle der typischerweise verwendeten vertraulichen Daten – beispielsweise wird dabei die Kreditkartennummer (oder PAN) durch einen Token ersetzt. So ist im Falle einer Sicherheitsverletzung der Schaden begrenzt, der ansonsten aus der Bekanntgabe der Zahlungsinformationen entstehen kann. Denn Tokens ersetzen sensible Daten und weisen zu keinem Zeitpunkt auf die Originaldaten hin, so dass ein Außenstehender niemals Einsicht in diese erhält.

"Mit dem Einsatz der Tokenisierung wird beim Online-Payment das Risiko hinsichtlich Datendiebstahl oder -veruntreuung deutlich reduziert. Das Verfahren wird auch bei secupay in Kürze zum Einsatz kommen", erklärt Hans-Peter Weber, Vorstand der secupay AG.

Blockchain – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Einer der jüngsten Payment-Trends, der ebenfalls den Sicherheitsgedanken verfolgt, ist Blockchain – die Architektur, die auch unter anderem hinter der Kryptowährung Bitcoins steht. Bei dieser "Blockkette" handelt es sich um ein öffentliches, digitales Register, in dem alle Transaktionen verzeichnet werden und das zugleich von einer Vielzahl von Rechnern verwaltet wird. Das Register wird nicht von einer zentralen Autorität – etwa einem Amt – unterhalten, sondern von der Gruppe aller Teilnehmer.

Diese besitzen Kopien der Eintragungen, die wie eine Kette untereinander verbunden sind. Nimmt ein Nutzer eine Transaktion vor, so wird diese Änderung zunächst von weiteren Teilnehmern geprüft und bestätigt. Dieser Vorgang geschieht im Hintergrund mittels Software. So werden Manipulationen und Fälschungen deutlich erschwert.

"Blockchain bringt alle Voraussetzungen mit, um den Zahlungsverkehr zu revolutionieren. Mit dem Blockchain-Verfahren ergibt sich zudem ein hohes Potenzial für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Diese Technologie ist nicht nur in der Lage, digitale Geldeinheiten sicher zu verwalten, sondern funktioniert auch außerhalb des Banking – im Prinzip für jegliche Vertragsart", erklärt Hans-Peter Weber.

Biometrische Authentifizierung: Doppelt hält besser
Im Evolutionsprozess befindet sich derzeit auch die Authentifizierung für Zahlungsprozesse – der Schlüssel heißt hier: 2-Faktor. Denn Passwort, PIN oder Fingerabdruck allein reichen als Schutzmechanismen längst nicht mehr aus. Mit zwei Faktoren, die in Kombination zur Authentifizierung dienen und von denen eines oft biometrisch ist, sind Anwender auf der sicheren Seite. Ein zentrales Kriterium, damit sich die biometrischen Verfahren durchsetzen, ist die Benutzerfreundlichkeit. Daher werden neue komfortablere Methoden entwickelt wie beispielsweise Fingervenen-Scanner, Stimm-, Tastendruck- und Pulsschlag-Erkennung.

"Bei der biometrischen Authentifizierung gibt es viele unterschiedliche Lösungsansätze und die Technik steckt zum Teil noch in den Kinderschuhen. Wir erwarten hier jedoch für dieses Jahr noch große Bewegung im Markt", erklärt Hans-Peter Weber. (secupay: ra)

eingetragen: 17.05.16
Home & Newsletterlauf: 10.06.16


secupay: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.



Meldungen: Hintergrund

  • Zunahme von Angriffen mit JavaScript-Skimmern

    Im Jahr 2020 könnten es - laut Vorhersagen von Kaspersky - finanziell motivierte Cyberkriminelle vermehrt auf Apps zur Geldanlage, Systeme zur Verarbeitung von Finanzdaten online und aufstrebende Krypto-Währungen abgesehen haben. Zudem werden sich voraussichtlich der Handel mit Zugängen zur Infrastruktur von Banken und die Entwicklung neuer Varianten mobiler Malware basierend auf Sourcecode-Leaks etablieren. Neben den Bedrohungen im Finanzbereich hat Kaspersky im Rahmen ihres "Security Bulletins 2019/2020" auch mögliche Gefahren für andere Branchen prognostiziert.

