- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Regulierung zum freien Datenverkehr


EU-Vorschläge für Cyber-Sicherheit und Datenfluss: Mehr Einsatz für den Mittelstand
BITMi fordert weiterhin von der Europäischen Kommission, den rechtlichen Rahmen für die Verwendung von nicht personenbezogenen Maschinendaten zu klären

- Anzeigen -





Im Anschluss an die Rede zur Lage der Union von Jean-Claude Juncker hat die Europäische Kommission zwei wichtige Initiativen zu einigen Schlüsselbereichen des digitalen Binnenmarktes vorgelegt: Dies ist zum einem eine zukünftige gemeinsame europäische Cybersicherheitsstrategie und zum anderen der Vorschlag für eine neue Regulierung zum freien Datenverkehr ("Free Flow of Data").

"Wir begrüßen die Initiativen der Kommission. Sowohl die Cyber-Sicherheit als auch die Datenwirtschaft bieten innovativen Mittelständlern große Chancen, um das Wachstum der europäischen Wirtschaft zu fördern. Nur eine blühende digitale Industrie, getragen von vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, kann Europa helfen, seine digitale Souveränität wiederzuerlangen. Wir ermutigen jedoch die Europäische Kommission noch mehr zu tun, um die Rolle des Mittelstands in der digitalen Zukunft Europas zu stärken", kommentierte der Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. (BITMi) Dr. Oliver Grün, der zugleich Präsident der European Digital SME Alliance ist.

Der Ansatz der Cybersecurity-Strategie mit unter anderem einem neuen EU-Forschungs- und Kompetenzzentrum für Cybersecurity und dem Bestreben, die Beteiligung von mittelständischen Unternehmen an multinationalen Projekten stärker zu fördern, finden Zustimmung beim BITMi. Dennoch bedarf es noch vieler weiterer Maßnahmen, europäische KMU zu unterstützen.

Zudem spricht der BITMi sich positiv zum neuen Vorschlag der Kommission zur Regulierung zum freien Datenverkehr aus, insbesondere da diese zur Verringerung von nationalen Beschränkungen in Bezug auf Datenstandorte und zu einer Erhöhung der Datenportabilität führt.

Gleichzeitig fordert der BITMi weiterhin von der Europäischen Kommission, den rechtlichen Rahmen für die Verwendung von nicht personenbezogenen Maschinendaten zu klären und somit die Grundlage für eine europäische Datenökonomie zu schaffen. Seit 2016 fordert der BITMi die Schaffung eines offenen Marktes für die Datenverwendung, bei dem sowohl Hersteller als auch Anwender von Maschinen berechtigt sind, die mit diesen Maschinen produzierten Daten zu nutzen (s. BITMi Positionspapier Datenökonomie). (Bundesverband IT-Mittelstand - Bitmi: ra)

eingetragen: 15.10.17
Home & Newsletterlauf: 09.11.17


Bitmi: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Schnelles Geld durch Identitätsdiebstahl

    Cyberkriminelle richten sich zunehmend gegen die Telekommunikationsindustrie - und finden hier schnelles Geld durch Identitätsdiebstahl. Nach Schätzungen einiger Industrieunternehmen richten sogenannte Telco Subscription-Betrugsfälle jährlich einen Schaden von über 12 Milliarden Dollar an. Andere schätzen die potenziellen Verluste sogar auf bis zu 10 Prozent des Gewinns ein und somit auf 20 Milliarden Dollar.

  • Faktor Mensch: Bedrohungen rechtzeitig erkennen

    Cyberattacken treten immer häufiger auf und nehmen an Komplexität zu. Dabei haben die Angreifer sämtliche Wirtschaftszweige im Visier. Dieser anhaltende Trend führt dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre Position überdenken und neue Maßnahmen einführen, um Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Ziel ist es, natürliche Reflexe hervorzubringen, die es ermöglichen, jeden Beteiligten im Unternehmen darauf vorzubereiten, eine aktive Rolle beim Schutz vor Bedrohungen einzunehmen. Denn Cyberangriffe können für ein Unternehmen schwerwiegende Folgen, wie beispielsweise Daten- und Informationsverlust oder Imageschäden, haben. Das kann dann wiederum zur Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses gegenüber Kunden und Partnern führen.

  • Angriffe auf Energieversorger

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Deutsche Energieversorger könnten das Ziel groß angelegter Cyber-Angriffskampagnen sein. Zwar liegen derzeit noch keine Hinweise auf erfolgreiche Hacker-Zugriffe vor, dennoch arbeitet das Amt intensiv an einer Vielzahl von Verdachtsfällen und rät zu nötigen Schutzmaßnahmen. Ross Brewer, Vice President und Managing Director EMEA bei LogRhythm, kommentiert die Warnung folgendermaßen.

  • Personenbezogene Daten ein attraktives Ziel

    Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde ein damals 30-jähriger externer Mitarbeiter schlagartig weltberühmt, obwohl sein Beruf eigentlich genau das Gegenteil erfordert hatte: Edward Snowden leakte geheime Unterlagen der US-amerikanischen National Security Agency (NSA). Je nach Sichtweise, politischer Einstellung, möglicherweise auch Nationalität, wird man sein Handeln anders bewerten: Für die einen ist er ein Verräter, für die anderen ein Held, der Prototyp eines Whistleblowers. Fest steht auf alle Fälle, dass sich die Wahrnehmung der staatlichen Überwachung (insbesondere in Deutschland), vor allem aber die IT-Sicherheit auf Jahre verändert hat. Wahrscheinlich haben wir mit "blended attacks" wie WannaCry, die ohne NSA-Tools kaum denkbar wären, erst einen Vorgeschmack auf den wahren Schaden dieser Angriffe bekommen. Und sicherlich arbeiten Cyberkriminelle (und auch Hacker im staatlichen Auftrag) an neuen Varianten.

  • Damit aus Double Kill kein Overkill wird

    Bei der kürzlich aufgedeckten Double-Kill-Schwachstelle wurde eine einzigartige Angriffsmethode verwendet, die zukunftsweisend sein wird. Marina Kidron vom Skybox Research Lab klärt auf, welche Tools vor einem erneuten Angriff schützen. Vor wenigen Wochen machte die Double-Kill-Attacke Schlagzeilen. Hacker haben eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgenutzt, um Windows-PCs mit Schadprogrammen zu infizieren. Mittels eines speziell präparierten Office-Dokuments wurde eine Malware heruntergeladen und unbemerkt auf dem Computer installiert. Es wird gemutmaßt, dass hinter dem Angriff gezielte Spionageabsichten stecken. Mittlerweile wurde die Sicherheitslücke behoben, aber die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.