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Gezielt Hintertüren ausnutzen


Die Cyberattacke auf die Deutsche Bundesregierung hat erneut gezeigt, wie gefährlich Cyberattacken bereits geworden sind
Bis eine Sicherheitslücke entdeckt wird und der entsprechende Sicherheits-Patch entwickelt und installiert ist, kann es schon zu spät sein

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Von Udo Riedel, CEO und CTO von DriveLock SE

469 Tage bleiben Hackerangriffe durchschnittlich unbemerkt. Das ist mehr als genug Zeit für Angreifer, sich ungestört Informationen zu verschaffen. Wie lange der Angriff auf die Deutsche Bundesregierung tatsächlich unbemerkt blieb, werden die Untersuchungen noch zeigen.

Bei Cyberattacken, die gezielt Hintertüren ausnutzen oder speziell für dieses Netzwerk programmierte Viren nutzen, bieten herkömmliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Antiviren-Software, nicht den nötigen Schutz, insbesondere nicht im Fall von solchen kritischen Infrastrukturen wie Bundesbehörden. Damit Sicherheitslücken gar nicht erst missbraucht und Schadprogramme nicht ausgeführt werden können, ist zusätzliche Sicherheitssoftware nötig.

Applikationskontrolle beispielsweise verhindert, dass unbekannte Programme gestartet werden, unabhängig davon wo und wie sie auf das Netzwerk gelangen. Denn bis eine Lücke entdeckt wird und der entsprechende Sicherheits-Patch entwickelt und installiert ist, kann es schon zu spät sein. Applikationskontroll-Software deckt auch Zero-Day-Malware ab, also neue Schadprogramme und Virus-Varianten, die Antivirus-Software noch nicht gelistet haben.

Bei den rasanten Entwicklungen im Cybercrime-Markt und mutmaßlich/potentiell staatlich finanzierten Hackern sind zusätzliche Security-Maßnahmen notwendig, die schneller und umfassender greifen als Sicherheits-Patches und Softwareupdates. (DriveLock: ra)

eingetragen: 09.03.18
Newsletterlauf: 13.04.18

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