- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Eklatante Sicherheitslücken


Warum die meisten Unternehmen für Hacker eine leichte Beute sind
Die Berechtigungsgruppe "Jeder" macht sie es Hackern erschreckend leicht, Unternehmensdaten zu stehlen

- Anzeigen -





Varonis Systems veröffentlicht die Ergebnisse ihrer Analyse anonymer Daten. Varonis hat diese Daten bei Risikoanalysen in einzelnen Bereichen der Filesysteme potenzieller Kunden zusammengetragen. Die Ergebnisse aus dem Jahr 2015 förderten dabei eklatante Sicherheitslücken zutage. So waren im Unternehmensdurchschnitt etwa 9,9 Millionen Dateien sämtlichen Mitarbeitern zugänglich.

Bei Dutzenden solcher Risikoanalysen von Filesystemen mittlerer und großer Unternehmen konnte Varonis wichtige Erkenntnisse gewinnen. So hatte jedes Unternehmen im Durchschnitt:

>> 35,3 Millionen Dateien in 4 Millionen Ordnern, sodass ein Ordner durchschnittlich 8,8 Dateien enthielt

>> 1,1 Millionen Ordner (durchschnittlich 28 Prozent aller Ordner), die für die Berechtigungsgruppe "Jeder" freigegeben und damit allen Benutzern im Netzwerk zugänglich waren

>> 9,9 Millionen Dateien, auf die alle Mitarbeiter unabhängig von ihrer Position im Unternehmen zugreifen konnten

>> 2,8 Millionen Ordner (70 Prozent aller Ordner) mit veralteten Daten, die in den letzten sechs Monaten nicht verwendet worden waren

>> 25.000 Benutzerkonten, von denen 7.700 (31 Prozent) veraltet und die also in den letzten 60 Tagen nicht verwendet worden waren. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Konten um solche von für das Unternehmen befristet tätigen Beratern und Lieferanten oder Mitarbeitern, die das Unternehmen oder die Abteilung bereits verlassen hatten

Die Berechtigungsgruppe "Jeder" ist durchaus praktisch, denn sie vereinfacht die Rechtevergabe beim Erstellen von Ordnern. Allerdings macht sie es zugleich Hackern erschreckend leicht, Unternehmensdaten zu stehlen.

Hier einige Negativbeispiele aus der Risikoanalyse einzelner Unternehmen:

>>
In einem Unternehmen hatte jeder einzelne Mitarbeiter Zugriff auf 82 Prozent der 6,1 Millionen Ordner.

>> Ein anderes Unternehmen hielt über 2 Millionen Dateien mit sensiblen Daten (Kreditkarten-, Sozialversicherungs- oder Kontonummern) vor, die sämtlichen Mitarbeiter zugänglich waren.

>> 50 Prozent der Ordner eines Unternehmens waren für die Berechtigungsgruppe "Jeder" freigegeben. 14.000 Dateien in diesen Ordnern enthielten sensible Daten.

>> Ein Unternehmen hatte mehr als 146.000 veraltete Benutzerkonten, die in den letzten 60 Tagen kein einziges Mal genutzt worden waren. Das sind fast dreimal so viele Benutzer wie die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter eines Fortune-500-Unternehmens.
(Varonis: ra)

eingetragen: 08.04.16
Home & Newsletterlauf: 03.05.16


Varonis Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

  • Social Engineering weiter auf dem Vormarsch

    Angesichts wachsender Angriffsflächen, zunehmend raffinierter Angriffe und dynamischer Bedrohungslandschaften müssen IT-Abteilungen das Thema IT-Security mit höchster Priorität angehen. Die Security-Experten von Controlware geben Tipps, welche Trends und Entwicklungen in den kommenden Monaten besondere Aufmerksamkeit verdienen. "Das Jahr 2019 begann mit einer Serie von Datendiebstählen, bei denen Prominente und Politiker gezielt ins Visier genommen wurden - und gab uns damit wieder einen Hinweis auf die Bedrohungen, denen wir uns stellen müssen. Wir gehen davon aus, dass sich die Bedrohungslage auch in den kommenden Monaten nicht entspannen wird", berichtet Mario Emig, Head of Information Security Business Development bei Controlware. "Positiv ist, dass demnächst wichtige technologische Innovationen Marktreife erreichen werden. Unternehmen erhalten damit die Chance, ihre IT-Security auf ein höheres Level zu heben - und können sich proaktiv vor Bedrohungen schützen."

