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IoT: Keine Verschleierung des Traffics


IoT als Synonym für die Intransparenz des Traffics?
Die Milliarden an Geräten, die heute schon vernetzt und schlecht abgesichert genutzt werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten, Daten zu stehlen, Spionage zu betreiben oder Ransomware einzusetzen

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IoT. Diese drei Buchstaben stehen für ein echtes Phänomen: das Internet der Dinge. IoT bezeichnet auch den Beginn eines Zeitalters, in dem alles mit allem verbunden ist. Es ist sehr schwierig, diese Entwicklung zu ignorieren, denn sie betrifft viele Bereiche wie etwa Heimautomatisierung, Verkehr, Sicherheit, Gesundheit oder Energieversorgung. Und nicht nur Einzelpersonen sind involviert. Immer mehr Städte beschäftigen sich mit der Entwicklung von Konzepten, die sie zur "Smart City" machen. Und auch immer mehr Unternehmen setzen auf das IoT, um die Produktivität zu steigern, Prozesse zu automatisieren und den Kundenservice zu optimieren. Ein gutes Beispiel liefern hier die großen Einzelhändler, die in ihren Geschäften die Geräte ihrer Kunden vor Ort direkt in ihre Online-Infrastruktur einbinden.

Christoph Lietz, Senior Sales Director Central Europe bei Gigamon, ist davon überzeugt, dass diese rasche und umfassende Akzeptanz des IoT deutliche Auswirkungen auf die Art und Weise haben wird, wie sich digitaler Traffic transparent, sicher und leistungsfähig gestalten lässt:

"Seit Beginn des IoT-Zeitalters liegt der Schwerpunkt der Anbieter entsprechender Lösungen auf der Entwicklung netzfähiger Dinge und deren Eignung, Neugier und Spieltrieb von Endanwendern gleichermaßen zu wecken. Allerdings wird häufig übersehen, wie viel Netzwerk-Traffic diese Geräte generieren. Diese stetig wachsende transferierte Datenmenge ist aber eindeutig das größte IoT-Problem, mit dem wir in den nächsten Jahren konfrontiert werden. Die Marktanalysten von Gartner gehen schon für das aktuelle Jahr von acht Milliarden verbundener Geräte weltweit aus – und sie erwarten, dass diese Zahl bis 2020 auf 20 Milliarden steigt. Man muss kein Hellseher sein, um zu prognostizieren, dass diese Entwicklung sowohl beim Management der Netzwerke als auch bei der Gewährleistung reibungsloser und transparenter Datentransfers heikle Fragen aufwirft.

Um die rapide steigenden Transfervolumina bewältigen zu können, müssen Unternehmen die Infrastrukturen ihrer Netzwerke überdenken und Lösungen implementieren, die ihnen jederzeit einen exakten Überblick über die gesamten Netzwerkaktivitäten geben können. Neben den Problemen, die eine mangelnde Transparenz aufwirft, ist es vor allem die Sicherheit, die in den Fokus einer überzeugenden Strategie gerückt werden muss. Denn das IoT ist eine denkbar gut bestückte Spielwiese für Hacker und Cyberkriminelle.

Die Milliarden an Geräten, die heute schon vernetzt und schlecht abgesichert genutzt werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten, Daten zu stehlen, Spionage zu betreiben oder Ransomware einzusetzen. Während ein Unternehmen vor der Mammutaufgabe steht, alle Aspekte einer digitalen Infrastruktur zu berücksichtigen, reicht für einen Hacker eine einzige Schwachstelle, um sich den Zugang zu einem Netzwerk zu verschaffen. Und ist er erst einmal drinnen, vergehen oft Monate, bis er entdeckt wird. Denn es ist kaum möglich, etwas vor Gefahren abzusichern, von denen man nichts weiß.

