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Vermeintliche Fußball-WM-Wette


Die Fußballweltmeisterschaft für eine Spam-Kampagne genutzt_ Die Phishing-E-Mail hat in den ersten sieben Tagen über 26.000 Verbraucher erreicht
Forschung zeigt, dass im vergangenen Jahr über 23 Millionen Deutsche von Cyberkriminalität betroffen waren

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Nach Erkenntnissen von Norton by Symantec nutzen Cyberkriminelle die Fußballweltmeisterschaft für eine Spam-Kampagne, die auf Fußballfans abzielt. Sie verschicken derzeit per E-Mail Gewinnbenachrichtigungen für eine vermeintliche Fußball-WM-Wette. Die Empfänger – hauptsächlich Verbraucher – werden darüber informiert, dass sie einen Preis in Höhe von 1,8 Millionen Dollar gewonnen hätten. Um ihn annehmen zu können, müssten sie lediglich auf die E-Mail antworten und persönliche Daten übermitteln.

Die Phishing-E-Mail hat in den ersten sieben Tagen über 26.000 Verbraucher erreicht. Sie verwendet sogenannte Social-Engineering-Taktiken, um die Empfänger zielgenau anzusprechen und so Emotionen bei ihnen auszulösen und eine schnelle Reaktion herbeizuführen. Dieses Vorgehen gilt als eine der erfolgreichsten Methoden, die Cyberkriminelle ohne den Einsatz von Technik anwenden können. Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Norton, kommentiert.

"Fragen Sie sich doch einmal selbst: Würden Sie eher die E-Mail-Nachricht eines Prinzen aus Nigeria öffnen, der Sie um Hilfe bittet, oder die, bei der Sie einfach nur 'hier klicken' müssen, um kostenlose Tickets zur Fußballweltmeisterschaft zu erhalten?

Cyberkriminelle halten immer Ausschau nach günstigen Gelegenheiten, um Verbraucher zu täuschen. Wenn große Datenpannen bekannt werden, versenden sie zum Beispiel oft Sicherheitsmeldungen, die die Empfänger dazu auffordern, ihre Daten zu sichern. Oder sie verschicken Links zu meist unvorteilhaften und daher für eine Veröffentlichung gesperrte Fotos von Prominenten. Häufig ködern sie ihre Opfer auch mit Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein, darunter fallen zum Beispiel auch kostenlose Tickets zu Großevents wie der Fußballweltmeisterschaft. Cyberkriminelle werden dabei zu wahren 'Social Engineers', um Wege zu finden, die bei ihren Opfern Emotionen auslösen – und es ist unmöglich, mit technischen Mitteln auf der menschlichen Gefühlsebene Lücken zu schließen oder gar Abwehrmechanismen zu installieren. Das sogenannte "Social Engineering" zählt daher nicht ohne Grund zu den erfolgreichsten Methoden, die Cyberkriminelle bei ihren Angriffen einsetzen können.

Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2018 haben wir eine neue Spamkampagne aufgedeckt, die genau diese soziale Taktik anwendet. Die Empfänger – hauptsächlich Verbraucher – werden per E-Mail darüber informiert, dass sie bei einer Fußballwette 1,8 Millionen Dollar gewonnen hätten. Die Cyberkriminellen greifen dabei zum richtigen Zeitpunkt an und nutzen die Begeisterung der Fußballfans für die Weltmeisterschaftsspiele für ihre Zwecke aus. Die vermeintlichen Gewinner wurden dazu aufgefordert, die E-Mail zu beantworten und für die Übermittlung persönliche Daten preiszugeben. Die E-Mail wurde innerhalb von sieben Tagen an über 26.000 Empfänger geschickt.

Das Bewusstsein für die Gefahren, die im Internet lauern, nimmt in der Gesellschaft zu und der Großteil der Verbraucher hält sich inzwischen für ausreichend aufgeklärt, um sicher online zu surfen. Doch die Angriffe der Hacker beweisen, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Unsere Forschung zeigt, dass im vergangenen Jahr über 23 Millionen Deutsche von Cyberkriminalität betroffen waren. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen. 41 Prozent der Opfer klickten auf betrügerische E-Mails und gaben vertrauliche persönliche oder finanzielle Informationen weiter.

Tatsächlich ist keiner vor einer Attacke mit solchen sozialen Komponenten sicher. Unsere persönlichen Daten sind mehr wert, als wir häufig annehmen. Verbraucher sollten die folgenden drei goldenen Regeln einhalten, um ihre Identität vor Cyberkriminellen noch besser schützen zu können:

Wenn es zu gut erscheint, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich auch so.
Nichts anklicken, ohne vorher nachzudenken.
Die Cybersicherheitssoftware stets auf dem aktuellen Stand halten."
(Symantec: ra)

eingetragen: 23.06.18
Newsletterlauf: 04.07.18

Symantec: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Vermeintliche Fußball-WM-Wette

    Nach Erkenntnissen von Norton by Symantec nutzen Cyberkriminelle die Fußballweltmeisterschaft für eine Spam-Kampagne, die auf Fußballfans abzielt. Sie verschicken derzeit per E-Mail Gewinnbenachrichtigungen für eine vermeintliche Fußball-WM-Wette. Die Empfänger - hauptsächlich Verbraucher - werden darüber informiert, dass sie einen Preis in Höhe von 1,8 Millionen Dollar gewonnen hätten. Um ihn annehmen zu können, müssten sie lediglich auf die E-Mail antworten und persönliche Daten übermitteln.

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    Die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wird, wie viele sportliche Großereignisse, nicht nur Fans anlocken, sondern auch Betrüger und Verbrecher. Gerade in der heutigen Zeit ist besonders im Cyberbereich erhöhte Vorsicht geboten. Dieser Einschätzung stimmt auch David Grout, Technical Director/PreSales Director Southern Europe bei FireEye zu: "Jedes Großereignis, ob sportlich, politisch oder anderweitig, ist ein Katalysator für Risiken - und zunehmend auch für Cyberrisiken. Das haben wir zuletzt mit dem Olympic Destroyer-Angriff bei den Olympischen Winterspielen gesehen und wir glauben, dass die bevorstehende Weltmeisterschaft 2018 keine Ausnahme sein wird.

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  • Gretchenfrage IoT-Sicherheit

    Für die meisten ziemlich überraschend, hat Microsoft vergangene Woche auf der RSA Konferenz, einer der größten und bekanntesten IT-Sicherheitsveranstaltungen weltweit, seine Initiative für das sichere Internet der Dinge (IoT) vorgestellt. Seit dem Jahr 2015 arbeitete Microsoft an Azure Sphere, so der Name der sicheren Architektur für das IoT. Sie umfasst zertifizierte Microcontroller, ein sicheres Betriebssystem (mit Linux, nicht Windows-Kernel!) und einen Cloud-Service für die zertifikatbasierte Authentifizierung und das geräteübergreifende Aufspüren von Bedrohungen. Jürgen Rother, Senior Business Development Manager beim IT-Dienstleister Trivadis, kommentiert.