- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Kommentare & Meinungen

Kriminelle nutzen Werkzeuge der NSA


WannaCry: Sicherheitsupdates schnellstmöglich installieren
Ransomware attackiert weltweit Unternehmen und Privatanwender

- Anzeigen -





Von G-Data Software

Die Ransomware WannaCry hat nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Unternehmen lahmgelegt – auch kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Energie-Versorger sind betroffen. Der Infektionsmechanismus von WannaCry beruht auf einen Exploit, der vom US-Geheimdienst NSA entwickelt wurde. Der Erpressertrojaner gelangt durch eine Sicherheitslücke im Windows-Betriebssystem auf die Rechner. Eigentlich hatte Microsoft die Schwachstelle bereits im März 2017 per Update geschlossen. IT-Verantwortliche und Privatpersonen sollten nun umgehend reagieren und die Sicherheitsupdates schnellstmöglich installieren.

Der Vorfall bestätigt auch einige Befürchtungen, die bereits im Zuge der WikiLeaks-Enthüllungen befürchtet wurden: Offensichtlich ist es Kriminellen gelungen, ein Werkzeug aus dem Arsenal eines Geheimdienstes für kriminelle Zwecke einzusetzen. Der "Eternalblue" genannte Exploit ist Teil einer Sammlung von Dateien aus NSA-Beständen, die im April von der Hackergruppe "Shadow Brokers" öffentlich gemacht wurden. Es waren auch noch andere Werkzeuge Teil dieses Leaks – wenn sich dieser Trend wiederholt, dann ist mit dem Einsatz weiterer Geheimdienstwerkzeuge durch Cyberkriminelle zu rechnen.

Die Vorfälle zeigen auf dramatische Weise, welche Folgen es haben kann, wenn Updates nicht rechtzeitig installiert werden. Die ausgenutzte Sicherheitslücke wurde bereits im März von Microsoft geschlossen – dennoch war WannaCry erfolgreich. Staatliche Organisationen, Firmen und Privatanwender sollten sich sehr schnell Gedanken machen, wie sie die jeweiligen Sicherheitslücken schließen können. IT-Verantwortliche in Unternehmen sollten den Einsatz von Patch Management prüfen, um Updates für alle Computer im Netzwerk zügig ausrollen zu können. (G Data Software: ra)

eingetragen: 15.05.17

G Data Software: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Anzahl der Cyber-Vorfälle steigt gewaltig

    Von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM erhobene Zahlen haben ergeben, dass Finanzdienstleistungsunternehmen der Financial Conduct Authority (FCA) im Jahr 2018 819 Cyber-Vorfälle gemeldet haben, ein Anstieg gegenüber den 69 im Jahr 2017 gemeldeten Vorfällen. Nach Ansicht von RSM könnten die Zahlen aufgrund der hohen Unterberichterstattung weitaus höher sein. Ross Brewer, VP & MD EMEA, LogRhythm hat den folgenden Kommentar abgegeben: "Während es einfach ist, sich in diesem Bericht auf die Anzahl der Cyber-Vorfälle zu konzentrieren, sollte die Aufmerksamkeit von Sicherheits- und Finanzdienstleistern auf die Hauptursache gelenkt werden. Über ein Fünftel der Vorfälle wird durch einen Ausfall Dritter verursacht, d. h. es besteht eine Schwäche in der Lieferkette.

  • Sicherheitsanforderungen an 5G-Netzausrüster

    In der Diskussion um Sicherheitsanforderungen an Mobilfunknetzausrüster stellt sich der Digitalverband Bitkom gegen nationale Alleingänge. Jegliche Regulierung von Anbietern von Netztechnologie sollte aus Bitkom-Sicht vielmehr EU-weit einheitlich sein. "Ein regulatorischer Flickenteppich würde den 5G-Aufbau verzögern und ein nationaler Alleingang würde Deutschland zurückwerfen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Derzeit plant die Bundesnetzagentur, den Katalog an Sicherheitsanforderungen für Telekommunikationsnetze zu erweitern. Berg: "Wir begrüßen, dass kritische Kernkomponenten nur eingesetzt werden dürfen, wenn sie von einer anerkannten Prüfstelle getestet und vom Bundesamt für Sicherheit in der IT zertifiziert wurden. Damit das in der Praxis aber auch funktioniert, müssen die bislang formulierten Eckpunkte der Bundesnetzagentur umgehend präzisiert werden."

  • Die IT-Branche gilt als vermeintliche Männerdomäne

    Angesichts des Fachkräftemangels in der IT beginnt der Markt zu reagieren und sich zu organisieren. Es handelt sich dabei jedoch zumeist noch um vereinzelte Initiativen, die in großem Umfang schwer umzusetzen sind. Diese Entwicklung ist für unsere Gesellschaft und speziell für Unternehmen eine große Herausforderung: Wie identifizieren und gewinnen Unternehmen heute und zukünftig geeignete Bewerber? Obwohl die Digitalisierung unser Leben grundlegend verändert hat und digitale Technologien zunehmend unseren Alltag bestimmen, wissen wir doch nur sehr wenig über digitale Berufe. Dies gilt nicht nur für Schüler, sondern auch für Eltern, einige Lehrer und sogar Berufsberater. Das Image des "Computer-Nerds" ist fest in unserer Gesellschaft verankert und lässt sich nur schwer abschütteln.

  • Manipulation von DNS-Einträgen

    FireEye beobachtet derzeit mehrere Aktivitäten, die für die Manipulation von DNS-Einträgen verantwortlich sind. Auf einige dieser Aktivitäten haben wir bereits in unserem Blog-Beitrag vom 9. Januar 2019 hingewiesen: Wir gehen davon aus, dass ein kleiner Teil dieser Aktivitäten vermutlich von einem iranischen Akteur durchgeführt wird. Dabei nutzt der Akteur Malware, die wir bei FireEye TWOTONE nennen - bei TALOS DNSpionage genannt. Wir vermuten jedoch, dass andere Akteure - und eventuell andere Staaten - hinter weiteren Bedrohungen durch DNS-Manipulation stehen, die nicht in diesem Zusammenhang stehen. Einige dieser Aktivitäten haben wir bereits im Januar 2019 auf unserem Blog vorgestellt. Wir glauben, dass diese Aktivität die Verwendung gestohlener EPP-Anmeldeinformationen beinhaltete und wahrscheinlich staatlich finanziert wurde. EPP ist ein zugrundeliegendes Protokoll, das zur Verwaltung von DNS-Systemen verwendet wird.

  • Komplexität eines Seitenkanalangriffs

    Mit Spectre wütet seit Jahren eine Sicherheitslücke, die Intel- und AMD-Prozessoren verwundbar gemacht hat. Nun möchte sich Suchmaschinenriese Google zusammen mit einem Expertenteam dem Problem annehmen. IT-Sicherheitsexperte Christian Heutger begrüßt diesen Schritt: "Googles Vorstöße im Kampf gegen die Sicherheitslücke Spectre sind sehr zu begrüßen. Die Komplexität eines Seitenkanalangriffs, wie Spectre, sorgt allerdings dafür, dass dieser Kampf lange dauern wird. Ich vermute, dass noch einige Zeit ins Land gehen, bis die Gefahr, die von der Sicherheitslücke Spectre ausgeht, vollständig gebannt sein wird. Aber Google und sein LLVM-Team gehen einen entsprechenden guten Weg", so der Geschäftsführer der PSW Group.