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DDoS-Attacken und Lösegeldforderungen


Die aktuelle Generation von DDoS-Angriffen ist so hartnäckig wie innovativ
DDoS-Angriffe: Traditionelle Lösungen greifen nicht mehr

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Eine der jüngsten Erhebungen von Kaspersky Lab hat ergeben, dass Cyberkriminelle bei DDoS-Attacken von satten Margen profitieren. Bis zu 95 Prozent seien zu holen, so will Kaspersky herausgefunden haben. DDoS-Angriffe können dabei so ziemlich jeden Preis haben. Die Range reicht von 5 Dollar für eine 300-Sekunden Attacke bis zu 400 Dollar für eine 24 Stunden dauernde. Der durchschnittliche Preis für einen Angriff liegt bei rund 25 Dollar pro Stunde.

Und die Experten der Kaspersky Labs haben noch etwas herausgefunden. Würde man bei einer Botnetz-basierten Attacke ein Netz von 1.000 Desktops zugrunde legen würde das den Anbieter etwa 7 Dollar pro Stunde kosten. Das heißt umgerechnet, dass Cyberkriminelle bei einer derartigen Attacke etwa 18 Dollar Profit pro Stunde machen. Dazu kommen dann gegebenenfalls noch Lösegeldforderungen, verbunden mit dem Angebot an das potenzielle Opfer die angedrohte Attacke noch verhindern zu können.

Es stellen sich drei grundlegende Fragen, die uns Guido Erroi, Regional Director beim Spezialisten für DDoS-Abwehr, Corero Network Security, beantwortet.

Wie sollten Unternehmen auf diese Bedrohungen und die Forderungen nach einer Art Lösegeld reagieren?

Guido Erroi:
"Man kann natürlich die Position vertreten, das geforderte Lösegeld lieber zu zahlen. Immer in der Hoffnung, dass die potenziellen Angreifer dann verschwinden. Die Hoffnung kann sich allerdings leicht als trügerisch erweisen. Haben Angreifer erst ein Mal die Sicherheit, dass das Opfer zahlungswillig ist und keine weiteren präventiven Maßnahmen ergreift, werden sie wahrscheinlich eher mit einer neuen Forderung wiederkommen als tatsächlich zu verschwinden. Und selbst wenn das Unternehmen zum ersten Mal überhaupt zahlt, sollte eine Firma sofort präventive Maßnahmen umsetzen, um bei ähnlichen Vorkommnissen in Zukunft besser gewappnet zu sein."

Wie können Unternehmen DDoS-Angriffe am besten verhindern?

Guido Erroi:
"Die aktuelle Generation von DDoS-Angriffen ist so hartnäckig wie innovativ. Das macht deutlich, dass alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe geeignete Tools zur Abwehr von DDoS-Angriffen einsetzen sollten, traditionelle Lösungen greifen hier nicht mehr."

Welche Schritte kann die Industrie unternehmen um das Risiko von DDoS-Angriffen zu senken?

Guido Erroi:
"Unternehmen haben bereits einige Schritte unternommen, um DDoS-Attacken zu erschweren, die sich traditioneller Angriffsvektoren bedienen wie etwa NTP und DNS. Angriffe, die auf diesen Vektoren beruhen sind zwar seltener geworden, aber immer noch sehr populär. Ein hohes Risiko bergen die jüngst lancierten Botnet-Attacken auf der Basis von schlecht gesicherten IoT-Geräten. Hier hat die Industrie noch einen langen Weg vor sich, bis sämtliche Internet-fähigen Geräte auch über einen adäquaten Sicherheitslevel verfügen. Zusätzlich müssen die Standardpasswörter der Geräte vom Benutzer unbedingt geändert werden, bevor die Geräte ins Netz gehängt werden."
(Corero Network Security: ra)

eingetragen: 21.04.17
Home & Newsletterlauf: 22.05.17


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