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Einheitliche Datenschutzbestimmungen


Datenschutz-Grundverordnung: Der bürokratische Aufwand durch die neuen Pflichten steigt enorm
Unternehmen haben zwei Jahre Zeit, ihre Praxis den neuen Datenschutzregeln anzupassen

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Das EU-Parlament hat nach jahrelanger Verhandlung die Datenschutz-Grundverordnung verabschiedet und damit die EU-Datenschutzreform auf den Weg gebracht. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt, dass mit dieser Verordnung nun das gleiche Datenschutzrecht für alle in der EU tätigen Unternehmen in greifbare Nähe rückt. "Die Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer ermöglicht einen fairen Wettbewerb", freut sich BITMi Präsident Dr. Oliver Grün. "Gleichzeitig stellen einheitliche Datenschutzregeln eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen digitalen EU-Binnenmarkt dar und setzen hiermit einen positiven Impuls diese Entwicklung voran zu treiben."

Lesen Sie zum Thema "Datenschutz" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Nun haben die Unternehmen zwei Jahre Zeit, ihre Praxis den neuen Datenschutzregeln anzupassen. Der IT-Mittelstand kann zukünftig davon profitieren, dass in Europa gleiches Recht für alle hier tätigen Unternehmen gelten wird. Aber es kommen auch neue Belastungen durch Bürokratie hinzu, welche vor allem kleine und mittelständische Unternehmen treffen.

So erfordert beispielsweise die neue Dokumentationspflicht, dass Unternehmen immer genau dokumentieren, warum sie welche Daten von welcher Stelle erhalten haben und was sie damit tun. "Der bürokratische Aufwand durch die neuen Pflichten steigt enorm. Die dadurch entstehenden Kosten werden mittelständische IT-Unternehmen belasten und damit im Endeffekt auch deren Kunden" prognostiziert Grün.

Besonders problematisch ist dabei die Einwilligungspflicht für die Verwendung von Daten für einen bestimmten Zweck, insbesondere für zusätzliche Dienstleistungen. "Mit dieser Auflage werden Big Data und andere digitale Geschäftsmodelle made in Europe gehemmt" warnt Grün vor der digitalen Bremswirkung der neuen Verordnung. (BITMi: ra)

eingetragen: 29.04.16
Home & Newsletterlauf: 18.05.16


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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    Cyberangriffe auf Unternehmen entwickeln sich immer mehr zum größten Geschäftsrisiko in den heutigen Industrienationen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie "Regional Risks for Doing Business" des World Economic Forum. Dabei wurden mehr als 12.000 Geschäftsleute in mehr als 140 Ländern nach den Geschäftsrisiken für Unternehmen befragt. Weltweit verunsichern Themen wir Arbeitslosigkeit und politische Risiken die Geschäftswelt. Doch von den 19 Staaten, die Cyberangriffe als größte Bedrohung betrachten, liegen 14 in Europa und Nordamerika.

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    Der wirksame Schutz privilegierter Konten und Zugriffsrechte gewinnt in Unternehmen immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt, seit die Analysten von Gartner Privileged Account Management, oder kurz PAM, zur Top-Priorität für CIOs im Jahr 2018 erklärt haben. Dass die eindringliche Mahnung, Konten mit weitreichenden Rechten - dazu zählen u.a. Administrator- Server- oder Datenbank-Accounts - dringend besser zu verwalten und schützen, dabei nicht aus nicht Luft gegriffen ist, zeigen Sicherheitsvorfälle wie der aktuelle Datendiebstahl beim französischen Baukonzern Ingérop.

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    Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Verwaltung nachhaltig zu verändern: "Volle Transparenz gewährleisten und gleichzeitig Bürgerdaten und Privatsphäre schützen, das ist mit der Blockchain nun technisch möglich", sagt Taavi Kotka im Rahmen einer Veranstaltung des eco Verbands. Der ehemalige CIO Estlands hat die Digitalisierung des baltischen Staates maßgeblich gestaltet. Das entkräfte mögliche Ausreden von Verantwortlichen, die die Digitalisierung der Verwaltung bislang möglicherweise aufgeschoben hatten. "Die Menschen nehmen staatliche Stellen zukünftig immer stärker als Dienstleister wahr, von denen sie Services ohne große bürokratische Hürden erwarten." Es werde sogar zu einem Wettbewerb der Nationen kommen, beispielsweise um hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. "Den werden diejenigen gewinnen, die Services digital einfacher und effizienter anbieten können", sagt Kotka. Eine Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse sei daher eine notwendige Investition in die wirtschaftliche Zukunft des Landes.

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    "Die Angriffsflächen erweitern sich exponentiell. Cyberkriminelle sind keine Hobby-Bastler mehr, sondern Vertreter einer neuen ,Hacker-Wirtschaft', welche die Innovationskraft von Unternehmen übertreffen kann." So lautet eines der Kernergebnisse des ersten "Future of Multi-Cloud (FOMC) Report" für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Die Studie wurde von F5 in Auftrag gegeben und von der Foresight Factory durchgeführt. Unternehmen müssen sich dieser neuen Herausforderung für ihre Sicherheit stellen, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen. Die Einführung eines zuverlässigen, zukunftssicheren Gesamtsystems aus integrierten Sicherheits- und Cloud-Lösungen kann Entscheidern mehr Kontext, Kontrolle und Transparenz bieten. Es wird auch das notwendige Vertrauen schaffen, um Kosten und Komplexität zu reduzieren.

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    BSI-Präsident Arne Schönbohm und Innenminister Horst Seehofer hat den aktuellen Bericht der Bundesbehörde vorgestellt. Die absoluten Zahlen der Bedrohungen und Angriffe haben sich in allen Bereichen über die Jahre weiter nach oben entwickelt. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da einerseits die Digitalisierung von Behörden und Unternehmen voranschreitet und andererseits auch die Detektierung von IT-Sicherheitsvorfällen durch höhere Awareness in den Unternehmen und Meldepflichten zunehmen dürfte. Leider finden sich im Bericht keinerlei Forschungsergebnisse über die Dunkelziffer von erfolgreichen Angriffen. Zudem gibt es eine durchgehende Vermengung der Zahlen zwischen detektierten abgewehrten und erfolgreichen (festgestellten) Angriffen, die eine Interpretation der Daten schwierig macht.