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Mitarbeiter: Einladung für Cyber-Kriminelle


Deutsche Surfgewohnheiten laut Studie zu unsicher – Müssen Unternehmen sich Sorgen machen?
Mit Technologien wie Sandboxing können Gefahren erkannt werden, bevor sie Schaden anrichten können

Kommentar von Dietmar Schnabel, Regional Director Central Europe, Check Point Software Technologies GmbH

(28.07.15) - Eine gemeinsame Studie des "Deutschland sicher im Netz e.V." (DsinN) und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz stellt fest, dass die deutschen User online oft nicht vorsichtig genug sind. Meistens geschieht das nicht aus Unwissenheit, sondern aus Faulheit. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen zu lax von weiten Teilen der Bevölkerung umgesetzt werden.

Unternehmen sollten bedenken, dass sich ihre Angestellten eben aus dieser Gruppe rekrutieren. Es ist wahrscheinlich, dass sich das nachlässige Verhalten im Arbeitsalltag wiederholt. Unterschiedlich ist nur die deutlich höhere Anzahl der Angriffe auf Unternehmensnetzwerke: Firmen sind für Hacker ein deutlich lukrativeres Ziel als Privatnutzer. Dies zeigt sich im aktuellen "Check Point Security Report" – die Zahl von Angriffen mit unbekannter Malware ist in nur einem Jahr um 71 Prozent gestiegen; 2014 wurden pro Stunde im Durchschnitt 106 Angriffe gegen Organisationen durchgeführt.

Unvorsichtige Mitarbeiter sind ein Risiko, denn sie sind wie eine Einladung für Cyber-Kriminelle. Schädliche Dateien, die per E-Mail verschickt werden und von unachtsamen Usern geöffnet werden, können ohne entsprechende Vorkehrung leicht das gesamte Netzwerk befallen. Fährlässigkeit kann dann teuer bestraft werden, besonders im Bezug auf die geplante Meldepflicht des neuen IT-Sicherheitsgesetzes. Neben einem Anstieg der unbekannten Schadsoftware zeigt der "Security Report von Check Point" auch, dass 41 Prozent, also fast die Hälfte aller Organisationen, mindestens einmal eine verseuchte Datei heruntergeladen hat.

Angesichts der Daten fällt es schwer, sich allein auf die Aufmerksamkeit des eigenen Personals zu verlassen. Organisationen tun gut daran, entsprechende Mechanismen zu installieren, um Angriffe abzuwehren. Mit Technologien wie Sandboxing können Gefahren erkannt werden, bevor sie Schaden anrichten können. Egal, ob die Malware schon bekannt oder noch unbekannt ist, schafft es die Technologie, Bedrohungen sicher auszuschalten. Zusätzlich sollten Dokumente in E-Mails auf Gefahren geprüft werden. Schädliche Codes in Anhängen lassen sich mittlerweile zuverlässig beseitigen, ohne dass die Performance beinträchtig wird.

Die Bedrohungslandschaft hat sich verändert, aber mit ihr haben sich auch die Schutzmechanismen weiterentwickelt. Weite Teile der Businesskommunikation sind digitalisiert und müssen gesichert werden, auch in kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Genau hier werden die Gefahren unterschätzt und nicht ausreichend Vorsorge betrieben. Dabei gibt es Sicherheitslösungen, die speziell auf den Mittelstand zugeschnitten sind. Das Bedrohungsszenario ist real und es besteht in vielen Organisationen Handlungsbedarf. Die Studie zeigt, dass der Faktor Mensch eine wichtige Rolle in der IT-Sicherheit einnimmt, und ist ein Signal, dass Informationssicherheit immer noch zu häufig auf die leichte Schulter genommen wird. (Check Point Software Technologies: ra)

Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Manipulation von DNS-Einträgen

