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eco: Deutschland braucht die Bundesblockchain


Taavi Kotka fordert von Regierungen neues Selbstverständnis als digitale Dienstleister
Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, viele Prozesse in Verwaltungen und Behörden zu automatisieren


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Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Verwaltung nachhaltig zu verändern: "Volle Transparenz gewährleisten und gleichzeitig Bürgerdaten und Privatsphäre schützen, das ist mit der Blockchain nun technisch möglich", sagt Taavi Kotka im Rahmen einer Veranstaltung des eco Verbands. Der ehemalige CIO Estlands hat die Digitalisierung des baltischen Staates maßgeblich gestaltet. Das entkräfte mögliche Ausreden von Verantwortlichen, die die Digitalisierung der Verwaltung bislang möglicherweise aufgeschoben hatten.

"Die Menschen nehmen staatliche Stellen zukünftig immer stärker als Dienstleister wahr, von denen sie Services ohne große bürokratische Hürden erwarten." Es werde sogar zu einem Wettbewerb der Nationen kommen, beispielsweise um hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. "Den werden diejenigen gewinnen, die Services digital einfacher und effizienter anbieten können", sagt Kotka. Eine Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse sei daher eine notwendige Investition in die wirtschaftliche Zukunft des Landes.

70 Prozent wollen die Bundesblockchain
"Blockchain stellt staatlichen Stellen neue Instrumente zur Verfügung, um komplexe und vertrauenswürdige Interaktionen zwischen Staat und Bürgern zu erleichtern", bestätigt auch Stephan Zimprich, Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. "Die Technologie bietet ein immenses Potenzial, Systeme zu ändern und Prozesse zu beschleunigen."

Laut aktueller Studie von eco und YouGov1 wünschen sich in Deutschland 81 Prozent der Unternehmen mehr Möglichkeiten, Daten mit staatlichen Stellen sicher auszutauschen. Ein Problem: 44 Prozent der Unternehmensentscheider haben kein Vertrauen in die Datensicherheit beim elektronischen Austausch mit Behörden und staatlichen Stellen. Insgesamt 68 Prozent denken, dass innovative Lösungen wie die Blockchain hier Abhilfe schaffen könnten. Der Staat sollte Unternehmen die Möglichkeit bieten, Unternehmensdaten geschützt durch Blockchain-Technologie an Behörden zu übertragen, sagen 70 Prozent der Befragten.

Konkrete Blockchain-Projekte gefordert
"Die Menschen begreifen immer besser, was die Blockchain-Technologie alles kann", sagt Taavi Kotka. "Die Bürger nehmen zunehmend wahr, dass die Bedenken staatlicher Stellen hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre eigentlich Ausreden sind." Gerade die Stärken der Blockchain – fälschungssichere Register zu führen und als vertrauenswürdige neutrale Instanz zu fungieren – sind schließlich zentrale Charakteristika öffentlicher Institutionen. "Jetzt ist die Zeit für öffentliche Institutionen gekommen, die Digitalisierung in die Hand zu nehmen und Projekte konkret umzusetzen", schließt Kotka.

Studie "Blockchain und Austausch mit Verwaltungen – Anforderungen und Chancen". Befragt wurden 500 Unternehmensentscheider im März 2018.
(eco: ra)

eingetragen: 20.11.18
Newsletterlauf: 29.11.18

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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