- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Erhöhtes Risiko von Denial-of-Service-Angriffen


Das Hauptrisiko, das wir bei Großveranstaltungen sehen, ist die finanziell motivierte Cyberkriminalität
Bei Großveranstaltungen beobachten wir regelmäßig Informationsdiebstahl durch verschiedene Methoden wie z.B. physischen Hardware-Diebstahl, Hijacking von WLAN-Hotspots

- Anzeigen -





Die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wird, wie viele sportliche Großereignisse, nicht nur Fans anlocken, sondern auch Betrüger und Verbrecher. Gerade in der heutigen Zeit ist besonders im Cyberbereich erhöhte Vorsicht geboten. Dieser Einschätzung stimmt auch David Grout, Technical Director/PreSales Director Southern Europe bei FireEye zu:

"Jedes Großereignis, ob sportlich, politisch oder anderweitig, ist ein Katalysator für Risiken - und zunehmend auch für Cyberrisiken. Das haben wir zuletzt mit dem Olympic Destroyer-Angriff bei den Olympischen Winterspielen gesehen und wir glauben, dass die bevorstehende Weltmeisterschaft 2018 keine Ausnahme sein wird.

Das Hauptrisiko, das wir bei Großveranstaltungen sehen, ist die finanziell motivierte Cyberkriminalität. Wir sehen bereits seit einigen Wochen Phishing-Kampagnen, die auf die diesjährige Weltmeisterschaft abzielen und dabei verschiedene Methoden wie günstige Ticketangebote, die Möglichkeit, Reisen nach Russland zu gewinnen und Promotionen für Gegenstände im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft (Trikots der Nationalmannschaft, Tassen mit Spielern usw.) nutzen. Um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen, kaufen Angreifer meist Domains, die mit der Weltmeisterschaft in Zusammenhang stehen, so dass man Spam- oder Phishing-E-Mails mit Adressen erhalten kann, die Schlüsselwörter zu dem Ereignis enthalten. Das Ziel der Cyberkriminellen bei dieser Art von Angriffen ist es, auf die Zahlungsdaten der Teilnehmer zuzugreifen.

Das zweite Risiko, das sich wahrscheinlich noch erhöhen wird, ist mit den geopolitischen Herausforderungen eines solchen Ereignisses verbunden. Wie wir bei früheren Veranstaltungen gesehen haben, besteht ein erhöhtes Risiko von Denial-of-Service-Angriffen, bei denen es zu einer möglichen Verunstaltung der Website kommt, um die Organisatoren zu diskreditieren. Zudem steigt das Risiko, dass staatlich geförderte Gruppen versuchen, die bei solchen Veranstaltungen genutzte IT- und EO-Infrastruktur zu destabilisieren.

Das Hauptziel besteht darin, das Gastgeberland zu entblößen, indem man es verletzlich macht. Aus geopolitischer Sicht beobachten wir auch historisch eine Zunahme von Angriffen und Informationslecks, die versuchen, die Aktionen dieser oder jener Organisationen zu diskreditieren, wobei das bekannteste Beispiel die APT28-Kampagne gegen die Welt-Anti-Doping-Agentur ist.

Schließlich ist das letzte große Risiko, das wir erwarten, das für den Reisenden selbst. Bei Großveranstaltungen beobachten wir regelmäßig Informationsdiebstahl durch verschiedene Methoden wie z.B. physischen Hardware-Diebstahl, Hijacking von WLAN-Hotspots etc. Daher ist es für den Reisenden wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, einschließlich der Verschlüsselung von Daten, der Verwendung von Terminals ohne gespeicherte sensible Informationen, der Verwendung von VPN-Zugängen, der Einrichtung einer Multi-Faktor-Authentifizierung für sensible Anwendungen und der Aufbewahrung von Geräten.