  • Ransomware: "Geboren" als Trojaner

    1989 erblickte die erste Erpressungssoftware das Licht der Welt und hat sich seither zu einer der unverfrorensten Datenbedrohungen entwickelt. Sophos hält eine kurze Rückschau auf 30 Jahre digitale Erpressung. In den letzten Jahren hat es Ransomware immer wieder in die Schlagzeilen geschafft - dabei waren es tatsächlich nur die wenigsten Angriffe der erpresserischen Software, die tatsächlich öffentlich wurden. Die Mehrzahl der Attacken verlief im Verborgenen, die Opfer - zumeist Unternehmen - schwiegen aus Scham. So wundert es kaum, dass es die Malware beinahe klammheimlich bereits zu einem runden Geburtstag geschafft hat: sie wird 30.

  • Cybersecurity: Wann kommt das böse Erwachen?

    In Deutschland ist jeder zweite Internetnutzer bereits Opfer von Cyberkriminalität. Ob im privaten oder beruflichen Bereich: Zunehmend laufen Prozesse digital ab. Ganze Wirtschaftszweige sind auf smarte Mittel angewiesen und können sich einen Verlust von sensiblen Daten nicht leisten. "Nahezu jedes Unternehmen hat eine moderne Schließanlage oder ein Alarmsystem, um sich vor möglichen Einbrüchen zu schützen. Aber wenn es um Cybersecurity geht, gerät der Sicherheitsgedanke in den Hintergrund, da es sich um eine unsichtbare Bedrohung handelt", so Karsten Glied, Geschäftsführer der Techniklotsen GmbH. "Internetsicherheit muss endlich ernst genommen werden. Kriminelle Aktivitäten im Netz generieren zwar kurzfristig Aufmerksamkeit für das Problem, das sorgt aber bisweilen nicht für einen veränderten Umgang mit der Thematik." Ins Visier von Hackern können sowohl kleine Unternehmen als auch internationale Konzerne, ja sogar Altenheime oder Kliniken geraten. Dabei geht die größte Gefahr nicht von professionellen Hackern aus - Kleinkriminelle und sogenannte Script-Kiddies bilden den Großteil der potenziellen Angreifer.

  • Klick-Betrug: Eine wachsende Gefahr

    Die Sicherheitsexperten von Avira analysierten Muster, Angriffszahlen und Bedrohungslagen aus dem vergangenen Jahr, um die größten Cyber-Gefahren für 2019 vorherzusagen. Die Prognose, dass auch in diesem Jahr die Anzahl an Bedrohungen und Attacken zunehmen wird, dürfte dabei niemanden überraschen. Die Wege, Mittel und auch Ziele der Cyber-Kriminellen werden jedoch immer komplexer und für User gefährlicher.

  • Malware für Credential-Diebstahl

    Die ganze Welt spricht von Ransomware, wenn es um Malware geht. Dabei spielten nach Auswertungen der FireEye Threat Intelligence im vergangenen Jahr 2018 entsprechende Attacken mit lediglich zwei Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Viel größer waren Malware-Attacken bei denen es darum ging persönliche Daten zu erlangen. Der Einsatz von Credential Theft Malware stellte demnach mit 47 Prozent fast die Hälfte der festgestellten Malware-Angriffe. Das Aufdecken der Doxing-Attacke gegen deutsche Politiker und Prominente Anfang 2019 zeigt deutlich, dass viele Internetnutzer immer noch zu sorglos mit ihren Passwörtern umgehen. Aber selbst, wer in diesem Umfeld Sorgfalt walten lässt, ist nicht immer zu 100 Prozent geschützt. Das haben die Cyber-Security-Experten der FireEye Threat Intelligence ermittelt. "Zwar ist Ransomware immer noch ein Thema, erklärt Jens Monrad, Head of FireEye Intelligence EMEA. "Die momentan wichtigste Bedrohung ist allerdings die durch Credential Theft Malware".