  • Prognosen zur Anwendungssicherheit für 2020

    Veracode veröffentlichte vor kurzem die zehnte Ausgabe ihres jährlich erscheinenden "State of the Software Security" (SoSS)-Reports. In diesem beschreibt die Anwendungssicherheitsspezialistin, wie sich die Sicherheit von Software und Applikationen im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat und stellt eine Bilanz zum aktuellen Ist-Stand auf. Doch welche Trends zeichnen sich für die kommenden Jahre ab und auf welche Weise sollten Unternehmen auf die Veränderungen reagieren? Codes, auf denen Software und Applikationen aufbauen, werden stetig umgeschrieben oder erweitert, da Unternehmen ihre Angebote an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen müssen. Jede neue Veränderung bedeutet aber auch, dass die Applikationen dadurch angreifbar werden. Somit steigt das Risiko, dass sich Fehler und Bugs einschleichen und damit die Sicherheit der jeweiligen Anwendung - oder sogar des Unternehmens - gefährden.

  • So (un)sicher wird 2020 für industrielle Netzwerke

    Die Bedrohungslage für OT-Systeme, kritische Infrastrukturen und industrielle Steuerungsanlagen wird sich auch 2020 im Vergleich zu 2019 kontinuierlich weiterentwickeln. Da diese Systeme dem öffentlichen Internet immer stärker ausgesetzt sind, wird es für Hacker immer einfacher, sie anzugreifen. Dies gilt nicht nur für staatlich unterstützte bzw. beauftragte Angreifer, sondern auch für Cyberkriminelle, die in erster Linie finanziell motiviert handeln. Es ist zu befürchten, dass gerade staatlich gesteuerte Angreifer ihre Ziele genauer auswählen und ihre Spuren besser verwischen werden. Die Fälle, von denen in den Medien berichtet wird, dürften nur die Spitze des Eisberges darstellen. Aufgrund der kleinen Stichprobe (2019 gab es lediglich 12 hochkarätige Angriffe weltweit) ist es unmöglich, ein genaues Bild über die tatsächliche Bedrohungslage zu erhalten.

  • Cyberangriff auf wichtige Pfeiler der Gesellschaft

    Am Ende jedes Jahres setzen wir bei Forescout uns zusammen und erörtern, welche Trends sich unserer Meinung nach in den nächsten zwölf Monaten beschleunigen und welche neu entstehen werden. Als wir dieses Jahr mehr als 50 Prognosen auf letztendlich sechs eingrenzten, fiel uns einmal mehr auf, wie schnell sich der Cybersicherheitssektor doch verändert. Die Bedrohungen und Angreifer werden immer raffinierter und richten weiter verheerende Schäden in Unternehmen aller Größen und Branchen an, und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie strategischer denn je vorgehen müssen, wenn sie ihren Sicherheitsstatus verbessern wollen. Es bedeutet auch, dass sie sich mit vielversprechenden neuen Technologien auseinandersetzen müssen - einige davon erwähnen wir im Folgenden -, noch bevor diese sich allgemein etabliert haben. Dies umfasst sowohl die Einführung neuer Technologien als auch den Schutz neuer Geräte. Und schließlich bedeutet es, einige der Auswirkungen zu bedenken, die ein Cyberangriff auf wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft haben könnte.

  • Cyberbedrohungen und Trends für 2020

    Von Passwort-Katastrophen bis hin zum verstärkten Krypto-Mining von Monero: Welche Cyberbedrohungen werden im Jahr 2020 auf uns zukommen? Instabilität der Darknet-Märkte: Die englischsprachigen Darknet-Märkte haben ein schwieriges Jahr hinter sich mit zahlreichen Takedowns, Exit-Scams, Verhaftungen, ungewöhnlichen Aktivitäten, bei denen Märkte an- und ausgeschaltet wurden, sowie anhaltenden DDOS-Angriffen. Diese Instabilität hat den Ruf der Darknet-Märkte geschädigt, und das wird 2020 beträchtliche Paranoia bei Cyberkriminellen auslösen, die sich wahrscheinlich nur langsam beruhigen wird. Diese Unvorhersehbarkeiten haben vielleicht keine nennenswerten sichtbaren Auswirkungen auf Endbenutzer und Unternehmen, können jedoch dazu führen, dass Märkte anderswo entstehen und die Lieferketten von Cyberkriminellen insbesondere im englischsprachigen Raum sehr durcheinanderbringen.