Schließlich wird die Weltmeisterschaft 2018, wie jedes andere Großereignis, Cyberrisiken ausgesetzt sein. Sei es geopolitisch oder kriminell, sei es durch Aktionen mit internationaler Resonanz wie Verunstaltungen, die von Gruppen genutzt werden können, die eine Botschaft vermitteln oder das Gastgeberland der Weltmeisterschaft diskreditieren wollen. Es ist daher unerlässlich, vor und während der Veranstaltung eine Reihe von Vorkehrungen zu treffen, die das Risiko und die Gefährdung Ihrer Daten begrenzen." (FireEye: ra)

eingetragen: 23.06.18
Newsletterlauf: 02.07.18

FireEye: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • CEO & Co. als Zielscheibe von Cyberkriminellen

    Die Wellen in Politik und Presse schlagen hoch, wenn persönliche Daten von Personen des öffentlichen Lebens böswillig exponiert werden. Das zeigt gerade eindrücklich der Datenleak Hunderter deutscher Politiker, Journalisten und Prominenten. Doch auch in Unternehmen herrscht beim Umgang mit sensiblen Daten oft eine gefährliche Mischung aus Unwissenheit und sträflicher Ignoranz. Anders lässt sich der enorme Umfang an sensiblen Daten im Netz nicht erklären.

  • PKI: Einzige Möglichkeit, Chaos zu kontrollieren

    In der jüngeren Vergangenheit wuchs unter IT-Fach- und Führungskräften die Überzeugung, dass Public Key Infrastruktur (PKI) eine veraltete Technologie und damit überflüssig sei. Ganz im Gegenteil, meinen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group, denn in Zeiten, in denen die Cloud, DevOps, IoT und Blockchain immer mehr an Bedeutung gewinnen, werden stärkere Sicherheitsvorkehrungen benötigt. Die PKI ist eine Sicherheitsinfrastruktur, die dazu dient, Services für den sicheren Datenaustausch zwischen den Anwendern bereitzustellen. Durch die PKI lassen sich digitale Zertifikate bereitstellen, verteilen sowie prüfen. Weiter kann die Zugehörigkeit von Public Keys sowie die Echtheit der Zertifikate zuverlässig bestätigt werden.

  • Anzahl potenzieller Ziele steigt exponentiell

    Cyberangriffe auf Unternehmen entwickeln sich immer mehr zum größten Geschäftsrisiko in den heutigen Industrienationen. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie "Regional Risks for Doing Business" des World Economic Forum. Dabei wurden mehr als 12.000 Geschäftsleute in mehr als 140 Ländern nach den Geschäftsrisiken für Unternehmen befragt. Weltweit verunsichern Themen wir Arbeitslosigkeit und politische Risiken die Geschäftswelt. Doch von den 19 Staaten, die Cyberangriffe als größte Bedrohung betrachten, liegen 14 in Europa und Nordamerika.

  • Zugriff auf sensibelste Daten

    Der wirksame Schutz privilegierter Konten und Zugriffsrechte gewinnt in Unternehmen immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt, seit die Analysten von Gartner Privileged Account Management, oder kurz PAM, zur Top-Priorität für CIOs im Jahr 2018 erklärt haben. Dass die eindringliche Mahnung, Konten mit weitreichenden Rechten - dazu zählen u.a. Administrator- Server- oder Datenbank-Accounts - dringend besser zu verwalten und schützen, dabei nicht aus nicht Luft gegriffen ist, zeigen Sicherheitsvorfälle wie der aktuelle Datendiebstahl beim französischen Baukonzern Ingérop.

  • eco: Deutschland braucht die Bundesblockchain

    Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Verwaltung nachhaltig zu verändern: "Volle Transparenz gewährleisten und gleichzeitig Bürgerdaten und Privatsphäre schützen, das ist mit der Blockchain nun technisch möglich", sagt Taavi Kotka im Rahmen einer Veranstaltung des eco Verbands. Der ehemalige CIO Estlands hat die Digitalisierung des baltischen Staates maßgeblich gestaltet. Das entkräfte mögliche Ausreden von Verantwortlichen, die die Digitalisierung der Verwaltung bislang möglicherweise aufgeschoben hatten. "Die Menschen nehmen staatliche Stellen zukünftig immer stärker als Dienstleister wahr, von denen sie Services ohne große bürokratische Hürden erwarten." Es werde sogar zu einem Wettbewerb der Nationen kommen, beispielsweise um hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. "Den werden diejenigen gewinnen, die Services digital einfacher und effizienter anbieten können", sagt Kotka. Eine Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltungsprozesse sei daher eine notwendige Investition in die wirtschaftliche Zukunft des Landes.