Darum ist es so wichtig für die Security-Teams zu wissen, welche Geräte sich wann in ihrem Netzwerk befinden, wo diese platziert sind und wer sie für was verwendet. IoT darf nicht für Intransparenz und Verschleierung des Traffics stehen. Ziel von Unternehmen muss es sein, den Netzwerkverkehr so transparent zu gestalten, dass sie über alle für die Sicherheit relevanten Informationen zu Nutzern, Applikationen und Geräten verfügen. Sinnvoll ist es also, eine zentrale Sicherheitsplattform für die Netzwerktransparenz zu implementieren, die alles abdeckt – von den virtuellen und Cloud-Umgebungen über den verschlüsselten Traffic und der Isolation verdächtiger, zu untersuchender Applikationen bis hin zur Unterstützung einer sicheren Netzwerkan- und -abmeldung digitaler Geräte. Wer in der Lage ist, den Netzwerkverkehr proaktiv zu verfolgen, kann verdächtige Aktivitäten quasi in Echtzeit identifizieren, schnell und effektiv reagieren und Malware analysieren. So werden Datendiebstähle verhindert und Kundenerfahrungen verbessert.

Soll das IoT sowohl sicher als auch leistungsoptimiert eingesetzt werden, müssen Unternehmen daher einen dualen Ansatz verfolgen, der Transparenz und Monitoring für den gesamten Traffic gewährleistet. Damit sind sie in der Lage, das Netzwerk jeweils aktuell zu analysieren, zu schützen und zu bewerten, was die Basis für die Optimierung von Leistung und Verfügbarkeit ist.

Freilich wird es nicht ausreichen, wenn lediglich die Unternehmen alles tun, um die Sicherheit des IoT zu gewährleisten. Gefordert sind auch die Hersteller und Anbieter netzwerktauglicher Geräte und Dinge, die lernen müssen, ihre Produkte grundlegend gegen Cyber-Attacken zu wappnen." (Gigamon: ra)

eingetragen: 21.06.17
Home & Newsletterlauf: 05.07.17


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Gretchenfrage IoT-Sicherheit

    Für die meisten ziemlich überraschend, hat Microsoft vergangene Woche auf der RSA Konferenz, einer der größten und bekanntesten IT-Sicherheitsveranstaltungen weltweit, seine Initiative für das sichere Internet der Dinge (IoT) vorgestellt. Seit dem Jahr 2015 arbeitete Microsoft an Azure Sphere, so der Name der sicheren Architektur für das IoT. Sie umfasst zertifizierte Microcontroller, ein sicheres Betriebssystem (mit Linux, nicht Windows-Kernel!) und einen Cloud-Service für die zertifikatbasierte Authentifizierung und das geräteübergreifende Aufspüren von Bedrohungen. Jürgen Rother, Senior Business Development Manager beim IT-Dienstleister Trivadis, kommentiert.

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    Ende Dezember 2017 passierte der Bitcoin die Marke von 15.000 US-Dollar. Exakt ein Jahr zuvor konnte eine Einheit dieser wohl populärsten Kryptowährung noch für deutlich unter 1.000 US-Dollar erworben werden. Diese enormen Kurschwankungen verschaffen dem digitalen Geld eine große mediale Aufmerksamkeit. Da immer mehr Menschen den Hype um Bitcoin & Co. nutzen und von den enormen Kursschwankungen profitieren wollen, sind zudem neue Plattformen entstanden, die als Marktplätze den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen erleichtern sollen. Dennoch stellte Enterprise Innovation fest, dass Kryptowährungen immer noch darum kämpfen, den Mainstream wirklich zu erreichen. Ein Hauptgrund hierfür sei der Ruf, unreguliert und unsicher zu sein.

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    469 Tage bleiben Hackerangriffe durchschnittlich unbemerkt. Das ist mehr als genug Zeit für Angreifer, sich ungestört Informationen zu verschaffen. Wie lange der Angriff auf die Deutsche Bundesregierung tatsächlich unbemerkt blieb, werden die Untersuchungen noch zeigen. Bei Cyberattacken, die gezielt Hintertüren ausnutzen oder speziell für dieses Netzwerk programmierte Viren nutzen, bieten herkömmliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Antiviren-Software, nicht den nötigen Schutz, insbesondere nicht im Fall von solchen kritischen Infrastrukturen wie Bundesbehörden. Damit Sicherheitslücken gar nicht erst missbraucht und Schadprogramme nicht ausgeführt werden können, ist zusätzliche Sicherheitssoftware nötig.