- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Digitale Dienste vor Vertrauenskrise?


eco: Neue Überwachungspläne gefährden Vertrauen in digitale Dienste und schwächen IT-Sicherheit
Mehr staatliche Eingriffe und Überwachung führen nicht automatisch zu mehr Sicherheit führen, sondern können sich sogar als kontraproduktiv erweisen

- Anzeigen -





Mit Blick auf die Entwicklungen bei der Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet warnt eco-Vorstand Prof. Dr. Norbert Pohlmann vor weiteren politischen Initiativen (auf nationaler und europäischer Ebene), die auf weitere Einschränkungen und Kontrolle des Internets setzen und damit die Freiheit, Sicherheit und das Vertrauen der Bürger und Wirtschaft in digitale Technologien gefährden könnten:

"Die Währung einer erfolgreichen digitalen Transformation ist ‚Vertrauen‘ in Technologie - ohne Datensicherheit und Datenschutz können Innovationsleistungen und berechtigte Erwartungen, die auf den Wirtschaftszweig Internet und die Digitalisierung projiziert werden, aber nicht erfüllt werden. Bereits jede Diskussion über neue Überwachungspläne schwächt das Vertrauen der Nutzer in das Internet und schadet der deutschen Internetwirtschaft damit immens."

Nicht nur das Vertrauen in die Nutzung digitaler Dienste und IT-Technologie dürfe nicht untergraben werden, auch sollte die Grundrechtskonformität im Blick behalten werden, so Pohlmann:

"Wir fordern die Minister dringend auf, Abstand von unverhältnismäßigen Gesetzesvorhaben zu nehmen, die darauf ausgelegt sind, IT-Systeme – ganz gleich in welcher Form - zu schwächen und die die Industrie mit Auskunfts- und Mitteilungsverpflichtung belasten wollen. Staatliche Überwachung und Zugriffe auf personenbezogene Daten müssen unbedingt auf das Notwendigste beschränkt bleiben."

Gleichzeitig gibt eco - Verband der Internetwirtschaft zu bedenken, dass mehr staatliche Eingriffe und Überwachung nicht automatisch zu mehr Sicherheit führen, sondern sich sogar als kontraproduktiv erweisen könnten. Das gezielte und bewusste Ausnutzen oder Implementieren von Sicherheitslücken konterkariere jegliche Bestrebungen der Unternehmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit:

"Staatliche Hintertüren und Generalschlüssel sind grundsätzlich als inhärent unsicher einzustufen, jede Lücke bedeutet ein potentielles Sicherheits-Leck und erhöht damit das Risiko von Diebstahl und Missbrauch im Internet."
(eco: ra)

eingetragen: 07.01.18
Home & Newsletterlauf: 31.01.18


Eco: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Gretchenfrage IoT-Sicherheit

    Für die meisten ziemlich überraschend, hat Microsoft vergangene Woche auf der RSA Konferenz, einer der größten und bekanntesten IT-Sicherheitsveranstaltungen weltweit, seine Initiative für das sichere Internet der Dinge (IoT) vorgestellt. Seit dem Jahr 2015 arbeitete Microsoft an Azure Sphere, so der Name der sicheren Architektur für das IoT. Sie umfasst zertifizierte Microcontroller, ein sicheres Betriebssystem (mit Linux, nicht Windows-Kernel!) und einen Cloud-Service für die zertifikatbasierte Authentifizierung und das geräteübergreifende Aufspüren von Bedrohungen. Jürgen Rother, Senior Business Development Manager beim IT-Dienstleister Trivadis, kommentiert.

  • KI-basierte Malware-Prävention

    Der Branchenverband Bitkom hat soeben eine Studie veröffentlicht, die ein Mal mehr belegt, dass künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien innerhalb der Digitalisierung gilt. Das sieht die Mehrzahl der befragten Unternehmen so: 49 Prozent gaben an, dass KI für die deutsche Wirtschaft große Bedeutung haben wird. Und auch bei Verbrauchern stößt KI auf viel Interesse. 7 von 10 Bundesbürgern (68 Prozent) würden demnach gerne selbst Technologien aus diesem Bereich ausprobieren. Man kann also davon ausgehen, dass mit der steigenden Nachfrage der Bedarf an Fachkräften in diesem Segment ebenfalls wachsen wird. Noch sind geschulte Experten eher Mangelware.

  • Kryptowährungen als Magnet für Cyberkriminelle

    Ende Dezember 2017 passierte der Bitcoin die Marke von 15.000 US-Dollar. Exakt ein Jahr zuvor konnte eine Einheit dieser wohl populärsten Kryptowährung noch für deutlich unter 1.000 US-Dollar erworben werden. Diese enormen Kurschwankungen verschaffen dem digitalen Geld eine große mediale Aufmerksamkeit. Da immer mehr Menschen den Hype um Bitcoin & Co. nutzen und von den enormen Kursschwankungen profitieren wollen, sind zudem neue Plattformen entstanden, die als Marktplätze den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erleichtern sollen. Dennoch stellte Enterprise Innovation fest, dass Kryptowährungen immer noch darum kämpfen, den Mainstream wirklich zu erreichen. Ein Hauptgrund hierfür sei der Ruf, unreguliert und unsicher zu sein.

  • Bitcoin-Sicherheitsbestand eine richtige Strategie

    Die Hälfte aller deutschen Unternehmen horten Kryptowährungen, um im Falle eines Ransomware-Angriffes das Lösegeld möglichst schnell bezahlen und sich ihre Daten freikaufen zu können. Im Schnitt besitzen sie 27 Bitcoins - das sind fast 240.000 Euro - so das Ergebnis einer Studie von Citrix und OnePoll. 500 IT-Entscheider aus Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern wurden hierzu befragt. Das Problem, das entsteht: Das Bitcoin-Depot lockt neue Angreifer an. 51 Prozent der befragten Unternehmen hatten bereits Angriffe auf ihren Bestand zu verzeichnen. Ein Kryptowährung-Sicherheitsdepot für mögliches Lösegeld - Chance oder Gefahr?

  • Gezielt Hintertüren ausnutzen

    469 Tage bleiben Hackerangriffe durchschnittlich unbemerkt. Das ist mehr als genug Zeit für Angreifer, sich ungestört Informationen zu verschaffen. Wie lange der Angriff auf die Deutsche Bundesregierung tatsächlich unbemerkt blieb, werden die Untersuchungen noch zeigen. Bei Cyberattacken, die gezielt Hintertüren ausnutzen oder speziell für dieses Netzwerk programmierte Viren nutzen, bieten herkömmliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Antiviren-Software, nicht den nötigen Schutz, insbesondere nicht im Fall von solchen kritischen Infrastrukturen wie Bundesbehörden. Damit Sicherheitslücken gar nicht erst missbraucht und Schadprogramme nicht ausgeführt werden können, ist zusätzliche Sicherheitssoftware nötig.