    FireEye beobachtet derzeit mehrere Aktivitäten, die für die Manipulation von DNS-Einträgen verantwortlich sind. Auf einige dieser Aktivitäten haben wir bereits in unserem Blog-Beitrag vom 9. Januar 2019 hingewiesen: Wir gehen davon aus, dass ein kleiner Teil dieser Aktivitäten vermutlich von einem iranischen Akteur durchgeführt wird. Dabei nutzt der Akteur Malware, die wir bei FireEye TWOTONE nennen - bei TALOS DNSpionage genannt. Wir vermuten jedoch, dass andere Akteure - und eventuell andere Staaten - hinter weiteren Bedrohungen durch DNS-Manipulation stehen, die nicht in diesem Zusammenhang stehen. Einige dieser Aktivitäten haben wir bereits im Januar 2019 auf unserem Blog vorgestellt. Wir glauben, dass diese Aktivität die Verwendung gestohlener EPP-Anmeldeinformationen beinhaltete und wahrscheinlich staatlich finanziert wurde. EPP ist ein zugrundeliegendes Protokoll, das zur Verwaltung von DNS-Systemen verwendet wird.

  • Komplexität eines Seitenkanalangriffs

    Mit Spectre wütet seit Jahren eine Sicherheitslücke, die Intel- und AMD-Prozessoren verwundbar gemacht hat. Nun möchte sich Suchmaschinenriese Google zusammen mit einem Expertenteam dem Problem annehmen. IT-Sicherheitsexperte Christian Heutger begrüßt diesen Schritt: "Googles Vorstöße im Kampf gegen die Sicherheitslücke Spectre sind sehr zu begrüßen. Die Komplexität eines Seitenkanalangriffs, wie Spectre, sorgt allerdings dafür, dass dieser Kampf lange dauern wird. Ich vermute, dass noch einige Zeit ins Land gehen, bis die Gefahr, die von der Sicherheitslücke Spectre ausgeht, vollständig gebannt sein wird. Aber Google und sein LLVM-Team gehen einen entsprechenden guten Weg", so der Geschäftsführer der PSW Group.

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    Mit der Weiterentwicklung von Bedrohungen wächst auch der Bedarf von Unternehmen, sich gegen die geschäftsschädigenden Auswirkungen von Cyberangriffen zu schützen. Angesichts dieses Trends fordert die Cybersicherheitsanbieterin F-Secure, dass sowohl die ständige Bereitschaft für mögliche Sicherheitsverletzung als auch eine schnelle und effektive Eindämmung, die das richtige Gleichgewicht von Mensch, Prozess und Technologie abdeckt, stärker in den Vordergrund gestellt wird. "Cyberangriffe sind für viele Unternehmen inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Es geht nicht mehr darum, ob ein Unternehmen angegriffen wird, sondern um die Frage, wann es passiert. Das erfordert eine Veränderung in der Art und Weise, wie Unternehmen mit vielen Sicherheitsaspekten umgehen", sagt Tim Orchard, Managing Director von F-Secure Countercept.

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    Am 29.03.2019 das Bundesinnenministerium einen Referentenentwurf zum geplanten "IT-Sicherheitsgesetz 2.0" in die Ressortabstimmung eingebracht. Dazu äußert sich René Hofmann, zuständig für strategische Accounts bei Securepoint, norddeutscher Hersteller von IT-Sicherheitslösungen.

  • Höchst riskante Sicherheitslücke

    Spätestens mit der Einführung der DSGVO hat in Europa eine gewisse Sensibilisierung gegenüber Datenschutz und Sicherheitsrisiken eingesetzt - ob privat oder im beruflichen Umfeld. Dennoch zeigen europäische Arbeitnehmer weltweit die geringste Disziplin, wenn es um die Cybersicherheit in ihren Unternehmen geht: Studien zeigen, dass ein Großteil der Angestellten sich nicht regelmäßig über IT-Sicherheit Gedanken macht. Ein signifikanter Anteil ist sogar der Auffassung, dass die Prävention von Sicherheitsbedrohungen nicht in seinen Aufgabenbereich falle - obwohl man sich über die rechtlichen Folgen eines Datendiebstahls im Klaren ist. Bei einem Verstoß gegen die DSGVO müssen Unternehmen beispielsweise mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes weltweit rechnen.