- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Regelmäßig Sicherheitstests durchführen


Fünf wichtige Sicherheitsregeln für das Jahr 2017
Da sich Cybercrime mittlerweile zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelt hat und man im Darknet quasi alles kaufen kann müssen Unternehmen mit einer Zunahme der Angriffe rechnen

- Anzeigen -





Ransomware wird ein Thema bleiben, das Sicherheitsexperten auch im Jahr 2017 in Atem halten wird. Davon geht das weltweit agierende Sicherheitsunternehmen Trustwave aus. Wie sich Unternehmen vor Ransomware und anderen Cyber-Attacken schützen können, verrät Trustwave anhand von fünf Sicherheitsregeln (die nicht nur für das Jahr 2017 gelten).

Das Jahr 2017 wird für IT-Abteilungen nicht einfach werden. Zahlreiche Untersuchungen von Trustwave belegen, dass nach wie vor mangelnde Kompetenz und zu wenig Personal in vielen Fällen die Ursache für Sicherheitsverletzungen und Datenpannen sind. Auch wenn Unternehmen bewusst ist, dass sie leicht das Ziel für Hackerattacken werden können, wird im Bereich IT-Security nach wie vor gespart.

Trustwave geht davon aus, dass die Cyberkriminellen im Jahr 2017 weiterhin auf bewährte Methoden setzen. Ransomware, das Ausnutzen von nicht gestopften Sicherheitslücken, Angriffe auf POS-Systeme werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch 2017 die IT-Abteilungen weltweit beschäftigen.

Trustwave warnt zudem davor, dass die Angriffe immer professioneller werden. Da sich Cybercrime mittlerweile zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelt hat und man im Darknet quasi alles kaufen kann - von Zero-Day-Lücken über Malware bis hin zu individuell angepassten Exploit Kits - müssen Unternehmen mit einer Zunahme der Angriffe rechnen.

Nur wer seine IT im Griff hat und die wichtigsten IT-Security-Grundlagen beherzigt, kann den Kampf gegen die Cyberkriminellen gewinnen. Unternehmen sollten deshalb die folgenden fünf Regeln befolgen:

1) Den Schutz der Sicherheitsinfrastruktur maximieren
Gegen Angriffe ist ein Unternehmen natürlich machtlos, gegen die Auswirkungen und den Schaden, den ein Angriff verursachen kann, dagegen nicht. Denn jeder Angriff - egal, ob die Bedrohungen von außen oder innen kommen - kann an der Quelle angehalten werden. Stoppen kann man Angriffe aber nur, wenn man über das richtige Abwehrsystem verfügt. Zur IT-Security-Grundausstattung sollten laut Trustwave deshalb Lösungen für Netzwerk-, Daten-, Endpoint-, Anwendungs- und Datenbanksicherheit gehören.

2) Regelmäßig Sicherheitstests durchführen
Ein Zuviel an regelmäßig durchgeführten Sicherheitsprüfungen - zu dem auch Schwachstellen-Scans und manuelle Penetrationstests gehören sollten - kann es nicht geben. Zum einen können Unternehmen so erkennen, welche Bereiche besonders geschützt werden sollten, zum anderen können regelmäßige Tests auch potenzielle Sicherheitslücken aufspüren, bevor Cyberkriminelle diese entdecken.

3) 24x7 Security Monitoring installieren
Die aktuellen Bedrohungen machen eine Echtzeit-Alarmierung, stetige Analyse und Überprüfung nötig. Dies kann nur mit modernster Technologie und einem wachsamen Team von IT-Experten erreicht werden. Trustwave hat bereits im Global Security Report 2016 nachgewiesen, dass nur 41 Prozent aller Sicherheitsverletzungen von den betroffenen Unternehmen selbst entdeckt wurden. Obwohl die Prozentzahl in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist, ist es für Unternehmen nach wie vor schwierig, schwer zu erkennende Sicherheitslücken selbst aufzuspüren. Abhilfe schafft hier nur eine lückenlose Überwachung. Unternehmen, deren IT-Abteilung dies nicht bewältigen kann, sollte die Unterstützung eines IT-Security-Dienstleister in Anspruch nehmen.

4) Jagd auf Bedrohungen machen
Trustwave empfiehlt Unternehmen, Bedrohungen offensiv zu bekämpfen. Damit sind aber keine Gegenangriffe auf potenzielle Hacker gemeint, sondern eine Sicherheitsüberwachung, die Bedrohungen anhand von typischen Bedrohungsmustern erkennt. Dazu gehört auch das manuelle Sammeln und Analysieren von Daten. Mit Hilfe von Big-Data-Analysen lassen sich so böswillige Aktivitäten und unerlaubte Zugriffe schnell identifizieren.

5) Auf Sicherheitsvorfälle angemessen reagieren
Egal, wie vermeintlich sicher die IT-Infrastruktur auch geschützt ist: Eine 100%ige Sicherheit kann kein Sicherheitsunternehmen garantieren. Und damit bleibt immer ein kleines Restrisiko zurück. Nach wie vor sind die wenigsten Unternehmen auf den Fall des Falles vorbereitet. Wird eine Sicherheitsverletzung oder Datenpanne bekannt, reagieren viele Unternehmen oft ziemlich planlos. Deshalb rät Trustwave, eine geeignete Incident-Response-Management-Strategie zu entwickeln. Dazu gehört die Kommunikation nach außen ebenso wie das schnelle Beseitigen der Sicherheitsverletzung.
(Trustwave: ra)

eingetragen: 22.01.17
Home & Newsletterlauf: 02.02.17


Trustwave: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -



Meldungen: Hintergrund

  • Debatte zu Screen Scraping und PSD2

    Soll das Screen Scraping als Fallback-Option im Rahmen der EU-Richtlinie über Zahlungsdienste (Payment Services Directive 2; PSD2) erlaubt werden? Die FIDO Alliance hat die Diskussionen zu diesem Thema zwischen der Europäischen Kommission (EC) und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) aufmerksam verfolgt, insoweit sie die Regularien der technischen Standards (RTS) für eine starke Kundenauthentifizierung unter PSD2 betrifft. Ich habe Kernpunkte der Antwort der FIDO Alliance auf diese Frage folgend zusammengefasst.

  • Sicherheitsrisiken nicht auf Kunden abwälzen

    Software, die schlecht programmiert, schlecht gewartet oder schlecht konfiguriert ist, führt zu den meisten Cyber-Angriffen - das zeigen Cyberbedrohungen wie WannaCry, Locky oder das Mirai-Botnet. "Es lassen sich viele Kosten senken, wenn Hersteller von Software die Sicherheit von Anfang an stärker berücksichtigen, statt ständig neue Patches zur Verfügung zu stellen", sagt Cyber-Security-Experte Felix von Leitner. "Stattdessen haben wir eine resignative Grundhaltung eingenommen: Ein Weltbild, in dem Software halt Sicherheitslöcher hat, und Hacker diese halt ausnutzen."

  • Digitale Risiken der Bundestagswahl

    Die Bundestagswahlen befinden sich im Endspurt. Bislang scheinen die befürchteten Hackerangriffe auf Parteien, Behörden oder Politiker im Vorfeld der Wahlen ausgeblieben zu sein. Zudem macht der Verzicht auf E-Voting und elektronische Wahlsysteme eine Manipulation des Wahlvorgangs selbst unwahrscheinlich. Grundsätzlich gilt jedoch: Es gibt viele Wege, um Wahlen zu beeinflussen. Ein Rückblick auf Hackerangriffe vergangener Wahlen wie in den USA, in den Niederlanden und in Frankreich zeigt, welche Art der Manipulation Cyberkriminelle am häufigsten einsetzen.

  • Die Maschinen kommen. Und das ist gut so

    Maschinelles Lernen sorgt aktuell für jede Menge Schlagzeilen. Da ist etwa zu lesen "Roboter übernehmen Ihren Job" oder Twitter-Chats drehen sich um Themen wie "Ist künstliche Intelligenz das Ende der Menschheit?" und vieles mehr. Dabei dürfte jedem klar sein, dass Zukunftsvorhersagen in der Regel danebenliegen. Lässt man Science-Fiction aber einmal beiseite, gibt es durchaus einen Bereich, in dem automatisierte Hilfe erwünscht bzw. sogar erforderlich ist: IT-Sicherheit, denn Cyber-Bedrohungen entwickeln sich schnell und ausgefeilter weiter - so sehr, dass diese unerwünschten Gäste den Fortschritt des digitalen Zeitalters ernsthaft beeinträchtigen könnten.

  • Ratschläge für den sicheren Online-Aufenthalt

    Das Jahr 2017 hat bisher gezeigt, dass wir alle für Cyber-Bedrohungen anfällig sind, nachdem wir mit so großen Skandalen wie Wahl-Hacking, zwei großen globalen Ransomware-Angriffen und einem allgemeinen Anstieg von Hacking umgehen mussten. Was können wir also in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwarten? Werden Cyber-Attacken zunehmen oder lernen wir, ihnen zu entgegen?